Faktenstarker Roman der Wissenschaftlerin Edith Breburda über Biotechnologie

Von Klemens Hogen-Ostlender

Schon mit ihrem Buch „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ hatte Edith Breburda (siehe Foto) auf die Gefahren angesichts der Möglichkeiten heutiger Wissenschaft hingewiesen. Dr. Breburda

Jetzt hat die ehemals an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätige Medizinerin, die heute in den USA tätig ist, ein neues Werk vorgelegt:

„Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ behandelt erneut das Thema Biotechnologie, diesmal aber in Romanform.

Der Inhalt des in deutscher Sprache erschienenen Werkes ist allerdings keine Fiktion, sondern geradezu faktenlastig. Eingebettet in die Rahmenhandlung um einen Professor namens McClone und dessen Assistenten wird der Leser in die grüne, rote und weiße Gentechnik eingeführt.

Grüne Gentechnik wird in erster Linie in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich eingesetzt und beschäftigt sich mit der Züchtung neuer Pflanzenarten, die zum Beispiel besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind.

Rote Gentechnik findet in der Medizin ihre Anwendung, um neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und neue Medikamente herzustellen.

Weiße Gentechnik wird in der Industrie zur Herstellung von Mikroorganismen, Enzymen und Chemikalien benutzt, um die Produktqualität zu steigern. GC vernichten wir uns

Beispiel Giftmais: Jahrelang pflanzte der hessische Bauer Gottfried Glöckner gentechnisch veränderten Mais an. Als seine Milchkühe missgebildete Kälber zur Welt brachten und eine nach der anderen starb, ließ er Untersuchungen anstellen. Im Darm der Tiere befand sich ein Gift, das die Maispflanze produziert, um den Darm von Mais-Schädlingen zu perforieren, damit die Insekten sterben.

Beispiel Bisphenol-A: Eine chemische Verbindung, die zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt wird. Bisphenol-A findet sich mittlerweile in jedem dritten Kosmetikprodukt, in Farben, Zahnpasta, Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Textilien.

Die Chemikalie ruft im menschlichen Organismus die gleiche Wirkung hervor wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Langzeitstudie in den USA bewies, dass gerade geringe Dosen von Hormonanaloga schwere Schäden wie Neigung zur Fettsucht, Hyperaktivität und Störungen der Gehirnentwickung ungeborener Kinder hervorrufen können.

Beispiel Stiftungsprofessuren: Edith Breburda geißelt in ihrem Buch auch das Sponsoring von Lehrstühlen durch Firmen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Sie führt das Beispiel eines bekannten Kaffeerösters an, der im Jahre 2006 Wissenschaftler von vier Universitäten dafür bezahlte, zu erforschen, ob Kaffee als Gesundheitsmittel gegen Adipositas, Krebs und Diabetes angepriesen werden kann. Am Ende kam genau das gewünschte Ergebnis heraus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

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Buch-Daten: Edith Breburda. Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst? Scivias Verlag, Madison, Wisconsin. ISBN 9780615926650, 254 Seiten, 15,79 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension im „Gießener Anzeiger“ vom 28.6.2014

TIP: Dieses Breburda-Buch kann bei uns bestellt werden  – wir liefern portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de


Der „Gießener Anzeiger“ über das Buch „Endlich zuhause“: Jordans Weg durch das „Dickicht der Konfessionen“

Die Tageszeitung „Gießener Anzeiger“ veröffentlichte am heutigen 12. Juni 2013 eine Rezension ihres Redakteurs Klemens Hogen-Ostlender unter der Überschrift „Absonderung bis in Geheimsprache hinein“.  –  Der Untertitel lautet: „BUCHKRITIK: Endlich zu Hause“ dokumentiert Volker Joseph Jordans Weg durch das „Dickicht der Konfessionen“.

Hier folgt eine vollständige Wiedergabe dieser Besprechung:

„Bekehrungen und Konversionen sind nichts Ungewöhnliches. Die katholische Kirchengemeinde in Leipzig gewinnt in der ostdeutschen Diaspora Jahr für Jahr 150 Gläubige hinzu und baut derzeit mitten in der Stadt eine neue große Propsteikirche.

Auch Volker Joseph Jordan ist Katholik geworden nach einem langen Irrweg durch allerlei lutherische, freikirchliche, pfingstlerische und presbyterianische Gemeinschaften. Volker Jordan, Endlich zuhause

Warum ging er diesen „Streifzug durchs Dickicht der Konfessionen“, wie er es rückblickend nennt? Haben sich denn nicht alle Unterschiede längst in „versöhnter Verschiedenheit“ beim „Brechen des Brotes“ in Wellnessgefühlen aufgelöst?

