England: Prozeß gegen Kinderschänderring

Im nordenglischen Huddersfield soll ein Kinderschänderring über Jahre hinweg Mädchen systematisch mißbraucht haben. Im nun beginnenden Prozeß müssen sich 30 Männer und eine Frau vor Gericht verantworten, berichtet The Guardian.

Den Angeklagten wird zur Last gelegt, zwischen 2005 und 2012 fünf Mädchen im Alter von zwölf bis 18 Jahren über ein Netzwerk für sexuelle Handlungen angeboten und verkauft zu haben. Einige der mutmaßlichen Täter sollen miteinander verwandt sein, da sie denselben Nachnamen Hussain tragen. Ihnen werden unter anderem Vergewaltigungen, sexueller Mißbrauch und Menschenhandel vorgeworfen.

Der Fall weist Parallelen zu ähnlichen Verbrechensserien in Rotherham und Telford auf. Dort waren ebenfalls über mehrere Jahre insgesamt über 2.400 englische Mädchen von überwiegend pakistanischen Banden systematisch sexuell mißbraucht worden.

Die Taten hatten großes Aufsehen erregt, da Behörden und Polizei weggesehen hätten, aus Angst, als „rassistisch“ zu gelten.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/jahrelanger-kindesmissbrauch-31-verdaechtige-stehen-vor-gericht/

Foto: IGFM

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Null Toleranz bei sexuellem Missbrauch

Von Dr. Markus Büning

Eines vorab: Hier schreibt ein Mensch, der seine Kirche sehr liebt. Ich stimme nicht ein in den Chor derer, die nun meinen, wegen der erneut bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in den USA die Kirche pauschal in die Ecke der Kinderschänder stellen zu müssen. Nein, diese Kirche ist die Kirche Jesu Christi und ihre vornehmliche Sendung ist das Seelenheil aller Menschen. Hierzu hat der HERR sie mit den Gnadenmitteln ausgestattet, die den Menschen helfen, den Weg zum ewigen Heil zu finden.

Allerdings müssen wir hier folgender Tatsache ins Auge sehen: Diese Täter sind in mehrfacher Hinsicht Verbrecher. Eines der Verbrechen ist es, das Ansehen der Kirche Jesu Christi derart zu beschmutzen, dass viele Menschen gänzlich das Vertrauen in diese Institution verlieren.

Das andere Verbrechen begehen und begingen die Oberhirten, die aus einem falschen Ansinnen der Ansehensrettung diese Verbrechen vertuscht haben. Nein, diese Bischöfe gehören gnadenlos aus dem Amt entfernt, denn sie haben die Opfer über Jahrzehnte schutzlos und würdelos dastehen lassen, nur um das Image der Kirche zu retten. Für das Ansehen der Kirche hätten diese Bischöfe allerdings mehr tun können, wenn sie sofort die Dinge tatkräftig aufgeklärt hätten und die Opfer in das Zentrum ihres Bemühens gestellt hätten.

Hier schriebt aber auch einer, der selbst in den frühen achtziger Jahren Opfer eines schlimmen Missbrauchs durch einen Priester geworden ist. Es war alles nur schlimm und widerlich. Jahrelang habe ich die Dinge mit mir herumgetragen und konnte mit keinem darüber spreche.

Erst als meine Mutter Jahrzehnte später erfuhr, dass dieser Priester wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis gekommen sei, fragte sie mich besorgt, ob er mir damals auch etwas angetan hätte. Erst da konnte ich offen darüber sprechen.

Die Kirche hat mir Jahrzehnte später eine Entschädigungssumme geleistet und sich offiziell für das Fehlverhalten dieses Priesters entschuldigt. Aber die Wunden werde ich zeitlebens mit mir herumtragen müssen.

Und genau dies ist das schlimmste Verbrechen: Es werden schutzbefohlene Minderjährige in ihrer Scham verletzt, ihr Kinderglaube wird zerstört, das Vertrauen der Eltern hintergangen und in jedem dieser Kinder bleibt eine Verwundung, die man als Lebenskreuz mit sich herumtragen muss. Und dann ist es noch möglich, dass die so Verletzten ihren Glauben ganz verlieren. All dies ist dramatisch und verheerend für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche.

Wen wundert´s vor diesem Hintergrund, das durch die neusten Dimensionen, die nun im Untersuchungsbericht aus Pennsylvania bekannt geworden sind, bei mir alte Wunden wieder aufreißen und ein gewisser Zorn über all das neu aufkommt.

Hier hilft meines Erachtens nur eines: Jedwede kirchliche Obrigkeit ist nun gefordert, ohne Schonung dieser Verbrecher die Dinge ordentlich aufarbeiten zu lassen. Diese Aufarbeitung muss von Personen geschehen, die unabhängig vom kirchlichen Apparat sind. Zudem muss die immer wieder zu erkennende Tendenz ausgemerzt werden, durch Verharmlosung diesen Verbrechen zu begegnen.

Auch im Bistum Münster, meinem Heimatbistum, sehe ich hier großen Handlungsbedarf. In jüngster Zeit gab es zwei schlimme Fälle von seelischem Missbrauch Jugendlicher durch zwei Priester, die durch permanentes Cyberstalking per Whatsapp ihre Aufdringlichkeiten an den ihnen anvertrauten Jugendlichen meinten ausleben zu müssen. Hier die Links zu den Berichten über diese schlimmen Vorfälle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-priester-schickt-jugendlichem-tausende-whatsapp-nachrichten-1.3834774 und https://www.welt.de/vermischtes/article156239384/Pfarrer-schickt-Dauer-Messages-im-Namen-Gottes.html.

Selbst wenn in diesen Fällen nicht körperliche Gewalt ausgeübt wurde, es bleibt dabei: Hier wurden Jugendliche auf schlimmste seelische Weise durch die Distanzlosigkeit übergriffiger Priester missbraucht! Und hier muss das Bistum mit aller Härte handeln, m. E. notfalls auch mit der Entfernung solcher Priester aus ihrem Dienst, die offenkundig ihre Grenzen nicht kennen.

Eine falsch verstandene Barmherzigkeit muss hier endlich ein Ende haben! Nun geht es um die Gerechtigkeit gegenüber den Opfern und das klare Signal, dass auch in diesem Bistum solche Übergriffe überhaupt gar nicht geduldet werden. Bisher fehlt es m.E. an dieser Klarheit!

Mein dringlichster Appell geht allerdings an den obersten Hirten der Kirche:

Lieber Papst Franziskus, Sie haben sich in dem Interview des Films von Wim Wenders sehr angemessen und zutreffend zu diesem Problem geäußert: Null Toleranz gegenüber Kinderschändern! Danke dafür! Aber nun sind Sie in der Pflicht, das dort Gesagte auch durch Ihr eigenes Regierungshandeln zu bestätigen.

In Sachen „Chile“ sind die Dinge zunächst nicht gut gelaufen. Immerhin haben Sie sich für Ihr anfänglich zögerliches Verhalten entschuldigt. Nun aber muss diese Linie ohne Ansehen der Person, selbst wenn Kardinäle betroffen sind, gelten: Null Toleranz gegenüber solchen Priestern und Bischöfen! Null Toleranz, egal, wer hier gefehlt hat.

Der Bericht aus Pennsylvania nimmt auch Sie in die Pflicht! Welche Bischöfe haben hier vertuscht? Wer trägt die Verantwortung für dieses jahrzehntelange Drama schlimmster Kindesverletzungen an Leib und Seele? Bitte untersuchen Sie jeden hier verantwortlichen Bischof auf das genaueste und treffen Sie notfalls auch Entscheidungen, die hart sind. Wenn Sie hier nicht Wort halten, Heiliger Vater, dann wird das Vertrauen in unsere Kirche noch mehr erschüttert werden.

Abschließend sei aber auch eines klar und deutlich gesagt:

Die Fehler anderer Menschen in der Kirche rechtfertigen auf gar keinen Fall den Kirchenausstritt. Denn die Kirche ist der Leib Jesu Christi. Nur in ihr können wir den HERRN in seinem Wort und in den heiligen Sakramenten wirklich begegnen.

Die Kirche ist zutiefst Heilsanstalt. Zudem: Wir alle beschmutzen durch unser tägliches Fehlverhalten auch das Ansehen der Kirche, Tag für Tag. Darum haben wir auch zunächst mit uns selbst genug zu tun. Und ich gehe nach wie vor davon aus, dass die meisten Priester und Bischöfe unserer Kirche ihren Dienst im Sinne Jesu ausüben.

Wäre dem nicht so, wäre die Kirche schon längst nicht mehr da. Ich glaube – trotz aller eigenen Verletzungen – immer noch daran, dass diese Kirche die Kirche Jesu Christi ist und ermutige jeden, der sich nun überlegt, aufgrund der neusten Skandale diese zu verlassen, ihr trotz alledem treu zu bleiben.

Lasst uns gemeinsam vor allem im Gebet den HERRN darum bitten, dass diese teuflischen Umtriebe in unsere Kirche ein Ende finden. Möge der HERR selbst zum Strick greifen und wieder aufs Neue seinen Tempel reinigen (vgl. Mt 21,12ff.; Mk 11,15ff.; Lk 19,45ff. und Joh 2,13ff.).


Die Grünen und ihre pädosexuelle Historie

Stellen Sie sich vor, in der CDU hätte jahrelang ein Netzwerk von Pädophilen, Päderasten und Kinderschändern ihr Unwesen getrieben. Deutschland stünde Kopf.

In der CDU-Parteizentrale würden die Rücktrittsgesuche im Sekundentakt von einer sichtlich angeschlagenen Bundeskanzlerin entgegengenommen. 159481-3x2-teaser296

Nun kämpft natürlich nicht die Union mit einem Kinderschänder-Skandal, sondern die Grünen. Die „Ökopartei“, die „Grundgesetzpartei“, die Partei für das soziale Gewissen…

Von Rücktritten und Rücktrittsforderungen fehlt bislang jede Spur. Die Partei und wichtige Funktionäre leiden statt dessen unter einer geradezu unheimlichen Form der Amnesie.

„Die Namen sagen mir nichts …“, „Ich wußte gar nicht …“, „Mir sagt der Name nichts …“, „Daran kann ich mich nicht erinnern …“  –  Gesagt hat das Hans-Christian Ströbele im Tagesspiegel, jener Ströbele, der zweitweise eine wichtige Rolle bei der Alternativen Liste spielte, während einige ihrer Mitglieder sich in „Kinderpuffs“ vergnügten.

Gerade junge Parteien sind in ihrem Funktionärsapparat ein Katalysator für Gerüchte und Intrigen. Ein Geheimnis bleibt selten geheim. Das pädosexuelle Netzwerk bei den Grünen hat allerdings keinen großen Wert auf Heimlichkeit gelegt. Es gab offizielle Arbeitsgruppen, die für die Legalisierung des Sex mit Kindern geworben haben. Es handelte sich bei der Alternativen Liste auch nicht um eine unbedeutende Sekte. Die Partei bildete zusammen mit der SPD 1989 eine Koalition.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/niemand-wills-gewusst-haben/


Berlin: Im Landesverband der Grünen tummelten sich einst Kinderschänder

Zehn grüne Pädos „produzierten evtl. tausende von Opfern“

Wie die linksalternative Tageszeitung „taz“ am 27. März 2015 in einem aufschlußreichen Artikel berichtet, gab es im Berliner Landesverband der Grünen weitaus mehr Kinderschänder bzw. pädosexuelle Täter als bislang bekannt.

Unter dem passenden Titel „Grüner Morast“ heißt es ernüchternd: „Die Aufarbeitung des pädophilen Erbes der Partei ist noch nicht am Ende.“ grc3bcne-kinder-helmes

Es sei, so die Zeitung, noch mit einem „brisanten Bericht der Berliner Grünen“ zu rechnen. Die „taz“ weiter: „Den Grünen drohen neue Enthüllungen über Pädophilie in ihren Anfangsjahren.“

BILD: Ausführliche Info-Broschüre unseres Autors Peter Helmes (Zusendung gegen 1,50 € in Briefmarken)

Der „queerpolitische“ Sprecher der Partei in Berlin, Thomas Birk, habe am vergangenen Donnerstag bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit Neuigkeiten überrascht:

„Es habe in Berlin bis in die Neunzigerjahre rund zehn aktive Grüne als Täter gegeben, die „eventuell Tausende von Opfern produziert“ hätten“,  schreibt die linksalternative Zeitung.

Man faßt sich an den Kopf:  „Verurteilte Pädophile hätten aus der Justizvollzugsanstalt heraus für die Partei kandidiert“, erklärte Birk. Der Berliner Politiker kündigte an, sein Landesverband werde Mitte April hierüber einen „leider sehr umfangreichen Bericht“ vorlegen.

Offenbar ist das heißdiskutierte Thema um pädosexuelle Mißstände bei den Grünen auch ein Vierteljahr nach dem wissenschaftlichen Abschlußbericht eines Göttinger Institus noch keineswegs „gegessen“.

Jene grün-revolutionäre Zuneigung zu „Sex mit Kindern“ war –  sowohl ideologisch wie praktisch – vor allem in den 80er Jahren im Umlauf, reichte aber bis in die 90er Jahre hinein – so auch in Berlin.

Vor allem von Seiten der Feministinnen, zumal der Zeitschrift „Emma“, gab es damals innerhalb des linken Spektrums deutliche Kritik an diesen verhängnisvollen Tendenzen bei den Grünen.

Auch christliche und bürgerlich-konservative Kreise protestierten seinerzeit sofort vernehmlich gegen grüne Vorstellungen von einem „einvernehmlichen Sex mit Kindern“.

Näheres darüber hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/08/31/kindersex-cdu-kirche-und-konservative-widersprachen-damals-den-grunen-padosex-forderungen/


Österreich: Linksalternativer „Künstler“ Otto Mühl war pädokriminell

Aus Otto Mühls österreichischer Kommune (1979-1990) sind verstörende Vorfälle bekannt. Der „Künstler“ Mühl („Piss-Aktion“) ist ein Bannerträger der grün-alternativen Szene.

Seine abartige Befreiungsideologie mündet in brutale Gewalt, Demütigung und sexuellem Missbrauch. 1991 wird Mühl verurteilt: Das Gericht weist nach, dass sich Kommunen-Guru Mühl systematisch an Kindern vergangen hat.

Der linke Vorzeige-Künstler: ein Vergewaltiger und autoritärer Tyrann. Mühl nutzt seine Machtstellung eiskalt aus, um seinen krankhaften Neigungen nachzugehen – jahrelang und ungestört.

Im Gegenteil: Seinem guten Ruf im linken Milieu schaden weder erschütternde Berichte aus der Kommune noch die Verurteilung zu sieben Jahren Haft.

Die „Kunstwerke“ des Fäkal-Schmierers sind bis heute in grünen Kreisen beliebt, Mühl gilt als „Rebell“, als Vordenker der „alternativen Lebensweise“. Es gehört zu den Ungeheuerlichkeiten, dass ein gefährlicher Spinner wie Mühl den linkslinken „Leitmedien“ auf Jahre hofierter Gesprächspartner blieb. Der „Künstler“ galt nun mal als „im richtigen Lager“ – nämlich dem linken – stehend.

DIES ist ein Auszug aus dem informativen Artikel des österreichischen Webportals „Unzensuriert“: http://www.unzensuriert.at/content/0014145-Die-gr-ne-Prominenz-und-die-Macht-der-P-dophilen

HINWEIS auf KINOFILM:

In ÖSTERREICH läuft seit April dieses Jahres eine eindringliche Dokumentation über Otto Mühls verbrecherische Machenschaften unter dem Titel „Meine keine Familie“  – verfilmt von einem Betroffenen; der Regisseur ist in Mühls „Kommune“ hineingeboren worden: http://www.film.at/meine-keine-familie/

Dieser erschütternde, faktenstarke Film startet demnächst auch in Deutschland.

Einen verstörend wohlwollenden Nachruf („Aktionskünstler“…) für den kriminellen Kinderschänder veröffentlichte die linksliberale Wochenzeitung DIE ZEIT: http://www.zeit.de/kultur/kunst/2013-05/otto-muehl-gestorben


Grüne Vernetzungen mit pädosexuellen Umtrieben enthüllt

„In einer Wohngemeinschaft in Nordrhein-Westfalen sollen Kinder über Jahre hinweg von einem Landesvorstand der Grünen missbraucht worden sein. Auch Gäste eines Kinder- und Jugendkongresses der Partei sollen sich dort an Minderjährigen vergangen haben“, berichtet FOCUS-Online am 21. Juli 2013.

Das Wochenmagazin schlußfolgert:

„Die Nähe der Grünen in ihren Gründungsjahren zu Pädophilen war offenbar größer als bislang angenommen. In einer Lebensgemeinschaft eines Vereins in Nordrhein-Westfalen wurde nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ in den achtziger Jahren Sex mit Kindern praktiziert.

Die Lebensgemeinschaft, in der mehrere Familien wohnten, sei in der Umgebung für ihren freien Umgang mit Sexualität auch mit Minderjährigen bekannt gewesen, berichtet die Zeitung weiter.“

Grüner „Kinderkongreß“ in der Sexkommune

Obwohl jene skandalösen Vorgänge bekannt waren, wurde dort im September 1983 der erste Kinder- und Jugend-Kongreß der Grünen abgehalten, den der grüne Bundesvorstand mitfinanzierte.

Der Leiter jener pädokriminell geprägten Wohngemeinschaft, damals Mitglied des grünen Landesvorstand, ist inzwischen tot. „Schilderungen ehemaliger Mitbewohner zufolge haben er und andere Mitbewohner mehrere Kinder und Jugendliche über Jahre sexuell missbraucht“, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Leitende Funktionen konnte er ausüben, obwohl er offen seine Sextendenzen zu Kindern zeigte: „Da wurde kein Geheimnis, sondern vielmehr Werbung dafür gemacht“, berichtet ein Zeuge aus jener Zeit.

Vollständiger FOCUS-Bericht HIER
Ausführlicher Artikel in der Tageszeitung „Die Welt“ HIER

Quelle: Kultur und Medien online


Wie der „Spiegel“ 1996 einen prominenten Kinderschänder verherrlichte

Lobrede auf den pädosexuellen Gajdusek: „Schuldfreier Kindertraum“

Wenn es gegen das Christentum  –   zumal die verhaßte katholische Kirche  –   geht, entwickelt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen ausgeprägten Jagdinstinkt und spielt sich gerne als Chefankläger auf.

Derzeit konzentriert sich das Hamburger Blatt allerdings darauf, die pädosexuellen Sündenfälle der grünen Partei aufzuspießen, wobei die entsprechenden Fakten im wesentlichen seit langem bekannt sind,  zuvor aber von der Mainstreampresse weitgehend unter der Decke gehalten wurden.

Aber nicht allein die Grünen, auch der „Spiegel“ selbst hat allen Anlaß, vor der eigenen Haustür zu kehren, zumal die pädosexuellen Fehlleistungen der Grünen aus den 80er Jahren stammen, der „Spiegel“ sich jedoch noch im Jahre 1996 (!) in unfaßbarer Weise vergalloppierte:

In seiner Nr. 20/96 veröffentlichte das Politblatt nämlich eine warme Lobeshymne auf den  –  so wörtlich –  „Knabenliebhaber“ und Nobelpreisträger Carleton Gajdusek, dessen pädosexuelles Treiben mit rosa Brille schöngeschrieben wurde.

„Nobelpreis schützt vor Torheit nicht“

Dieser Spruch ist wohl wahr angesichts der zahlreichen Mißbrauchs(un)taten des am 12. Dezember 2008 verstorbenen Wissenschaftlers, der 1976 wegen seiner  Erfolge in der Virenforschung den Medizin-Nobelpreis erhielt.

Doch als der 72-jährige Amerikaner wegen Kinderschändung ins Gefängnis kam, war das für  Spiegel-Reporter Carlos Widmann Grund genug, sich ironisch über die Justiz in den USA auszulassen:

So heißt es bereits im ersten Absatz seines Artikels, der „Wissenschaftler von Weltrang“ sei jetzt in „äußerste Verdächtigkeit“ geraten. Er habe, so jammert der Redakteur, einige Nächte im Knast sogar „mit Dieben und Dealern im Gefängnis verbringen“ müssen.

Der vom „Spiegel“ verteidigte Päderast fühlte sich schon früh zu Naturvölkern im Pazifik hingezogen, genauer: zu den kleinen Jungs dort.

Dies wiederum gerät im „Spiegel“-Bericht regelrecht zu einem „Faszinosum“:

„Der Südpazifik und seine Menschen, von denen Carleton Gajdusek sich zeitlebens magisch angezogen fühlte, wurden ihm zu Hause, in Amerika, zum Verhängnis. Welch ein Faszinosum, diese Naturvölker mit ihrer eigenwilligen Geschlechtsmoral!“

„Eher der Verführte als der Verführer“

Dabei erläutert das Nachrichtenmagazin seiner Leserschaft allen Ernstes,  der Herr Professor sei nicht etwa als Verführer der Knaben anzusehen, sondern eher umgekehrt, denn über die Tagebuch-Eintragungen Gajduseks heißt es dort:

„Er befleißigte sich in der Beschreibung des Ortsüblichen einer nahezu klinischen Genauigkeit: „Die Jungen strecken ihre Zungen leicht gekräuselt aus dem Mund, um mit einer öffentlichen Geste, die mir neu ist, Fellatio zu suggerieren.“ – Im Kreis der Halbwüchsigen von Neuguinea scheint er eher der Verführte als der Verführer gewesen zu sein.

Daß der später so berühmte Virologe seine  –  so der „Spiegel“ wörtlich –  „Schützlinge“ (!) in großer Zahl aus dem Urwald lotste, um sie daheim zu mißbrauchen, findet das Polit-Magazin offenbar eher drollig: 

„All dies brachte der Amateur-Anthropologe Gajdusek schon vor 30 Jahren zu Papier, als er begann, junge Schützlinge aus den Urwalddörfern mit nach Amerika zu bringen, immer mit dem Einverständnis der Eltern.

In seinen Personaldaten hat der Wissenschaftler unter dem Stichwort „Familie“ einmal 54 Adoptivkinder angegeben  –  manchmal lebten bis zu einem Dutzend Jungen gleichzeitig in seinem Haus.“

Mißbrauchsopfer mit „privilegierter Existenz“

Schließlich hatten diese Jungen aus der Südsee  eine „privilegierte Existenz“, weiß der „Spiegel“ zu berichten, duften sie doch mit weltberühmten Persönlichkeiten gemeinsam an einem Tisch tafeln:

„In puncto Bildungschancen führten diese Kinder und Teenager eine privilegierte Existenz, auch gemessen an ihren amerikanischen Mitschülern. Am Eßtisch im Hause Gajdusek löffelten Weltberühmte mit: die Ethnologin Margaret Mead, die über das Sexualleben der Südsee-Jugendlichen ein weitverbreitetes Buch geschrieben hat; der Nobelpreisträger und Gajdusek-Lehrmeister Linus Pauling; der Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller.“

Sodann heißt es weiter: „Gajdusek kann sich selbst nur als Wohltäter sehen“  –  und seine „früheren Zöglinge“ würden ihn angeblich „auch so betrachten“. 

Überdies ist vom „knabenfrohen Tagebuch“ des Wissenschaftlers zu lesen, auch wird allen Ernstes von seinem „kinderlieben Lebensstil“ geflötet.

Daß er als Sexualstraftäter überführt wurde, ist wohl arges Pech für den „knabenfrohen“ Päderasten. Wörtlich schreibt der „Spiegel“-Autor hierzu:

„Zwei frühere Abhängige des Wohltäters jedenfalls ließen sich zu Aussagen bewegen, die ihn der Unzucht (nämlich mit ihnen) beschuldigen. Dem widerspricht energisch-liebevoll, doch nicht immer überzeugend, die Mehrheit der dankbaren Zöglinge.“

Im Gefängnis ist Schluß mit der „Knabenliebe“ des „Wohltäters“, greint der „Spiegel“-Redakteur; seinem „schuldfreien Kindertraum“ kann er dort nicht mehr nachgehen, was ihm immerhin 30 Jahre lang vergönnt war  –  und das „beinahe unbehelligt“:

„Seinen Versuch, sich als Erwachsener diesen schuldfreien Kindertraum zu erfüllen, hat der Metzgerssohn aus Yonkers über drei Jahrzehnte beinahe unbehelligt betreiben können.“

Der so gerne auf einem hohen Roß sitzende „Spiegel“ befindet sich also tief im Glashaus, zumal er noch 1996  – als es längst ausführliche Mißbrauchsberichte in Medien gab  –  die Untaten eines rechtskräftig verurteilten Sextäters nicht „nur“ verharmloste, sondern regelrecht glorifizierte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster