Achille Demagbo gehört zu den zahlreichen Migrations-Politikern in der AfD

Von Felizitas Küble

Die von Mainstream-Presseorganen und linken Kirchenkreisen oft als „ausländerfeindlich“ verunglimpfte AfD hat mehr Parlamentarier mit Migrationshintergrund zu bieten als die CDU, ist also „bunter“ – und damit genau das, was AfD-Kritiker sonst so gerne für sich proklamieren und propagieren („bunte Republik“, Multikulti, Vielfalt etc).

Dazu berichten derzeit englische Medien folgendes: laut einer Meldung von Reuters-UK sind 7,5 % der 93 AfD-Bundestagsabgeordneten ausländischer Herkunft. Bei den Christdemokraten beträgt dieser Anteil lediglich 2,5 %. 

Zu den Einwanderern in der AfD gehört Achille Demagbo, Gründungsmitglied und Kreisvorsitzender seiner Partei in Kiel, der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein.
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Sein schwarzafrikanisches Aussehen hindert freilich Linksradikale nicht daran, ihn und seine Aktivitäten massiv zu bekämpfen. Die AfD-Geschäftsstelle in Kiel war schon mehrfach durch Randalierer beschädigt worden, ganz zu schweigen von Nazis-raus-Schmierereien und sonstigen üblichen Attacken gegen die blaufarbigen „Alternativen“.
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Der junge Kieler Parteichef aus dem westafrikanischen Benin  – er ist 36 Jahre alt – hält Multikulti für gescheitert. Er denkt ohnehin konservativ, schätzt Fleiß, Leistung, Ordnung und Diziplin, lobt die großen deutschen Denker und Philosophen  –  und er liebt Deutschland als seine zweite Heimat.
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Die Erfahrungen des Sprachwissenschaftlers mit den Deutschen sind ingesamt sehr positiv  – mit Ausnahme der Linksextremen.
Der frühere „Spiegel-Reporter“ und heutige WELT-Redakteur Matthias Matussek hat vor über zwei Jahren eine ausführliche Reportage über Demagbo veröffentlicht: https://www.welt.de/politik/deutschland/article141406127/Ein-Schwarzafrikaner-haelt-die-Stellung-bei-der-AfD.html

Der Dolmetscher  – er ist Familienvater von vier Kindern  –  betont in seinem Gespräch mit Matussek: „Ich würde nie in einer fremdenfeindlichen Partei Mitglied werden.“  – Eine solche hätte ihn aber auch nicht zum Parteichef eines Großstadtverbands gewählt.

Demagbo hält nichts vom Genderismus, aber viel von Ehe und Familie, von bewährten Werten und Tugenden, die schon seine Eltern einst in Afrika ernst genommen hätten..

Das zeigen auch die wöchentlichen Vorträge in der Kieler AfD: dort geht es um ein traditionelles Familienbild („uns gefällts“), Probleme mangelnder Integration, islamischen Extremismus, Naher Osten, Afrika, Europa usw:  https://www.afd-schleswig-holstein.de/index.php/aktuell-kiel

Die AfD in Kiel ist auch auf Facebook präsent: https://www.facebook.com/AfD.KI/?hc_ref=ARRrtJ7y6V5NBAbdrjFSlLYXftFgQv91EoHzOvGz6TEeOGSEvEzcxK4qkhw3hZPbcF0


Kiel: Auch CDU für Gebührenabschaffung bei Homo-Ehe – nur die AfD votierte dagegen

Wie das Nachrichtenportal ndr.de berichtet, kam es im Kieler Landtag zu erheblichen Auseinandersetzungen in puncto Homo-Ehe. Dabei ging es speziell um eine kostenlose Umwandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare in Schleswig-Holstein.

„Sprachliche und rechtliche Unterschiede gehörten der Vergangenheit an und dies sei auch gut so“, so die Fraktionsvize der CDU, Katja Rathje-Hoffmann. Der Norden folge dem Vorbild anderer Länder wie Hessen und Berlin.

Warum man in der CDU nicht dem Vorbild der Heiligen Schrift folgt und wie sich eine Homo-Ehe mit dem christlichen Glauben vereinbaren lässt, konnte die CDU-Politikerin offenbar nicht erklären.

Die AfD stimmte als einzige Partei gegen einen Antrag auf Abschaffung der fälligen Gebühren.

Quelle: http://www.kathnews.de/eingetragene-lebenspartnerschaften-kostenlos-in-ehe-umwandeln


Kronshagen: Hat ein afrikanischer Einwanderer seine Ehefrau angezündet?