Jordan hat es anders erfahren. Er gelangte zur Einsicht, dass nur die katholische Kirche die ganze Fülle des Heils, der Sakramente und der Heilsgnaden in sich birgt. Er war nach langen Jahren „Endlich zuhause“. Das ist auch der Titel des Buchs über das umfassende Interview, das die katholische Publizistin Felizitas Küble mit ihm führte.

Schon früh dachte Jordan darüber nach, ob der innerlich zersplitterte Protestantismus der richtige Weg sein könnte. Das fortwährende Entstehen von neuen Vereinigungen, deren Zahl in die Zehntausende geht, erschien ihm als schroffer Gegensatz zum Einheitsgebot Christi. Das einzige verbindende Element aller protestantischen Glaubensrichtungen, die Ablehnung Roms, war ihm eine bloß negative Gemeinsamkeit.

Jordan war kein Wohlfühl-Christ, der von seinem Glauben nur eine schwammige Vorstellung hatte. Er besaß eine ganze theologische Bibliothek und tastete sich Schritt für Schritt an sein Ziel heran. Das geschah auf mühevollen Umwegen.

In der sogenannten Pfingstbewegung entdeckte er Gemeinsamkeiten mit dem Spiritismus. Bei der „Christlichen Versammlung“, deren Mitglieder sich „Brüder“ nennen, erlebte er deren Absonderung bis in eine Art Geheimsprache hinein.

Am zweiten Weihnachtstag 2008 trat Jordan in die katholische Kirche ein. Am 9. Januar 2013 erlag er einer Krebserkrankung. „Endlich zu Hause“ ist sein Vermächtnis für alle Suchenden, das in Übereinstimmung mit der Enzyklika „Ut unum sint“ Johannes Pauls II. in der Erkenntnis gipfelt:

Die von Gott gewollte Einheit kann nur in der gemeinsamen Zustimmung zur Unversehrtheit des Inhalts des geoffenbarten Glaubens Wirklichkeit werden. Was den Glauben betrifft, steht der Kompromiss im Widerspruch zu Gott, der die Wahrheit ist.“

Daten: Volker Joseph Jordan: „Endlich zuhause  –  mein Weg zur Kirche“, Dominus-Verlag, Augsburg 2013, 352 Seiten, 14,80 Euro.


Zwei Päpste namens Franziskus: der wirkliche und der virtuelle…

Von Klemens Hogen-Ostlender

Medien nennen ihn gern den Nachfolger von Benedikt XVI. Dabei ist er das gar nicht, sondern der Nachfolger des Heiligen Petrus. Der 265., um es präzise zu sagen.

Über Franziskus wird viel berichtet. Man erwartet von ihm Reformen. Das tun auch Leute, die die Reformen des 264. Nachfolgers des Heiligen Petrus nicht erkannten, auch wenn sie darüber stolperten. Man findet es bemerkenswert, dass sein Brustkreuz nicht aus Gold ist, sondern aus einem weniger seltenen Metall. Man legt ihm nahe, er müsse „spezielle Fragen der deutschen Kirche“ auf seine Tagesordnung bringen.

Von der Tatsache abgesehen, dass es eine deutsche Kirche nicht gibt, sondern nur die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche, wäre es angebracht, auch darauf zu achten, was Papst Franziskus sagt. „Wer den Herrn nicht anbetet, betet den Teufel an“, hat er zum Beispiel ganz am Anfang seines Pontifikats erklärt. Womit sich die natürlich wenig anfreunden können, nach deren Meinung es den Herrn vielleicht nicht und den Teufel ganz gewiss nicht gibt.

Über den Glauben verhandelt man nicht. Den Glauben verkauft man nicht an den Meistbietenden. Sonst tut sich der Weg der Untreue zum Herrn auf.   –   Auch diese Aussage stammt vom aktuellen Bischof von Rom.

Allein die Liebe Gottes rettet. Nicht das Geld, die Macht oder die Eitelkeit.   –  Auch das hat er mehr als einmal gesagt.

Und das: Die Beziehung zu Gott muss wachsen durch das Hören seines Wortes, durch das Gebet und durch die Teilnahme an den Sakramenten, vor allem der Beichte und der Eucharistie.

Verfolgt man das, was er tagtäglich betont, und das, was über ihn berichtet wird, könnte man zu dem falschen Schluss kommen, dass es zwei Päpste gibt: Den wirklichen und den virtuellen.  –  Aber das war ja auch schon vor der Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Statthalter Christi auf Erden so.

Erstveröffentlichung im „Gießener Anzeiger“ vom 12.4.2013