Australien: Vollständiger Freispruch für Kardinal George Pell nach 13 Monaten Haft

Nach 13 Monaten Inhaftierung ist Kardinal George Pell am heutigen Dienstag freigelassen worden, nachdem die Obersten Richter Australiens einstimmig seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben und den 78-jährigen freigesprochen haben.

Der Kardinal – der von Anfang an seine Unschuld beteuerte – hätte niemals verurteilt werden dürfen, schreiben die Richter. Das hätte auch das Geschworenengericht in Victoria erkennen müssen – so der High Court – das Pell im Jahr 2018 für schuldig befunden hatte, nach der Feier der heiligen Messe in den Jahren 1996 und 1997 zwei Chorknaben sexuell missbraucht zu haben.

Ein Berufungsgericht in Victoria hatte den Schuldspruch noch bestätigt – allerdings mit einer signifikanten Gegenstimme des renommierten Richters Mark Weinberg, der massive Bedenken anmeldete, wie CNA Deutsch berichtete.

Diesen Bedenken, die auch der Berufungsantrag der Anwälte Pells geltend machte, gaben einstimmig Australiens oberste Richter nun statt. Den vollen Wortlaut des Urteils unter der Vorsitzenden Richterin Susan Kiefel lesen Sie hier.

In einer vom Erzistum Sydney veröffentlichten Stellungnahme dankte Kardinal Pell seiner Familie, seinen Freunden und den Anwälten – und betont, er hege keinen Groll gegen seinen Beschuldiger. „Ich habe stets meine Unschuld bewahrt, während ich unter einer schweren Ungerechtigkeit gelitten habe“, erklärte Pell am heutigen 7. April.

„Diese Ungerechtigkeit sei mit der einstimmigen Entscheidung des Hohen Gerichtshofs behoben“, fügt Pell hinzu. Er freue sich darauf, die Urteilsgründe für die Entscheidung im Detail zu lesen:

„Die einzige Grundlage für eine langfristige Versöhnung ist die Wahrheit, und die einzige Grundlage für Gerechtigkeit ist die Wahrheit, denn Gerechtigkeit bedeutet Wahrheit für alle“, fügt der Kardinal hinzu.

Pells Erklärung dankte „für all die Gebete und Tausende von Unterstützungsbriefen“ aus aller Welt. In einer ersten Stellungnahme erklärte die australische Bischofskonferenz:

„Viele werden den heutigen Freispruch begrüßen, einschließlich aller, die während dieses langwierigen Prozesses stets an die Unschuld des Kardinals geglaubt haben.“

Quelle und vollständige Meldung hier https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-pell-kommt-frei-australiens-oberster-gerichtshof-hebt-schuldspruch-auf-6060

HIER mein Artikel vom März vorigen Jahres pro Kardinal Pell, wonach sich auch Kardinal Müller für den unschuldig verurteilten Kirchenmann einsetzte:

https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/07/auch-kardinal-mueller-setzt-sich-fuer-den-verurteilten-kardinal-george-pell-ein/


Regensburg: Bischof Voderholzer feierte die Chrisammesse im Dom St. Peter

„Die Kirche leidet in allen ihren Gliedern“

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat mit dem Domkapitel Regensburg die Chrisammesse im Hohen Dom St. Peter gefeiert. Traditionell und seit vielen Jahren waren die Firmbewerber und Firmbewerberinnen an diesem Montag der Karwoche in den Dom gekommen.

Denn während dieses Gottesdienstes werden die Öle geweiht, mit denen im Weiteren in der ganzen Diözese die Sakramente gespendet werden, auch das Sakrament der Firmung.

In diesem Jahr war vieles anders: Wegen der gesetzlichen Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Epidemie war es diesmal nicht möglich, dass die Jugendlichen sowie die Priester und Diakone den Gottesdienst mitfeiern.

„Wie gerne hätten wir den etwas erhöhten Geräuschpegel im Dom in Kauf genommen, der mit dem jungen Gesicht der Kirche verbunden ist“, sagte Bischof Voderholzer gleich zu Beginn. Den Gottesdienst nannte der Bischof „Brücken des Gebets zu den Pfarreien, zu den Priestern und zu den Firmbewerbern“.

Man werde den Himmel bestürmen, damit baldmöglichst die geweihten Öle von den Vertretern und Vertreterinnen der Dekanate abgeholt werden können. Durch die Öle kommt die gemeinsame Verbundenheit zum Ausdruck, sagte der Bischof. Nach den Fürbitten nahm Dr. Voderholzer die Weihe der Öle vor.

Das Chrisam wird bei der Firmung und bei der Priesterweihe verwendet. Als Katechumenenöl dient es der Salbung der Taufbewerber. Schließlich wird Öl auch bei der Krankensalbung verwendet.

