INSA-Umfrage: Nur 10% glauben an einen kirchlichen Aufschwung unter Bischof Bätzing

Eine von der „Tagespost“ in Auftrag gegebene Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass nur zehn Prozent der Deutschen dem neuen Vorsitzenden der Dt. Bischofskonfrenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, zutrauen, für einen Aufschwung des Katholizismus zu sorgen.

Nur zehn Prozent der Deutschen glauben, dass unter dem neuen Vorsitzenden der DBK, Bischof Georg Bätzing, der Katholizismus in Deutschland einen Aufwind erleben wird.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Demnach glauben 41 Prozent nicht an einen Aufschwung unter dem Limburger Bischof. 39 Prozent der Befragten wissen nicht, wie sie dies einschätzen sollen.

BILD: Bischof Bätzing bei einer Veranstaltung des Katholikentags in Münster

Unter den katholischen Befragten glauben 15 Prozent und damit etwas mehr als der Durchschnitt der Deutschen insgesamt an einen Aufwind des Katholizismus durch den neuen DBK-Vorsitzenden. 40 Prozent glauben nicht daran, 34 Prozent haben keine Meinung. Auch bei evangelisch-landeskirchlichen Befragten ist die Zustimmung etwas höher als in der Gesamtheit der Befragten: In dieser Gruppe glauben 13 Prozent an einen Aufschwung, 39 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Die Erhebung, für die 2.050 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 6. und dem 9. März befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Altersgruppen auf. Demnach glauben die über 60-Jährigen noch am ehesten (12 Prozent) an einen Aufschwung unter Bätzing. In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen ist dieser Anteil am geringsten: Nur knapp sieben Prozent trauen dem neuen DBK-Vorsitzenden zu, den Katholizismus zu stärken. 

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Foto: Felizitas Küble


Glaubensinhalte, sinnenfroher Kult und Symbole verschmelzen zu einer Symbiose

Ich hatte das Glück, an einer Universität mit zwei theologischen Fakultäten zu studieren und nutzte neben den katholischen Vorlesungen auch die Chance, einige ausgewählte interessante Vorlesungen der evangelischen Schwesterfakultät zu hören.

Es gab auch einen ökumenischen Gesprächskreis, in dem ich mich engagierte. Dort gab es allerlei kuriose Begebenheiten. Zum Beispiel wurde ein Ikonen-Malkurs angeboten. Ja, ich weiss, es heisst eigentlich „Ikonen schreiben“, aber das nur am Rande.

Für meine evangelischen Schwestern (Brüder gab es dort im Kurs keine, so weit ich mich erinnere) war von vornherein klar: „Nichts mit Maria“!

Da wurden dann Engel in sämtlichen Varianten „geschrieben“, natürlich auch der „Herr Jesus“, aber um Himmels Willen nicht die Madonna, denn das sei zu katholisch und das ging ja nun gar nicht!

In letzter Zeit ist mir meine katholische Heimat wieder näher gekommen, nachdem ich eine Zeit lang Schwierigkeiten mit so manchen Themen hatte. Ich entdeckte und entdecke Interessantes: die katholische Volksfrömmigkeit ist alles andere als weltfremd, ein Vorwurf, der ja gerade bei Schlagwörtern wie Zölibat, Frauenordination (die gibt es im Protestantismus auch noch nicht so lange!), Pille usw gern gemacht wird.

Weihrauch, Öle, Wasser, Riten und Zeremonien sprechen alle Sinne an und damit den ganzen Menschen. Jede/r von uns kennt liebe Menschen, von denen wir gerne bestimmte Gegenstände aufheben, manchmal ganz unscheinbare Dinge. Da gibt es die obligatorischen Bilder, auch Briefe, kleine Geschenke, Erinnerungen.

Nichts anderes praktiziert der Katholizismus, wenn er den Gläubigen Reliquien zur freiwilligen Verehrung darbietet (ohne dass hierzu eine Verpflichtung bestände).

Apropos: die Christenheit hat interessanterweise niemals Knochen  –  und das sind immer die „ersten“ Reliquien gewesen, dann erst kamen auch Stoffe und andere Dinge hinzu  – von Maria zur Verehrung gehabt, das zeigt das hohe Alter des kirchlichen Glaubens, dass Maria wirklich mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.

Kult und Glaubensinhalte verschmelzen zu einer Symbiose  – und dafür bin ich der Kirche dankbar!

Unser Gastautor stammt aus Baden-Württemberg und ist Diplom-Theologe; er ist unserer Redaktion persönlich bekannt


Machtpoker um die Malteser – ein „Kulturkampf“ innerhalb der Kirche?

Eine „geistliche und moralische Reform“ des Souveränen Ordens der Malteser soll er überwachen, besonders der zölibatär lebenden Profess-Ritter: Papst Franziskus hat Erzbischof Giovanni Becciu zu seinem „besonderen Bevollmächtigten“ ernannt. Burke-EWTN-Foto

Dieser sei der „ausschließliche Sprecher“ des Papstes und werde eng mit dem Leiter des Ordens, Großkomtur Ludwig Hoffmann von Rumerstein, zusammenarbeiten. 

Offiziell amtiert jedoch der Kardinalspatron als Vertreter des Papstes beim Malteser-Orden, bekleidet seit 8. November 2014 vom theologisch konservativen Kurien-Kardinal Raymond Leo Burke (siehe Foto).

Im 900 Jahre alten Souveränen Malteser-Orden stellt die kleine Gruppe der Profess-Ritter, die Gelübde wie Mönche ablegen, eine kleine aber wichtige Rolle. Der Orden, der seine eigene Währung, Pässe und Nummernschilder hat, und diplomatische Beziehungen zu über 100 Nationen pflegt, zählt rund 13.500 Mitglieder; doch nur 55 gehören diesem „ersten Stand“ des Ordens an. Bislang stellen sie auch die Führung. 

Die am 4. Februar veröffentlichte Beauftragung von Erzbischof Becciu ist das jüngste Kapitel einer Geschichte, bei der es zum Konflikt zwischen dem Vatikan und dem Orden über die Absetzung des Großkanzlers, Albrecht von Boeselager, im vergangenen Dezember gekommen war, nachdem der deutsche Ordensmann einen Rücktritt verweigert hatte. 

Foto: Radio VatikanNach einer mehrfachen Intervention des Papstes und einer zum Teil öffentlichen geführten, robusten Korrespondenz mit dem bisherigen Großmeister, Fra‘ Matthew Festing, hatte Franziskus am 24. Januar den Großmeister zum Rücktritt aufgefordert. Dieser war daraufhin sofort zurückgetreten, was der Orden per Gremium später bestätigte. Freiherr von Boeselager kehrte wieder in das Amt des Großkanzlers zurück.

Geht es im Hintergrund um einen Richtungsstreit?

Verhandelt wurde jedoch nicht nur die eine oder andere Personalie. Es ist Beobachtern zufolge ein Richtungsstreit, der internationale Wellen schlug.

In der linksliberalen Wochenzeitung „Die Zeit“ schrieb Julius Müller-Meiningen, es werde ein „Kampf der Kulturen ausgetragen, wie er in vergleichbaren Zügen in der gesamten katholischen Kirche zu beobachten“ sei.

Der bekannte Journalist fährt fort:

„Ein Armdrücken um die Wahrheit, das nun in einer päpstlichen Blutgrätsche im Namen der Barmherzigkeit sein vorläufiges Ende findet. Müssen sich Katholiken in aller Welt auf Verhältnisse wie im Malteserorden gefasst machen nach der Devise: Wer nicht spurt, fliegt raus?

Der letztendlich mit dem Recht des Stärkeren ausgetragene Streit im Orden geht ums Ganze, um die richtige Balance und das rechte Verständnis von Katholizität, Tradition, Dogma und Pastoral. Mit besonderer Teilnahme des deutschen Katholizismus„.

Daß es sich im Hintergrund um einen Richtungsstreit handelt, wird auch von der progressiven Seite so gesehen:

Im „NCR“ sprach der Präsident der deutschen Malteser, Prinz Erich von Lobkowicz,  von einer „Schlacht zwischen all dem, wofür Papst Franziskus steht, und einer kleinen Clique ultrakonservativer, rüschentragender Hardliner in der Kirche, die den Zug in jeder Hinsicht verpasst haben“.

Quelle und vollständiger Text hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/dieser-mann-soll-die-malteser-spirituell-erneuern-franziskus-ernennt-erzbischof-becciu-1570#.WJX05_2CuNA.twitter


Warum werben deutsche Bischöfe für den Islam, statt sich stärker mit den verfolgten Christen zu solidarisieren?

Von Dr. David Berger

Deutsche Bischöfe der katholischen Kirche treten derzeit in den Medien als energische Fürsprecher einer Verbreitung des Islam in Deutschland auf. Eine gefährlichepressefotoberger11 Naivität treibt sie dabei um. Denn weltkirchlich gesehen fallen diese Bischöfe mit ihrer Islamophilie den Juden, den Glaubensbrüdern im Mittleren Osten und auch Christen, die in deutschen Asylheimen häufig schwersten Verfolgungen durch Muslime ausgesetzt sind, aufs übelste in den Rücken.

Demjenigen, der es noch nicht mitbekommen hat, muss man erst einmal deutlich machen, dass es sich nicht um eine Satire handelt: Tatsächlich erweisen sich derzeit die katholischen Bischöfe hierzulande als die energischsten Apologeten einer weiteren Verbreitung des Islam in Deutschland. Also in jenem Land, das einst der heilige Bonifatius christianisierte und damit einen der Grundsteine zur vom Islam zeitweise bereicherten, aber in den letzten Jahrhunderten immer mehr auch bedrohten Kultur Europas legte.

Gehören Moscheen und Minarette zu Deutschland?

Nach parteipolitischen Stellungnahmen seiner Kollegen Kardinal Lehmann und  Erzbischof Hans- Josef Becker  hat sich nun der Osnabrücker Bischof Bode in einem Interview mit seiner Heimatzeitung weit aus dem Fenster gelehnt. Unter der Schlagzeile „Muslime und Minarette gehören zu Deutschland“ singt er ein Loblied auf den Islam in Deutschland:

Wir „können auch viel von den Muslimen, die herkommen, lernen. Die Kirche tritt für islamischen Religionsunterricht ein, mit ordentlichen Lehrplänen wie im christlichen Religionsunterricht. Das friedliche Miteinander der Religionen ist bereichernd, dazu müssen wir beitragen. Sonst empfindet die säkulare Gesellschaft Religion oft nur als Ursache von Feindseligkeiten.“ Moschee-Bonn-4

Ähnlich hatte sich schon der Essener Bischof Franz Josef Overbeck im vergangenen Herbst in einer viel beachteten Predigt geäußert. In der forderte er angesichts der Flüchtlingskrise, dass sich gefälligst die Deutschen den Asylbewerbern anpassen sollten. Dass er dabei wohl kaum die Minorität der glaubenseifrigen und zum Martyrium bereiten christlichen Flüchtlinge gemeint haben dürfte, geht aus dem weiteren Zusammenhang der Predigt deutlich hervor.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Kein Wort  ist von Bischof Bode zu dem auch den Islam in Deutschland prägenden Antisemitismus, die weit verbreitete, nicht selten gewalttätige Feindlichkeit gegen Christen Trans- und Homosexuelle, die Minderbewertung der Frau im Islam.

Besonders die zuletzt genannte Unterlassung stößt bitter auf, da Bode gleichzeitig die katholische Kirche im Zusammenhang mit den umstrittenen Plänen zu einer Diakonenweihe für Frauen (Durchgangsstation zum „Priestertum“ der Frau) auffordert: „Auf jeden Fall müssen Frauen mehr Leitungsverantwortung in der Kirche haben. Ich bin Vorsitzender der Frauenkommission in der Bischofskonferenz und ich forciere das.“

Irgendwie passt das alles nicht zusammen, wenn man nicht von der abstrusen These ausgehen will, dass den Bischof neben der Islamophilie eine Christophobie umtreibt.

