Warum die Klimapolitik der Bundesregierung verfehlt und absurd ist

Beatrix von Storch

Der Größenwahn in der aktuellen Klimadebatte zeigt sich in dem Versuch, das Weltklima auf dem kleinen Territorium der Bundesrepublik Deutschland zu „retten“. Wie absurd der deutsche Ausstieg aus der Kohleenergie ist, belegen die nackten Zahlen.

Die Kapazität der deutschen Kohlekraftwerke beträgt 42,5 Gigawatt. Die Bundesregierung will bis 2038 die deutschen Kohlekraftwerke still legen – mit massiven Folgen für die Energiekosten in Deutschland, die Arbeitsplätze und den Industriestandort Deutschland.

Gleichzeitig werden in der Welt 1400 neue Kohlekraftwerke gebaut, in 59 Ländern, mit einer Kapazität von 670 Gigawatt. Das heißt, in der Welt entstehen gerade zusätzliche Kohlekraftwerke mit der fünfzehn-fachen Kapazität aller deutschen Kohlekraftwerke.

Die Welt interessiert sich nicht für den deutschen Kohleausstieg und die Umfragewerte der Grünen. Der deutsche Alleingang in der Klimapolitik nützt allein dem „guten Gewissen“ der Grünen-Wähler, sie schadet den Arbeitsplätzen, den Steuerzahlern und Stromkunden und bringt praktisch gar nichts – selbst nach den Modellen derjenigen, die ganz fest an den menschengemachten Klimawandel glauben.


WerteUnion will Laufzeit von Kernkraftwerken verlängern und den Kohleausstieg vorziehen

Angesichts des drohenden Scheitern Deutschlands bei der Erreichung der Klimaziele und der immer weiter steigenden Energiepreise bei sinkender Versorgungssicherheit spricht sich die WerteUnion für eine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken aus. Hierdurch könnte der geplante Kohleausstieg deutlich vorgezogen werden.

Die Werte-Union vertritt den konservativen Flügel innerhalb von CDU und CSU.

Dazu erklärt der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch:

„Die Europawahl hat deutlich gemacht, dass das Thema Klimawandel die Menschen in unserem Lande im hohen Maße bewegt. Dies gilt insbesondere, aber nicht nur für die jüngere Generation, bei der die CDU besorgniserregend schlecht abgeschnitten hat.

Um hier verloreneres Vertrauen zurückzugewinnen, ist es wichtig, wieder die Meinungsführerschaft zu übernehmen und nicht weiter den grünen Ökopopulisten hinterherzulaufen und sich von ihnen thematisch treiben zu lassen.

Zweifelsohne würde ein vorgezogener Kohleausstieg positive Effekte auf den CO2-Ausstoß und somit für die Erreichung der Klimaziele mit sich bringen.

Allerdings darf dies nicht zu Lasten von Arbeitsplätzen in den betroffenen Regionen gehen. Auch müssen die Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands bei der Stromversorgung sowie bezahlbare Strompreise gesichert sein.

Aus unserer Sicht wäre dies durch entsprechende Strukturförderung und die Verschiebung des beschlossenen Atomausstiegs möglich.

Deutschland verfügt immer noch über die sichersten Kernkraftwerke der Welt. Der von Frau Merkel nach Fukushima panikartig erklärte Ausstieg hat zu stetig steigenden Energiepreisen, sinkender Versorgungssicherheit und vor allem zu steigenden CO2-Emissionen geführt, da Kernkraftwerke häufig durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt wurden.

Es ist höchste Zeit, um diesen kostspieligen ökologischen und ökonomischen Fehler zu korrigieren und die Laufzeit der sichersten KKWs der Welt zu verlängern und gleichzeitig die CO2-Bilanz signifikant zu verbessern!“

Die WerteUnion ist der am 25.3.2017 gegründete bundesweite Zusammenschluss der konservativen Initiativen innerhalb der Union und mit 16 Landesverbänden in allen Bundesländern vertreten. Wir wollen konservative und wirtschaftsliberale Kräfte stärker vernetzen und so erreichen, dass die Union wieder verstärkt konservative Positionen vertritt.

Homepage: www.werteunion.info