Der Limburger Generalvikar über die Tragödie des Bischofs Tebartz-van Elst

In einem bemerkenswerten Beitrag unter dem Titel „Selten erlebt, daß Personen so zerstört worden sind“ berichtet die Tageszeitung DIE WELT aus Berlin am heutigen Samstag online über das monatelange Kesseltreiben gegen den Limburger Bischof  Franz-Peter Tebartz-van Elst, der sich seit einiger Zeit im niederbayerischen Benediktinerkloster Metten aufhält.

Die WELT-Redaktion nimmt bezug auf ein Interview, das die Würzburger katholische „Tagespost“ mit dem neuen Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch geführt hat:

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Die Lage der Diözese verglich der Generalvikar mit einer „klassischen Tragödie, in der zwischen Schuld und Schicksal kaum noch zu unterscheiden“ sei. Derzeit lasse sich „nicht objektiv sagen, was nicht in Ordnung war und wo jemand zum Opfer geworden ist“.

In der gesamten Diskussion ist nach Röschs Worten „vieles überzogen worden“. Er habe „selten erlebt, dass Personen so zerstört und verletzt worden sind“. Es gebe Menschen, die darunter litten, wie mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst umgegangen werde. Und „auch die Kritiker des Bischofs leiden“.

Zudem verletze es viele Katholiken, „wenn von ihrem Bischof nur noch als ‚Protzbischof‘ geredet wird“.

Tebartz-van Elst werde in den Festtagen Besuch aus Limburg erhalten, kündigte Rösch an. „Ich fahre nächste Woche nach Metten“, erklärte er und bescheinigte dem Bischof einen „sehr fairen und guten Umgang“ mit der Situation, „indem er jetzt nicht in die Leitung eingreift“.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.welt.de/politik/deutschland/article123190655/Selten-erlebt-dass-Personen-so-zerstoert-worden-sind.html