Gerichtlich veranlaßte Abtreibung bei einem 16-jährigen Mädchen wirft Fragen auf

Pressemeldung des Bundesverband Lebensrecht:

Der Fall einer 16-jährigen Mutter, die gerichtlich erzwungen hat, ihr Kind abtreiben zu dürfen, wirft auch im Hinblick auf Kinderrechte und Kindeswohl Fragen auf. Überdies ist zu fragen, wer die junge Frau eigentlich dazu gebracht hat, gegen ihre eigene Mutter, die eine Abtreibung für falsch hielt, und gegen ihr eigenes Kind vor Gericht zu ziehen.

Zwei zentrale Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Fall genannt wurden, sind „Zumutung“ und „Kindeswohlgefährdung“.

Chirurgische Abtreibungen sind invasive Eingriffe, die einem natürlichen Prozess ein gewaltsames Ende setzen und neben dem Tod des Kindes auch für die Mutter schwerwiegende Konsequenzen haben können, ebenso wie die chemische Abtreibung schwere Nebenwirkungen haben kann.

Wenn in diesem Fall der Begriff „Zumutung“ verwendet wird, dann dahingehend, dass diese junge Frau sich einer auch für sie schädlichen Prozedur unterziehen sollte und die Folgen einer Abtreibung für sich selbst kaum abschätzen kann.

Der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ bezog sich darauf, dass das Wohl der 16-jährigen Mutter durch Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft gefährdet sei. Es ist jedoch inkonsequent, zu behaupten, jemand sei alt genug für Sex und Abtreibung, aber nicht alt genug für Schwangerschaft und Geburt.

Wenn es eine Kindeswohlgefährdung gab, dann in dem Moment, als das 16-jährige Kind eine sexuelle Beziehung begann, ohne die es nicht schwanger geworden wäre. Über die Kindeswohlgefährdung mit Todesfolge für das Kind hat offenbar niemand nachgedacht. Über die Möglichkeit, der jungen Frau überzeugende Alternativen und Hilfen statt Abtreibung als Lösung anzubieten, offenbar auch nicht.

Dieser Fall ist außerdem ein Beispiel dafür, wohin es führen könnte, wenn eigentlich nicht notwendige zusätzliche Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen würden: Elternrechte könnten möglicherweise zugunsten anderer Interessen und zum Schaden von Kindern beschnitten werden.

Der Bundesverband Lebensrecht fordert stattdessen die konsequente Umsetzung der Kinderrechtskonvention, die im englischen Original in Artikel 6 das „inherent right to life“, das inhärente Lebensrecht jedes Menschen, als Grundlage bekräftigt – das Lebensrecht gilt also bereits vor der Geburt. Folglich gilt es diese Kinder ebenso zu schützen wie alle Kinder nach der Geburt.

Alexandra M. Linder M.A.
Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht e.V.
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Jugendämter contra Elternrecht: Wenn Familien auseinandergerissen werden

CDU-Politiker Marcus Weinberg: „Hier stimmt etwas nicht“

In Deutschland häufen sich in den letzten Jahren jene Fälle, in denen Jugendämter den Eltern ihr Kind oder sogar mehrere Kinder wegnehmen, weil angeblich deren Wohl gefährdet sei. Diese Maßnahme, die nicht selten gegen den Willen der Eltern  bzw. der betroffenen Kinder erfolgt, wird vom deutschen Sozialgesetz geregelt. prolifeusa

Allein im Vorjahr wurden jedoch ca. 77.645 Kinder und Jugendliche für einige Zeit oder sogar dauerhaft „in Obhut genommen“. Man fragt sich, wie dieses Ausmaß mit dem gottgegebenen Erziehungsrecht der Eltern vereinbart werden kann, das im Grundgesetz festgeschrieben ist.

Dieses Elternrecht ist zugleich ein Abwehrrecht des Bürgers gegen unzulässige Eingriffe und Übergriffe der Staatsmacht.

In unserer Verfassung heißt es in Art. 6,2 hierzu: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“  –  Zuvor schreibt das GG in Art. 1: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.“  –  Absatz 3 hebt das Elternrecht nicht auf („über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft“), sondern schützt es vor Willkür und Mißbrauch.

Insofern wüßte man gerne, mit welcher Berechtigung derart häufig und im zunehmenden Maße eine zwangsweise staatliche „Inobhutnahme“ erfolgt – und warum es dem vielzitierten „Kindeswohl“ dienen soll, wenn Jungen und Mädchen zwangsweise ihren Eltern oder (bei Alleinerziehenden) einem Elternteil entrissen und in ein Heim bzw. eine fremde Pflegefamilie gesteckt werden. Der direkte Kontakt der Kinder zu ihren Eltern wird von Ämterseite her unterbunden, meist sind allenfalls noch Telefonate möglich.Baby

Daß der Staat bei tatsächlicher Kindeswohlgefährdung eingreift, ist selbstverständlich. Was aber, wenn sich bei den zuständigen Behörden eine Art „Automatismus“ breitmacht – oder wenn gar ideologische Gründe für restriktive Maßnahmen eine fatale Rolle spielen?

In einem von Sabine Menkens verfaßten Artikel des Fernsehsenders N-24 wird das vielfach totgeschwiegene Thema erstaunlich kritisch angegangen, etwa wenn es dort heißt, daß die Kinder ihren Eltern „teilweise aus nicht klar definierten Gründen weggenommen“ werden. Experten klagen dem Bericht zufolge,  daß Eltern „massiv unter Druck gesetzt würden“, um mit den staatlichen Ämtern zusammenzuarbeiten.

Der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, stellt zu dieser problematischen Causa fest: „Fragwürdig ist zum Beispiel, warum in Fällen, in denen keine Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, trotzdem über 1600 Kinder aus den Familien genommen wurden.“ 

Der frühere CDU-Landesvorsitzende von Hamburg (siehe Foto) fügt hinzu: „Ich erhalte als Abgeordneter viele Zuschriften und Anrufe von zutiefst verzweifelten Eltern und Großeltern, die ihr Kind nicht mehr zurückbekommen.“  1389364374131

In dem Bericht von N-24 heißt es weiter über Weinbergs Stellungnahme:

„Auch Kinderpsychologen, Ärzte, Sozialarbeiter und Eltern hätten ihm schon ihr Herz ausgeschüttet und gesagt: „Hier stimmt etwas nicht. Es werden Kinder aus Familien genommen, die zwar nicht perfekt funktionieren, aber für das Kind ist die Herausnahme und der Kontaktabbruch eine reine Katastrophe.“  – Der CDU-Bundestagsabgeordnete befürchtet, dass Jugendämter und Familiengerichte teilweise zu schnell entschieden, die Kinder aus den Familien zu nehmen.“

Während der christdemokratische Parlamentarier an das Leitwort „Kinder brauchen Eltern“ erinnert, hegt Familienministerin Manuela Schwesig genau entgegengesetzte Pläne. Die SPD-Politikerin will nicht etwa die Rechte der biologischen Eltern stärken, sondern jene der Pflegefamilien – und dies ausgerechnet mit der Begründung: „Kinder brauchen Verlässlichkeit.“

Ergänzendes INFO: Der in puncto Umgangs- und Sorgerecht erfahrene Hamburger Anwalt Matthias Bergmann spricht von „Kinderklau durch Inobhutnahme“ und vom „kriminellen Kindesentzug durch das Jugendamt“: http://www.anwalt-kindschaftsrecht.de/inobhutnahme-kinderklau-durchs-jugendamt-sorgerecht-entzogen-ohne-grund/

Unser GRUNDSATZ-Artikel zum Thema ELTERNRECHT: https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/11/elternrecht-die-kath-kirche-bekraftigt-das-naturliche-erziehungsrecht-der-eltern/