Evgl. Landeskirche Anhalt: Kirchenpräsident verteidigt klassische Ehe und Familie

In der Debatte um die umstrittene EKD-„Orientierungshilfe“ zur Familie hat der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, das traditionelle Bild von Ehe und Familie verteidigt. SDC12139

Wie er am 15. November vor der in Zerbst tagenden Synode sagte, ist es „weder ein Zeichen von Intoleranz noch von beschränktem Traditionalismus, die dauerhafte Ehe zwischen Mann und Frau für das Gemeinschaftsmodell zu halten, an dessen Tragweite, Bedeutung und Kraft alle anderen Beziehungsformen zu messen sind“.

Angesichts der grundsätzlichen Fragen einer alternden Gesellschaft merkte Liebig an: „Denkbar wäre auch, dass in nicht allzu ferner Zukunft gegenseitige Fürsorge in viel größerem Umfang an die Familie zurückfällt, als wir es uns im Augenblick vorzustellen vermögen.“

An der im Juni vorgestellten „Orientierungshilfe“ des Rates der EKD zu Ehe und Familie hatten sich heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit entzündet. Das Papier rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das etwa auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und sogenannte „Flickenteppich-Familien“ einschließt.

Die Landessynode der anhaltischen Landeskirche besteht aus 33 von den Ältesten der Kirchenkreise gewählten und sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen. Zwei Drittel der Synodalen sind Nichttheologen, ein Drittel Theologen. Die anhaltische Landeskirche hat derzeit rund 40.300 Mitglieder.

Quelle: http://www.idea.de