In seiner Predigt hatte der Bischof zuvor betont, dass die stellvertretende Feier der Eucharistie durch den Bischof und die Pfarrer „nur aufgrund einer außergewöhnlichen Notsituation gerechtfertigt ist und dass die Kirche in allen ihren Gliedern leidet. Aber es ist ein Gebot der Vernunft und der christlichen Nächstenliebe, sich diesen Beschränkungen zu fügen, so schwer es uns allen fällt“.

Weiter sagte Bischof Voderholzer, die Pfarrer, die pastoralen Mitarbeiter sowie die Religionslehrer geben sich alle erdenkliche Mühe, über das Telefon und die sozialen Medien persönlichen Kontakt zu halten, Trost zu spenden, Glaubensfragen zu erörtern, Hilfen zu geben und Hauskirche zu gestalten.

In ernsten Worten wandte sich der Bischof von Regensburg gegen zwei verschiedene Richtungen, die die momentane Situation derzeit kritisieren bzw. für eigene Vorstellungen nutzen. Gegen die kirchliche Haltung, die von den Bischöfen und auch den Pfarrern angesichts der Vorgaben wegen der Corona-Krise vertreten wird, rege sich demnach Kritik von zwei Seiten.

Eine Gruppe erhebe den Vorwurf, „wir hätten im vorauseilenden Gehorsam Kirchen zugesperrt, alle Gottesdienst abgesagt und die Freiheit der Religionsausübung widerstandslos preisgegeben“.

Dazu sagte der Bischof: „Lassen wir die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Dorf! Auf den Altären wird das Messopfer dargebracht – wenn auch ,nur‛ inklusiv-stellvertretend für alle. Die Glocken dürfen läuten. Die Kirchen – nicht nur im Bistum Regensburg – sind tagsüber geöffnet, sie werden in aller Regel auch geschmückt, und ich weiß, dass sie auch zum persönlichen Gebet besucht werden.“

Ebenfalls deutliche Kritik äußerte der Oberhirte von Regensburg an Liturgiewissenschaftlern sowie an einem Moraltheologen, die das stellvertretende liturgische Handeln der Priester als das Feiern von „Geistermessen“ abqualifizieren.

Den Gipfel markiere der Vorschlag, die gegenwärtigen Versammlungseinschränkungen dazu zu missbrauchen, sich vom sakramentalen Priestertum ganz loszulösen und „Hauskirche“ in der Weise umzuinterpretieren, dass nun jeder und jede Getaufte selbst der häuslichen Messe vorstehen könne.

Bischof Dr. Voderholzer erklärte: „In meiner lehramtlichen und pastoralen Verantwortung als Bischof von Regensburg und Nachfolger der Apostel weise ich diese Äußerungen, die bei nicht wenigen zu Verunsicherung, aber auch zu Verärgerung geführt haben, mit Nachdruck zurück.“

Eine Eucharistie ohne Priester sei nicht einfach nur kanonisch und liturgierechtlich gesehen „Neuland“, sondern ein Bruch mit dem Glauben der Kirche und somit häretisch, betonte der Bischof.

Quelle: Bistum Regensburg


Münster: Warum Bischof Genns Hirtenwort zur Fastenzeit enttäuschend ist

Von Felizitas Küble

Der Oberhirte von Münster, Dr. Felix Genn, hat zur österlichen Bußzeit einen Hirtenbrief herausgebracht, der am 1. Fastensonntag in allen Sonntags- und Vorabend-Messen des Bistums verlesen wurde.

Daß darin nichts von der Corona-Krise erwähnt wird, kann man dem Bischof nicht ankreiden, da er seine Stellungnahme bereits am 2. Februar verfaßt hat, somit vier Wochen vor der öffentlichen Verlesung in den katholischen Kirchen seiner Diözese.

BILD: In manchen Kirchen wurde Bischof Genn bei der Verlesung seines Hirtenworts auf einer großen Leinwand präsentiert

Das Bischofswort enttäuscht vielmehr aus anderen Gründen – einige seien hier aufgeführt:

1. Als „geistliche Übungen“ der Fastenzeit erwähnt er das Gebet, das Fasten und das Geben. Und was ist mit der Beichte? Diese kommt im gesamten Hirtenwort nicht ein einziges Mal vor.

2. Stattdessen erweckt es den irreführenden Eindruck, als sei der „Synodale Weg“ eine Folge der Missbrauchskrise: Durch den daraus entstandenen „Vertrauensverlust“ in die Kirche hätten die deutschen Bischöfe sich für den Synodalen Prozess entschieden. Was hat aber das eine mit dem anderen zu tun?

Soll etwas dieser Synodale Prozess eine gründliche Aufarbeitung der Missbrauchstaten und ihrer häufigen bischöflichen Vertuschung ersetzen oder zumindest aus dem Fokus rücken?

Indirekt gibt Bischof Genn freilich selber zu, daß es bei diesem Synodalen Weg um etwas ganz Anderes als die Missbrauchsproblematik geht, wenn er erklärt, man wolle hierbei Antworten suchen auf Fragen, „die seit vielen Jahren in der Diskusson sind“ – eben: die altbekannten Reformforderungen nämlich!

Dann schlägt er den Gläubigen das „gemeinsame Gebet zum Synodalen Weg“ vor und empfiehlt sogar das Fasten als „leibhaftigen Ausdruck“ der „inneren Anteilnahme“ – am Synodalen Weg und Gebet wohlgemerkt. Damit vereinnahmt der Bischof die traditionellen Fastenübungen der Gläubigen für sein eigenes Plädoyer zugunsten dieses Synodalen Prozesses.

3. Sodann erläutert der Münsteraner Oberhirte, der Heilige Geist sei „bei diesen Überlegungen anwesend“. Wir sollten diesem Geist „zutrauen“, daß er uns führe und auch „mit Lösungen überraschen“ könne, die wir jetzt noch „gar nicht erahnen“ – und so werde dieser Synodale Weg „Früchte des Geistes“ tragen.

Wie dürfen wir das verstehen?

Sollte der Heilige Geist der Kirche Christi nach 2000 Jahren sozusagen ein neues Licht aufsetzen? Benötigt ER hierfür zudem einen von deutschen Bischöfen angestoßenen „Synodalen Prozess“ mit Mehrheitsprinzip bei Abstimmungen? Soll der Heilige Geist das absegnen, was der Herren eigener Geist sich ausgedacht hat – als „Überraschung“ für das gläubige Kirchenvolk?

4. Merkwürdig erscheint auch folgende „Logik“ des Bischofs:

So wie wir auf die anderen Menschen hören, können wir uns auch innerlich ganz dem Wort Gottes, das uns in der Verkündigung in den Texten der Heiligen Schrift entgegenkommt, einlassen. Bringen wir die unterschiedlichen Wirklichkeiten unseres Lebens mit dem Wort Gottes ins Gespräch, so werden wir fähig, sie als Zeichen Gottes in die-ser Welt und in dieser Zeit zu deuten.“

Wir sollen also „sie“ (!)  – nämlich die „unterschiedlichen Wirklichkeiten unseres Lebens“  – als „Zeichen Gottes in dieser Welt“ deuten. Wohlgemerkt: Nicht „es“ (das Wort Gottes!), sondern „sie“, diese Wirklichkeiten nämlich!

5. Im Hirtenbrief kommt nicht nur das Bußsakrament nicht vor, auch die Gebote Gottes werden nirgends erwähnt. Stattdessen heißt es, eine „Fastenübung“ könne in dem „Verzicht“ bestehen, „unter Druck zu schnellen Lösungen zu kommen“, weil dies danebengehen könne.

Weiter: „Wir werden erst sehen können, ob eine Entscheidung richtig ist, wenn daraus Friede, Trost, tiefe ruhe und Zuversicht erwachsen.“ – Das sind sicherlich erfreuliche Empfindungen, aber der eigentliche Maßstab sind nicht unsere Gefühle und Gemütsstimmungen, sondern der Vergleich unserer Taten mit den Geboten Gottes und der Botschaft Christi.

Quelle für die Zitate: https://www.bistum-muenster.de/fileadmin/user_upload/Website/Downloads/Aktuelles/Publikationen/Kirchliches-Amtsblatt/2020/2020-02_Amtsblatt_Nr._2_Beilage.pdf


Wo bleiben Trauer und Entsetzen über den Tod der abgetriebenen Kinder?

Von Reinhard Wenner

Unisono wird von Politikern, Journalisten, Kirchenvertretern über die vielen Toten geklagt, die in diesen Tagen am Corona-Virus Covid 19 gestorben sind.

Etliche Milliarden Euro werden zur Verfügung gestellt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu mildern. Von den Menschen in Deutschland wird verlangt, dass sie zeitweise die Einschränkung von Grundrechten hinnehmen, weil der Schutz des Lebens absoluten Vorrang habe. In sog. Notfall-Plänen soll die Verpflichtung zur (Mit-)Hilfe ausdrücklich verankert werden.

In der Tat ist es traurig, dass so viele Menschen an dieser Pandemie gestorben sind und noch kein Ende absehbar ist.

Es ist verständlich, dass die wirtschaftlichen Schäden möglichst ausgeglichen werden sollen, die durch das zeitweilige Schließen von Fabriken, Büros und Geschäften, Gaststätten und Hotels und den Absagen von Kultur- und Sportveranstaltungen entstehen.

Verständlich ist weiter, dass der Schutz des Lebens als vorrangig bezeichnet wird und andere Menschenrechte wie die Glaubensfreiheit und Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit vorübergehend dahinter zurücktreten sollen.

Aber nicht weniger verstörend als diese Pandemie ist das, was seit Jahrzehnten mit vielen ungeborenen Kindern geschieht:

Mathias von Gersdorff schreibt in seinem Buch „Queere Ideologie gegen Lebensrecht“, Frankfurt/M 2020, S. 105, weltweit seien 42 Millionen Kinder allein im Jahr 2019 im Mutterleib getötet worden.

Wenn es um das Lebensrecht ungeborener Kinder geht, ist das hinsichtlich Corona als vorrangig bezeichnete Recht auf Leben bei etlichen Politikern, Journalisten, Kirchenvertretern allenfalls noch zweit- oder drittrangig. Da wird das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren für maßgebend erklärt. Mit welchem Recht eigentlich?

Welcher Bischof, welcher Priester sieht sich zum Beispiel veranlasst, jeden Monat zu einem Trauergottesdienst für die getöteten Kleinen aufzurufen? Wäre nicht jeden Monat ein päpstlicher Segen a la „Urbi et orbi“ für alle Schwangeren und Ungeborenen angebracht?

Warum stellt der Bundesfinanzminister nicht etliche Milliarden Euro zur Verfügung, um Schwangeren und Familien mit kleinen Kindern finanziell zu helfen? Es dürfte eine gute Investition in Deutschlands Zukunft sein.

Wegen der Pandemie wird auf Balkonen Musik gemacht und gesungen und werden Kirchenglocken geläutet. Priester gehen mit der Monstranz durch die Straßen ihrer Gemeinde.

Und wer von denen, die sich derzeit ehrenamtlich zugunsten der Covid 19-Erkrankten einsetzen, wird aktiv zugunsten der Ungeborenen? Von einer Pflicht aller zum Einsatz für Ungeborene ist keine Rede.

Welche Medien schreiben über die Millionen von abgetriebenen Kindern? Wer berichtet über die seelischen und gesundheitlichen Schäden, die manche Schwangeren erleiden, die abgetrieben haben?

Als Erzbischof DDr. Johannes Dyba als Oberhirte von Fulda vor über 20 Jahren am Fest der unschuldigen Kinder die Kirchenglocken gegen Abtreibung läuten ließ, ist er von Bischofskollegen in Deutschland kritisiert und von Journalisten angefeindet worden.

Wer an einem „Protestmarsch für das Leben“ teilnimmt, muss seit Jahren und wohl auch derzeit damit rechnen, dass er von sog. Gegendemonstranten beschimpft und sogar körperlich angegriffen wird – allein deswegen, weil er für das Lebensrecht auch der Ungeborenen eintritt.

Wie kommt es, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird und hinsichtlich der Rechte ungeborener Kinder intellektuelle Purzelbäume bei etlichen Leuten zur Selbstverständlichkeit gehören?

Bei manchen Leuten regt sich das Gewissen wohl nur, wenn es in die politische Landschaft passt. Armes Deutschland!

Weitere Beiträge von Reinhard Wenner im CHRISTLICHEN FORUM siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/?s=reinhard+wenner


Regensburg: HIRTENBRIEF an die Gläubigen von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Wortlaut des Hirtenbriefs „Ostern unter den Beschränkungen der Corona-Krise“ von Bischof Voderholzer, Oberhirte des Bistums Regensburg:

Liebe Kinder, liebe jugendliche und erwachsene Schwestern und Brüder im HERRN! 

1. Schon zum zweiten Mal wende ich mich in dieser Fastenzeit auf diesem Wege an Sie. Aber die rasante Entwicklung, die die Coronakrise in den letzten Wochen genommen hat mit ihren gewaltigen Auswirkungen auch auf das kirchliche Leben, drängt mich, als Bischof zu Ihnen zu sprechen.

Erstmals in der Geschichte der Kirche wird es nicht möglich sein, unser höchstes Fest, das Fest der Auferstehung Christi, in leibhaftiger Gemeinschaft zu feiern. Niemand hätte sich das noch vor vier Wochen vorstellen können!

2. Bevor ich ein paar Hilfen anspreche, wie wir in dieser Situation trotzdem Ostern feiern können, will ich mich zuallererst an die von Ihnen wenden, die erkrankt sind, unter strenger Quarantäne stehen oder gar um ihr Leben bangen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Ihnen. Seien Sie gewiss: Der HERR, der sein Leben für uns am Kreuz hingegeben hat, ist bei Ihnen. Er verlässt Sie nicht!

Mit der Kirche beten wir für Sie: Der HERR nehme von Ihnen alle geistigen und körperlichen Schmerzen. In seinem Erbarmen richte ER Sie auf und mache Sie gesund an Leib und Seele. 
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3. Ein ebenso großes Anliegen ist es mir, einen tief empfundenen Dank aussprechen:

– Allen, die in den Krankenhäusern, Altenheimen, Sozialstationen, Laboren und sonstigen Einrichtungen unter Einsatz all ihrer Kräfte kranken Menschen beistehen, Not lindern, Diagnosen stellen und mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes arbeiten.

– Allen, die in der Politik, in der Wirtschaft und in den vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen täglich neuen Herausforderungen begegnen, die ohne Beispiel sind und wo besonnene und gut überlegte Entscheidungen von oft großer Tragweite gefällt werden müssen.

– Als Bischof ist es mir ein besonderes Anliegen, auch den Pfarrern und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den vielen Frauen und Männern in den Pfarreien zu danken. Ich habe viel telefoniert und im Internet recherchiert, auch viele Rückmeldungen und Emails bekommen.

Die Kreativität, die ich beobachte im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Situation, der Ideenreichtum und auch die Leidenschaft, trotz oder gerade in dieser so belastenden Situation für die Menschen da zu sein und das kirchliche Leben aufrecht zu erhalten, das Evangelium zu verkünden und Gottes Zuwendung zu vermitteln, all das bewegt mich sehr und ich bin stolz auf Sie alle! Vergelt‘s Gott Ihnen allen!

Und ich bitte Sie, nicht nachzulassen, gerade im Blick auf die besonders bedürftigen: alte, kranke, demente, behinderte Menschen.

– Ich danke schließlich von Herzen allen kirchlichen Mitarbeitern, die jetzt die durch Freistellung vom Dienst geschenkte Zeit nützen, sich ehrenamtlich einzubringen in den zahlreichen Initiativen der Sorge um Schülerinnen und Schüler, kranke, behinderte und alte Menschen.

4. Die durch die Corona-Pandemie verursachte Situation unterscheidet sich von den bisher bekannten Krisen wie Kriegszeiten oder Naturkatastrophen. Die jetzige Krise betrifft die gesamte Menschheit, die sich gerade in dieser Bedrohung als Einheit erfährt. Und sie unterscheidet sich dadurch, dass ein Heilmittel, ja das größte und wichtigste Heilmittel, nur sehr eingeschränkt verfügbar ist: die konkret und auch leiblich erfahrbare Gemeinschaft untereinander.

Kirchlich fehlen uns die Feier der gottmenschlichen Gemeinschaft in der Versammlung der Schwestern und Brüder und auch die Feier der Versöhnung in der Beichte sehr.

Statt Ihnen zurufen zu können: Kommt zusammen, unterstützt Euch, greift Euch unter die Arme, ja nehmt Euch in die Arme – muss ich Ihnen mit allen Fachleuten den bitteren Rat geben: Vermeiden Sie die körperlichen Kontakte und menschliche Nähe, gehen Sie sich so gut wie möglich aus dem Weg.

Das ist deshalb so schlimm, weil wir Menschen auf die Gemeinschaft hin angelegt sind. Soziale Kontakte zu reduzieren betrifft das Menschsein im Kern. Da gibt es nichts zu beschönigen! Jeder und jede, die darunter leidet, empfindet vollkommen richtig.

Aber die Vernunft und die christliche Nächstenliebe zwingen uns zu dieser Maßnahme. Denn so können wir mithelfen, die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen, der gegenüber wir so hilflos sind, weil es noch keinen Impfstoff gibt und kein adäquates Medikament. Die Nachrichten, die uns aus Italien, aus Spanien und auch aus den USA erreichen, müssen uns eine dringende Warnung sein und ein Appell, dem Rat der Experten und den Weisungen der Regierung zu folgen.

Aber, liebe Schwestern und Brüder, wir lassen uns nicht unterkriegen! Wir bleiben eine Gemeinschaft, wir bleiben in Kontakt  –  untereinander und mit unserem HERRN. Und: Wir werden Ostern feiern, wenn auch ein wenig anders, als wir es gewohnt sind und es eigentlich vorgesehen ist.

5. Die Oster-Liturgie wird heuer im kleinsten Kreis begangen. Der Bischof feiert mit seinen engsten Mitarbeitern im Dom, die Pfarrer in ihren Pfarrkirchen mit den engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Wir dürfen auf das Prinzip „Stellvertretung“ vertrauen! Der Bischof und die Priester feiern ja nicht für sich und privat. In dieser Situation wird uns besonders bewusst: Ins Gebet der Kirche sind immer alle eingeschlossen, insbesondere sind wir im gemeinsamen Leib Christi in der Tiefe miteinander verbunden.

Ich weiß, dass all dies niemals ein wirklicher Ersatz sein kann. Aber es ist doch immerhin eine Notlösung, von der wir hoffen und beten, dass sie bald wieder abgelöst wird von der gemeinschaftlichen Feier.

Gebe Gott, dass die uns jetzt auferlegten Beschränkungen die Sehnsucht nach der gottesdienstlichen Gemeinschaft und nach dem Brot des Himmels wachsen lasse.

Die Erfahrungen, die wir in den letzten Tagen mit den Internet- und Fernsehübertragungen gemacht haben, sind sehr ermutigend. Viele Tausende von Schwestern und Brüdern haben mithilfe der Technik an der Gebetsgemeinschaft teilnehmen können. Ich danke allen, die die technische Übertragung möglich machen! Und ich bitte Sie, diese Möglichkeiten jetzt in den kommenden Tagen der Karwoche und der Osterzeit noch verstärkt zu nützen. 

Wir versuchen, auf der Homepage des Bistums und in den Zeitungen alle wichtigen Informationen dazu bereit zu stellen. Ich bitte Sie, sich dort auf dem Laufenden zu halten. Helfen Sie denen, die, aus welchen Gründen auch immer, vom Informationsfluss abgeschnitten sind.

Ich bitte Sie herzlich, stehen Sie gerade den älteren Menschen bei, die vielleicht keinen Computer und so auch keinen Zugang zum Internet haben. Unterstützen Sie sie, damit sie die Möglichkeiten ausschöpfen können, die Rundfunk und Fernsehen bieten.

Ich weiß, dass vielen in diesen Tagen das Programm von Radio Horeb zum Segen gereicht. Helfen Sie zusammen, dass alle die entsprechenden Sender finden.

6. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, in den eigenen vier Wänden „Hauskirche“ zu gestalten. Das Gotteslob, mit dem man schon bei den im Fernsehen und im Internet übertragenen Messfeiern mitsingen kann, enthält etliche Andachten und Gebete für den einzelnen oder die Hausgemeinschaft: Kreuzwegandachten, Passionsandachten, Osterandachten.

Wir werden Ihnen zusätzlich Vorlagen für Hausgottesdienste zur Verfügung stellen.

Die Regensburger Sonntagsbibel, die mittlerweile in vielen Haushalten ihren festen Platz hat, enthält alle Schrifttexte aller österlichen Gottesdienste. Die reiche Bebilderung gerade der Passionsberichte am Palmsonntag und am Karfreitag lädt zur Betrachtung und zum verweilenden Gebet ein. Auch die Sonntagszeitung ist uns hier eine große Hilfe!

Ich verweise auch auf die alte Tradition, daheim einen Hausaltar zu gestalten: ein Kreuz, ein Bild, die aufgeschlagene Bibel, Blumen, Kerzen. Gerade im Monat Mai war es in vielen Häusern üblich, einen Mai-Altar zu bauen, und ich lade ein, diese Traditionen lebendig zu halten oder wiederzubeleben.

Und wie wir an Weihnachten eine Weihnachtskrippe aufstellen, so gibt es auch die Möglichkeit, eine Passions- oder Osterkrippe zu bauen. Auf unserer Homepage und auch auf „Jahreskrippen.de“ finden Sie dazu Anregungen!

7. Dazu kommen die vielen Elemente des Brauchtums, die die Liturgie traditionell begleiten und uns in dieser Situation noch hilfreicher sind als sonst.

Die heuer in Heimarbeit (und nicht in froher Runde) gestalteten Palmbuschen, die in den Kirchen gesegnet werden, sollen wie immer unsere Kreuze schmücken, Christus, dem König der Könige, huldigen und den Segen in den Stall und auf die Felder tragen.

Die Osterkerze wird auch im Jahr 2020 die Kirche erhellen und uns Christus nahe bringen als das Licht, das die tiefste Finsternis erhellt, sogar Licht bringt in die Dunkelheit von Grab und Tod. Auch zuhause darf das österliche Licht brennen. Viele haben schon immer ihre Osterkerze selbst verziert mit Auferstehungsmotiven; eine gute Möglichkeit, sich gerade auch dieses Jahr auf Ostern vorzubereiten!

Bereiten Sie auch heuer einen Speisenkorb vor zum Ostersonntag. Der Segen aus dem Dom und aus der Pfarrkirche kann von Ihnen aufgenommen werden in einer häuslichen Feier zum Osterfrühstück, wofür wir Ihnen auch eine Vorlage vorbereiten.

Zu den österlichen Zeichen gehört nicht zuletzt das gesegnete Osterwasser, das uns an die Taufe erinnert und an das göttliche Leben. Im Dom werden wir es in kleinen Gefäßen abfüllen und zum Mitnehmen bereitlegen. Ich weiß, dass es viele Pfarreien auch so handhaben. Besprengen Sie die Gräber mit dem Osterwasser und verbinden Sie damit das Gebet für die Verstorbenen.

8. Ein Wort an alle, die sich gewünscht hätten, dass die Kirche mehr auf ihre Rechte und die Freiheit der Religionsausübung pocht: Sie haben insofern Recht, als die Kirche nicht nur systemrelevant, sondern sogar heilsrelevant ist!

Und auch insofern, als die Eucharistie als „Arznei der Unsterblichkeit“ (Ignatius von Antiochien) noch wichtiger ist als alle anderen Medikamente.

Aber der Staat stellt doch nicht das Christsein unter Strafe, wie einst das römische Reich in den Zeiten der Christenverfolgung, als die Christen als Staatsfeinde angesehen wurden, weil sie den Staatskult ablehnten. Im Jahr 304 ließen sich tatsächlich die Märtyrer von Abitene lieber verhaften und totschlagen, als auf die gemeinsame Feier der Eucharistie zu verzichten. 

Aber das ist überhaupt nicht vergleichbar. Ich distanziere mich ausdrücklich von allen Verschwörungstheorien und danke unseren verantwortlichen Politikern für ihr entschlossenes Handeln. Nur gemeinsam und im oben beschriebenen Sinn werden wir diese Krise meistern und auch dieses Jahr Ostern feiern.

Und ich vertraue auch darauf, dass die Verantwortlichen Maß und Ziel kennen. Nicht dass wir zwar vom Corona-Virus verschont bleiben, dafür aber an Verarmung oder Vereinsamung und gebrochenem Herzen sterben.

9. Die Zeit wird freilich auch kommen, da wir in uns gehen und uns werden fragen müssen, was wir aus dieser epochalen Krise lernen.

Schon jetzt erfahren wir schmerzhaft, wie hinfällig und gefährdet unser Leben ist, wie sehr wir angewiesen sind auf Gottes Segen und die Kraft von oben. Sicherheiten werden uns aus der Hand geschlagen und Allmachts-Phantasien zertrümmert.

Vielleicht werden tatsächlich dem Land die Sabbate ersetzt, die ihm vom Kult schier grenzenlosen Wachstums geraubt worden waren (vgl. 2 Chr 36,21).

Der Sabbat steht dabei nicht nur für eine Unterbrechung des profanen Geschäftsbetriebs, sondern zu allererst für eine bewusste Hinordnung auf Gott. Aber diesen Fragen werden wir uns verstärkt zuwenden müssen, wenn wir das Tal der Tränen durchschritten haben.

10. Liebe Schwestern und Brüder, in früheren Zeiten haben Menschen in großer Not eine Wallfahrt gelobt als Bußwerk. Selbst dies ist uns jetzt verwehrt. Aber ich lade Sie ein, ein Gebetsanliegen, eine Bitte oder einen Dank, an den Verein der Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting zu senden.

Wir wollen den Anliegenrucksack füllen und unser Gebet auch dieses Jahr zum Herzen Bayerns nach Altötting tragen; und wenn es nur eine Gruppe von zwei Pilgern stellvertretend für alle ist. 

11. Wenn die Pandemie dann aber überstanden ist, werden wir ein großes Fest feiern und eine diözesane Dankwallfahrt begehen, zu der ich jetzt schon herzlich einlade! Alle Details werden geklärt und bekanntgegeben, sobald die Zeit dafür gekommen ist.

Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, der Heiligen und Seligen unseres Bistums sowie aller Heiligen segne und bewahre Sie und Euch alle vor aller Krankheit der dreifaltige Gott, der + Vater und der + Sohn und der + Heilige Geist.

Regensburg am Hochfest der Verkündigung des HERRN, 25. März 2020
+ Rudolf, Bischof von Regensburg

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/fileadmin/redakteur/News/PDF/2020_-_Hirtenwort_-_Corona_-_Langfasssung.pdf

 


„Verkündigung des HERRN“: Heute vollzieht das Bistum Augsburg eine Marienweihe

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Der ernannte Bischof von Augsburg, Diözesanadministrator Dr. Bertram Meier, wird am Mittwoch, dem 25. März   – also am Hochfest der Verkündigung des HERRN  –  das Bistum Augsburg der Gottesmutter weihen.
Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen, diese Marienweihe während des abendlichen Gottesdienstes aus der Kapelle des Bischofshauses auch selbst mitzuvollziehen.
Aus diesem Anlass werden morgen im Bistum Augsburg um 19 Uhr auch die Kirchenglocken läuten.

„Ich wurde zuletzt mehrmals darauf angesprochen, ob ich diesen sehr besonderen Schritt in dieser für uns alle schweren und ungewohnten Zeit tun könnte“, erklärt dazu Bischof Bertram.

„Diese Bitte greife ich am Hochfest der Verkündigung des Herrn gerne auf. Ich werde Maria, der Mutter der göttlichen Liebe, das pilgernde Gottesvolk von Augsburg mit all seinen Möglichkeiten und Problemen, mit seinen Freuden, Ängsten und Hoffnungen anvertrauen.

Besonders freuen würde ich mich, wenn zahlreiche Gläubige am Mittwochabend zu Hause in ihren Wohnungen, die in diesen Tagen ja zu ihren Hauskirchen geworden sind, gemeinsam mit mir dieses Weihegebet sprechen würden. Natürlich denke ich dabei auch an unsere Priester und die Ordensgemeinschaften im Bistum.“

Gewiss sei die Marienweihe jetzt der ganz besonderen Situation geschuldet, die sich aus der Corona-Pandemie ergebe.

„Aber ich habe dieses Gebet bewusst so formuliert, dass wir es auch später noch sprechen und verwenden können. Ich denke da zum Beispiel an den Marienmonat Mai.“

Es sei ihm zudem ein wichtiges persönliches Anliegen, seine Amtszeit als Bischof, die er durch die derzeitigen besonderen Umstände noch nicht habe in vollem Umfang antreten können, unter den Schutz der Gottesmutter zu stellen.

Seitens des Diözesanrats der Katholiken begrüßt dessen Vorsitzende Hildegard Schütz diese Marienweihe sehr:

„Überall im Bistum gibt es Wallfahrtsorte und Kirchen, die der Gottesmutter geweiht sind. Es gibt viele Mariengrotten.“ Zahlreiche Votivtafeln seien mit dem Spruch „Maria hat geholfen“ versehen. Aus dieser Glaubenserfahrung der Menschen könnten wir gerade jetzt Kraft und Hoffnung schöpfen.

„Ich lade deshalb alle Gläubigen und insbesondere auch unsere Pfarrgemeinderäte herzlich dazu ein, diese Initiative mitzutragen und im Bistum bekannt zu machen“, so Frau Schütz weiter.

Das Bistum Augsburg wurde in der Vergangenheit immer wieder der Gottesmutter geweiht. Zuletzt war dies unter Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Rahmen der Patrona-Bavariae-Wallfahrt der bayerischen Bischöfe zur Knotenlöserin im Mai 2015 der Fall. Auch der Hohe Dom zu Augsburg ist eine Marienkirche, er trägt das Patrozinium „Mariä Heimsuchung“.

Die heilige Messe mit der anschließenden Marienweihe in der Kapelle des Bischofshauses beginnt am Mittwochabend um 19 Uhr. Sie wird von katholisch1.tv live im Internet übertragen und kann auf dessen Seite bei YouTube verfolgt werden.

Die Gottesdienste aus der Kapelle des Bischofshauses gibt es wochentags (Montag bis Samstag) täglich um 19 Uhr auf YouTube bei katholisch1.tv, außerdem sonntags um 10 Uhr zusätzlich auch bei a.tv und Allgäu-TV.

HIER geht es zum Mariengebet_DIN_A4 (1,3 MB)

Quelle: https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Marienweihe-des-Bistums_id_218867


Wenn der Engel für uns in die hl. Messe geht

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Dieses Gebet, mit dem wir unseren Schutzengel gleichsam in die heilige Messe „senden“, kenne ich (Felizitas Küble) noch aus meiner Heimat in einem Bauerndorf Oberschwabens.
Meine Eltern beteten es gemeinsam mit ihren Kindern am Werktag vor dem Frühstück.
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Es handelt sich dabei um eine altbekannte Anrufung, die vor allem in kernkatholischen ländlichen Gegenden verbreitet war.
Die Gläubigen haben sich durch diese Andacht geistig mit der hl. Messe verbunden, die der Pfarrer täglich am Werktag in der Kirche für sie zelebrierte.
Am Sonntag „erübrigte“ sich dieses Engels-Gebet, weil man selber an der Eucharstiefeier teilnahm.
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Für heutige Corona-Zeiten eignet sich das Gebet auch am Sonntag, da die Kirchentüren für die Gläubigen verschlossen sind und öffentliche Gottesdienste ausfallen, die Priester aber „Privatmessen“ zelebrieren, an denen wir innerlich teilnehmen können.
Zugleich ist damit eine „geistliche Kommunion“ verbunden:

Eucharistisches Engels-Gebet:

Geh, o heiliger Engel mein, geh für mich in die Kirch hinein,
knie dich hin an meinen Ort, hör die Hl. Messe dort.

Bei der Opferung bring m ich dar, Gott zum Dienste ganz und gar,
was ich hab und was ich bin, lege mit zum Opfer hin.

Bet für die, die mich geliebt, bet für die, die mich betrübt,
denk auch der Verstorbenen mein, Jesu Blut mach alle rein.

Bei der Hl. Wandlung dann, bet mit großer Liebe an
meinen Heiland Jesus Christ, der wahrhaft zugegen ist.

Beim Empfang vom höchsten Gut bring mir Jesu Fleisch und Blut,
und im Geist mich IHM verein, laß mein Herz sein Tempel sein.

Gib das allen Menschen Heil aus dem Opfer werd zuteil,
ist die Hl. Messe aus, bring den Segen mir nach Haus.

Amen.