DIW-Statistik: Kinderlosen geht es wirtschaftlich deutlich besser als Familien

Deutsche mit Kindern besitzen ein sehr viel geringeres Vermögen als Kinderlose. Das geht aus Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Demnach besitzt ein Ehepaar ohne Kinder ein durchschnittliches Vermögen von 108.000 Euro. Bei Familien mit einem Kind sinkt das Vermögen auf 63.000 Euro, bei zwei Kindern auf 50.000 Euro, und bei Familien mit drei oder mehr Kindern sinkt es im Schnitt auf 44.000 Euro.

Noch deutlicher zeigt sich dieser Effekt bei Alleinerziehenden. Ledige Männer verfügen über ein durchschnittliches Vermögen von 97.000 Euro, ledige Frauen über 50.000 Euro.

Alleinstehende mit einem Kind besitzen dagegen nur ein Durchschnittsvermögen von 35.000 Euro. Haben sie zwei Kinder, sinkt ihr Vermögen auf 21.000 Euro.

Über das größte Pro-Kopf-Vermögen verfügen alleinstehende Männer um die 60. Ihnen stehen durchschnittlich 150.000 Euro zur Verfügung.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Eltern zahlen für Kinderlose mit

Von Birgit Kelle

In der öffentlichen Wahrnehmung erscheinen immer die Kinderlosen als die Gebeutelten der Nation, müssen sie doch die über 150 verschiedenen familienpolitischen Leistungen mitbezahlen, obwohl sie keine Kinder haben.  

Foto: Kerstin Pukall

Foto: Kerstin Pukall

Verschiedene Wirtschaftsinstitute haben es schon ausgerechnet, was Eltern längst wissen: Eltern profitieren nicht durch Kinder, sie zahlen in der Regel drauf  –  in der Regel auch gerne.

Es kann also Schluss sein damit, sich ständig in den Staub zu werfen, weil der Staat uns Familien angeblich so wahnsinnig unterstützt. Die Realität ist: Wir finanzieren den Staat.

In der Zeitung „Die WELT“ kam nun der Vorbericht zu einer Studie, die in wenigen Wochen erscheinen wird, die zu dem Ergebnis gelangt: Jedes Kind bringt dem Staat im Schnitt 50.000 Euro.  – Hier ein Ausschnitt:

„Wer ein Kind großzieht, der schenkt der Allgemeinheit damit Geld – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern richtig viel Geld“, sagt Martin Werding, Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen aus Bochum. Bei allem Lebensglück, das Kinder bringen: Der Nachwuchs drückt spürbar auf den materiellen Wohlstand der Eltern.

Werding arbeitet gerade für die Bertelsmann-Stiftung an einer umfangreichen Studie zu diesem Thema. In ein paar Wochen soll sie vorgestellt werden. Das wichtigste Ergebnis deutet der Forscher so an: „Ein durchschnittliches Kind beschert der öffentlichen Hand im Laufe seines Lebens einen Überschuss von deutlich mehr als 50.000 Euro.“

Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.welt.de/wirtschaft/article118446013/In-Deutschland-zahlen-Eltern-fuer-Kinderlose-mit.html