Ganz abgesehen davon, dass unser Grundgesetz (Art. 7, Abs. 3) keinen „christlichen Religionsunterricht“, sondern nur einen konfessionellen kennt, ist die Naivität des Bischofs geradezu atemraubend: Friede, Freude, Eierkuchen.

Da passt es dazu, dass er sich, während sich die Gotteshäuser seiner Diözese immer mehr leeren, für den Bau von Moscheen eintritt. Und wie ein Kind, das eine Kirche, selbstverständlich mit Kirchturm malt, fest stellt: „Wenn es dann um den Bau einer Moschee geht, dann kann auch ein Minarett dazugehören.“

Bischof Bode: Demographisches Problem kleingeredet

Der Bischof ist aber nicht nur Fachmann, wenn es um die Architektur von Moscheen und den Religionsunterricht in Deutschland geht, sondern auch in demographischen Fragen ein echter Profi. Auf die besorgte Frage der Interviewpartnerin: „Wenn Sie mal einen Blick in die Zukunft werfen, wie wird die Kirche in 20 Jahren aussehen? Sind Muslime dann in der Mehrheit und die Kirchen leer?“ – antwortet seine Exzellenz kurz und knapp: „Es ist kaum eine muslimische Bevölkerungsexplosion hierzulande zu erwarten.“foto-dcubillas-www_freimages_com_

Grund: auch die Katholiken würden sich in Zukunft wieder viel mehr Kinder anschaffen. Und das in einer Kirche, deren Papst kinderreichen Familien vor nicht allzu langer Zeit vorwarf, sich zu vermehren „wie die Karnickel“?

Weltkirchlich gesehen fallen diese Bischöfe mit ihrer Islamophilie gerade den Glaubensbrüdern im Nahen und Mittleren Osten, aber auch Christen, die in deutschen Asylheimen häufig schwersten Verfolgungen durch Muslime ausgesetzt sind, aufs übelste in den Rücken. Zugleich verraten sie unsere älteren Brüder, die Juden, die nicht ohne Grund eine große Furcht vor der Islamisierung Europas umtreibt.

Noch vor wenigen Wochen fand im Vatikan eine Tagung statt, auf der eine von 400.000 Personen unterschriebene Petition an die Vereinten Nationen vorgestellt wurde, die von den UN fordert, die „endlosen Angriffe auf Christen und andere religiöse Minderheiten“ im Namen des Islam zu stoppen.

Die Mitbrüder von Exzellenz Bode, Bischof Joseph Danlami Bagobiri von Kafanchan in Nigeria und der griechisch-melkitische katholische Erzbischof Jean-Clement Jeanbart von Aleppo in Syrien waren zu diesem Anlass in den Vatikan gekommen. Bagobiri sagte bei diesem Anlass kurz und knapp: „Christen in Teilen von Nigeria und im Mittleren Osten werden derzeit zu einer aussterbenden Spezies!“

Aus sich können sich diese Christen nicht helfen. Sie wären auf reiche und daher weltkirchlich und politisch einflussreiche Mitbrüder wie Kardinal Lehmann oder Bischof Bode angewiesen. Die kümmern sich aber offensichtlich lieber um beschleunigte Baugenehmigungen für Minarette neben ihren leerer werdenden Kirchen.

Was wird erst sein, wenn diese Männer, denen die Vorsehung „einen Gummischlauch statt einem Rückgrat eingezogen hat“ (Georg May), wirklich vor die Alternative gestellt werden. Was wird sein, wenn sie sich unter Androhung von Gewalt zwischen Minarett und Kirchturm entscheiden müssen. Als Katholik mit einem angemessenen Respekt vor dem Amt des Bischofs möchte mir die Antworten gar nicht vorstellen …

Unser Autor Dr. David Berger aus Berlin ist Philosoph, Theologe, Pädagoge und Publizist; Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://www.david-berger.info/#!Wenn-einem-Bischof-das-Minarett-wichtiger-ist-als-der-Kirchturm/c1vx5/5744946f0cf22b6a7596777a


„Kölner Kirchenzeitung“ übt deutliche Kritik am ZdK-Papier zu Ehe und Familie

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Siegbert Klein schrieb in der „Kölner Kirchenzeitungeinen bemerkenswerten Artikel, der die jüngste Stellungnahme des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) kritisiert. Das Zentralkomitee gebärdet sich als Stimme des „Volkes Gottes“.

Dazu schreibt der erwähnte Autor:

43 Prozent der 226 Mitglieder werden aus den Reihen katholischer Verbände und Organisationen gewählt. Je drei Delegierte entsendet jeder Diözesanrat eines Bistums ins ZdK, egal ob das Bistum wie Görlitz nur 28.500 Katholiken oder wie Köln 2,1 Millionen Katholiken zählt. Das sind 84 Männer und Frauen (37 Prozent).

Ihre Legitimation haben sie durch die Pfarrgemeinderatswahlen erhalten. Die Wahlbeteiligung betrug bei der letzten Wahl im Erzbistum Köln 4,6 Prozent. Zusammen wählen diese 181 Mitglieder weitere 45 Einzelpersönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Diese machen 20 Prozent der Mitglieder aus. Die Fakten sprechen für sich.“

Schon aus diesem Grund ist nicht nachvollziehbar, wieso die „Deutsche Bischofskonferenz“ dem ZdK eine Rolle als „Stimme des deutschen Katholizismus“ zuweist.  

Siegbert Klein verdeutlicht zudem, dass das ZdK päpstliche Stellungnahmen verbiegt, um damit eigene Ansichten zu rechtfertigen:

Wer genau liest, stellt schnell fest, dass das ZdK einen gewaltigen Nebel mit wohlfeilen und den Ohren schmeichelnden Formulierungen erzeugt, um zu verschleiern, dass man anscheinend eine andere Kirche will. Es geht dem ZdK nicht darum, den Glauben weiterzugeben oder gar aus dem Glauben zu leben, um damit Politik und Gesellschaft zu gestalten. Geschickt wird auch die Lehre der Kirche gegen das Lehramt des Papstes ausgespielt:

„Wir stellen eine Spannung und vielfach eine große Kluft zwischen Aussagen des päpstlichen Lehramtes zu Ehe und Familie und der von pluralen Familienformen geprägten heutigen Lebenswelt der Gläubigen fest.“  –  Mit anderen Worten: Die Lehre der Kirche wird als die des Papstes umgedeutet. Da ein Mensch fehlbar ist, hat man jetzt einen Hebel, die Lehre als falsch zu bezeichnen.Warum geht das ZdK derart vor? Kleins Antwort ist knapp und bündig:Die Mitglieder des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben mit [der deutschen] Lebenswirklichkeit keine Probleme. Einstimmig forderten sie jetzt auf ihrer Vollversammlung in Würzburg in einer Erklärung zu Ehe und Familie eine „Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften (und) neuer Partnerschaften Geschiedener“.

Im Klartext: Dem ZdK ist die katholische Lehre über Ehe und Familie egal. Die Mitglieder des Laiengremiums vertreten im Grunde keine katholischen, sondern weltliche Interessen.

Der einzige Grund, wieso das ZdK im deutschen Katholizismus noch eine Rolle spielt: Weil auch manche Bischöfe die komplette Verweltlichung der katholischen Kirche in Deutschland verwirklicht sehen wollen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Das ZdK verstärkt die weltkirchliche Isolierung des deutschen Katholizismus

Mathias von Gersdorff Dieser Blog zeigt, zu welchem Irrsinn Grüne, Gender-Ideologen, Linkskatholiken usw. fähig sind.

Die jüngste Stellungnahme des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ (ZdK) im Hinblick auf die Familiensynode im Vatikan im Oktober 2015 wirft viele Fragen auf.
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In der anmaßenden Erklärung des ZdK wurde die Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die moralische Unbedenklichkeit von künstlichen Verhütungsmitteln, eine Neubewertung von nicht-ehelichen Partnerschaften u.a. gefordert.
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Mit ihren Forderungen geht das ZdK viel weiter als das, was Kardinal Walter Kasper in seiner Rede Anfang 2014 vor dem Konsistorium vorgeschlagen hatte. Kasper empfahl „lediglich“, geschiedene und zivil „Wiederverheiratete“ unter bestimmten Bedingungen zur hl. Kommunion zuzulassen.
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Die Rede Kaspers wurde von Linkskatholiken zum Anlass genommen, letzlich die Abschaffung der katholischen Lehre über Ehe und Sexualität zu fordern.
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Doch die Stellungnahme des ZDKs kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Gegen die liberalen Forderungen hat sich seit der (kleinen) Familiensynode im Oktober 2014 erheblicher Widerstand gebildet. Etliche Kardinäle und Bischöfe aus der ganzen Welt haben ihre Stimme erhoben, um die katholische Lehre zu verteidigen.
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Der Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (siehe Foto), erntete harsche Kritik für seinen berüchtigten Ausspruch „Wir sind keine Filiale von Rom“.
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Inzwischen sind weltweit schon fast alle Delegationen der Bischofskonferenzen für die Synode im Oktober 2015 aufgestellt. Keine davon ist so modernistisch wie die deutsche. Keine  –  außer der deutschen  – unterstützt geschlossen die Ideen von Kardinal Kasper zur Pastoral mit geschiedenen Wiederverheirateten. Auf diese Weise hat sich die deutsche Delegation in die Isolation manövriert.

Kritik am deutschen Katholizismus wächst

In vielen Ländern wächst die Kritik an den Bischöfen in Deutschland. Man wirft Marx & Co. Halsstarrigkeit und mangelnde Katholizität vor. Just in diesem Moment kommt das ZdK und setzt noch eins drauf: Für das Außenbild des deutschen Katholizismus ist dieses Dokument verheerend.

Jüngst stellte Kurienkardinal George Pell am 9. Mai 2015 auf einer Tagung für Lebensrechtler klar, dass die kommende Synode gar nicht befähigt sei, die katholische Doktrin zu ändern. Es ist deshalb fatal, dass manche deutsche Bischöfe immer noch Versprechungen machen, die sie nicht einhalten können. .

Zuletzt tat das Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück, einer der deutschen Delegierten. Bei diesem Hintergrund wirkt die ZdK-Stellungnahme gleichsam wie eine Erpressung und eine Aufforderung zum Schisma.
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Unter diesen Umständen wäre es wünschenswert, dass ein deutscher Bischof an die Öffentlichkeit geht und ein Wort der Orientierung spricht.
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Unser Autor Mathias von Gersdorff (siehe Foto oben) ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Vreden: Sonderausstellung „Der Herrgott wird´s richten“ bis 13. Oktober 2013

Seit 5. Mai 2013 gibt es im Hamaland-Museum in Vreden (Westfalen) die Sonderausstellung „Der Herrgott wird´s richten – Zeugnisse häuslicher Frömmigkeit“

Die Ausstellung wurde nun bis zum 13. Oktober 2013 verlängert!

Das Museum aus dem Münsterland schreibt hierzu: Herrgottplakat_9eed9d896b

„Im Katholizismus hat sich eine Vielfalt privater Frömmigkeitsformen entwickelt, vor allem im Bereich der Marien-, Engel- und Heiligenverehrung. Ausdruck der häuslichen Religiosität sind zahlreiche bildliche und figürliche Darstellungen, Wallfahrtsandenken und Reliquien. Auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs wurden mit biblischen Motiven versehen.

Der Protestantismus, der eine Rückbesinnung auf die Hl. Schrift forderte, stand diesen Glaubensäußerungen von Anfang an skeptisch gegenüber. In geringerem Maß haben aber auch in seinem Bereich bildliche und rituelle Ausdrucksformen Raum gefunden.“

Infos, Adresse, Öffnungszeiten, Eintrittspreise usw. siehe hier: http://www.hamaland-museum.de/kontakt.html