Initiative „Maria 2.0“ ist zum Fremdschämen

Von Gertrud Dörner

Hut ab, meine Damen! Soviel Einsicht hätte ich bei Ihnen nicht erwartet!

Da nehmen Sie ganz ungeniert die gute urkirchliche Praxis für sich in Anspruch, die besagt: „Öffentliche Sünder haben während des eucharistischen Gottesdienstes nichts in der Kirche verloren, sie müssen vor der Kirchentür stehen“.

Allerdings ist ein gewaltiger Unterschied zwischen diesen Sündern und Ihnen nicht zu leugnen: Denn erst bei  –  ebenfalls öffentlich bekundeter –  Reue und Bekehrungsbereitschaft wurde damals den öffentlichen Sündern das Stehen vor der Kirchentür erlaubt. Beides kann ich bei Ihnen nicht feststellen!

Satire aus!

Ihr Verhalten ist für mich als katholische Frau nur noch zum „Fremdschämen“!

Sie  –  die Frauenverbände – werden nicht nur geduldet, sondern hofiert und alimentiert von den angeblich so „machtgeilen“ Hierarchen, deren „Macht“ Sie öffentlich für sich selbst reklamieren und ertrotzen wollen.

Und Sie sind sich keineswegs zu schade, mit Hilfe des  – noch dazu erzwungenen – Geldes von Kirchensteuerzahlern gegen die Lehre und die sakramentale Struktur der Kirche mit allen Mitteln anzukämpfen  –  und das seit Jahrzehnten!

Dass ausgerechnet  „Münster“ dieses Monstrum einer unberechtigten Bewegung hervorgebracht hat, wundert niemand, der seit Jahrzehnten das zunehmende Abdriften dieser Diözese in eine extrem modernistische Richtung beobachten und ertragen muss!

Unsere Gast-Autorin Gertrud Dörner aus Stadtlohn ist Religionspädagogin und Vorsitzende der „Marianischen Liga“

Foto: Doris de Boer


Warum der zeitgeistkonforme Katholikentag kein „Fest des Glaubens“ war

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Welche Früchte zeitigt dieser Katholikentag – wie schon seine Vorgänger? Seit Jahrzehnten haben die „Gestalter“ der Katholikentage dessen unkatholische Umkehrung im Griff: Steigerung beabsichtigt.

Drehbuchautoren: Linkskatholiken, Mainstreamapostel, Anpassungsfanatiker, Gutmenschen aller Art. – Regie und Assistenz: Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands.  –  Die Sekundanten: diverse deutsche Bischöfe.

Wie kann ein solches Event ein „Fest des Glaubens“ sein?  – Kommentar eines Katholikentagsteilnehmers: „Die Beimischung einiger Tropfen Christentums zu einer linken Gesinnung verwandelt den Trottel in einen perfekten Trottel.“ (Zitat von Nícolas Gómez Dávila).

Bezeichnend ist die völlig fehlende Chance, sich Gehör zu verschaffen, für einen der wenigen, noch klar glaubensorientierten deutschen Bischöfe, der die Teilnehmer/Veranstalter auffordert, „sich mit Forderungen zu Glaubensfragen zurückzuhalten“ unter Hinweis auf „die altbekannten Forderungen“, wozu der Katholikentag keine Kompetenz habe. (www.vaticannews.va)

Denn es ging nicht nur um handfeste „Glaubensfragen“ wie Interkommunion, Unauflöslichkeit der Ehe, Eucharistieempfang für konfessionsverschiedene Ehepaare usw., sondern wieder einmal um das Frauenpriestertum (Kramp-Karrenbauer) und um das Mitspracherecht sich noch kirchlich-katholisch nennender Verbände (BDKJ, Frauenverbände etc.).

Welchen Wert hat da der Aufruf von Kardinal Marx zur Einheit in der katholischen Kirche, wenn er selbst mit zweifelhaften Vorschlägen zur „Einzelfallösung“ beim Eucharistieempfang in konfessionsverschiedenen Ehen aufwartet? Steigt er etwa herab von seinem erzbischöflichen Sessel und widmet sich vor Ort der Einzelfallseelsorge, oder überlässt er das bei diesem schwierigen Geschäft den Seelsorgern der Groß-Pfarreien (und „verlässt“ sie damit auch)?

Wie lange müssen wir als lehramtstreue Kirchensteuerzahler uns noch auf diese Weise düpieren lassen? Sind nur diejenigen vox populi, die den bis zur Unkenntlichkeit angepassten Mainstreamhierarchen zu allem applaudieren, was längst keinen Beifall mehr verdient?

In einem Gespräch des Unterzeichners mit Bischof Lettmann ging es um diese Linienüberschreitung des ZdK und vieler Verbände und damit um die Frage, ob die Bischofskonferenz hier nicht einschreiten könne. Seine Antwort wörtlich: Man könne das ZdK praktisch nicht „loswerden“.

Um dies aber entgegen allem Anschein mit Sicherheit zu erreichen, schlägt der Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen (ZpV) der DBK vor: Man streiche allen Verbänden und – damit auch dem ZdK –  und Gruppierungen in Deutschland, die sich nachweisbar nicht klar an der Lehre der Kirche orientieren, die zum Teil erheblichen Zuweisungen kirchlicher Steuermittel und fordere sie auf, ihre Arbeit aus eigener Kraft und eigenen Mitteln zu finanzieren.

Man darf gespannt sein und Wetten abschließen auf die Schnelligkeit, mit der diese Art des Verbandskatholizismus danach verschwunden sein wird.

Reinhard Dörner, Vorsitzender des ZpV


Ein Dankeschön an den (all)gemeinen Kirchensteuerzahler

Artikel aus der katholischen Webseite „Demut jetzt“:

Sonntagsgehende Katholiken wie ich blicken ja gerne auf sie herab, diese seltsamen Wesen, die an Ostern und Weihnachten die üblicherweise mittelmäßig besetzten Kirchenbänke voll machen, sonst aber nie gesehen werden.

Jene Geschöpfe, deren Christsein zweimal im Jahr, sowie an Taufen, Firmungen, Hochzeiten und bei Beerdigungen durchbricht, die ansonsten mit Kirche aber wenig zu tun haben. Wenig deswegen, weil es durchaus noch etwas gibt, was sie mit der Kirche verbindet: Die Kirchensteuer. Lilienherz-DSC_0060-2

Ein absonderliches Reptil aus vorvergangener Zeit, als der Staat die Kirche als Erziehungsanstalt und Kulturinstitut noch dringend nötig hatte und ihr daher nach dem großen Raub des Jahres 1803 das Recht zusprach, ihren Mitgliedern eine verbindliche Abgabe abzuknöpfen und sich zur Mitte des letzten Jahrhunderts sogar bereit fand, diesen Mitgliedsbeitrag über die Finanzämter einzuziehen.

Es ist die Kirchensteuer, die die Mehrheit der Deutschen immer noch mit der Kirche verbindet, obwohl die meisten von ihnen den Sonntag lieber ausschlafen und Sport treiben, als in der Messe zu knien. Die Kirchensteuer ist in gewisser Weise die Lebensader der deutschen Kirche, die sich durch nichts anderes auszeichnet als dadurch, finanziell gut ausgerüstet zu sein.

Dennoch ist die Kirchensteuer immer wieder Kritik ausgesetzt, weil sie den bequemen Sessel bildet, in dem sich wohldotierten Amts- und Berufskatholiken räkeln und der ihren Missionseifer untergräbt, weil die finanzielle Absicherung nicht von der Lauheit der Kirchenmitglieder bedroht ist.

Es gibt also berechtigte Kritik an der Kirchensteuer. Es gibt auch berechtigte Kritik an den Kirchensteuerkatholiken, die außer diese Abgabe zu leisten kein oder kaum Interesse an der Wahrnehmung ihrer religiösen Pflichten haben. Für einen Katholiken, der sich bemüht, seinen Glauben in sein Leben aktiv zu integrieren, ist so etwas ein Graus.

Deswegen blickt man ja auch so gerne auf sie herab oder spricht ein wenig despektierlich, optimal mit Verwunderung oder Bedauern über sie.

Aber ist das wirklich die angemessene Haltung ihnen gegenüber? Welche Botschaft senden wir diesen Katholiken, die sie ja immer noch sind, mit dieser Einstellung? Wir wollen euch nicht? Oder nur, wenn ihr es anders macht, intensivere Christen seid? Ist das nicht von uns selbst ein bisschen, wie sag ich das nett, großkotzig? Wer kann schon sagen, er sei ein intensiv lebender Christ?

Warum sollte ich zu einem Verein gehen wollen, wo alle auf mich herabschauen. Man kennt das, wenn man zu spät zur Messe kommt oder etwas anders gekleidet ist, wie oft man dann von den anderen Gläubigen mit diesem Blick „Was macht der hier und kann er nicht pünktlich sein, anständig rumlaufen, meine Andacht nicht stören etc.“

Wir sollten auch nicht vergessen, dass diese Katholiken, auch wenn ihr Glaubensleben wohl etwas defizitärer ist als das unsere, mit der Zahlung ihrer Kirchensteuer immer noch viel Gutes tun. Nicht nur dass viele caritative und kulturelle Aspekte in Deutschland ohne die Kirchensteuer nicht möglich wären. Auch der Umstand, dass viele Seelsorger ihr Leben dieser Aufgabe nicht nur als Berufung, sondern auch als geldwertem Beruf und damit  –  potentiell  –  umso intensiver nachgehen können, gehört dazu.

Dazu pumpen die reichen Bistümer Deutschlands jährlich Unsummen in die ärmere Weltkirche. Wer mal die endlose Akten an Dankesschreiben auch nur durchgeblättert hat, die in den Ordinariaten für kirchensteuerfinanzierte Beihilfen in afrikanischen, asiatischen und amerikanischen Bistümern eintreffen, bekommt ein ungefähres Bild von der Größe solcher Unterstützung.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/07/dem-gemeinen-kirchensteuerzahler-ein.html