Pater Anselm Schott starb vor 125 Jahren: Autor des lateinisch-deutschen Meßbuchs

Es gab zwar vor und während des Konzils auch den „Bomm“, aber der „Schott“ war und ist bis heute weitaus bekannter:

Es handelt sich um lateinisch-deutsches Volksmeßbuch, das nach dem Benediktiner Anselm Schott benannt wurde, der im 19. Jahrhundert erstmals eine deutschsprachige Übersetzung der römischen Liturgie herausbrachte, das eine riesige Verbreitung erfuhr und bis heute von den Gläubigen im überlieferten Ritus verwendet wird.

Der bekannte Mönch starb im Alter von nur 53 Jahren am 23. April 1896 in der traditionsreichen Benediktinerabtei Maria Laach – und damit vor 125 Jahren.

Friedrich August Schott – der später den Ordensnamen Anselm erhielt – erblickte 1843 im württembergischen Staufeneck das Licht der Welt, studierte in Tübingen Theologie, war als junger Priester zunächst im oberschwäbischen Biberach tätig, wurde dann aber Mönch in Beuron.

Infolge des gegen die katholische Kirche gerichteten „Kulturkampfs“ von Reichskanzler Bismarck wurden alle Ordensleute aus dem Land vertrieben (es sei denn, sie waren in der Krankenpflege tätig). Daher gelangte Pater Schott erst nach Belgien, dann nach Prag, Österreich und schließlich – nach der Verständigung zwischen Preußen und Vatikan – in die Abtei Maria Laach in der Eifel.

Im Herderverlag erschien 1884 das von ihm erstellte „Volksmeßbuch“; darin wurden die hl. Messen der Sonn- und Feiertage ins Deutsche übersetzt, ausgehend vom „römischen Meßbuch“.

Schotts zweisprachiger „Volksschott“ war zwar nicht die erste Übersetzung, aber die beliebtesteste. Sie erfuhr durch die liturgische Bewegung eine noch viel weitere Verbreitung.

Mit der Aufforderung zur „tätigen Teilnahme“ der Gläubigen in der hl. Messe hatte der hl. Papst Pius X. die liturgische Erneuerung ermutigt. Hinsichtlich der Kirchenmusik hat er Anfang des 20. Jahrh. neben dem Gregorianischen Choral auch den Volksgesang gewürdigt.

Vor fast 90 Jahren begann sodann als weiterer Schritt zu mehr Volkstümlichkeit in der Liturgie die sogenannte Betsingmesse, in der die deutsche Kirchenlieder eine größere Rolle spielten. Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/12/vor-85-jahren-begann-der-siegeszug-der-betsingmesse-in-wien-schoenbrunn/

Weitere Informationen hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-04/deusches-messbuch-pater-anselm-schott-125-jahre.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Musikalisches Großereignis in Regensburg: „Dream of Gerontius“ am 31. März 2017

Am kommenden Freitag, 31. März 2017, wird im Audimax der Universität Regensburg das Oratorium „The Dream of Gerontius“ des englischen Komponisten Edward Elgar aufgeführt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Insgesamt 250 Musiker des städtischen Theaters Regensburg, der Hochschule für Kirchenmusik und Musikpädagogik und des Regensburger Universitätschores werden gemeinsam auf der Bühne sein.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto), Schirmherr der Premiere in Regensburg, sprach von einer „einmaligen Gelegenheit“ sowie von der „gesamten musikalischen Kompetenz Regensburgs“.

Textgrundlage des Oratoriums ist ein Gedicht des seligen John Henry Newman. Es geht um die letzten Dinge: um einen Mann am Ende seines Lebens, der stirbt und erfährt, was ihn nach dem Tod erwartet.

Die Musik ist spätromantisch geprägt, Harmonien und Form nehmen Anleihen bei Richard Wagner. Prof. Stephan Baier, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik, sprach von einem „süffigen Oratorium“. Der Katholik Edward Elgar lebte von 1857 bis 1934.

Bild: Evita Gründler

Das gewaltige Oratorium wird in Deutschland selten aufgeführt.

John Henry Newman konvertierte im 19. Jahrhundert zur katholischen Kirche, wurde später zum Kardinal ernannt und 2010 von Benedikt XVI. seliggesprochen.

Bischof Voderholzer erklärte: „Nun ist es endlich soweit: In der Hauptstadt der Kirchenmusik, wo seit über 1000 Jahren die hohe Kunst des Musizierens kultiviert wird, kommt ,The Dream of Gerontius῾ zur Aufführung.

Karten gibt es im Vorverkauf zu Preisen von 17,90 bis 51,90 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch möglich unter 0941/507-2424
oder Mail kartenservice@theaterregensburg.de

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Aktuelle „Nachrichten“ aus der modernistischen (Kirchen-)Welt….

Rom: Der Präsident der Bewegung „Geist des Vatikanums“ rief in Rom vor begeisterten Anhängern das „Jahr des Neuglaubens“ aus. Die große Zahl (120 Teilnehmer) und deren jugendliches Alter (Durchschnitt 66) mache ihm Mut, dass es möglich sei, dem „Jahr des Dogmas und der Intolleranz des Oberknüpplers von Rom“ eine wirksame, freie und lebensoffene Initiative entgegenzusetzen. Kernveranstaltungen seien der „Bacchanten-Tanz am Nordpol“, die „Weisheit des Volkes“-Vorträge von ausgewählten praktischen Theologen mit Lehrstuhl sowie der „Gottesdienst für alle“ in Klein-Kleckersdorf-Ost (keine öffentlichen Verkehrmittel).

Wien: In einem Vortrag bezog sich Frau Wilhelmine Küsselbecker auf eine Aussage Kardinal Schönborns, wonach Glaube nicht quanitativ messbar sei. Hier könne sie dem „Statthalter des römischen Gewaltherrschers“ ausnahmsweise zustimmen. Es sage nämlich überhaupt nichts über die Glaubensintensität der Teilnehmer aus, wenn in der von ihr gehaltenen Wort-Gottes-Feier 14 Gläubige, im Lateinischen Hochamt im Kloster Maria-Gottesgebärerin im Nachbarort aber 400 Personen säßen.

Washington: Das „Institute for new religious music“ bringt in diesem und im kommenden Jahr eine Vortragsreihe zum Thema Kirchenmusik. In ihrem Eröffnungsvortrag legte die Musikwissenschaftlerin Bernadette Pennyprice dar, welcher Auftrag der Kirchenmusik heute zukomme: Die Besucher des gemeinsamen Mahles müssen in die Stimmung versetzt werden, ihre Einheit in Vielheit wahrzunehmen und in Kontakt mit der Schöpfungsenergie, die in Brot und Wein symbolisiert wird, zu treten.

Zu diesem Zweck sind sowohl einschmeichelnde Gitarrenmusik als auch Mitklatschlieder geeignet. Gregorianischer Choral müsse hingegen abgelehnt werden, da er eine unmoderne Chormusik sei. Auf die Frage eines renitenten Teilnehmers, das Vatikanum II habe den Gregorianischen Choral aber empfohlen wies sie darauf hin, dass es sich dabei um ein bedauerliches Zugeständnis der guten gegenüber den rückständigen Konzilsvätern handle. Der bessere Mehrheit der Konzilsväter sei für lauschige Gitarrenmusik gewesen.

(Übersetzung Sr. Maria Clementia Sturmhauberta)

Quelle dieser Glosse: http://demut-jetzt.blogspot.de/2012/10/samstaglicher-newsticker.html