Hamas greift Hilfskonvoi aus Israel an: zwei Tote und zehn Verletzte

Die Terrororganisation Hamas hat am Dienstag (18.5.) einen humanitären Hilfskonvoi auf dem Weg von Israel nach Gaza mehrmals am Übergang Kerem Shalom mit Mörserbomben angegriffen. Zwei thailändische Arbeiter wurden dabei getötet, zehn weitere Arbeiter und ein Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurden verletzt.

Das Außenministerium Israels hatte die Überstellung der von UNO, UNICEF, dem Internationalen Roten Kreuz und Ärzte ohne Grenzen gespendeten Hilfsgüter koordiniert. Der Konvoi umfasste 40 Lastwagen mit medizinischem Zubehör, Impfstoffen, Kraftstoff und Lebensmitteln.

BILD: Israelische Soldaten beschützen ein arabisches Kind

Nach einer ersten Attacke der Hamas am Vormittag wurde am frühen Nachmittag ein zweiter Versuch unternommen, die Güter nach Gaza zu bringen. Acht Lastwagen konnten den Übergang passieren als ein erneuter Hamas-Angriff stattfand, bei dem ein Soldat verletzt wurde.

Ein dritter Versuch eine weitere Stunde später wurde erneut mit Mörserbomben angegriffen. Zwei Arbeiter wurden dabei getötet und zehn weitere verletzt.

Die Hilfsgüter konnten daher nicht zur Bevölkerung im Gazastreifen gebracht werden. Israel wird sich dafür einsetzen, einen schnellen Transfer der Hilfssendung nach Gaza zu ermöglichen.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Hamas-greift-humanit%C3%A4ren-Hilfskonvoi-an.aspx


Israel zerstörte einen Terror-Tunnel

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben am Sonntagmorgen die Zerstörung eines Terrortunnels der Hamas beendet, die Samstagabend begonnen hatte.

Der Tunnel verlief unter dem Übergang Kerem Shalom und erstreckte sich von der palästinensischen bis zur ägyptischen Seite der Grenze.

Der Tunnel nahm seinen Anfang in der Stadt Rafah und hatte eine Länge von etwa 1,5 Kilometern. Israel arbeitet zurzeit am Bau einer unterirdischen Grenzbefestigung, die das Graben von Tunneln in Zukunft verhindern soll. Die unterirdische Barriere soll gegen Ende des Jahres fertig sein.

Israel sah sich gezwungen, den Übergang Kerem Shalom bis auf weiteres zu schließen, um die Sicherheit der Anwohner auf beiden Seiten zu gewährleisten.

Der Bau eines Tunnels genau unter dem Übergang, über den die gesamte Lieferung von zivilen Gütern in den Gazastreifen abgewickelt wird, zeigt, dass die Hamas, die den Tunnel errichtet hat, es darauf anlegt, der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu schaden, um Israel in schlechtem Licht erscheinen zu lassen.

Quelle: Israelische Botschaft in  Berlin


Radikal-islamische „Hamas“ blockiert israelische Hilfslieferungen für Gaza

Am israelischen Grenzübergang zum Gazastreifen stehen seit gestern 65 Lastwagen mit Hilfsgütern, die nicht abgefertigt werden können. Nun drohen die Lebensmittel zu verderben.

Nachdem am Dienstag vergangener Woche wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen war, hatte Israel den Grenzübergang Kerem Shalom vorübergehend geschlossen. Nun sollten die Hilfslieferungen wieder aufgenommen werden, aber die Hamas hat den zuständigen Beamten der palästinensischen Autonomiebehörde abgesetzt und übt nun selbst die Kontrolle über den Grenzübergang aus.

Da Israel nicht mit der radikal-islamischen Hamas zusammenarbeitet und auch Hamas seinerseits keinen Bedarf dafür sieht, blieben die Lastwagen voller Güter am Grenzübergang stehen.

Die Lieferungen warten jetzt an der Grenze darauf, dass die Kontakptperson der palästinensischen Autonomiebehörde wieder erscheint, um zumindest die Nahrungsmittel zu retten.

Generalmajor Eitan Dangot unterstrich, dass Israel weiterhin Güter nach Gaza transportiere, wenn die Kontaktperson der palästinensischen Autonomiebehörde wieder zur Arbeit erscheine. Er betonte weiterhin, dass die Hamas ihrem Volk großen Schaden zufüge, indem sie den Güterverkehr behindere.  

Quelle: http://www.israelheute.com


Das Ziel der Dschihadisten: Ein israelisch-ägyptischer Krieg

Von Ron Ben-Yishai

Der islamische Terroranschlag am Sonntagmorgen bei Kerem Shalom unterstreicht die bedeutenden Auswirkungen des Aufstands in der arabischen Welt:

Salafistische Terroristen, die zum Globalen Dschihad gehören, Waffenschmuggel aus dem Sinai, der Wunsch, Ägypten zu blamieren und Israel und Ägypten gegeneinander aufzubringen.

Der Zwischenfall verdeutlicht auch, dass die Terroristen des Dschihad, für die der Sinai ein sicherer Rückzugsort ist, vorhaben, die Region zu entflammen, indem sie eine Situation schaffen, in der die ägyptische Armee scheinbar an einem Angriff auf Israel beteiligt ist. Die Terroristen planten offenbar, den anfänglichen Schock, den ihr Eindringen nach Israel verursacht hätte, dafür zu nutzen, einen israelischen Soldaten oder Bürger zu entführen.

Der Angriff vom Sonntag auf eine ägyptische Militärbasis offenbarte die militärische Erfahrung der Terroristen, ihre strategischen Fähigkeiten und ihre Kaltschnäuzigkeit.

Die Qualität des Überfalls selbst hätte einer Armee-Elite-Einheit gut gestanden. Die Terroristen trugen offensichtlich Waffen, die aus Libyen stammten. Diese Waffen halfen ihnen, die ägyptischen Soldaten zu überwältigen, die den Grenzübergang Kerem Shalom sicherten und unzureichend bewaffnet waren. (…)

Der Globale Dschihad, im Gegensatz zu anderen Gruppierungen wie den Muslimbrüdern, hat die Herrschaft der salafistisch-wahabitischen Ausrichtung des Islam  –  die ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel hat  –  zum Ziel. Sie wollen die Herrschaft zuerst in den muslimischen Ländern des Nahen Ostens und später der gesamten Welt durchsetzen.

Bewegungen wie die Muslimbrüder haben relativ gemäßigte religiöse Ambitionen, die die nationalen Ziele der jeweiligen Länder berücksichtigen. Sie betreiben außerdem soziale Aktivitäten, um den Armen zu helfen.

Die Dschihadisten haben nur ein Ziel: die Errichtung  „globaler islamischer Emirate“, die in Übereinstimmung mit dem Scharia-Recht regiert werden. (…)

Die israelische Armee und das ägyptische Militär setzen ihre Zusammenarbeit fort, um die dschihadistische Gefahr abzuwenden. In ihren kürzlichen Gesprächen mit hochrangigen ägyptischen Funktionären in Kairo unterstrichen US-Außenministerin Clinton und Verteidigungsminister Panetta die dringende Notwendigkeit, sich der Gefahr zu stellen, die von Al Kaida und dschihadistischen Gruppen in der Region ausgeht.

Diese Gruppen gefährden nicht nur Israel und den Westen, sondern auch die neu-entstandenen muslimischen Ordnungen in Ägypten, Tunesien, Libyen, Jemen und anderen Ländern.

Quelle: israelische Web-Zeitung Ynet vom 6.8.2012