Kardinal Woelki: Das menschliche Leben steht „unter dem Schutz Gottes“

Der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Woelki, rechnet für die Zukunft mit neuem Streit beim Thema Abtreibung. Im Interview mit dem katholischen Fernsehsender EWTN sagte der Kardinal: 

„Es ist zu befürchten, dass in den nächsten Jahren erneut die Frage nach Abtreibung und der Selbstverständlichkeit, die damit oft verbunden ist, wieder neu in den Mittelpunkt rücken wird.“

Bei dem aktuellen Streit um das Werbeverbot für Abtreibungen, sei das noch einmal verhindert worden. Der Erzbischof erinnerte daran, dass Abtreibung ein Straftatbestand sei und nannte es „verrückt, zu sagen, wir können für einen Straftatbestand werben“.

Dennoch sei er dankbar für den Kompromiss, der im Streit um den § 219a gefunden worden sei. Einer Freigabe der Abtreibung könnten Katholiken jedoch „niemals zustimmen“, so der Kardinal. Das Leben stehe „vom Anfang bis zum letztem Atemzug“ unter dem „Schutz Gottes“. 

Quelle: ALfA-Newsletter


DITIB will gegen die BILD-Zeitung vorgehen

Der deutsch-türkische DITIB-Bundesverband hat sich in einer heutigen Pressemeldung „aufs Schärfste“ über die jüngste Berichterstattung der BILD-Zeitung beschwert.

Das Boulevard-Blatt habe, so heißt es darin, „tendenziöse Schlagzeilen“ veröffentlicht, bei denen „Muslime und Moscheen pauschal mit Terror in Zusammenhang gebracht“ werden, worüber man „zutiefst schockiert“ sei.

Besonders beanstandet wurde in der Presse-Erklärung „die Abbildung der Kölner Zentralmoschee … unter einer Schlagzeile mit dem Begriff Terror“, was dem „DITIB-Bashing die Krone aufsetzt“.

Der Bundesverband fordert die BILD-Redaktion zur Korrektur der „Falschdarstellung“ auf , kündigt eine Beschwerde beim Deutschen Presserat an und teilt mit, man werde „juristische Schritte gegen die BILD-Zeitung wegen Rufschädigung“ einleiten.

Vollständiger Text der DITIB-Pressemitteilung hier: http://ditib.de/detail1.php?id=659&lang=de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Fachtagung zum Widerstand gegen die NS-Diktatur in Schlesien und im Sudetenland

Von Stefan P. Teppert

Die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus war zunächst vor allem eine Geschichte des Scheiterns. Auch die Überlebenden der Verschwörung des 20. Juli 1944 machten die Erfahrung, dass noch in den 1950er Jahren ein Drittel der Bevölkerung das Attentat missbilligte.

Eine wesentliche Veränderung brachten erst die in den 1960er Jahren beginnenden Zeitzeugentagungen. Die Öffnung der Widerstandsbetrachtung in der wissenschaftlichen Zeitgeschichtsforschung hin zu einer Gesellschafts- und Alltagsgeschichte war verbunden mit einer vielfachen Erweiterung der Perspektiven und einer daraus abgeleiteten Differenzierung des Widerstandsbegriffs. 

Neben die Erörterung des politisch-militärischen Widerstands trat jetzt die Diskussion um einen nach Stufen differenzierten Begriff. In der Rezeptionsgeschichte veränderte sich – in den beiden deutschen Staaten höchst unterschiedlich – die Beurteilung als Verrat über Mythenbildung und moralische Vorbildfunktion bis zur wissenschaftlichen Differenzierung und konfliktiven  geschichtspolitischen Instrumentalisierung.

In der Debatte um den Widerstand spiegeln sich auch die verschiedenen Urteile über das mit ihm verbundene Zukunftspotential. An diesem Punkt beginnt die Fragestellung einer Zeithistorischen Fachtagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Köln vom 15./16. Oktober 2018.

Diese Veranstaltung im Maternushaus wollte die Konzepte und Vorstellungen der Oppositionellen bzw. der Persönlichkeiten des Widerstands in Ober- und Niederschlesien und im Sudetenland für die „Zeit danach“ herausarbeiten und den Wegen und Umwegen im Umgang mit diesem Widerstand nachgehen. Die Tagung sollte den Auftakt bilden für eine den Widerstand in weiteren Regionen des Ostens beleuchtende Reihe.

