Nordkorea: Neue Überwachungsmaßnahmen und beispielloser Führerkult

20. Todestag des Diktators Kim Il-sung mit Zwangs-Gedenkfeiern

Heute vor zwanzig Jahren verstarb Kim Il-sung, der in Nordkorea gottähnlich verehrte Gründer der sog. „Demokratischen Volksrepublik Korea“, die in Wirklichkeit eine brutale kommunistische Diktatur mit Führerkult ist.  IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die nordkoreanischen Behörden haben zu seinem Gedenken eine zehntägige Trauer angeordnet. Gleichzeitig ergreift das Regime neue Überwachungsmaßnahmen gegen die Bevölkerung, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet.

Im Ausland tätige nordkoreanische Funktionäre dürfen nicht mehr per Mail kommunizieren, Handygespräche werden weiter eingeschränkt. Der Gebrauch von in Nordkorea illegalen chinesischen Mobiltelefonen, die es ermöglichen, ins Ausland zu telefonieren, soll durch Störsender verhindert werden.

Die Menschen in Nordkorea sind gezwungen, an diversen Gedenkfeiern zu Ehren Kim Il-sungs teilzunehmen, die am Arbeitsplatz und von staatlichen Organisationen organisiert werden. Bis Donnerstag dauert die verordnete Trauerzeit noch an.

Als „Ewiger Präsident“ ist Kim Il-sung über seinen Tod hinaus offizieller Staatschef Nordkoreas. Er wird als „Großer Führer“ in einem beispiellosen Personenkult verherrlicht.

Über 40 Jahre lang regierte Kim Il-sung Nordkorea als unumschränkter stalinistischer Diktator bis zu seinem Tod am 8. Juli 1994. Er hinterließ ein Land  in Armut und Isolation.

Immer noch gilt Nordkorea als eine der menschenverachtendsten Diktaturen der Welt. Kim Jong-un, der heute im Rahmen der Gedenkveranstaltungen das Mausoleum mit dem mumifizierten Leichnam seines Großvaters besuchte, setzt weiterhin mit aller Macht die  Isolation der nordkoreanischen Bevölkerung vom Rest der Welt fort.

Weitere Infos zu Nordkorea: www.igfm.de/nordkorea/


Nordkorea: Pomp und Personenkult neben Hunger, Folter und Arbeitssklaven

Vor 65 Jahren, am 9. September 1948, wurde die „Demokratische Volksrepublik Korea“ gegründet. Dieser Jahrestag wird im völlig verarmten kommunistischen Nordkorea mit Militärparaden und größtem Pomp gefeiert.

Nach Einschätzung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrecht (IGFM) steht diese Propaganda in „groteskem Widerspruch zur Realität“. Nordkorea sei „heute die wohl menschenverachtendste Diktatur der Erde“, die in dieser Form nur durch die Unterstützung von Rot-China weiterexistieren könne, so die IGFM. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Gegenwärtig sollen 2,4 Millionen Nordkoreaner auf Nahrungsmittellieferungen aus dem Ausland angewiesen sein. Gleichzeitig ist das kleine stalinistische Land der mit Abstand am stärksten militarisierte Staat der Welt. Bei nur rund 24 Millionen Einwohnern unterhält das Land neben China, Indien, den USA und Russland als einziges Land der Erde Streitkräfte mit über einer Million aktiven Soldaten.

Der Norden der Koreanischen Halbinsel war vor der Machtergreifung der Kommunisten deutlich industrialisierter und entwickelter als der Süden. Die Enteignung der Bauern und staatliche Misswirtschaft führten jedoch zu permanentem Mangel. Allein in der zweiten Hälfte der 90er Jahre sind verschiedenen Schätzungen zu Folge zwischen 600.000 und 2,5 Millionen Nordkoreaner verhungert.

Verfolgung von Christen und Andersdenkenden

Die Herrscherfamilie des Landes lässt sich nach Angaben der IGFM in einem beispiellosen „quasi-religiösen“ Personenkult verherrlichen. Vor allem dem Staatsgründer Kim Il-sung, aber auch seinem Sohn und seinem Enkel, dem aktuellen „Führer“ und Chef der kommunistischen Partei, werden übernatürliche Fähigkeiten zugeschrieben. Der Staatsgründer wird Gott-ähnlich verehrt. Nordkorea hat sogar eine eigene Zeitrechnung eingeführt, die mit der Zeugung des „Großen Führers“ beginnt, so die IGFM. Aktuell befindet sich Nordkorea im Jahr 101 dieser „Juche“-Zeitrechnung.

Angehörige anderer Religionen, insbesondere Christen, werden nach Informationen der IGFM in diesem System als Konkurrenz und vermeintliche Bedrohung erbarmungslos verfolgt. Wieviele von Ihnen in Nordkorea noch leben und die Einweisung in eines der zum Teil riesigen Arbeitslager überlebt haben, ist unbekannt.

Schätzungen gehen von etwa 200.000 Häftlingen im nordkoreanischen Lagersystem aus. Die IGFM weist auf Sattelitenbilder hin, die zeigen, dass die Lager noch immer wachsen. In absolut unmenschlichen Lebensbedingungen würden die Menschen dort als Arbeitssklaven ausgebeutet.

„Die Häftlinge in den Lagern sind vom Regime zur willkürlichen Erniedrigung und Ermordung freigegeben. Überläufer des Wachpersonals berichten von Folter, Mord und unvorstellbaren Grausamkeiten“, berichtet IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Schlüssel für Veränderung liegt in Peking

Eine graduelle Verbesserung der „desaströsen Menschenrechtssituation“ sei nach Ansicht der IGFM dennoch möglich  –  der Schlüssel für jede Veränderung liege aber bei Nordkoreas Schutzmacht China.

„Das Politbüro der Kommunistischen Partei der Volksrepublik China deckt nach wie vor alle Verbrechen des kleinen Verbündeten“, kritisiert die IGFM. Dabei sei Nordkorea wirtschaftlich völlig abhängig vom Wohlwollen der Machthaber in China.

Die IGFM fordert die EU-Partner auf, in allen Gesprächen mit Peking unmissverständlich darauf zu drängen,  dass China seine Verantwortung für die Menschen in Nordkorea wahrnimmt. Außerdem sollten die europäischen Staaten die Mitschuld Chinas offen beim Namen nennen.

Terminhinweise:
Pressekonferenz zu Menschenrechtslage in Nordkorea
24. September, 10.30 Uhr, Frankfurter PresseClub, Ulmenstraße 20, 60325 Frankfurt

Vom 22. bis zum 29. September macht die IGFM bundesweit
auf die katastrophale Menschenrechtssituation in Nordkorea aufmerksam. Mehr Infos:
http://www.menschenrechte.de

Weitere Infos zu Nord-Korea:
http://www.igfm.de/nordkorea/


Kath. Kirche in Südkorea wünscht Seligsprechung eines im kommunistischen Nordkorea „verschwundenen“ Bischofs

Die Bischöfe von Südkorea wünschen sich eine Seligsprechung des „verschwundenen“ Bischofs von Pjöngjang, Francis Borgia Hong Yong-ho.

Dieser und seine 80 Begleiter sind während der  kommunistischen Verfolgung durch den nordkoreanischen Diktator Kim Il-sung verschollen, jedoch nie für tot erklärt worden.

Das Verschwinden von Yong-ho und seiner Begleiter  –  die meisten Priester und Ordensleute  –  gilt in Südkoreas Kirche seitdem als trauriges Mahnmal der Verfolgung durch religiösen Haß und Gewalt.

Es sei nicht auszuschließen, daß der Oberhirte in einem Umerziehungslager inhaftiert sei. Eine Seligsprechung des Bischofs würden die Bischöfe Südkoreas als einen wichtigen Schritt der Solidarität mit den leidenden Christen in Nordkorea werten.

Bischof Yong-ho ist am 10. März 1962 verschwunden.

Quelle: kath. Nachrichtendienst „Asianews“


Nordkorea: kommunistische Diktatur bedroht den Frieden nach innen und außen – Spitzenreiter der Christenverfolgung

Nordkoreas dritter Atomwaffentest vom 12. Februar bedroht aus Sicht der Vereinten Nationen den Weltfrieden. Sogar der bisherige Verbündete des kommunistisch regierten Landes, die Volksrepublik China, erklärte ihren „entschiedenen Widerstand“ gegen den Versuch.

Aber auch der innere Frieden in Nordkorea ist äußerst bedroht, weil der jetzige Diktator Kim Jong Un wie sein Vater Kim Jong Il (1941 – 2011) und sein Großvater Kim Il Sung (1912 – 1994) mit harter Hand gegen Dissidenten vorgeht. Das Regime ist weltweit Spitzenreiter in der Christenverfolgung.

Das Ausmaß der Brutalität haben jetzt zwei Christen geschildert, denen die Flucht aus dem Land gelungen ist. Menschenrechte existierten dort nicht; Religion sei verboten, erklärte ein 24 Jahre alter Nordkoreaner, der aus Sicherheitsgründen „Timotheus“ genannt wird, gegenüber dem US-Zweig des christlichen Hilfswerks „Open Doors“:

Er war vor neun Jahren geflohen. Kim Jong Un lasse sich als „Gott“ verehren, der keine anderen Götter neben sich dulde. Dies werde sich nicht ändern, bis das Regime zusammenbreche. Als Elfjähriger habe er mit ansehen müssen, so „Timotheus“, wie ein Christ öffentlich hingerichtet worden sei, weil er Bibeln im Dach seines Hauses versteckt hatte.

Im selben Jahr sei eine Christin erschossen worden. Sie hatte in China eine christliche Gemeinde besucht, doch ein nordkoreanischer Spion verriet sie. Sie wurde in ihre Heimat gebracht und dort hingerichtet.  –  Ein anderer Flüchtling, der als Joo-Eun bezeichnet wird, bestätigte die Berichte. Gottesdienste fänden in Nordkorea nur statt, wenn Ausländer zugegen seien.

Hunderttausende Christen im Untergrund

Für Jerry Dykstra, Sprecher von Open Doors in den USA, ist das nur die Spitze des Eisbergs. Nach Erkenntnissen seiner Organisation seien unter den insgesamt etwa 200.000 Gefangenen in nordkoreanischen Straflagern ca.  70.000 Christen, sagte er der Internetzeitung Christian Post.

Erst im Januar wurde ein Christ erschossen, als er die Grenze nach China überqueren wollte, um dort an einer Bibelschule zu studieren. Ein anderer war von einer solchen Schulung heimgekehrt; er wurde verhaftet und in ein Arbeitslager gesteckt. Dort sei er zu Tode gefoltert worden, so Open Doors.  Die Zahl der Christen in Nordkorea ist nicht bekannt, wird aber auf 100.000 bis 400.000 geschätzt.  

Quelle: http://www.idea.de


Steinzeit-Kommunismus in Nordkorea: Erschreckende Bilanz von 100 Jahren Kim-Regime

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, gilt in der strikt abgeschotteten Diktatur eine eigene „Juche“-Zeitrechnung, die mit der Geburt des „Großen Führers“ und „ewigen Präsidenten“ Kim-Il-Sung beginnt.

Das steinzeit-kommunistische Regime huldigt einem „grotesken Personenkult“. Die staatlich-sozialistische Plan- und Mißwirtschaft hatte mehrfach verheerende Hungerkatastrophen mit insgesamt mehreren Millionen Toten verursacht und das Volk ins Elend gestürzt.

In Nordkorea werden nach Schätzungen etwa 200.000 politische Gefangene in Zwangsarbeiterlagern gefangengehalten, wo sie katastrophalen Arbeitsbedingungen, Hunger und Folter ausgesetzt sind. Nach Aussagen von Zeugen sollen viele der Arbeitssklaven in der Haft sterben.

Nach Angaben von IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin zeigen Satelliten-Aufnahmen, daß die Lager in den vergangenen Jahren sogar weiter gewachsen sind.

Auf der Jahrestagung der IGFM berichtete u.a. die Nordkoreanerin Hye-Sook Kim. Als junges Mädchen wurde sie in ihrem 13. Lebensjahr in das Arbeitslager „Nr. 18“ für politische Gefangene eingewiesen, das sie erst nach 28 Jahren Haft und Zwangsarbeit verlassen durfte.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Nordkorea: http://www.igfm.de/Nordkorea-Demokratische-Volksrepublik-Korea.443.0.html


Nordkoreas Steinzeitkommunismus verfolgt Christen und Andersdenkende

39 Menschenrechtverbände in aller Welt appellieren an die kommunistische Führung Nordkoreas, die schweren und massenhaften Verstöße gegen Grundrechte und Freiheit der Bürger einzustellen. Mehr als 200.000 Männer, Frauen und Kinder halte das kommunistische Regime in Gefängnissen und Arbeitslagern gefangen.

Auch Verwandte von Beschuldigten würden eingesperrt. Die Haftbedingungen glichen „schlimmsten Formen von Sklaverei“, heißt es in einem Offenen Brief von 39 Organisationen, darunter Human Rights Watch, Christian Solidarity Worldwide und amnesty international.

Nordkorea gilt auch als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Erlaubt ist nur der Kult um den „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-Sung (1912-1994) und seinen Sohn, den am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-Il (69). Dessen Sohn Kim Jong-Un (28 Jahre), der die Nachfolge angetreten hat, wird ebenfalls als „vom Himmel geborene Persönlichkeit“ bezeichnet. Wer sich dieser Verehrung verweigert, wird verfolgt.

Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

Unterdessen haben nordkoreanische Medien eine Amnestie aus Anlaß der Jubelfeiern zum 100. Geburtstag Kim Il Sungs (15. April) und zum 70. Wiegenfest von Kim Jong-Il (16. Februar) angekündigt. Begnadigt werden sollen Strafgefangene, doch ist nach Angaben der Londoner Zeitung  „The Times“ unklar, ob dies politische und religiöse Gefangene einbezieht.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA