Hl. Messen und Beichten auf Parkplätzen in den USA: Die Kirche kommt zu den Menschen!

Von Felizitas Küble

Unser erstes FOTO zeigt den amerikanischen katholischen Bischof Olmstedt bei der hl. Wandlung während seiner Messe in der leeren Kathedrale; es handelt sich um einen im Internet übertragenen Gottesdienst des Oberhirten.

In den Vereinigten Staaten – dort sind auch die meisten Kirchen wegen der Corona-Krise geschlossen –  reagieren viele Priester kreativer und erfindungsreicher als in Deutschland.

So gibt es dort immer häufiger heilige Messen auf Parkplätzen, Schulhöfen oder Kirchplätzen:

Der Geistliche stellt einen provisorischen Altartisch auf, verkündet mit dem Mikrofon Lesungen und Evangelium – und feiert danach die Eucharistie. Manchmal sind in einiger Entfernung ein oder zwei Ministranten dabei.

Der Priester geht nach der hl. Wandlung zu den Gläubigen, die im Auto sitzen und der Messe aus einiger Ferne „beiwohnen“, um ihnen die hl. Kommunion zu spenden.

Ähnlich läuft es in den USA vielfach mit dem Bußsakrament. Dort „verlegen“ Priester sozusagen ihren Beichtstuhl auf öffentliche Parkplätze, Schulhöfe, Sportplätze, Parkanlagen usw.

Das zweite FOTO  – das uns Dr. Edith Breburda aus Phoenix zusandte  –  zeigt einen Ordenspater am Rande eines Sportplatzes, der die Beichte eines Katholiken hört, der hinter dem Baum steht.

Dies kann allerdings auch von einem Wagen aus geschehen –  man nennt es die Drive-in-Beichte:

Manchmal wird der Küster oder sonst ein Gemeindemitglied eingesetzt, der den Verkehr regelt und ein Auto nach dem anderen vorfahren läßt.

Der Priester sitzt mit seiner purpurfarbenen Stola und mit verbundenen Augen auf seinem Stuhl und die Gläubigen fahren zu ihm heran und sprechen durch das heruntergelassene Fenster mit ihm.

Wenn mehrere Insassen in dem Wagen sitzen, müssen sie während der Beichte rausgehen. Sie können dann nacheinander auf dem Fahrersitz Platz nehmen und ihre Beichte ablegen. So wird das Auto im Jahre 2020 nach Christus zum Beichtstuhl.

BILD: Ein Transparent erklärt den Ablauf der Beichte („Confession“ = Bekenntnis) im Auto auf dem Parkgelände.

Besonders originell erwies sich Pfr. Jacob Rouse aus Crecso (Iowa), der seine  „Schäfchen“ zur Beichte oder geistlichen Gesprächen auf seine Veranda einlud: „Haben Sie keine Scheu… Ich werde Schutzmaske und Schutzhandschuhe tragen. Wir sitzen in den beiden Schaukelstühlen, ich werde eineinhalb Meter von Ihnen entfernt sein.“  – Er fügte für jene Gläubigen, die eine anonyme Beichte wünschen, hinzu:Ich kann das Schuldbekenntnis auch über den Briefkastenschlitz hören.“

Diese Ideen sind doch sehr gut so, denn wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen können, soll die Kirche zu ihnen kommen!

HIER ein Bericht über Mini-Prozessionen von Priestern mit dem Allerheiligsten durch die Straßen in Italien und Deutschland: https://charismatismus.wordpress.com/2020/03/23/priester-in-italien-und-deutschland-gehen-mit-der-monstranz-segnend-durch-die-strassen/

 


FOTO-Galerie vom 1000-Kreuze-Gebetszug am 22. März 2014 in Münster

Die Kundgebung und der Gebetszug für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder am 22. März in Münster verlief trotz Nieselregen und Störungen linksradikaler Chaoten insgesamt erfolgreich. PICT0132

Hunderte von Polizisten sorgten für einen wirksamen Schutz der betenden und singenden Lebensrechtler vor Randalierern.

Das erste Foto zeigt zwei aktive junge Teilnehmerinnen mit je einem eindrucksvollen Embryonen-Plakat auf dem Kirchplatz von St. Ägidii. PICT0131Das Poster links stellt ein ungeborenes Baby im 3. Monat dar.

Leider regnete es in den ersten Stunden während der Kundgebung und bei der nachfolgenden Kreuze-Aktion, so daß die ersten Ankömmlinge sich mit Regenschirm vorstellten und kennenlernten:

Hier in der Mitte sehen wir die ALFA-Vorsitzende von Rheine: unsere Autorin und Buch-Rezensentin Cordula Mohr. (ALFA = Aktion Lebensrecht für alle.)
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Ungewöhnlich viele junge Menschen, vor allem Mädchen und jüngere Frauen, beteiligten sich diesmal an der Kreuze-Aktion von EuroProLife.

PICT0137Das vierte Foto zeigt einige Lebensrechtler auf dem Ägidii-Kirchplatz in Münster-Innenstadt: etwa in der Mitte des Bildes sehen wir zwei junge katholische Priester unterm Regenschirm. Bei der Abschlußkundgebung auf dem Domplatz erteilten sie mit zwei weiteren Geistlichen den priesterlichen Segen an die Teilnehmer.
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Auch junge Männer beteiligten sich erfreulicherweise recht zahlreich an dieser Aktion für das Leben: siehe unser fünftes Foto, daneben einige Polizeibeamte im regen Gespräch. PICT0147

Das letzte Bild zeigt die Polizisten im Einsatz an einer Seitenstraße: sie drängen Randalierer aus Linksgruppen und aus der Homosexuellen-Lobby ab, die den Gebetszug der Lebensrechtler stören wollten. Auf einem Transparent (siehe Mitte des Fotos) heißt es: „Don´t pray  –  go gay!“

Fotos: Felizitas Küble