Fulda: Lichterprozession für ungeborene Kinder am 28. Dezember 2020

Am Montag, dem 28. Dezember 2020, beginnt um 18.30 Uhr an der Mariensäule (Pestsäule) am Fuße des Frauenberges in Fulda ein öffentliches Gebet für die Ungeborenen.

Nach dem „Angelus“ (Engel-des-Herrn-Gebet) auf dem Domplatz um 18 Uhr beginnt die Lichterprozession zur Mariensäule.

Zuvor ist um 17.30 Uhr in der Michaelskirche eine Hl. Messe. Die Teilnehmer werden gebeten, einen Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten, eine Maske zu tragen und schriftlich ihre Kontaktdaten mitzubringen.

In diesem Jahre findet der Gebetszug bereits zum 30. Mal für das menschliche Leben an seinem Anfang und seinem Ende statt.

Das Gebet gilt für alle, die durch ihr Tun oder Unterlassen an der Massentötung der wehrlosen Kinder im Mutterleib mitschuldig wurden.

Die straffreie vorgeburtliche Kindestötung führt konsequent zur Infragestellung des Lebensschutzes des alten und kranken Menschen bis zu seinem natürlichen Tod. Wird bei der Abtreibung die angebliche Freiheit auf Selbstbestimmung ins Feld geführt, wird sie bei der Sterbehilfe wiederum lt. Urteil des Bundesverfassungsgerichtes als Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Tod benutzt.

Quelle: Aktionskreis Fulda in der Aktion Leben eV.


Gießen: Ärztin steht wegen ihrer Internet-Werbung für Abtreibung vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat Anklage gegen eine Medizinerin erhoben. Sie wirft der 61-jährigen Ärztin vor, auf ihrer Internetseite gegen das Werbeverbot für Abtreibungen zu verstoßen. Das berichten die evangelische Nachrichtenagentur IDEA und die „Gießener Allgemeine“.   

Auf der Homepage der Allgemeinärztin heißt es unter der Überschrift „Informationen zum Schwangerschaftsabbruch“: „Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch senden wir Ihnen gerne per Mail zu“.  –  Offeriert werden die Informationen in deutscher, englischer und türkischer Sprache.

Die Staatsanwaltschaft Gießen sieht darin einen Verstoß gegen den § 219a Strafgesetzbuch. Der schreibt unter der Überschrift „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ in Absatz 1 vor:

„Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (…) seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise 1. eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs oder 2. Mittel, Gegenstände oder Verfahren, die zum Abbruch der Schwangerschaft geeignet sind, unter Hinweis auf diese Eignung anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Gießen wurde für den 24. November anberaumt. Die Angeklagte hat bereits angekündigt, notfalls durch alle Instanzen gehen zu wollen.

Quelle: ALfA-Newsletter


Niederlande: Steht jetzt sogar die Freigabe der Säuglingstötung bevor?

Mathias von Gersdorff

Wie die italienische Zeitung „La Stampa“ vom 13. Juni 2013 berichtet, planen die Niederlande eine Legalisierung der Euthanasie für schwerkranke Säuglinge. Das Gesetz könnte bereits 2014 eingeführt werden, falls sich keine starke Gegenreaktion bildet. Das Vorhaben wird von einer Mehrheit des Parlaments getragen.

Foto von Jorge V. Saidl

M. von GERSDORFF  (Foto Jorge V. Saidl)

Der Gesetzentwurf geht zurück auf eine Forderung der niederländischen Ärztevereinigung „KNMG“.

Das  geplante Gesetz sieht die Tötung von Babys ohne Überlebenschancen vor. Etwa 300 solcher Kinder werden in den Niederlanden jährlich geboren. Die Entscheidung soll nach einem Gespräch zwischen Arzt und Eltern getroffen werden.

Die Erfahrung zeigt, daß es rasch zu einer großzügigen Ausweitung derartiger Indikationen  kommen wird.

Bereits im Jahre 2001 wurde die „Sterbehilfe“ in Holland gesetzlich zugelassen und seitdem systematisch ausgeweitet. Inzwischen ist Euthanasie auf Wunsch auch  für Jugendliche erlaubt. Unter 16 Jahren ist die Erlaubnis der Eltern noch erforderlich.

Hugo Blos, ein niederländischer Lebensrechtler, kommentiert das neue Vorhaben mit klaren Worten: Das todbringende Gesetz terrorisiere die Eltern und führe einen gesellschaftlichen Druck herbei, das eigene Kind zu töten.