Dürrewelle: Bewässerungssysteme wie in Israel endlich auch hierzulande einführen

Von Klaus Moshe Pülz

Es verwundert sehr, wenn man die Berichte und Kommentare über die Dürrewelle und deren Auswirkung auf die Landwirtschaft liest.

Bislang dachten die deutschen Bauern, daß der „Segen von oben“ in Form des Regens kommt.

Im Jahre 1967 war ich verantwortlich für die Bewässerung der Äcker im israelischen Kibbuz Gal Ed (ewen Itzchak) hinter dem Carmel-Gebirge. Wir mußten die Felder mit Bewässerungsleitungen so auslegen, daß die Feldfrüchte ausreichend Wasser erhalten.

Die Rohrleitung hatte eine Länge von ca. drei Metern, die man in die Anschlußleitung einklinken konnte und die mit einer Sprinkler-Anlage versehen war. Dies ist zwar aufwendig, aber immer noch billiger und lohnender als ein Ernteausfall.

BILD: Israelisches System der wassersparenden Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft

Meine Enkeltochter ist verheiratet mit dem Sohn eines Großgrundbesitzers in Alabama (USA). Stolz zeigte man mir dort die landwirtschaftliche Ausstattung an Gerätschaften und Traktoren, die sogar vollklimatisiert sind. Dazu gehören selbstverständlich auch Rohrleitungen zur Bewässerung der Felder in den heißen Sommermonaten.

Es ist geradezu sträflich, daß die deutschen Bauern die Bewässerung ihrer Felder dem „lieben Gott“ überlassen, anstatt sich in heißen Ländern umzusehen, wie diese ihre Landwirtschaft auf ihre Klimaverhältnisse einstellen.

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Dienstag (26.8.): 24 verletzte und zwei tote Israelis durch Hamas-Angriffe

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Am Dienstagabend, den 26. August, hat das ägyptische Außenministerium einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas verkündet, der um 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ = mitteleuropäischer Zeit) in Kraft getreten ist. hamasfires
 
Bis zum Inkrafttreten des Waffenstillstands ertönte überall in Israels Süden Raketenalarm.
Die Hamas übernahm die Verantwortung für eine Rakete, die auf Tel Aviv abgefeuert worden war.
Kurz vor 18 Uhr Ortszeit waren Ze’ev Etzion (55 J.) und Shachar Melamed (43) aus dem Kibbuz Nirim bei einem Mörsergranatenangriff auf die Region Eshkol getötet worden. Vier weitere Menschen wurden dabei verletzt.
 
Am Morgen waren bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus in Ashkelon mehr als 20 der Bewohner verletzt worden, darunter sechs Kinder.
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Quelle: israelische Botschaft in Berlin

Der erste Botschafter Israels in Deutschland, Asher Ben Natan, verstorben

Der Diplomat war von 1984 bis 1988 Ministerpräsident Israels

Asher Ben Natan, der erste Botschafter Israels in Deutschland, verstarb jetzt 93-jährig in Israel. Er war von 1965 bis 1969 israelischer Botschafter in Bonn. 

In Wien im Jahr 1921 geboren, Zionist seit frühester Jugend, nahm er den Geist des deutschsprachigen Judentums vor seinem Untergang auf. Als 17-jähriger Junge schaffte er während des „Anschlusses“ Österreichs die Flucht ins damalige Mandatsgebiet Palästina und war Mitbegründer des Kibbuz Dovrát. Asher Ben Natan

In der Rolle als Israels erster Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland (1965-1969), im zweiten Jahrzehnt nach der Schoah, fand Asher Ben-Natan zu seiner Lebensaufgabe und historischen Größe.

Seine Besuche in deutschen Städten, Schulen, Universitäten und jüdischen Gemeinden  –  stets jeweils „der erste Besuch“ –  wurden zu Massenereignissen. Das Herz des deutschen Publikums gewann er mit der ihm eigenartigen Mischung aus scharfem Verstand, moralischer Stärke, Sinn für Humor und ruhiger Würde, die seine Persönlichkeit ausmachten.

Er wusste es, immer im richtigen Tonfall, neben dem steten Wachen auf die Erinnerung an die Vergangenheit, beiden Gesellschaften auch eine Vision von Aussöhnung und Zusammenarbeit für die Zukunft zu zeigen.

Asher Ben-Natan diente Israel weiter als Botschafter in Frankreich (1969-1973) und als hoher politischer Berater, zuerst des Verteidigungsministers (1974-1977), dann des Ministerpräsidenten und Außenministers (1984-1988); 1978 bis 1983 war er Mitglied des Stadtrats von Tel Aviv.

Er begleitete die „besonderen Beziehungen“ weiter als Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft von 1980 bis 2008.

Dieses Amt verband er mit dem Vorsitz der Ben-Gurion-Stiftung und mit der Beschaffung von Mitteln für zahlreiche Kultur-, Wissenschafts- und Entwicklungseinrichtungen, darunter die Ben-Gurion-Universität, das Haus Hamburg, das Institut zur Wüstenforschung, das Sde-Boker-Kolleg, den internationalen Klavier-Wettbewerb zum Gedenken an Arthur Rubinstein etc. 

Der heutige israelischer Botschafter Yakov Hadas-Handelsman würdigte Ben Natan mit den Worten:

„Asher Ben Natan hatte wohl von allen israelischen Botschaftern in Deutschland die wichtigste und schwierigste Aufgabe, nämlich nur zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Shoah, eine gemeinsame Zukunft zum Wohle beider Völker zu schaffen, über alle Widrigkeiten und Traumata hinweg. Ohne sein Wirken würden unsere beiden Staaten heute nicht das Vertrauensverhältnis und diese enge Partnerschaft auf so zahlreichen Ebenen haben und es ist für mich eine große Ehre, diese Position heute ausfüllen zu dürfen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin