Irrwege der Reproduktionsmedizin für homosexuelle Paare und ihren Kinderwunsch

Von Dr. med. Edith Breburda

Am 15. November 2018 berichtete die biomedizinische Presse über den großen Erfolg, wonach gleichgeschlechtlich Partner nun endlich ein Kind haben können [1].

Dieses Statement verwirrt auf den ersten Blick. Es ist unmöglich, aus einer Eizelle eine Samenzelle herzustellen. Man braucht sowohl eine Ei- wie auch eine Samenzelle, um einen Embryo zu erzeugen.

Ist es etwa der Reproduktionsmedizin gelungen, Samenzellen aus Hautzellen herstellen? Kann man die Zeituhr von induziert pluripotenten Zellen soweit zurückzudrehen, dass man noch über das Stadium der embryonalähnlichen Zelle hinaus Keimzellen produzieren kann?

Wissenschaftler behaupten, dies sei schon seit einiger Zeit bei Mäusen gelungen. Es ist zwar ein langer Weg, bis man Versuche von der Maus auf den Menschen übertragen kann, doch Eizellen anders zu gewinnen, als z.B. Studentinnen oder Frauen aus Entwicklungsländern auszubeuten, ist schon lange ein erklärtes Ziel der Forscher.

Wie man weiß, sind Eizellen in der modernen Reproduktionsmedizin der limitierende Faktor. Für einige US-Wissenschaftler ist es sogar unethisch, dass Frauen für gespendete Eizellen kein Entgelt bekommen. Zunehmend diskutiert man, ob eine Ei – oder Samenzellspende unter die gleiche Rubrik fallen sollt, wie jede andere Organspende, unabhängig davon, ob man die davon gewonnenen Embryos für die Stammzellforschung oder die Reproduktionsmedizin verwendet.

Robert Edwards, der Erfinder der In-Vitro-Fertilisation (IVF), erhielt 2010 den Nobelpreis der Medizin. Damals, 1978, als das erste Retortenbaby geboren wurde, waren viele Zeitgenossen skeptisch. Die medizinischen, soziologischen, juristischen und ethischen Fragen der künstlichen Befruchtung sind bis heute nicht beantwortet.

Trotzdem ist die IVF für gleichgeschlechtliche Paare der einzige Weg, Kinder zu bekommen. Aber normalerweise brauchen sie dazu einen Samenspender oder eine Eizellspenderin samt Leihmutter.

So ist es unverständlich, dass Bioscience in seinem Artikel eine neue Methode rühmt und dabei von einem gemeinsamen Kind von zwei Gleichgeschlechtlichen redet.

Doch wenn man genauer hinschaut, schreibt der Forscher: Dank neuer Fortschritte in der IVF ist es nun gelungen, dass gleichgeschlechtliche Paare beide ihr „Baby“ austragen.

Dieser Prozess der reciprocal effortless in vitro fertilisation wurde das erste Mal von Ashley und Bliss Coulter in Anspruch genommen. Sie beide hatten Anteil an ihrem „Wunderbaby“.

Effortless IVF ist ähnlich einer herkömmlichen IVF. Der Embryo wird jedoch nicht in der Petrischale „herangezüchtet“, bis er das Blastozystenstadium erreicht hat und dann in die Gebärmutter entlassen wird; nein, in diesem Fall wuchs der Embryo für fünf Tage in einer Kapsel heran, die in den Gebärmutterhals von Bliss eingeführt wurde. Es war auch die Eizelle, welche Bliss gespendet hatte, und die mit einer Samenzellspende befruchtet wurde.

Danach wurde die INVOcell Kapsel samt Embryo in Ashley’s Reproduktionsorgan übertragen, was Ashley zur Leihmutter machte. Diesen Vorgang nennt man „Reciprocal IVF“.

Es bedeutet nichts anderes, als dass eine andere Frau das Baby austrägt als jene, die ihre Eizelle spendete. Das klingt kompliziert. Am Ende ist es ein ganz einfacher Vorgang, den man schon lange in der Tiermedizin kennt. Sicher, das Ziel ist hier, möglichst schnell Hochleistungstiere bzw. geklonte Tiere heranzuzüchten. Natürlich kann man das nicht vergleichen.

Aber rein technisch ist der Vorgang fast derselbe. Im Falle Coulter wurde diese neue Methode gewählt, damit beide Eltern in einem gewissen Sinne an der „Erzeugung ihres Kindes“ teilhaben können.

Weiterhin schreiben die Wissenschaftler, dass man neben einer reciprocal effortless IVF bereits viele andere Fortschritte in der Reproduktionsmedizin gemacht hat.

Man redet von einer In-Vitro-Maturation, was nichts anderes bedeutet, als dass man unreife Eizellen der Frau entnimmt und diese dann im Labor heranreifen lässt. Diese Methode der Eizellreifung außerhalb des weiblichen Körpers erspart es der Frau, Unmengen von Hormonen zu schlucken, um meist 12 Eizellen auf einmal durch eine Hyper-Ovulation entnehmen zu können.

Der Film „Eggsploitation: Maggie’s Story“ des Centrums für Bioethics and Culture gibt uns einen Einblick, was geschah, als Maggie sich mehrere Male einer Eizellenextraktion unterzog. Sie hatte plötzlich einen Knoten in der Brust; er wurde von der Fertilitätsinstitution nicht ernst genommen. Erst als sie später ihren eigenen Hausarzt aufsuchte, diagnostizierte er Brustkrebs im vierten Stadium, mit Metastasen in der Lunge und in den Knochen. Keiner in ihrer Familie hatte vor ihr diese Krankheit. Diese Art von Krebs sieht man eigentlich nur bei Frauen nach ihren Wechseljahren oder bei Frauen, die drei oder mehr Kinder hatten.

Auch diese Art der Hyper-Ovulation ist aus der Tierzucht bekannt. In den 70iger Jahren war der posthume Nobelpreisträger Edwards enttäuscht, weil seine Methode der In-vitro-Fertilisation nicht die gleiche Erfolgsrate wie bei Kühen aufwies.

Doch dies sei nur einer der Fortschritte, die der Artikel nennt. Man ist bereits fähig, eine ganze Gebärmutter zu transplantieren. (Wir berichteten davon: https://charismatismus.wordpress.com/2016/05/03/transplantation-einer-gebaermutter-haben-wir-bald-noch-mehr-kinder-aus-dem-labor/)

Das Transplantat wird allerdings nur temporär im Körper der Frau verbleiben. Um die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern, müssen Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken. Damit dies nicht zu lange erfolgt, darf eine Frau nur zwei Schwangerschaften austragen. Danach wird die Gebärmutter wieder herausoperiert.

Ob zwei Schwangerschaften physiologisch überhaupt möglich sind, wird nicht hinterfragt. Eine Schwangerschaft unter immunsuppressiven Bedingungen aufrecht zu erhalten, ist physiologisch gesehen äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich.

Warum geht es also letztendlich? Neulich konnte man in der New York Times von einer Frau lesen, dessen sehnlichster Wunsch es war, eine Schwangerschaft zu erleben: „Solange ich mich daran erinnern kann, wünsche ich mir all die lästigen Nebeneffekte wie Schwangerschaftsübelkeit, geschwollene Beine, Rückenschmerzen. Diese Erfahrung ist zwar nicht lebensnotwendig, aber ich möchte sie dennoch unbedingt erleben.“

Lindsey war die erste Frau in den USA, bei der eine Gebärmutter eingepflanzt wurde; sie erhielt den Uterus einer verstorbenen Spenderin.

Gleichgeschlechtliche konnten bisher nur über eine Eizell-Samenzellspender die biologischen Kinder eines Partners austragen. Mit einer künstlichen Befruchtung geht eine Pränatal-Diagnostik einher. Embryos, die nicht den Vorstellungen der Mediziner entsprechen, werden vernichtet, tiefgefroren oder an die Forschung gespendet.

Die nächsten Generationen waren in den letzten Jahren die Versuchskandidaten der modernen Reproduktions-Medizin. Die sogenannten „künstlichen Kinder“ wurden zum Maßstab, ob etwas funktioniert oder nicht. Momentan weiß keiner, inwieweit die so erzeugten Kinder gesundheitliche, psychische oder physische Probleme haben.

Die Leidtragenden sind die Frauen, die ausgebeutet werden. Für moderne Reproduktionstechniken braucht man Eizellen, Leihmütter und nun auch Spender-Gebärmütter. Um unfruchtbaren Frauen zum Kind zu verhelfen, nehmen Eizellspenderinnen in Kauf, selber unfruchtbar zu werden.

BILD: Buchtitel von Dr. Breburda: Reproduktive Freiheit – free for what?

Diesbezüglich drängt sich die Frage auf, wo die Grenzen unseres Handelns liegen? Ist es egoistisch, ein Kind zu erzeugen, obwohl es nach allen Regeln der Fortpflanzung nicht natürlich zustande kommen kann?

Sollen wir all die Techniken, die wir zuvor in der Tiermedizin anwendeten, auch für den Zweck nutzen, einen Supermenschen zu schaffen? Viele argumentieren, dass die Produktion eines derartigen Menschen niemals gerechtfertigt werden kann, weil sie konträr zu Personenwürde, Integrität und Identität eines menschlichen Wesens steht.

Sigmund Freud sagte in einem Vortrag über das menschliche Sexualleben: „Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion.“

Der US-Mediziner Dr. Hunnell schrieb am 17. August 2011: Gott verlangt von uns niemals, etwas Unmoralisches zu tun, um unserer Berufung gerecht zu werden. Wenn einige nur durch reproduktionsmedizinische Maßnahmen Eltern werden können, dann trifft auf solche Ehepaare die Berufung für eine biologische Elternschaft nicht zu.“

Anmerkung:
[1] Sasha Mortimer, Breakthroughs in IVF: How a Same-sex couple carried the same Baby. BioSpace Nov. 15/2018: hier online

Unsere Autorin Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

 

 


BVL-Fachtagung in Kassel über „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbabys“

Alternativen zur künstlichen Befruchtung

Die Fachtagung „Kinderwunsch ist menschlich – Selektion nicht“, die der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 29. April 2017 im Anschluss an die offizielle Eröffnung der Woche für das Leben in Kassel veranstaltete, bot Analysen und Antworten auf Fragen, die im vorausgehenden Auftaktgottesdienst von DBK und EKD im Raum standen:

Wie reagiert unsere Gesellschaft darauf, dass moderne Technologien daran arbeiten, möglicherweise behinderte Kinder umfassend aufzuspüren und das Erbgut des Menschen zu manipulieren? Was tun, wenn der „Kinderwunsch“ erst zu „Wunschkindern“ und schließlich zu „Designerbabies“ führt?

Mit Dr. Susanne van der Velden legte eine Gynäkologin aus der Praxis brillant dar, dass es Alternativen zur künstlichen Befruchtung gibt, die mit fast doppelt so hohen Lebendgeburtsraten (30 – 40 %) bei behandelten Paare aufwarten können wie in konventionellen Reproduktionskliniken.

Die von Dr. van der Velden angewandte NaPro-Methodik ist eine von rund tausend Ärzten seit 40 Jahren entwickelte Diagnostik bzw. Therapie, die das Ziel hat, die Fruchtbarkeit wiederherzustellen und eine natürliche Konzeption zu ermöglichen, ohne Samenspende, Eizellspende oder Leihmutterschaft.

Verzweifelte kinderlose Paare sind häufig bereit, Grenzen zu überschreiten, wenn sie nach kurzer, erfolgloser Behandlung an Reproduktions-Zentren weitergeleitet werden. Vielfach werden dabei die diagnostischen Möglichkeiten auch in Bezug auf den Lebenskontext („Lifestyle“) und mögliche organische Auswirkungen nicht hinreichend angewandt.

„Nicht schwanger zu werden“ ist ein Symptom, dessen Ursache gesucht und häufig gefunden werden kann. Der immense Vorteil für die Paare: Es gibt auf dem „natürlichen Weg“ der Kinderwunschbehandlung kaum Frühgeburten, keine vermehrten Mehrlingsschwangerschaften und nicht mehr Komplikationen als im Durchschnitt, während solche Risiken bei der IVF deutlich erhöht sind. 

Der Bundesverband Lebensrecht fordert die Krankenkassen auf, die vergleichsweise geringen zusätzlichen Beratungs- und Behandlungskosten für „natürliche“ Kinderwunschbehandlungen als Kassenleistung zu übernehmen, statt ausschließlich oftmals ethisch inakzeptable Ausgaben für IVF-Maßnahmen zu tätigen.

Befürchtungen von Kritikern wurden noch übertroffen

Dass Diagnosen und Therapien Grenzen gesetzt sind und „Leben auch erlitten werden muss“, führte Prof. Dr. Ulrich Eibach, Theologe und Klinikseelsorger aus Bonn, aus. Prof. Eibach hat die Entwicklung der künstlichen Befruchtung von Anfang an begleitet und konnte vom bedrückenden Resümee eines IVF-Pioniers in Bonn berichten, der ihm bestätigte, dass es schlimmer gekommen sei, als Kritiker 1979 befürchtet haben: „Die Entwicklung war nicht steuerbar.“  

In seinem Vortrag beschrieb er die fatale Logik einer Legitimationsethik, die zu einer vorandrängenden Spirale angeblichen Fortschritts wird, in der die Vermutung auf negative Folgen nicht zur Vorsicht gereicht, sondern im Gegenteil jede weitere Anwendung gerechtfertigt wird. Aus dem postulierten Ziel, Einzelnen helfen zu können, wird schnell das Ziel der Optimierung der Gattung Mensch.

Diagnostik, ursprünglich als Schritt zur Heilung gedacht, wird zum Instrument der Selektion. Ein gesundes Kind zu bekommen, darf nicht zu einem normalen Anspruch werden. Ohne Gegensteuern wird Schritt für Schritt erneut die Meinung mehrheitsfähig, dass es Kinder gibt, die den Eltern und der Gesellschaft erspart bleiben sollten.

Vorgeburtliche Diagnostik ist Selektion

Dass es sich bei den erweiterten Methoden der pränatalen Diagnostik um eine „Rasterfahndung“ und fast ausnahmslos um Instrumente der Selektion handelt, bestätigte Prof. Dr. Paul Cullen als Mediziner und Naturwissenschaftler, indem er den Bogen weiterspannte:

Wir befinden uns auf dem Weg zum „Enhancement“, der „Vervollkommnung“ der menschlichen Gattung, was weit über den Heilungsauftrag der Medizin hinausgeht. Die transhumanistischen Träume von einer Mensch-Maschine-Verschmelzung sind bereits weit fortgeschritten.

Mit geradezu religiösem Eifer wird ein neues Menschenbild vorangetrieben, welches aber zu einer alten Mehrklassengesellschaft mit neuen, medizinisch geschaffenen Eliten führen wird. Ziel der neuen Verfahren ist einzig die Perfektion der Selektion, wie an der nahezu vollständigen vorgeburtlichen Beseitigung von Down-Syndrom-Kindern zum Beispiel in Dänemark zu erkennen ist.

Widerstand gegen die „neue Eugenik“

Grenzziehungen erweisen sich als illusorisch. Standards werden nicht eingehalten, Indikationen stetig erweitert. Während sich der Ethikrat uneinig ist und bisweilen zu hören ist, dass „die Würde des Menschen ein nutzloses Konzept“ sei, profilieren sich Wissenschaftler und Unternehmen über Eingriffe in die menschliche Keimbahn, ohne Folgen und Risiken für die zukünftigen Generationen der Menschheit abschätzen oder verantworten zu können.

Der Mensch, so das Fazit der Fachtagung, ist mehr als eine Ansammlung von Genen und Algorithmen. Angewiesensein auf Mitmenschen ist eine Grunddimension des Lebens, kein Mangel. Unsere Bestimmung als Mitmenschen ist es, dem Leben zu dienen, Nöte zu lindern und Krankheiten zu heilen.

Politik und Gesellschaft sind aufgerufen, der Ausweitung der „neuen Eugenik“ zu wehren, solange es noch möglich ist.

http://www.bv-lebensrecht.de/fachtagung


Neuer Trend: Späte Mutterschaft durch künstliche Befruchtung und Eizellspende

Von Dr. med. Edith BreburdaDr. Breburda

In den USA konnte man Anfang 2015 in einer Seniorenzeitung lesen, dass eine über 50-jährige Frau mit Hilfe der In-Vitro-Technologien noch Kinder bekommen hat.

Die 59-jährige Sarajean Grainson lebte in ihrer zweiten Ehe mit einem evangelischen Pastor zusammen. Ihr Mann, David Grainson, ist 46 Jahre alt. Als sie heirateten, war Sarajean über 50. Sie hatte schon drei  Kinder aus ihrer ersten Ehe.
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Dass sie noch Kinder haben wollte lag daran, dass sie ihrem Mann die Gelegenheit geben wollte, selber Vater werden zu können, weil er vorher noch nicht verheiratet war.
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Sie wollte ein Kind von ihm. Genetisch gesehen wollte sie seine Kinder, weil sie selber eine Eizellspenderin in Anspruch nehmen musste. Die Familie Grainson ist sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Den  Stress, den alle neuen Eltern mitmachen, fürchtete sie trotz ihres Alters nicht.
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Sarajean hatte allerdings vergessen, wie anstrengend es war, Mutter von kleinen Kindern zu sein. Sie bedauerte nichts und würde alles wieder genauso machen. „Mit Gott und der Technologie kann man sogar die Menopause überwinden“, strahlt die junge und doch auch alte Mutter.
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In den USA nehmen die über 50-jährigen Mütter zu. Es ist mittlerweile fast ein Trend. 2013 hatte jedes 13. Kind, das in den USA geboren wurde, eine Mutter, die 50 Jahre und älter war. Die meisten wurden durch künstliche Befruchtung schwanger.
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Sarajean G. berichtet über ihren Mann, der sich um ihre Gesundheit sorgte und das Thema Kind in ihrem Alter gar nicht erst ansprechen wollte. Dazu ihr Mann: „Wir haben 2001 geheiratet und dachten erst gar nicht an Kinder. Dann sah Sarajean eine Frau im Fernsehen, die dieses Thema behandelte.“
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Das ist meine letzte Chance“, sagte sich die Frau, die dann mit 51 und 53 Jahren noch Kinder bekam. Es ist eigentlich gar nicht so unmöglich, meint die alte Mutter. 2008 gebar die 70-Jährige Rajo Devi Lohan ein Kind in Indien. Sie wurde die bisher älteste Mutter. 
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Die Geburten bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren verdreifachten sich. 2000 waren es noch 255 Geburten in dieser Altersklasse. 2013 hatten 677 Kinder eine alte Mutter. Die Geburtenrate ist mit der In-Vitro-Fertilisation (IVF), also der künstlichen Befruchtung verbunden.
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Die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Technologien, die so etwas ermöglichen, ist gespalten. Eine Umfrage im Jahr 2014 mit 2000 Probanden in Groß-Britannien zeigte, dass 75 Prozent der Befragten es unakzeptabel finden, wenn Frauen jenseits des gebärfähigen Alters noch Kinder bekommen. US-Bürger wurden diesbezüglich noch nicht interviewt. Experten vermuten aber, dass auch in den USA keine andere Meinung vorherrscht.
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Skeptiker fragen sich, wie lange wohl eine über 50-jährige Mutter fähig sein wird, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Bonnie Steinbock, eine Bioethikerin der Universität in Albany im Staat New York, fürchtet, eine Mutter diesen Alters verfüge nicht über die dazu notwendige Kondition:
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Wie wird sie einem bockigem Zweijährigen behandeln? Vor allem aber, wie fühlt sich das Kind, Eltern zu haben, die so alt sind wie die Grosseltern ihrer Spielgefährten?“, fragt die Ethikerin. Andere Menschen glauben schlichtweg, es sei unnatürlich, im Alter noch eine IVF in Anspruch zu nehmen.  
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Prof. Steinbock sieht bei den älteren Damen, die sich noch zu einem Kind entschließen, eine Zunahme der „prokreativen Freiheit“: „Die Leute sollen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Auch wenn ihre Mitmenschen das beanstanden sollten. Es ist dies letztlich keine Angelegenheit von Nörglern“, behauptet Frau Steinbock. Es gibt einige, welche die Meinung der Bioethikerin teilen.
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Es handelt sich doch um intelligente Frauen. Sie sind nicht dumm oder leichtsinnig“, sagt Dr. Mark Sauer, ein Befürworter der IVF.  Er ist Direktor der Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsklinik von New York. Er hat sich auf die IVF bei älteren Damen spezialisiert. „Die Frauen sind gesund. Sie verstehen das Risiko, das eine späte Schwangerschaft mit sich bringt. Sie können dadurch auch sterben.“ IMG_5830_ergebnis-150x150
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Die Schauspielerin Laura Leggett Linney wurde mit 49 Jahren schwanger, Halle Berry mit 47, Kelly Peterson war auch schon 48, als sie ein Kind austrug. Die meisten der über 50-Jährigen verdanken ihre Schwangerschaft einer Eizelldonation. Die Fruchtbarkeit der Frau nimmt schon im Alter von 30 Jahren ab, sagen Medizinexperten.
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Auch Sarajean nahm die Eizelle einer viel jüngeren, anonymen Frau in Anspruch. Die Universitätsklinik von Columbia bietet Spenderinnen 8000 Dollars für eine Eizellengewinnung.
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Für die schwierige Entscheidung, eine Risikoschwangerschaft auf sich zu nehmen, stehen Experten zu Seite. Medizinische Tests geben letztendlich Aufschluss darüber, ob es für die über 50-Jährigen mit Kinderwunsch sicher ist, diesen Schritt zu wagen. 
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Ich würde sagen, bei weniger als zehn Prozent der über 50-jährigen Frauen, die zu uns kommen, ist es keine gute Idee. schwanger zu werden. Das liegt meist an einem hohen Blutdruck. Auch ein fibröser Tumor des Uterus ist ein Hindernisgrund.“

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Eine Studie von 2012 ergab, dass die Gesundheitsrisiken einer Schwangerschaft bei über 50-Jährigen, die eine Spendereizelle benötigen, kaum von denen bei einer jungen Mutter abweichen.
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Allerdings ist eine gute medizinische Betreuung notwendig, die noch lange nach der Geburt anhält. Trotzdem existieren medizinische Risiken. Im Alter ist die Möglichkeit von  Bluthochdruck, Diabetes oder Präeklampsie gegeben. Die Ursachen der Präklampsie, d.h. erhöhter Blutdruck, vermehrte Eiweissausscheidung im Urin, sind unbekannt. Der Bluthochdruck kann zu einer Schädigung anderer Organe führen.
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Manchmal kann man der Schwangeren und dem Kind nur durch einen sofortigen Notkaiserschnitt helfen. Auch sind Fehlgeburten, Frühgeburten oder Mehrlingsschwangerschaften mit einer In-Vitro-Fertilisation verbunden.
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Deshalb sollte jede Frau über 50, die noch ein Kind haben will, zuallererst einen Maternal-Fetal Mediziner aufsuchen Danach steht der Fortpflanzungs-Endokrinologe auf der Liste, empfiehlt Irina Burd, von der John Hopkins School of Medicine.
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Sie können die Gesundheits-Risiken benennen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt. Manchmal sind die „Schäden“ irreversibel. Ein hoher Blutdruck oder ein sich entwickelnder Diabetes Mellitus könnte bis ans Lebensende bestehen bleiben“, sagt Burd.
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Krankheiten, die das Kind betreffen, wie Down Syndrom oder genetische Abnormalitäten, werden durch eine Spendereizelle von einer jungen Frau reduziert. Manchmal lassen junge Frauen deswegen ihre Eizellen einfrieren, um sie später zu nutzen. vaccine_2_360_250_s_c1
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Mehrlingsgeburten sind durchaus eine Folge der In-Vitro-Fertilisation, da die Ärzte empfehlen, bei Frauen über 40 bis zu vier Embryos einzupflanzen, um die Möglichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft zu erhöhen.
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Eine unter diesen Bedingungen induzierte Schwangerschaft für über 50-Jährige ist nicht billig. Sie kann pro Versuch bzw. Zyklus zwischen 25.000 bis 30.000 US-Dollars kosten, zusätzlich entstehen Kosten für die Eizellspende.
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Versicherungen in den USA tragen meist nicht die Kosten. Trotzdem spielen für einige Paare die Kosten keine Rolle, wenn ihr Ziel darin besteht, noch im hohen Alter Kinder bekommen zu können.
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Elisabeth Gregory, Autorin der Zeitung Ready, geht der Frage nach: „Warum begrüssen Frauen den neuen Trend zu einer späten Mutterschaft?
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Gregory, Direktorin der Gender und Sexual Studien-Programme, ist der Meinung, dass Frauen, die spät im Leben schwanger werden, sehr optimistisch, körperbewusst und fit sind. „Diese Leute sind sehr energiegeladen und meinen, sie hätten die entsprechende Energie, eine Schwangerschaft durchzuziehen“, sagt Gregory, die selber im Alter von 48 Jahren ein Kind adoptiert hat. „Ein Baby zu haben, hält einen fit“, ist ihre Auffassung.
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Einige der älteren Frauen sind zum ersten Mal Mütter. Sie hatten sich entweder auf ihre Karrieren konzentriert oder sind gerade eine neue Partnerschaft eingegangen. Einige bleiben auch weiterhin Single. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind unter den älteren Müttern zu finden. Alle wollen die biologische Mutter sein und nicht Kinder adoptieren, wenn sie älter als 50 sind.
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Eigentlich ist dieser Satz so nicht richtig. Denn ihre Gene sind in dem Kind, welches sie austragen, ja oft nicht vorhanden. Sie greifen meist auf Eizellen einer viel jüngeren Spenderin zurück. Es handelt sich im besten Falle nur um die Gene ihres Partners. Er ist der biologische Vater.
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Einige Paare wollen eine neue Familie gründen, nachdem ihre Kinder aus erster Ehe oder auch aus der gleichen Partnerschaft schon lange erwachsen sind. „Ältere Ehepaare möchten einfach kein leeres Nest haben“, bemerkt Dr. Sauer. Im Grunde wollen sie permanent Eltern bleiben.
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Nicht jede ältere Mutter möchte über ihre Erfahrungen reden, da die Leute so viele Vorurteile haben. Sie fragen sich, warum tut diese Frau so etwasSie ist zu alt. Sie könnte doch leicht die Grossmutter des Kindes sein“, sagte die Psychologin Susan Newman aus New York.
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Cyma Shapiro, Schreiber des Blogs Motheringinthemiddle.com, der speziell Eltern in der Mitte ihre Lebens anspricht, weiß über die vielen Gründe, die ältere Mütter bewegt, nicht in die Öffentlichkeit zu gehen.
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Cyma hat viele von ihnen überall in den USA aufgesucht, um sie zu interviewen. Jedes Mal baten sich die älteren Damen höchste Diskretion aus. Sie fürchteten, ihre Arbeitgeber, Freunde oder Verwandte könnten ihnen Schwierigkeiten bereiten.
In zehn Jahren wird man anders über alte Frauen reden, denen die modernen Technologien ein so spätes Mutterglück bescherten. Dann wird so etwas das Normalste von der Welt sein“, glaubt Shapiro.
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Literaturhinweis: Saraceno J.: Last Chance Babies. Sure they Do it- but should They? AARP Bulletin. Vol 56. 1, January-February 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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Embryonenspende: Die einzige Chance, aus dem Gefrierschrank zu kommen

Von Dr. med. Edith Breburda

Natürlich gibt es Frauen, die voller Verzweiflung sind, weil sie keinen Nachwuchs haben; ihnen fehlt eine fertile Eizelle zu ihrem Glück. Sie sind voller Dankbarkeit, weil sie seit 2014 nun auch in Deutschland die Möglichkeit zu haben, „übrig gebliebene“ Embryonen eines andern Kinderwunschpaares zu übernehmen. Dr. Breburda

Davon abgesehen sollte es eigentlich in Deutschland keine „leftover“ geben, die tiefgefroren darauf warten, Adoptiveltern zu finden, die sich bereit erklären, sie auszutragen.

In Tschechien oder dem EU-Land Spanien bietet man selbst Frauen jenseits des gebärfähigen Alters eine, wie man es ironischerweise nennt, „jungfräuliche Geburt“ an. Mit dem nötigen Kleingeld ist alles möglich. Bis zu 5000 Frauen nehmen diesen „Reproduktions-Dienst“ pro Jahr in Anspruch.

In Deutschland gibt es schätzungsweise sechs Millionen Paare, die kein eigenes Kind zeugen können, weil die Fertilität (Fruchtbarkeit) der Frau dazu nicht imstande ist. Hier spielen immer mehr Umweltfaktoren oder auch die lange Einnahme von Verhütungsmitteln eine Rolle. Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.

Für Frauen besteht in den USA seit 20 Jahren die Möglichkeit, Kinder mit einem völlig fremden Erbgut zu bekommen. Nun sollen die sogenannten „Snowflake Children“ (Schneeflocken-Kinder) mit Hilfe des „Netzwerkes Embryonenspende“ auch deutschen Eltern zur Verfügung stehen.  Book

Die in Deutschland lebenden, 3 bis 4% onkologisch behandelten oder auch erbkranken Frauen, die selber keine fruchtbaren Eizellen produzieren, können sich auf eine Warteliste für Embryonen anderer Paare setzten lassen.

Hans-Peter Eiden, der Gründer eines extra dafür gegründeten Vereins, will damit Frauen zu einem erfüllten Leben verhelfen. Es sei alles andere als „Menschenhandel“, betont er.

In Bayern und im württembergischen Aalen haben sich bereits 17 Kinderwunschzentren zum „Netzwerk Embryonenspende“ zusammen getan. Vermittelt wird zwischen Paaren, die bereits erfolgreich eine Kinderwunschbehandlung abgeschlossen haben und jenen, bei denen keine In-Vitro-Fertilisation mit eigenen Eizellen möglich ist.Punkt-1

In Deutschland ist zwar eine Eizellspende oder der Handel mit Embryonen verboten. Weil aber die Beteiligten im Fall der Kinderwunschzentren keinen Gewinn machen, wird aber das Gesetz nicht tangiert.

Das Embryonenschutzgesetz verlangt, dass der Arzt nicht mehr als drei Embryonen in die Gebärmutter einbringt. Mit 50% ist die Befruchtungsrate dieser Reproduktionstechnik nicht sehr hoch.

Angelika Eder von Profertilita-Kinderwunschzentrum in Regensburg befürwortet, sechs Eizellen zu befruchten, um aus ihnen die zwei „schönsten“ Embryonen einpflanzen zu können: 

„Was aber soll mit jenen mühsam unter Hormonstimulation generierten Embryonen geschehen, die nicht anschließend in den Bauch der auf eine Schwangerschaft vorbereiteten Frau wandern?“, fragt sie.

Das Bundesland Bayern hat in seinen 16 Kinderwunschkliniken rund 28.000 Embryos erzeugt. Tiefgefroren warten sie darauf, aufgetaut zu werden und nach Reifung zum Blastozysten-Stadium in einem In-Vitro-Kulturmedium in den Uterus der Frau eingebracht zu werden, die sie adoptiert.  Baby (2)

Meist werden sie auch als eine Art Reserve auf Eis gelegt, um der weiteren Familienplanung des Spenderpaares zu dienen.

Erst wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wird an eine Weitergabe der Embryos gedacht. Ein Geschäft mit den Embryos gibt es nicht. Sie werden nicht erschaffen, um nachher an andere Frauen vermittelt zu werden. Eine Entschädigung für die Spenderpaare gibt es auch nicht.

Die Lagerungsgebühr im Stickstofftank beträgt mehrere hundert Euro pro Jahr. Um sie zu sparen, könnte das Spenderpaar ihren übriggebliebenen Embryo sofort weitergeben. Das Netzwerk wünscht im gegebenen Fall eine externe Beratung, die auf die Konsequenzen der Abgabe eines „Geschwisterchens“ aufklärt. Die Eltern müssen sich bewusst werden, dass ihr Kind in eine fremde Familie hineingeboren wird.

Und nebenbei: Stammzellforscher der USA behaupten, Eltern wollen das nicht und tiefgefrorene Embryos sollten deshalb der Forschung zur Verfügung stehen.

Vor der Freigabe des Embryos wird ein HIV-Test durchgeführt, um die austragende Frau zu schützen. Das Netzwerk ist bemüht, das Aussehen des Kindes mit jenem der Empfängerin in Einklang zu bringen. iStock_000014086034XSmall

Grobe äußere Übereinstimmungen wie Haar- und Hautfarbe zwischen Spender und Empfänger sollten vorhanden sein, damit das Kind nicht unnützen Nachfragen ausgesetzt wird. Das Risiko, möglicherweise ein behindertes Kind auszutragen, liegt allein beim Empfänger.

Die Paare werden sich niemals kennen lernen. Die Daten der Spender bleiben unter Verschluss. Nach dem 18. Geburtstag des Kindes sind sie auf Wunsch zugänglich. In den USA und in Spanien können auch alleinstehende oder lesbische Frauen gefrorene Embryos adoptieren. In Deutschland geht das nicht. Hier darf die Empfängerin nicht älter als 45 Jahre sein.

Die Frage bleibt, wieso es vor allem in Süddeutschland möglich ist, auf diese Weise ein Kind zu empfangen.

Das Embryonenschutzgesetz von 1990 wird in Deutschland streng gehandhabt. Juristen halfen dem Netzwerk, seine Aktionen rechtlich anzuerkennen. Die anderen Bundesländer wollen noch warten, bis die Rechtslage eindeutig ist.

Die Staatsanwaltschaft München stellte Ermittlungen gegen mehrere Reproduktionsmediziner ein. Reproduktionsmediziner aus dem Ausland hatten geklagt, weil mehr als drei Eizellen befruchtet wurden.

In vielen europäischen Staaten ist die Embryonenspende bereits erlaubt. Meist ist die Spende anonym. In Tscheurosechien wird dem Kind die genetische Information verwehrt. Durch einen entsprechenden finanziellen Beitrag bekommt man Embryonen, welche die gewünschten Eigenschaften besitzen.

Kirchliche Einrichtungen betrachten eine Embryonenspende nicht als Lösung für die übrig gebliebenen Embryonen. Mitglieder des Deutschen Ethikrates, wie der Weihbischof von Augsburg, Anton Losinger, warnen vor den Gefahren der Selektion (Auslese).

Länderübergreifende Umfragen ergaben, dass Wissenschaftler eine Embryonenspende begrüßen. Eltern, die sich ihren Kinderwunsch durch In-Vitro-Fertilisation erfüllen wollen, sehen das schon wieder anders.

Einerseits begrüßen sie es, dass ihre Kinder nicht im Stickstoff gefroren bleiben, andererseits widerstrebt es ihnen, jegliches Mitspracherecht über das weitere Leben ihre Kindes abzutreten. Die Frau, die das Kind empfangen hat, bleibt vor dem Gesetz immer die Mutter. Zu akzeptieren, dass ihr Kind keines ihrer Gene trägt, fällt trotzdem schwer.

Das „Netzwerk Embryonenspende“ hofft, dass sich die deutsche Embryonenspende bewährt und bald so selbstverständlich in Anspruch genommen wird wie die künstliche Befruchtung im Labor. Man hofft, dass ein „ausländischer Schwangerschaftsservice“ bald zu mühsam wird für Paare mit Kinderwunsch.

Literaturhinweis: Lederer E. Embryonenspende: Ü-Ei sucht Adoptiveltern! DocCheck News vom 5. Januar 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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INFOs über ihr jüngstes bioethisches Sachbuch in Romanform: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
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Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/