Die Polizei hat im schleswig-holsteinischen Kronshagen bei Kiel einen Einwanderer festgenommen, der im Verdacht steht, eine Frau mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Polizei

Das Opfer habe am ganzen Körper gebrannt. Passanten versuchten, die Flammen mit Decken und Jacken zu ersticken. Schließlich sei ein Helfer mit einem Feuerlöscher herbeigeeilt und habe die Flammen gelöscht. „Man konnte nicht mehr erkennen, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Die Frau schwebt in Lebensgefahr und konnte nicht befragt werden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizeiangaben um einen 41 Jahre alten Mann, der vor rund 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland eingereist ist und einen unbefristeten Aufenthaltstitel hat. Das 38 Jahre alte Opfer ist die getrennt lebende Ehefrau des Mannes, die kurze Zeit nach ihm aus dem gleichen afrikanischen Land eingereist ist.“

Erst im Mai hatte das Landgericht Lüneburg einen 36 Jahre alten Jesiden zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil er im November 2014 seine Frau mit Benzin übergossen und angezündet hatte. Das Opfer war an den Folgen der Verletzungen gestorben. Laut Gericht habe der Mann sich eine zweite Frau aus dem Irak suchen wollen. Weil ihm seine Ehefrau dabei im Weg war, brachte er sie um. 

Quelle: http://www.jungefreiheit.de

 


Kiel: Drei junge Frauen massiv belästigt – vier junge Männer vorläufig festgenommen

Am 25. Februar kam es in der Zeit zwischen 17:30 und 19:30 Uhr im Kieler Sophienhof zu mehreren Straftaten durch junge Männer.

Drei weibliche Jugendliche im Alter von 15, 16 und 17 Jahren wurden durch zuerst zwei männliche Afghanen im Alter von 19 und 26 Jahren beobachtet, verfolgt und schließlich mit Mobiltelefonen in einem Restaurantbereich im Sophienhof fotografiert bzw. gefilmt. 039_36A - Kopie

Im Anschluss daran beobachteten die geschädigten weiblichen Jugendlichen, wie die Beschuldigten die Daten augenscheinlich an Dritte versendeten. Wenige Minuten später fanden sich bei den beiden Männern sukzessive 20 bis 30 weitere Personen mit Migrationshintergrund ein, belästigten, beobachteten und verfolgten die drei weiblichen jugendlichen Geschädigten. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen soll es zu keinen körperlichen Übergriffen gekommen sein.

Nachdem zwei der drei geschädigten Jugendlichen aus Angst flohen und ihre rund zehn Verfolger abschütteln konnten, setzten sie sich nach wenigen Minuten erneut aus Sorge zu ihrer zurückgelassenen Freundin in das Restaurant. Dort stießen die oben genannten zwei Männer wieder hinzu, setzten sich direkt neben die Geschädigten und begingen erneut die oben genannten Tathandlungen.

Durch besorgte Beobachter wurde der Wachdienst des Sophienhofes verständigt, der die Polizei alarmierte.

Bei der Sachverhaltsklärung vor Ort sowie bei dem Verbringen von vier Beschuldigten zum 2. Polizeirevier zwecks Identitätsfeststellung kam es zu massiven Beleidigungen, Bedrohungen, Körperverletzungen, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zum Nachteil der eingesetzten Polizeikräfte.

Die Kollegen verblieben jedoch weiterhin dienstfähig. Es gelang den Polizisten, die beiden afghanischen Haupttäter, sowie zwei weitere Tatverdächtige vorläufig festzunehmen und einer Identifizierung zuzuführen. Es wurden Anzeigen gegen alle vier Männer erstattet.

Die beiden Haupttäter, die in Kiel wohnen, wurden direkt dem Zentralgewahrsam der Polizeidirektion Kiel zugeführt, die anderen beiden Männer wurden nach Identitätsfeststellung wieder entlassen. Bei der ärztlichen Untersuchung kam es daraufhin zu Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber dem eingesetzten Polizeiarzt.

Der informierte Richter ordnete die Gewahrsnahme der beiden Beschuldigten an.

Quelle und Fortsetzung der Polizeimeldung hier: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/3262329


Anschlag auf AfD-Landesgeschäftsstelle in Kiel

Auf die Landesgeschäftsstelle der Alternative für Deutschland (AfD) in Kiel ist in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Anschlag verübt worden.

Dabei sind mit einem Vorschlaghammer oder ähnlichem schweren Gerät alle fünf Schaufensterscheiben durchschlagen worden. In jeder der Scheiben befindet sich ein mehr als fußballgroßes Loch, so dass nach Einschätzung von AfD-Schatzmeister Hans-Joachim von Berkholz, der den Schaden als Erster begutachten musste, von einem mehrere tausend Euro hohen Schaden auszugehen ist. 033_30

„Für uns ist nichts anderes als eine politisch motivierte Straftat vorstellbar“, erklärt dazu der Pressesprecher und stellv. Landesvorsitzende der AfD-Schleswig-Holstein, Jürgen Joost.

Unabhängig davon, dass es sich um ein Offizialdelikt handele, werde die AfD Strafanzeige erstatten. Es handele sich eindeutig um eine Angelegenheit für den Staatsschutz.

Joost weiter: „Der Anschlag erinnert fatal an die Übergriffe aus dem Umfeld der linksextremistischen sogenannten ‚Antifa‘ im Hamburger Wahlkampf. Dort wurden Farbbeutel- und Pflastersteinanschläge gegen die Häuser von AfD-Kandidaten verübt, Infostände gewaltsam angegriffen und Wahlplakate zertrümmert oder im großen Stil generalstabsmäßig abgeräumt und gestohlen.

Ziel ist es offensichtlich Mitglieder und Anhänger der AfD durch die Anwendung von Gewalt einzuschüchtern und von der Ausübung ihrer demokratischen Grundrechte abzuhalten.

Es ist unerheblich, ob es sich um Rechtsextremisten, Linksextremisten oder Islamisten handelt:logo-afd-small

Gewalt darf niemals als Mittel der politischen Auseinandersetzung akzeptiert werden. Gerade in Deutschland sollten die Lehren der Weimarer Republik noch nicht vergessen sein. Gewaltbereiten Demokratiefeinden muss mit aller Härte des Gesetzes und mit der uneingeschränkten Solidarität aller Demokraten begegnet werden.

Notwendig ist eine gesellschaftliche Auseinandersetzung und breite Diskussion über die Gefahren des gewaltbereiten Extremismus. Dabei darf nicht unter den Tisch gekehrt werden, dass es gemäß Pressemitteilung des Bundesinnenministers vom 29.4.2014 im Jahre 2013 insgesamt 1659 linksextremistische und 837 rechtsextremistische Gewalttaten gegeben hat. Die Zahlen von 2014 sind offensichtlich noch nicht veröffentlicht.

Ebenfalls muss thematisiert werden, wer die sogenannte Antifa mit Geld und Logistik unterstützt oder durch falsche und verantwortungslose Äußerungen den geistigen Nährboden bereitet. Ebenso ist darüber zu sprechen, wer die Gefahren des Linksextremismus herunterspielt und verharmlost. Wir haben da auch Fragen an bestimmte Parteien, Organisationen und Politiker bis hin zu staatlichen Institutionen.“

Quelle: Pressemitteilung der AfD Schleswig Holstein 


200 Schüler(innen) informieren sich im Kieler Landtag über Israel

Erneut wurde Israel deutschen Schülern ein Stück näher gebracht. Diesmal trafen sich gut 200 Jugendliche im Landtag von Schleswig-Holstein, wo sie einen Tag „Israel – anders kennenlernen“ konnten.

BILD: Schüler während des Israel-Tages im Plenum des Landtages
Begrüßt wurden die Jugendlichen von Landtagspräsident Klaus Schlie, der in seinem Grußwort die Leistung Israels würdigte „seit seinem Bestehen eine enorme Entwicklung durchlaufen zu haben.“

Israel sei vom ersten Tag an von seinen Nachbarn angefeindet worden, umso erstaunlicher sei es, wie sich die Demokratie und moderne Gesellschaft über die Jahre entfaltet habe.

Nach der Begrüßung, auch durch den Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft Tal Gat, teilten sich die Schüler auf vier Workshops auf. Hier befassten sie sich mit der „Demokratie Israel“, „Journalismus in Israel“, „Vielfalt der Religionen in Israel“ sowie der Möglichkeit, einen Freiwilligendienst in Israel bzw. Deutschland zu absolvieren.

BILD: Workshop „Journalismus in Israel“ mit dem israelischen Korrespondenten Eldad Beck

Die Jugendlichen hatten viele Fragen mitgebracht. Insbesondere während der Podiumsdiskussion zwischen dem Landtagspräsidenten Klaus Schlie und dem israelischen Gesandten Emmanuel Nahshon interessierten sich die Schüler für Antworten aus der hohen Politik und Diplomatie.

Wie könne der Austausch zwischen deutschen und israelischen Städten gestärkt werden? Wie sieht die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen aus und was würden sie gegenseitig an der anderen Regierung kritisieren?

BILD: Landtagspräsident Klaus Schlie (links) und der Gesandte Emmanuel Nahshon auf dem Podium

Die Vertreter des Landtages und der israelischen Botschaft beantworteten die Fragen offenherzig und charmant. „Wenn Sie den direkten Kontakt zu Israelis suchen – initiieren Sie selbst ein Projekt. Vielleicht im Sportbereich oder als Schulaustauschprojekt“, ermutigte der Landtagspräsident die Jugendlichen.

Die spannende Diskussion wurden mit gegenseitigen Einladungen nach Schleswig-Holstein und Israel beendet:

Klaus Schlie schlug für 2015 ein Jugendprojekt beim Wacken Open Air vor, wo sich jährlich zehntausende Heavy-Metal-Fans treffen. Der Gesandte wiederum sprach dem Landtagspräsidenten eine offizielle Einladung aus, Israel erstmalig zu besuchen.

Quelle (Text/Fotos): israelische Botschaft in Berlin


CDU in Kiel diskutierte über Schulunterricht zuhause und die Erziehungshoheit der Eltern

Von Stephan Ehmke, Ratsherr und schulpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Kiel

Das Thema Schulunterricht zu Hause (auch: „Homeschooling“) erscheint in Zeiten, da die Politik fast ausschließlich über den Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung spricht, etwas exotisch.

Dennoch ist es auch in Deutschland virulent. Experten schätzen, dass hierzulande 500-1000 Kinder zumeist von ihren Eltern nicht in einer öffentlichen oder privaten Schule, sondern zu Hause unterrichtet werden. Warum und wie?

Diese Fragen stellte sich der CDU-Arbeitskreis Schule und Sport im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung am 30. Mai 2012.

Zu Gast waren Armin und Gabriele Eckermann aus Dreieich bei Frankfurt a.M., beide Rechtsanwälte und Vertreter des Vereins „Schulunterricht zu Hause“ (SchuzH),
Dr. Andreas Vogt, Rechtsanwalt aus Eschwege, der zu Hause unterrichtende Eltern vor Gericht vertritt  –
sowie der Unternehmer Malte Kaufmann aus Mühlhausen bei Heidelberg, der von Erfahrungen mit amerikanischen Heimschulfamilien in der Region berichtete.

In einem umfassenden und engagierten Vortrag legten die Experten dar, dass in Deutschland der Hausunterricht zwar nicht explizit verboten sei, aber – von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – nur in seltenen Ausnahmefällen genehmigt werde. Damit bilde Deutschland in Europa eine absolute Ausnahme. In fast allen anderen Ländern der EU sei der Schulunterricht zu Hause nicht nur erlaubt, sondern werde staatlicherseits auch gefördert.

Die Länder trügen damit dem in den Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union festgeschriebenen hohen Stellenwert des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern Rechnung.

So heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der VN von 1948: „Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll“.

Die Europäische Menschenrechtskonvention legt fest, dass der Staat das Recht der Eltern zu achten habe, „die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicher zu stellen“.

Obwohl auch das deutsche Grundgesetz in Artikel 6 eine entsprechende Bestimmung erhält, ziehen bei uns Gesetzgeber und Justiz dem Hausunterricht sehr enge Grenzen. Dabei hat diese Art von Beschulung in Deutschland eine lange Tradition, der erst von den NS-Machthabern ein Ende gesetzt wurde.

Eltern, die in Deutschland von ihrem natürlichen Recht, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, Gebrauch machen, werden von Behörden und Gerichten verfolgt, Befreiungen von der Schulpflicht werden nicht erteilt. Es kommt zu Konflikten, die in einigen Fällen schon mit hohen Geldbußen, Zwangsgeldern und Beugehaft oder sogar mit Entzug des Sorgerechts endeten.

Über die spektakulärsten Fälle wurde in den Medien berichtet. (So der Fall der Familie Romeike aus Baden-Württemberg, die 2010 in den USA Asyl erhielt, nachdem ihr von den deutschen Behörden der Unterricht zu Hause verwehrt worden war).

Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich in der Vergangenheit mehrfach mit dem Thema Homeschooling befasst. Die Karlsruher Richter konnten sich bezeichnenderweise bisher aber nicht dazu durchringen, dem grundgesetzlich garantierten Elternrecht auf Erziehung ihrer Kinder einen Vorrang vor der nur in den Ländergesetzen verankerten allgemeinen Schulpflicht einzuräumen.

Warum nun diese restriktive Haltung? Die Liste der Vorbehalte gegen den Schulunterricht zu Hause ist zwar lang. Die Vertreter des Vereins SchuzH wissen aber zu berichten, dass die meisten einer genauen Untersuchung nicht standhalten.

Eingehende wissenschaftliche Erhebungen, vor allem in den USA, belegen, dass der Hausunterricht fast durchweg eine hohe pädagogische Qualität aufweist. Im Vergleich zu Kindern an öffentlichen Schulen verfügen zu Hause unterrichtete Kinder vielfach über einen höheren Bildungs- und Leistungsstand. Bedenken, diese Kinder wären sozial isolierter oder würden ein mangelhaftes Toleranzverhalten zeigen, sind nicht haltbar.

Ganz im Gegenteil – sie sind oft aktiver und besser in Kirchengemeinden, Vereinen und anderen ehrenamtlichen Organisationen verankert, als andere Kinder und Jugendliche. Keinesfalls lassen sich den Untersuchungen zufolge Tendenzen zu einer Bildung von „Parallelgesellschaften“ beobachten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es geradezu abstrus, wenn Behörden und Gerichte den Schulunterricht zu Hause nicht selten als „Gefährdung des Kindeswohles“ einstufen. Leider haben sich nicht unerhebliche Teile der Politik in Deutschland der irrigen, ideologielastigen Auffassung angeschlossen, der Staat sei der bessere Erzieher und ihm stehe daher die „Hoheit über den Kinderbetten“ zu.

Die Motivation der Eltern, ihre Kinder zu Hause unterrichten zu wollen, ist durchaus heterogen. Nur zu einem geringen Teil spielen religiöse bzw. Gewissensgründe eine Rolle. Oft handelt es sich um Kinder, die in den normalen Schulen nicht zurecht kommen, „gemobbt“ werden oder sonstige physische bzw. psychische Probleme aufweisen.

Der Hauptgrund ist aber einfach der Wunsch der Eltern, ihren Kindern die bestmögliche Bildung zukommen zu lassen. In diesem Zusammenhang lassen sich
auch Ursachen in den bekannten Defiziten des öffentlichen Schulsystems ausmachen.

Vielfach unterrichten die Eltern ihre Kinder zu Hause selbst. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht der Bildungsgrad der Eltern entscheidend ist, sondern deren vorbildliches Verhalten, die Einbindung des Unterrichts in die vertraute familiäre Umgebung und Sozialstruktur, die intensive Betreuung, eine flexible Zeitplanung sowie die Qualität der verwendeten Lern- und Lehrmittel.

Zu Hause unterrichteten Kindern gelingt es ausweislich der wissenschaftlichen Untersuchungen früher und vollständiger, die Lernziele der entsprechenden Klassenstufe zu erreichen.

Schulunterricht zu Hause ist entgegen der landläufigen Meinung also keine ungeregelte Sache. In Ländern, in denen diese Form der Bildung allgemein zulässig ist, gibt es Unterstützung und Hilfen, die von den Eltern in Anspruch genommen werden können. Ebenso ist es ein Fehlschluss zu meinen, Heimunterricht-Eltern lehnten eine Aufsicht des Staates grundsätzlich ab.

Selbstverständlich müssen auch zu Hause unterrichtete Kinder die staatlichen Prüfungen ablegen und die entsprechenden anerkannten gesetzlichen Schulabschlüsse erwerben.

Erfahrungen aus Ländern der ganzen Welt zeigen, dass Hausunterricht immer nur eine Minderheit betreibt. Keinesfalls wird das öffentliche oder sonstige private Schulsystem bzw. das legitime Recht des Staates, die Schulbildung zu beaufsichtigen und vor allem hinsichtlich der Lern- und Prüfungsstandards zu reglementieren, in Frage gestellt. Befürchtungen in dieser Hinsicht haben sich längst als unbegründet erwiesen.

Nach intensiver Diskussion mit den Experten und Abwägen der Argumente für und wider kam der Arbeitskreis Schule und Sport zu dem Schluss, dass es gerade der CDU gut anstünde, sich des Themas Schulunterricht zu Hause als sinnvolle Bereicherung des deutschen Bildungswesens positiv anzunehmen, denn, so war man sich mit den Experten einig, Schulunterricht zu Hause dient auch der Stärkung der Familie.

Ratsherr Stephan Ehmke: Tel.: 0431/ 5796556, E-Mail: stephehmke@gmx.de