Christine Czaja (Stuttgart), die stellv. Vorstandsvorsitzende der Kulturstiftung, älteste Tochter des früheren Stuttgarter Bundestagsabgeordneten und langjährigen BdV-Präsidenten Dr. Herbert Czaja, stellte der Tagung den bekannten Ausspruch des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters, Nazi-Gegners und späteren Bundeskanzlers Konrad Adenauer als Motto voran: „Das Wichtigste ist der Mut!“

Sie konnte zahlreiche Teilnehmer, darunter auch etliche Angehörige der Familien auf der Tagung betrachteter schlesischer Gegner des Nationalsozialismus, begrüßen.

Ulrich Hutter-Wolandt (Berlin), Kirchenhistoriker, zeigte das sich wandelnde Selbstbild der evangelischen Kirche in Deutschland in ihrem Verhalten gegenüber dem Nationalsozialismus. In der ersten Phase der kirchlichen Zeitgeschichtsschreibung bis Ende der 1960er Jahre wurden Teile des Protestantismus mit breiten Konsenszonen zum Nationalsozialismus ausgeblendet. Erst Ende der 1960er Jahre erfolgte eine Neuorientierung.

Zur Modernisierung in Profil und Arbeitsweise trugen die Ausweitung des Forschungsgegenstands sowie eine die Konfessionen und die NS-Zeit übergreifende Perspektive ebenso bei wie der Verzicht auf einen heilsgeschichtlichen Ansatz, der Abschied vom heroischen „Kirchenkampf“ als Epochenbegriff sowie die Reflexion des eigenen methodischen Vorgehens und der Zielsetzung ab 1985.

Dr. Pia Nordblom (Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz) beschäftigte sich mit Eduard Pant, einem ostoberschlesischen Politiker in Polen, dessen Wirken in Polen erst mit der Wende 1989 gewürdigt wurde. Pant war zeitlebens zutiefst im Katholizismus verwurzelt, betätigte sich kommunalpolitisch, gewerkschaftlich und journalistisch. Seine kompromisslose Haltung gegen die nationalsozialistische Gleichschaltung hatte zur Folge, dass er als Führungspersönlichkeit des deutschen katholischen Lagers konsequent entmachtet wurde.

Damit begann der zweite Teil seiner Vita als oppositioneller Journalist. Pants Handeln zeige, „dass es innerhalb der Minderheit Alternativen zu Gleichschaltung, Anpassung und Handlangerschaft für den Nationalsozialismus gegeben hat“.

Für ungewöhnlich und seiner Zeit weit vorausgreifend hielt Dr. Nordblom Pants Modell für das Zusammenleben von unterschiedlichen Nationalitäten in einem Staat. Diese Ideen, die Pant zu einem Mittler zwischen Deutschen und Polen werden ließen, seien nach wie vor aktuell.

Prof. Dr. Konrad Glombik (Universität Oppeln/ Opole) beschrieb die Kompliziertheit des Themas Widerstand in Polen und speziell in Oberschlesien wegen schlechter Forschungslage, einer vorherrschenden pro-polnischen Erwartungshaltung sowie der ethnischen Mischung und Präsenz deutscher wie polnischer Konspirationsorganisationen, Widerstands- und Partisanengruppen. Glombik skizzierte den Lebenslauf zweier entschiedener Nazi-Gegenspieler: Graf Michael von Matuschka und Prälat Carl Ulitzka.

Graf v. Matuschka setzte sich für die Wiederherstellung normaler deutsch-polnischer Beziehungen ein. Im September 1944 wurde er im Gefängnis Berlin-Plötzensee erhängt, obwohl er aus seiner religiösen Überzeugung heraus eine Beendigung der Hitler-Herrschaft durch Gewaltanwendung abgelehnt hatte und kein aktiver Verschwörer gewesen war.

Prälat Carl Ulitzka engagierte sich trotz Verbots für die polnische Sprache und Tradition in Oberschlesien. 1939 wurde er aus seiner Heimat verbannt, 1944 in Berlin verhaftet und vier Monate im Konzentrationslager Dachau festgehalten.

Ausschlaggebend für Ulitzkas Inhaftierung sei wohl nicht seine Ablehnung der Nazi-Herrschaft gewesen, sondern die mutmaßliche Zugehörigkeit zum organisierten Widerstand. Glombik warb dafür, dass diese und nicht wenige andere Personen sowie eine breite Schicht der Bevölkerung in Oberschlesien, die gegen das NS-Regime auftraten, in ihrer Haltung und ihren Beweggründen Gegenstand weiterer Forschung werden sollten.

Prof. Dr. Günter Brakelmann (Ruhr-Universität Bochum) stellte die Papiere der Mitglieder des Kreisauer Kreises von 1943 vor, in denen „Grundsätze für die Neuordnung“ für die Zeit nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft festgehalten wurden. Ihr Ziel war ein umfassender Neuaufbruch von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft nach den Erfahrungen in Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Zeit.

Die Anerkennung der unverletzlichen Würde der menschlichen Person sollte die alles andere bestimmende Grundnorm sein. Die verbindende Klammer zwischen Katholiken, Protestanten und Sozialisten im Kreis war die Rückbesinnung auf die kirchliche Naturrechtslehre. So konnten sie sich auf einen dritten Weg jenseits von Kapitalismus und Marxismus einigen. Die Kreisauer haben, schloss Brakelmann, den großen weltanschaulichen und ordnungspolitischen Kompromiss vorbereitet, wie er 1949 in die Verfassung der BRD einging.

Helmut Scheunchen (Violoncello) und Günter Schmidt (Klavier), Angehörige des „Malinconia-Ensembles Stuttgart“, boten eine Konzertsoirée mit Werken „Aus schwerer Zeit“, ein vielseitiges, exquisites Programm mit Kompositionen zwischen 1933 bis 1945 vorgestellt von Komponisten aus den untergegangenen deutschen Kulturlandschaften im Osten: den baltischen Landen, aus Ostpreußen, Schlesien und dem Sudetenland.

Christine Maria Czaja und Dr. Ernst Gierlich (Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn) lasen zwischen den Stücken erschütternde Zeitzeugnisse: den letzten Brief Helmuth James Graf von Moltkes aus dem Gefängnis vom 10. Januar 1945, mit gefesselten Händen geschriebene Kassiber aus dem Gefängnis von P. Alfred Delp SJ aus den Jahren 1944 und 1945.

BILD: Christine M. Czaja und Dr. Ernst Gierlich (Foto: S. Teppert)

Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel (Meckenheim) eröffnete den zweiten Tag mit einer „Skizze“ zum Leben und Wirken von Paulus van Husen, einem auch dem Publikum Unbekannten aus dem Kreisauer Kreis.

Van Husen nahm als juristischer Berater der Verschwörer dort eine zwar unspektakuläre, aber gewichtige Funktion ein, hatte einen erheblichen Anteil an den Grundsatzdokumenten des Kreisauer Kreises. Mit dem geplanten Mordanschlag auf Hitler tat er sich aus seiner christlichen Überzeugung heraus schwer, sah aber im vertrauensvollen Kontakt mit Moltke, Wartenburg und Stauffenberg die Unumgänglichkeit eines Attentats.

Im Gegensatz zu einigen durch Henkershand umgekommenen Kreisauer Freunden hatte van Husen das lebensrettende Glück, dass sein Prozess durch den Tod Freislers verzögert und abgespalten wurde. Später war er an der Gründung der CDU sowie am Aufbau einer Verfassungsgerichtsbarkeit beteiligt, wurde Präsident des Verwaltungsgerichtshofs in Münster und des Verfassungsgerichtshof von NRW. Van Husen starb 1971 mit 80 Jahren in Münster.

Prof. Dr. Aleksandra Chylewska-Tölle (Adam-Mickiewicz-Universität Posen/Poznań) bot eine zusammenfassende Darstellung der Entwicklung des polnischen Diskurses zum deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus seit 1945. Anfangs billigten polnische Historiker nur den Aktivitäten von kommunistischen Gruppierungen und ihren Verbündeten die Ehre des Widerstands zu, während sie die Haltung der katholischen Kirche im Dritten Reich eher als „vorsichtige Missbilligung“ verstanden.

Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde als „erfolgloses Unternehmen der imperialistischen Klassenherrschaft“ bezeichnet. In den 1960er Jahren waren die polnischen Bischöfe die ersten, die öffentlich auch die deutschen nicht kommunistischen Widerstandskämpfer erwähnten. Seit den 1970er Jahren konnten zudem in Polen die Abhandlungen deutscher Historiker zum Thema erscheinen.

Weitgehend unumstritten bleiben in polnischer Forschung und Öffentlichkeit die Aktivitäten des Kreisauer Kreises sowie der „Weißen Rose“. Jedoch sei die Erinnerung an den deutschen Widerstand auch heute noch vielen Polen ein Dorn im Auge, wodurch das Thema leicht von der Politik instrumentalisiert werden könne.

Prof. Dr. Rainer Bendel (Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa, Tübingen) sprach „Zum Beitrag katholischer Vertriebener zur Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland“ und konzentrierte sich dabei auf zwei paradigmatische Personen: Hans Schütz und Herbert Czaja.

Von dem in Nordböhmen geborenen Schütz gingen umfassende Impulse für eine neue Ordnung aus, in der die zehn Millionen Vertriebenen zu Bausteinen eines prosperierenden Landes wurden. Seit 1947 war er einer der wichtigsten Vorkämpfer der Idee des Lastenausgleichs, der dann eine pazifizierende Wirkung entfaltete. Für das bayerische Flüchtlingsgesetz 1947 leistete er einen wesentlichen Beitrag.

Herbert Czaja (siehe Foto) sei nicht nur im Hinblick auf die Flüchtlings- und Kriegsgeschädigtenfürsorge, sondern später auch im Bundestag als Mitgestalter der sozialpolitischen Gesetzgebung auf der Grundlage der katholischen Sozial- und Naturrechtslehre bedeutsam.

Wie sie waren auch viele andere Vertriebenenpolitiker der CDU und CSU aktive Mitglieder der Christlichen Volkspartei, die später von den Nationalsozialisten verboten wurde. Der beträchtliche Beitrag der Vertriebenen und vor allem der katholischen Sozialpolitiker aus ihren Reihen sei indes bislang kaum gewürdigt worden.

Dr. Otfried Pustejovsky (Ackermann-Gemeinde, Waakirchen) sprach zum „christlich, humanistisch und politisch motivierten Widerstand in den böhmischen Ländern, ein weithin unbekanntes Thema, das aber in einem allgemeinen deutschen Geschichtsbild verankert werden müsse.

Im Herbst 1938 begründete der Augustiner-Chorherr Roman Karl Scholz die erste Widerstandsgruppe in Österreich, die „Österreichische Freiheitsbewegung“. Infolge ihrer Denunzierung gab es Dutzende Verhaftungen und zehn Hinrichtungen. Mehr als in Deutschland sei zur Erforschung des Widerstands in Tschechien geschehen.

Pustejovsky versuchte ansatzweise, die wichtigsten Protagonisten des sudetendeutschen Widerstands aus katholischen Kreisen ins Bewusstsein zu rufen, darunter den Germanisten Lanzendörfer, Eduard Schlusche und Hanns Georg Heintschel-Heinegg.

Diese jungen Leute hätten bereits vor Beginn des Krieges konkrete Vorstellungen gehabt, dass danach eine Neuordnung Europas erforderlich werde. Zwar nicht auf gleicher Ebene wie der Kreisauer Kreis, aber aus allen Schichten und in kleineren Gruppen habe es über die Gesamtfläche der böhmischen Länder Widerständler gegeben, die bereit waren, ihr Leben einzusetzen.

Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel dankte abschließend den Teilnehmern für ihre Präsenz und vor allem Christine Czaja für ihr beharrliches Arbeiten an der Entstehung dieser bereits von ihrem 1997 verstorbenen Vater Dr. Herbert Czaja angeregten Tagungsreihe.

In den Jahren 2019 und 2020 sollen Fachtagungen zu exemplarischen Nazi-Kontrahenten in Ost- und Westpreußen sowie in Pommern und Posen, sodann zu solchen bei deutschen Volksgruppen in Südosteuropa folgen.


Köln: Linksradikale stürmen AfD-Bürgerdialog

Am 20. Dezember wurde eine Informationsveranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion im Forum der „Volkshochschule im Museum“ durch Linksextremisten massiv gestört. Ein Polizeibeamter wurde bei den Übergriffen verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Dutzende Störer und Gewalttäter mussten von der Polizei des Saales verwiesen werden. Es wurden zahlreiche Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gestellt. Trotz der Versuche, die Veranstaltung durch das Stürmen der Bühne und andauerndes Lärmen zu verhindern, konnte diese bis zum vorgesehenen Ende durchgeführt werden.

Zum Bürgerdialog luden die Kölner Bundestagsabgeordneten Jochen Haug und Fabian Jacobi sowie der parlamentarische Geschäftsführer Dr. Michael Espendiller. Die vorgesehene Vortragsveranstaltung mit anschließender Fragerunde wurde bereits beim Einlass von Angehörigen der linken und linksextremen Szene gestört.

„Wir erwarten nun ein klares Wort der Oberbürgermeisterin Henriette Reker! Köln hat ein massives Linksextremismus-Problem, das von der städtischen Politik leider viel zu oft verharmlost wird“, erklärt Haug, stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag. „Zum Glück konnte am Ende der Dialog mit gesitteten Bürgern doch noch ansatzweise stattfinden. Nichtsdestotrotz: Dieser Abend war keine Sternstunde der Kölner Demokratie.“

Schockiert zeigt sich sein Kollege Jacobi über die Verletzung des Polizisten:

„Wir wünschen eine gute Genesung und trotz allem eine besinnliche Weihnacht. Unser besonderer Dank gilt der Polizei und den Mitarbeitern unserer Sicherheitsfirma, durch deren Einsatz Schlimmeres verhindert wurde.

Wir bedanken uns aber auch bei allen Bürgern, die trotz des Spektakels der Extremisten ausgeharrt haben und im späteren Verlauf tatsächlich mit kritischen Fragen in einen Dialog getreten sind.“

Jacobi ergänzt: „In den vergangenen Tagen konnte durch die Berichterstattung der Lokalpresse der Eindruck entstehen, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Mitgliedern des Deutschen Bundestages durch den Kölner Stadtrat behindert werden solle. Es ist dringend geboten, dass Frau Oberbürgermeisterin Reker dies richtigstellt. Bliebe in der Öffentlichkeit der Eindruck zurück, dass der Kölner Stadtrat ein gestörtes Verhältnis zu den demokratischen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland hat, wäre das ein erheblicher Rufschaden für die Stadt Köln.“

Das „Forum Volkshochschule im Museum“ befindet sich in der Cäcilienstraße am Neumarkt und ist ein städtischer Veranstaltungsraum. Im Rahmen ihrer Bürgerdialoge bietet die AfD-Bundestagsfraktion interessierten Bürgern in verschiedenen Kommunen Nordrhein-Westfalens die Möglichkeit, mit Mandatsträgern in Austausch zu treten.

 


Kölner Geiseldrama belegt Regierungsversagen

Beatrix von Storch

Der Terrorist von Köln hat ein 14-jähriges Mädchen in Brand gesetzt und später eine junge Frau als Geisel genommen und gedroht diese anzuzünden. An der jungen Frau hatte er laut Presseberichten mehre Gaskugeln befestigt.

Es ist nur dem schnellen Zugriff der Polizei zu verdanken, dass diese – Gott sei Dank – gerettet werden konnte. Der Täter bekennt sich wie der Terrorist Anis Amri, der mit einem Lastwagen auf dem Berliner Breitscheidplatz in eine Menge friedlicher Menschen raste, zur Terrororganisation Islamischer Staat.

Inwieweit es zwischen dem Geiselnehmer in Köln und dem IS direkte Verbindungen gibt, muss noch untersucht werden. Es passt aber in das Muster der islamischen Terrororganisation, die auch darauf setzt, Kriminelle anzuheuern, zu radikalisieren und zu Mordanschlägen auf ganz normale Bürger anzustiften.

Der Täter ist ein 55-jähriger Syrer, der in Deutschland – trotz zahlreicher Gesetzesübertretungen in der Vergangenheit – geduldet wird. Das ist ein weiteres eindringliches Beispiel für das Versagen der Merkel-Regierung, kriminelle und gefährliche Asylbewerber abzuschieben. Seit Jahren verspricht die Bundesregierung zu handeln, doch sie tut nichts, um die Bürger zu schützen.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Gefährder von 165 im Jahr 2014 (vor Merkels Grenzöffnung) auf 732 im Jahr 2018 gestiegen. Daneben existieren viele tickende Zeitbomben, die die Sicherheitsdienste noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Die Merkel-Regierung unternimmt nichts, um diese Gefahren durch konsequente Abschiebungen und Grenzschutz zu verringern. Die SPD hatte in der Vergangenheit sogar gefordert, dass Gefährder – also potentielle Terroristen – ihre Familien nach Deutschland nachholen dürfen. Die Innere Sicherheit ist die Kernaufgabe des Staates. Eine Regierung, die diese nicht mehr gewährleisten kann, ist nicht mehr tragbar.

 www.beatrixvonstorch.de


Köln: Tagung vom 15. bis 16. Oktober über Widerstand in Schlesien und Sudetenland

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Unter dem Motto „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Schlesien und im Sudetenland – Persönlichkeiten und Zukunftskonzepte“ veranstaltet die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen eine zeithistorische Fachtagung in Köln (Maternushaus) von Montag, den 15. Oktober, bis Dienstag, den 16. Oktober 2018.
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Die wissenschaftliche Leitung übernimmt Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel, Meckenheim.
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Bei dieser Veranstaltung geht es nicht allein um die Vorstellung von bekannten Persönlichkeiten, die Widerstand gegen die NS-Diktatur geleistet haben (z.B. Graf von Moltke und Graf York von Wartenburg) oder von Geistlichen, die ihren Glaubensmut mit dem Leben bezahlten, sondern auch um den Einfluß von Oppositionellen aus dem Osten auf die Entwicklung in Westdeutschland.

Außerdem befaßt sich die Tagung mit den politischen Konzepten des Widerstands in Ober- und Niederschlesien und im Sudetenland für die „Zeit danach“.

Die Forschung zum Widerstand in diesen Gebieten (die später von der Vertreibung betroffen waren) war bislang eher im Hintergrund geblieben. Durch neuere wissenschaftliche Biographien und Aufarbeitungen gab es Fortschritte in neuerer Zeit. Dabei geht es auch um die Frage, ob bzw. wie der deutsche Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den östlichen Nachbarländern  wahrgenommen und diskutiert wurde und wird.

Auf der Tagung sprechen zahlreiche angesehene Historiker/innen und Fachleute, darunter auch Geschichtsforscher aus den erwähnten Vertreibungsgebieten.

Das ausführliche Programm lesen Sie hier: https://kulturportal-west-ost.eu/wp-content/uploads/Einladung-ZG-2018.pdf

Die Anmeldung soll bis 7. Oktober erfolgen.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 60 Euro. Darin ist die Verpflegung für beide Tage enthalten. Um die Unterkunft sollen sich die Teilnehmer selber kümmern.

Kontakt-Daten: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
Godesberger Allee 72-74 in 53175 Bonn
Telefon: 0228/ 91512-0, E-Mail: kulturstiftung@t-online.de

 


Unionsfraktion dankt der Polizei etc. für die Verhinderung eines Terroranschlags

Laut Medienberichten sind bei dem in Köln festgenommenen Tunesier sehr viel mehr Rizinussamen gefunden worden als zunächst angenommen. Es wird vermutet, dass der Mann konkrete Pläne für die Herstellung eines Sprengsatzes hatte. Hierzu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Mathias Middelberg:

„Immer mehr deutet darauf hin, dass unsere Sicherheitsbehörden erneut einen gravierenden Terror-Anschlag in Deutschland verhindert haben. Allen, die an der rechtzeitigen Festnahme des verdächtigen Tunesiers mitgewirkt haben, gilt unser größter Dank!

Der Fall zeigt einmal mehr, dass die Bedrohung durch den gewalttätigen Islamismus in Deutschland andauert. Die CDU/CSU-Fraktion setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass unseren Behörden die nötigen Mittel zur Bekämpfung dieses gefährlichen Phänomens zur Verfügung stehen.“