Nordkorea: kommunistische Diktatur bedroht den Frieden nach innen und außen – Spitzenreiter der Christenverfolgung

Nordkoreas dritter Atomwaffentest vom 12. Februar bedroht aus Sicht der Vereinten Nationen den Weltfrieden. Sogar der bisherige Verbündete des kommunistisch regierten Landes, die Volksrepublik China, erklärte ihren „entschiedenen Widerstand“ gegen den Versuch.

Aber auch der innere Frieden in Nordkorea ist äußerst bedroht, weil der jetzige Diktator Kim Jong Un wie sein Vater Kim Jong Il (1941 – 2011) und sein Großvater Kim Il Sung (1912 – 1994) mit harter Hand gegen Dissidenten vorgeht. Das Regime ist weltweit Spitzenreiter in der Christenverfolgung.

Das Ausmaß der Brutalität haben jetzt zwei Christen geschildert, denen die Flucht aus dem Land gelungen ist. Menschenrechte existierten dort nicht; Religion sei verboten, erklärte ein 24 Jahre alter Nordkoreaner, der aus Sicherheitsgründen „Timotheus“ genannt wird, gegenüber dem US-Zweig des christlichen Hilfswerks „Open Doors“:

Er war vor neun Jahren geflohen. Kim Jong Un lasse sich als „Gott“ verehren, der keine anderen Götter neben sich dulde. Dies werde sich nicht ändern, bis das Regime zusammenbreche. Als Elfjähriger habe er mit ansehen müssen, so „Timotheus“, wie ein Christ öffentlich hingerichtet worden sei, weil er Bibeln im Dach seines Hauses versteckt hatte.

Im selben Jahr sei eine Christin erschossen worden. Sie hatte in China eine christliche Gemeinde besucht, doch ein nordkoreanischer Spion verriet sie. Sie wurde in ihre Heimat gebracht und dort hingerichtet.  –  Ein anderer Flüchtling, der als Joo-Eun bezeichnet wird, bestätigte die Berichte. Gottesdienste fänden in Nordkorea nur statt, wenn Ausländer zugegen seien.

Hunderttausende Christen im Untergrund

Für Jerry Dykstra, Sprecher von Open Doors in den USA, ist das nur die Spitze des Eisbergs. Nach Erkenntnissen seiner Organisation seien unter den insgesamt etwa 200.000 Gefangenen in nordkoreanischen Straflagern ca.  70.000 Christen, sagte er der Internetzeitung Christian Post.

Erst im Januar wurde ein Christ erschossen, als er die Grenze nach China überqueren wollte, um dort an einer Bibelschule zu studieren. Ein anderer war von einer solchen Schulung heimgekehrt; er wurde verhaftet und in ein Arbeitslager gesteckt. Dort sei er zu Tode gefoltert worden, so Open Doors.  Die Zahl der Christen in Nordkorea ist nicht bekannt, wird aber auf 100.000 bis 400.000 geschätzt.  

Quelle: http://www.idea.de


Nordkoreas Steinzeitkommunismus verfolgt Christen und Andersdenkende

39 Menschenrechtverbände in aller Welt appellieren an die kommunistische Führung Nordkoreas, die schweren und massenhaften Verstöße gegen Grundrechte und Freiheit der Bürger einzustellen. Mehr als 200.000 Männer, Frauen und Kinder halte das kommunistische Regime in Gefängnissen und Arbeitslagern gefangen.

Auch Verwandte von Beschuldigten würden eingesperrt. Die Haftbedingungen glichen „schlimmsten Formen von Sklaverei“, heißt es in einem Offenen Brief von 39 Organisationen, darunter Human Rights Watch, Christian Solidarity Worldwide und amnesty international.

Nordkorea gilt auch als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Erlaubt ist nur der Kult um den „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-Sung (1912-1994) und seinen Sohn, den am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-Il (69). Dessen Sohn Kim Jong-Un (28 Jahre), der die Nachfolge angetreten hat, wird ebenfalls als „vom Himmel geborene Persönlichkeit“ bezeichnet. Wer sich dieser Verehrung verweigert, wird verfolgt.

Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

Unterdessen haben nordkoreanische Medien eine Amnestie aus Anlaß der Jubelfeiern zum 100. Geburtstag Kim Il Sungs (15. April) und zum 70. Wiegenfest von Kim Jong-Il (16. Februar) angekündigt. Begnadigt werden sollen Strafgefangene, doch ist nach Angaben der Londoner Zeitung  „The Times“ unklar, ob dies politische und religiöse Gefangene einbezieht.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA