Papst Benedikt: Sorge und Freude der Kirche

Kirchenboot im Sturm „bis zum Kentern angefüllt“…

Beim Requiem (Totenmesse) für den verstorbenen Kardinal Joachim Meisner las Erzbischof Georg Gänswein im Kölner Dom den Nachruf von Papst Benedikt vor, in welchem er den früheren Erzbischof von Köln würdigt, der zu den vier sog. „Dubia-Kardinälen“ gehört, welche mehrfach kritische Nachfragen zu „Amoris laetita“ von Papst Franziskus stellte.

In seinem Gedenkwort, das von Kardinal Woelki erbeten wurde, erwähnt der ehemalige Pontifex, daß er noch einen Tag vor Meisners Tod mit diesem telefoniert habe.

Benedikt schreibt sodann, daß wir in einer Zeit leben, in der die Kirche besonders dringend überzeugender Hirten bedarf, die der Diktatur des Zeitgeistes widerstehen und ganz entschieden aus dem Glauben leben und denken.“

Kardinal Meisner habe trotz aller kirchlichen Nöte aus der „tiefen Gewissheit“ gelebt, daß „der Herr seine Kirche nicht verlässt, auch wenn manchmal das Boot schon fast zum Kentern angefüllt ist“.

Zudem habe sich Meisner froh über eine neue Hinwendung zur Beichte gezeigt,  zumal „gerade junge Menschen, vor allem auch junge Männer, die Gnade der Vergebung erleben, das Geschenk, wirklich das Leben gefunden zu haben, das ihnen nur Gott geben kann.“

Auch das leise Anwachsen der eucharistischen Anbetung bei katholischen Jugendlichen habe den Kardinal „freudig gestimmt“; beim Weltjugendtag in Köln (an dem Papst Benedikt teilgenommen hatte) sei ihm dies ein „zentraler Punkt“ gewesen, daß es „die Anbetung gebe, eine Stille, in der nur der Herr zu den Menschen und zu den Herzen spricht.“

Übrigens hat auch Papst Franziskus einen Nachruf auf Kardinal Meisner nach Köln geschickt. Beifall von den Gläubigen im Dom erfolgte aber allein nach dem Gedenkwort des früheren Papstes Benedikt.

Die linksliberale „Süddeutsche Zeitung“ reagierte auf die beiden Nachrufe  – wohl doch überspitzt?  – mit dem Titel: „Benedikt gegen Franziskus“. (Siehe hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/katholische-kirche-benedikt-gegen-franziskus-1.3591263)


Warum schweigt Kardinal Woelki nicht von dem, was er nicht versteht…?

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

Meine Mutter hätte jetzt den Finger erhoben und mich vernichtend angeschaut: „Das ist doch ein Kardinal, ein heiliger Mann! Den darfst Du doch nicht kritisieren!“   – Eben doch! Nix „heiliger Mann“. Ein Kardinal ist nicht unfehlbar, nicht mal als Woelki.

Schon sein merkwürdiges „Verständnis“ für Moslems und islamische Flüchtlinge stießen manche Gläubige vor den Kopf.

Nebenbemerkung: Wieso fällt mir zu Rainer Maria Woelki gerade jetzt ein Zitat seines Vornamenvetters Rainer Maria Rilke ein? „Das Schweigen selbst gehört in einem weiteren Sinne zu den Mitteln des sprachlichen Ausdrucks…”

Lieber Gott im Himmel, bitte gib, daß Rainer Maria W. sich in Zukunft dieses „Sprachausdrucks“ bedienen möge. Amen!

Dann kam der nächste Knall: die Zustimmung zu der Selbstverdunkelung des Kölner Doms als Distanzierung von der Kögida-Demonstration, sinnbildlich für die ausgehenden Lichter in den Köpfen der hohen Geistlichkeit (im Oberstübchen etlicher Kirchenfürsten brennt das Licht nur noch auf Sparflamme  –  siehe S. E. Kardinal Marx).

Kardinal Woelki äußert sich gegen Israel

Und nun das: Der Kardinal tat neuerlich seinen Mund auf und heraus kam  –  Unsinn, nichts als Blödsinn. Ob aus Unwissenheit oder Berechnung? Wir wissen es nicht.

Wir können nur beten, daß zu Pfingsten der Hl. Geist dem geistlichen Herren ein wenig mehr Geist einhauchen und das Oberstübchen lüften möge.

Was ist geschehen? COLLAGE-BLUSP2  – Das „Christliche Forum“ (17. April) berichtet, der Kölner Erzbischof habe sich „besorgt über die Lage in Israel und Palästina“ gezeigt. Es sei „schon bedrückend zu sehen, daß Palästina eingemauert ist.” 

Felizitas Küble schreibt hierzu weiter:

„…Als wäre dies nicht genug des politischen Unfugs, fügte er hinzu: „Es ist auch erschreckend zu sehen, wie viele Checkpoints dort sind, und wie Israel palästinensische Gebiete bei möglichen Unruhen absperren kann.“

Nachdem das Kölner Oberhaupt die Vorgehensweise der israelischen Seite “bedrückend” und “erschreckend” findet, ist er dann sogar noch “bestürzt” – und zwar weil “sich Israel des Landes, das den Palästinensern zusteht, bemächtigt und dort durch Siedlungsbau eingreift.” 

Die Krönung des israelfeindlichen Unsinns manifestiert sich in folgender Aussage des Kardinals: „Wir hatten hier 1948 noch zehn Prozent Christen, als der Staat Israel gegründet wurde. Gegenwärtig geht die die Zahl der Christen gegen ein bis zwei Prozent.“ foto-dcubillas-www_freimages_com_

Kardinal Woelki schreibt haarscharf an der Wahrheit vorbei , wie das „Christliche Forum“ ausführlich erläutert (siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/04/17/koln-skandalose-auserungen-von-kardinal-woelki-gegen-den-staat-israel/).

Wie meinte Kardinal Woelki noch bemerken zu müssen: „Bedrückend“, „erschreckend“, „bestürzt“.  –  Ja, Eminenz, diese Vokabeln kennzeichnen Ihr Verhalten ganz richtig.

Hätten Sie doch wenigsten eine Ihrer drei Vokabeln  –  und eine neue: „alarmierend“ – mal übrig, ebenso couragiert die weltweite Christenverfolgung gerade in moslemischen Ländern anzuprangern, anstatt im linken Chor auf Israel einzuschlagen!
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Verehrter Herr Kardinal: “Klugheit ist eine Kardinaltugend, aber nicht immer eine Tugend der Kardinäle.”
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Unser Autor Peter Helmes ist katholischer Rheinländer und war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig, u.a. als Bundesgeschäftsführer der „Jungen Union“ (CDU-Jugendorganisation). Zudem war er 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent. Heute betreibt er die liberal-konservative Webseite https://conservo.wordpress.com/

Köln: Spontane Demo pro Israel zum Dom

Von Felizitas Küble

Am heutigen Freitag, den 11. Juli, gab es in der Kölner Innenstadt eine kurzfristig organisierte Solidaritäts-Demonstration für Israel. imm037_36A

Unser Christoferuswerk in Münster hatte erst gestern Nachmittag halb-intern etwas davon erfahren  –  im Internet konnten wir dazu nichts finden, so daß bei mir Zweifel aufkamen, ob diese spontane Soli-Aktion wohl überhaupt stattfindet.

Nachdem die israelische Botschaft mir heute Vormittag auf Anfrage telefonisch bestätigte, daß die Demo tatsächlich um 16 Uhr auf dem Rudolfsplatz in Köln beginnen soll, fuhr ich kurzerhand von Münster nach Köln, um ebenfalls ein Zeichen der Solidarität mit dem bedrängten jüdischen Staat zu setzen, der seit Wochen von hunderten Hamas-Raketen aus dem Gaza-Streifen angegriffen wird.

Auf dem Rudofsplatz versammelten sich ca 40 Leute, Juden und Nichtjuden, die wohl ebenfalls auf die Schnelle von dieser Veranstaltung gehört hatten.

Ein Polizei-Mannschaftswagen und mehrere Beamten begleiteten unseren Demonstrationszug, der eine gute halbe Stunde dauerte – und am Kölner Dom seinen Abschluß fand. imm033_32A

Dieser Polizeischutz war vorweg durchaus beruhigend, nachdem es in Hamburg unlängst bei einer Pro-Israel-Initiative zu Attacken aus ultralinken Kreisen gekommen war. (Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/06/23/hamburg-ultralinke-attacke-von-attac-auf-86-jahrigen-judischen-demonstranten/)

Es gab gottlob in Köln keinerlei Störungen, abgesehen von wenigen anti-israelischen Zwischenrufen durch Passanten. Einige unserer Teilnehmer riefen ab und zu im Sprechchor: „Solidarität mit Israel“„Befreit Gaza von der Hamas!“  oder „Einmal Auschwitz war zuviel!“

Jeder dritte oder vierte unserer Demonstranten trug eine große Israelfahne um den Körper   –  siehe erstes Bild (fotografiert auf einer Pro-Israel-Demo in Köln vor ein paar Jahren, an der ich ebenfalls teilnahm). deutschland-israel-flag

Ich trug diesmal eine Deutschlandflagge mit den Farben Schwarz-Rot-Gold wie ein großes Schultertuch, zudem ein blau-weißes Israel-Fähnchen, darauf unseren bewährten kleinen Aufkleber: „Hallo, ich bin CHRIST –  und das ist gut so!“

Auf dem Domplatz bedankten wir uns bei der Polizei abschließend für ihre freundliche „Begleitung“.

Info-HINWEIS: Derzeit agitiert SOLID  –  die Jugend der Linkspartei   –   wie wild gegen Israel: http://www.ruhrbarone.de/linkspartei-jugendverband-solid-mit-hitler-gegen-israel/83201

Fotos: Felizitas Küble

 

 


Birgit Kelle zur FEMEN-Aktion während der Weihnachtsmesse im Kölner Dom

Es gibt Menschen, denen ist nichts heilig. Schon gar nicht der Glaube anderer Menschen. Man kann eigentlich nur den Kopf schütteln darüber, dass diese Damen meinen, sie würden damit für die Würde der Frau eintreten. Also ich muss mich dafür nicht nackt auf einen Altar stellen…

Muss man sich mit den Femen politisch auseinandersetzen? Nein. Ich unterhalte mich gerne auf Augen-, nicht auf Brusthöhe. Ich kann mit Nackten auf dem Altar nichts anfangen. 558387_344678045621010_604335282_a

Und ich weiß auch gerne, mit wem ich es zu tun habe. Wer sind diese Frauen, wer finanziert sie?

Das passt zur Femen-Dokumentation der australischen Filmemacherin Kitty Green, die jahrelang mit den Femen gereist ist und bei den Filmfestspielen in Venedig in diesem Jahr ihr Ergebnis präsentierte unter dem Titel „Die Ukraine ist kein Bordell“.

Auch dort spielt ein Mann die Hauptrolle: Viktor Swjazkij, der sich selbst vor laufender Kamera als „Patriarch“ der Gruppe beschreibt. Die Mädchen selbst erzählen, wie er sie anschreit.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt in ihrer Filmkritik: „Er brüllt herum, erniedrigt seine Aktivistinnen, beschimpft sie für ihre Feigheit, erinnert sie an die Dollarzahlungen, die sie bekommen haben. Und die Frauen geben schließlich vor der Kamera zu, wie abhängig und verängstigt sie zum Teil sind, auf welche absurde Weise die interne Machtstruktur der Gruppe deren offizieller Ideologie widerspricht  –  eine verwendet sogar die Wörter „Sklavin“ und „Stockholm-Syndrom“.

Ach Mädchen, habt ihr das wirklich nötig? –  Männerfantasien zu bedienen und das als sexuelle Befreiung der Frau zu verkaufen?

Ihr protestiert also gegen Heidi-Klum-Show, weil sie die Frau auf ihr Äußeres degradiert und zieht euch dafür nackt aus? – Also noch mehr Nacktbilder von Frauen, die um die Welt gehen. Männer, die glotzen.

Ja, da hattet ihr in Berlin vor dem Barbie-Haus doch wirklich der ganzen Familie was geboten. Während Mutti mit den Töchtern drinnen schminken war, konnte Vati draußen mit den Söhnen nackte Brüste gucken.

Gruppensex-Aktionen vor laufender Kamera als politischer Protest? Das stellt ihr euch also als die selbstbestimmte Sexualität von Frauen vor? Immerhin, ihr habt erkannt, dass die weibliche Anatomie als Waffe einfach unschlagbar ist. Ihr habt aufs Neue bewiesen, dass Frauen in der Tat sehr gut in der Lage sind, ihren Körper und ihre Sexualität einzusetzen, wenn es ihnen nutzt. Wem nutzt ihr?“

Den ganzen Beitrag finden Sie in diesem Debattenmagazin:
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7777-femen-aktion-im-koelner-dom


Prima PLAKAT des Handwerksverbands

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit Sitz in Berlin betreibt bereits seit Mai dieses Jahres u.a. mit diesem religiösen Motiv eine höchst erfreuliche Imagepflege fürs Handwerk auf den öffentlichen Plakatwänden vieler Großstädte.

Das Bild zeigt den Steinmetz Michael Schlig, der auf einem Gerüst am Kölner Dom „himmelhoch“ ein Kreuz begutachtet.

Handwerk_DomDas evangelikale Nachrichtenmagazin IDEA-Spektrum hat diese Werbung in seiner aktuellen Ausgabe zu Recht als „Bild der Woche“ gewürdigt.

Wir veröffentlichen das Plakat mit freundlicher Genehmigung des ZDH.


Urteil über die „Pussy Riots“: Herumtrampeln auf religiösen Gefühlen muss bestraft werden

Von Dennis Riehle

Was bei aller Hysterie und Empörung um das Urteil für die sogenannte „Punk“-Band Pussy Riots kaum jemand zu sagen wagt, ist die Tatsache, dass die drei jungen Frauen eben nicht nur als Aktionskünstler provoziert haben.

Nein, sie haben sich gezielt und mutwillig einen Ort ausgesucht, an dem möglichst viele Gefühle verletzt werden können: Mit Randale und ohne jede Nachsicht schafften sie ihrem Ärger über eine durchaus zu kritisierende Politik eines umstrittenen Präsidenten und seines Systems dort Luft, wo die größte Empörung erzielt werden konnte.

Wer in einer Kathedrale mit voller Absicht die geistliche Ruhe stört und keinerlei Rücksicht auf Inventar und Gläubige nimmt, der hat es nicht nur auf politischen Protest, sondern auf das bildliche Herumtrampeln auf Empfindungen von Andersdenken abgesehen.

Abgesehen von jeglicher Gotteslästerung, der nur eine Minute dauernde „Auftritt“ wurde inszeniert und gefilmt, die weitreichendste Aufmerksamkeit und das größtmögliche Interesse sollten erzielt werden. Das Schmähen von Glaube und Bekenntnis, das ist nicht nur eine Aufruhr und öffentliches Ärgernis, sondern es ist tatsächlich eine blasphemische Demonstration von Hass und Wut auf orthodoxes Christentum.

Die Würde von Menschen, die im Gotteshaus ihren Frieden suchen und Besinnung zum Herrn finden möchten, wird mit Füßen getreten – mit einem Aufbegehren gegen Willkür und Unterdrückung durch einen Staatschef hat dies wahrlich gar nichts mehr zu tun.

Wie jeder andere Oppositionelle hätten auch die „Pussy Riots“ den Weg über ordentliche Protestmärsche oder gemeinsame Versammlungen nehmen können. Stattdessen wurde diese perverse und anstößige Art der Verunglimpfung zur alleinigen Eigenprofilierung gewählt, die im Respekt vor der Religionsfreiheit zweifelsohne zu Konsequenzen führen musste.

Auch ich sehe das Strafmaß von zwei Jahren im Gefangenenlager für übermütig und unverhältnismäßig. Doch die Begründung des Gerichts, die von vielen „Mainstream“-Medien als  „mittelalterlich“ abgetan wurde, hatte genau das erfasst, was die vielen Sympathisanten und Künstler in aller Welt, die den Damen ihre Solidarität aussprachen, blindlinks ausblendeten: Anarchie gegenüber Religion und Kirche kann und darf es nicht geben.

Der Einsatz für die Menschen- und Grundrechte ist lobenswert, doch einem Missbrauch dessen für bloßen Kampf gegen Sitten, Tradition, Kultur und Werte muss Einhalt geboten werden. Daran würde sich auch manche Justiz in unseren Landen ein Beispiel nehmen können…

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Dennis Riehle, evangelischer Prädikant
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
www.dennis-riehle-blog.de
 
PS:
Der Name der Punkband „Pussy Riots“ heißt in einer  – noch dazu dezenten  –  Übersetzung: „Vagina-Randale“
Hier eine Kostprobe aus derem „Gesang“:
„Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck“
„Mutter Gottes, werde Feministin, Feministin, Feministin“
„In die Schule kommt der Pfarrer – geh zum Unterricht, bring ihm Geld“
„Um den Heiligsten nicht zu betrüben, müssen Frauen gebären und lieben“Inzwischen gab es Solidaritäts-STÖR-AKTIONEN im Kölner Dom: http://de.gloria.tv/?media=323378