Anzeige gegen Beatrix von Storch erfolglos

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Ausgerechnet der als linkslastig bekannte „Tagesspiegel“ aus Berlin hat am heutigen Dienstag in einem Bericht eine erstaunliche Fairneß und Sachlichkeit bewiesen, während sonst fast alle Medien schweigen. Worüber?
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Das Ermittlungsverfahren gegen die stellv. AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch (siehe Foto) ist wegen erwiesener Unschuld eingestellt worden. Die Bundestagsabgeordnete war zuvor öffentlichkeitswirksam von der Kölner Polizei angezeigt worden. 
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Unter dem Titel „Kölner Polizei schweigt  – Die Unschuld der Frau von Storch“ kritisiert der „Tagesspiegel“, daß weder die Berliner Staatsanwaltschaft noch die Kölner Polizei diese Nachricht veröffentlicht hat: Als sich der Verdacht danach in Luft auflöste, so stellt sich jetzt heraus, verschwieg sie (die Polizei) es.“
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Natürlich muß nicht jede Verfahrenseinstellung verkündet werden – allerdings sieht die Lage dann anders aus, wenn zuvor mit riesigem Pressegetöse von der Strafanzeige wegen angeblicher „Volksverhetzung“ berichtet wurde. 
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Anlaß hierfür war ein Tweet der AfD-Parlamentarierin, in dem sie sich darüber beschwert, daß die Kölner Polizei auch auf Arabisch friedliche Silvesterfeiern wünschte; sie fragte, ob es dabei um die Beschwichtigung von „muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden“ ging.
 
Der „Tagesspiegel“ schreibt weiter, die Akten zu dieser Causa seien „schnell geschlossen“ worden; Frau von Storch habe keineswegs „zum Hass aufgestachelt, sondern auf die sexuelle Gewalt in der Kölner Silvesternacht von 2015 angespielt. Auch wenn sie sich „schlagwortartig und verkürzt“ geäußert habe (wobei in Twitter ohnehin nur Kurz-Kommentare möglich sind), sei dies im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubt.
 
Außer einer Meldung im Kölner Stadtanzeiger gab es laut Tagesspiegel nur „Schweigen im Medienwald“. Der bemerkenswerte Artikel beschreibt abschließend das Presse-Zuständigkeits-Gerangel zwischen StA (Staatsanwaltschaft) und Polizei – und endet dann mit den Worten: „Trotzdem bleibt wohl der Eindruck, dass es den Zuständigen als zu unangenehm erschien, öffentlich die Entlastung der umstrittenen Politikerin zu melden.“

Beatrix von Storch selber erklärt dazu: „Dass die Presse über die Anzeige breit berichtet hat, jetzt aber allein der Tagesspiegel darauf eingeht, zeigt, dass es um die Fairness in der Berichterstattung nicht gut bestellt ist.“


Anti-AfD-Randale in Köln: Der Tag beginnt bereits mit Gewalt gegen AfD und Polizei

Köln steht heute im Schatten der  – wie zu erwarten –  teilweise gewaltsamen Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag. Die Polizei rechnet mit ca. 50.000 Demonstranten. Viele Geschäfte sind geschlossen, der Verkehr in der Innenstadt teils komplett lahmgelegt.

Dabei ist jede Partei staatlich verpflichtet, einen Parteitag abzuhalten, auf dem die „Basis“ zu Wort kommt und den Vorstand wählt . Dies unterscheidet eine Demokratie doch gerade von einer Diktatur!

Für viele Parteitagsteilnehmer gerät der Weg ins Tagungshotel Maritim allerdings zum Spießrutenlauf. Der Kölner „Express“ berichtet sogar wörtlich von „Jagdszenen“ und schreibt:

„Demonstranten verfolgten Kleingruppen von AfD-Mitgliedern, die  –  geschützt von Bereitschaftspolizei – zum Maritim gehen. Es kommt immer wieder zu kleineren Rangeleien mit Polizisten, Laufspielen und aufgeregtem Geschrei, die Polizei hat die Situation aber unter Kontrolle.“

Gäbe es nicht 4000 Sicherheitskräfte, wäre die Situation für die AfD-Delegierten weitaus schlimmer. Allerdings wurde bereits vormittags zwei Beamten wegen ihres Einsatzes verletzt, wie mehrere Medien  – darunter die Kölner Rundschau – berichten. Ein Chaot attackierte mit einer Holzlatte ein AfD-Mitglied. Als der Polizist dem Opfer helfen wollte, wurde er selber so schwer verletzt, daß er dienstunfähig ist.

Dazu erklärte Polizeisprecher Wolfgang Baldes: „Ein Vermummter hat eben an der Markmannsgasse einen AfD-Delegierten angegriffen. Er schlug mit einer Holzlatte zu. Ein Polizist ging dazwischen und wurde durch den Schlag verletzt. Er bleibt heute dienstunfähig. Der AfD-Delegierte ist unverletzt. Der Täter konnte entkommen.“

Die Polizei meldet bei einem Teil der Demonstranten eine „aggressive Grundstimmung“. Zudem berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“: „Die Situation kippt auf der Rheinuferstraße. Es fliegen Rauchbomben.“

Der Berliner Publizist Dr. David Berger (siehe Foto) schreibt aktuell folgendes: 

„Auch am Chlodwigplatz ist die Stimmung extrem aufgeladen. Ich wurde mehrmals von in tiefes Schwarz gehüllten Personen schroff angegangen, das Fotografieren zu unterlassen.

Der „Kölner Stadtanzeiger“ spricht von überwiegend jungen Menschen, die da demonstrieren. Die Bilder von der Versammlung heute morgen am Chlodwigplatz sprechen eine wesentlich eindeutigere Sprache. Die Schlägertruppen des Linksstaates sind unter dem Etikett „Köln bleibt bunt“ unterwegs.“  

(Weitere Infos hier: https://philosophia-perennis.com/2017/04/22/rauchbomben-und-steine/)

Hannelore Kraft (SPD): Köln als Tagungsort ist eine „gezielte Provokation“ der AfD

Hunderte von Anti-AfD-Demonstranten hielten sich nicht an friedliche demokratische Gepflogenheiten, sondern bildeten Blockaden, teils durch Menschenketten, teils durch Fahrräder, wodurch AfD-Delegierten der Weg zum Parteitag so lange versperrt war, bis die Polizei die Blockaden geräumt hatte.

An der Rheinuferstraße wurden von Randalierern riesige Straßenpflastersteine gesammelt. Die Polizei versuchte einzugreifen, doch die Chaoten entkamen mit den Steinen. Zudem wurde von linksradikaler Seite Pyrotechnik gezündet. An der Sperrstelle vor der Kölner Malzmühle wurden Steine und Flaschen auf Polizisten geworfen.

BILD: Anti-AfD-Demonstranten mit der Parole „Kein Sex mit Nazis“ (Foto: Dr. David Berger)

Randalierer verübten außerdem Gewalt gegen Sachen, so wurde z.B. die gläserne Drehtür der Commerzbank zertrümmert und Fenster bei McDonalds am Dom eingeschlagen. Zudem schreibt der Kölner „Express“: Laut Polizei wurden an zwei Fahrzeugen Sachbeschädigungen gefunden; sie deuten darauf hin, dass die Fahrzeuge angezündet werden sollten.“

Dazu äußerte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) freilich kein kritisches Wort. Stattdessen erklärte sie allen Ernstes: Es sei eine „gezielte Provokation“ der AfD, den Parteitag in Köln auszurichten.
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Darf sich die AfD nicht einmal ihre Tagungsorte aussuchen, ohne erst bei der rotgrünen Landesregierung nachzufragen, ob es auch „genehm“ ist bzw. welche Städte als „nicht provokativ“ anzusehen wären?!
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ERLEBNISBERICHT von Dr. Berger zu den Vorgängen in Köln: https://philosophia-perennis.com/2017/04/22/anti-afd-demo-koeln/

Glaubenspräfekt Müller widerspricht Äußerungen von Bischof Overbeck

In der Debatte über die künftige Rolle des bischöflichen Lehramts in der katholischen Kirche ist es zu einer offenen Auseinandersetzung zwischen dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, gekommen. 0022

Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (heutige Montag-Ausgabe) trat der römische Kardinal der Position Overbecks entgegen, dass die Bischöfe „kein Rechtgläubigkeits-TÜV“, sondern Dialogpartner auf der Suche nach der Wahrheit seien: „Oh, ich glaube, der TÜV ist für die Verkehrsteilnehmer sehr wichtig, damit Unfälle mit schwerwiegenden Folgen vermieden werden. Wenn es um das Heil des Menschen und die Gefahren für das ewige Leben geht, haben die Bischöfe eine noch viel größere Verantwortung. Und das Wort Gottes ist sehr wohl eindeutig.“

Es gebe zwar legitimerweise verschiedene theologische Schulen, aber nur den einen Glauben, fügte Müller hinzu.

Bischof Overbeck hatte in einem Kommentar für die Zeitschrift „Herder-Korrespondenz“ geschrieben, die Zeit der Eindeutigkeit sei vorbei. Angesichts der Schwierigkeiten der Theologie, interdisziplinär einen wissenschaftlichen Diskurs auf Augenhöhe zu führen, müsse die Freiheit des Denkens gestärkt und nicht reglementiert werden.

Es sei heute klar, dass Glaube und Glaubenskonsens in der Kirche nicht mit autoritativen Mitteln durchgesetzt werden könnten und dürften.

Zuvor war es bereits zwischen den Freiburger Theologen Magnus Striet und Eberhard Schockenhoff einerseits  – und den Bischöfen Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Stefan Oster (Passau) andererseits zu Auseinandersetzungen über die Rolle der Theologie gekommen.

Pressemitteilung des Kölner Stadtanzeigers: http://www.presseportal.de/pm/66749/3263594

Foto: Bistum Regensburg


Presserat rügt „Kölner Stadtanzeiger“ wegen Denunzierung eines Polizisten

Im Oktober 2014 schrieb ein Polizist einen Leserbrief an den Kölner Stadtanzeiger, in dem er drastisch die Probleme mit Einwanderern in der Stadt schilderte. Anstatt den Brief zu veröffentlichen, denunzierte das Blatt den Beamten beim Polizeipräsidium. Dieses leitete disziplinarische Schritte gegen den Beamten ein. 033_30

Zugleich veröffentlichte der Kölner Stadtanzeiger mehrere Berichte über den von ihm selbst losgetretenen Fall. Dort wurde der Leserbrief als „fremdenfeindlich“ bezeichnet. Mindestens ein Artikel, in dem sich der Kölner Polizeipräsident über den Streifenbeamten empörte, wurde mittlerweile gelöscht.

Die Kampagne des Kölner Stadtanzeigers stieß bereits nach der Veröffentlichung auf heftige Kritik bei vielen Polizisten. Sie beschwerten sich erfolgreich beim Presserat über das Vorgehen des Blattes.

Der Presserat sprach nun eine Mißbilligung gegen die Zeitung aus. Das Medium habe den Grundsatz des Redaktionsgeheimnisses verletzt. Demnach dürfen Leserbriefe „in keinem Fall an Dritte weitergegeben werden“.

Die Entscheidung ist noch nicht vom Presserat verkündet worden. Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT bestätigte das nichtstaatliche Gremium jedoch den Beschluß, der am 11. März 2015 gefällt wurde.

Bericht von Henning Hoffgaard in der Wochenzeitung Junge Freiheit: http://www.jungefreiheit.de


Feldzug gegen Rom: Pater Klaus Mertes SJ attackiert Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller

Von Felizitas Küble

Der Jesuit Klaus Mertes kritisiert seit vielen Jahren die Sittenlehre der katholischen Kirche, zumal ihre Sexualethik und hierbei vor allem die Ablehnung homosexueller Handlungen. Als Direktor des Berliner Canisius-Gymnasiums hat er ökumenische Homosexuellen-Gottesdienste in Potsdam zur Vorbereitung von CSD-Paraden mitgestaltet.

Durch seine vermeintliche „Aufdeckung“ von Mißbrauchsfällen im eigenen Jesuitenorden (zunächst bezogen auf das Canisiuskolleg) stieg der Geistliche schnell zum allseits gepriesenen Liebling der Medien auf, zumal er seine „Aufklärung“ mit grundsätzlichen Angriffen gegen die katholische Morallehre verknüpfte, was im Blätterwald äußerst gut ankam. AL-0005

P. Mertes hat sich jetzt gegenüber dem als betont kirchenkritisch bekannten „Kölner Stadtanzeiger“ in einer Weise gegen Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller (siehe Foto) geäußert, die selbst für heutige „liberale“ Jesuitenverhältnisse reichlich aus dem Rahmen fällt (siehe HIER), wobei er de facto sogar den Rücktritt des obersten Glaubenshüters der katholischen Weltkirche fordert.

Romtreue Gläubige stellen sich allmählich die Frage, wie lange es noch dauert, bis P. Klaus Mertes auch dem Papst selbst die Amtsniederlegung vorschlägt…

Das bekannte Sprichwort „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ sollte sich der Ordensgeistliche dick hinter die Ohren schreiben. Tatsache ist nämlich, daß die von P. Mertes im Januar 2010 „aufgedeckten“ Mißbrauchsfälle ordensintern schon seit Jahren bekannt waren.

Der Jesuit ging offenbar nicht zuletzt deshalb an die Öffentlichkeit, um aus der Not gleichsam eine Tugend zu machen, sich als großartiger „Saubermann“ feiern zu lassen und seine Aktion mit zahlreichen Vorwürfen gegen die katholische Kirche zu garnieren, was seine Beliebtheit noch steigerte.

Vertuschung z.B. in der Causa P. Bernhard Ehlen 

Hier folgt ein Vertuschungs-Beispiel (stellvertretend für zahlreiche weitere) durch die Jesuitenleitung:

Pater Bernhard Ehlen war Gründer und bis 2006 auch Geschäftsführer der in Medien vielgeschätzten Initiative „Ärzte für die Dritte Welt“, die tausende Mediziner in Entwicklungsländern aussandte. Die Schauspielerin Maria Furtwängler war Präsidentin des Vereins-Kuratoriums. 

Doch der Geistliche hatte in den 70er Jahren als Lehrer mehrfach Schüler mißbraucht (dies ist unstrittig und wurde von ihm selber eingeräumt). Über P. Ehlens sexuellen Untaten wußte die deutsche Jesuitenleitung bereits seit 2005 intern Bescheid. Aber erst Ende Januar 2010  –  also  n a c h  der öffentlichkeitswirksamen „Aufdeckung“  –   wurde Pater Ehlen suspendiert (von seinen priesterlichen Funktionen entbunden).

Warum erfolgte denn die Suspension des Geistlichen, der heute im Seniorenheim der Jesuiten in Köln wohnt, nicht bereits 2005, nachdem die Jesuitenleitung intern davon wußte? 

Schon damals stellte sich die ernste Frage, mit welch merkwürdiger Logik Pater Mertes derart unseriös und dreist (re)agieren kann:

Erst wird das Ansehen der Kirche durch die Mißbrauchsfälle im Jesuitenorden massiv beschädigt, danach entsteht weiterer Schaden durch jene, die vorher jahrelang vertuscht haben, indem sie jetzt nach der Devise „Haltet den Dieb“ die Kirche wegen ihrer Sittenlehre angreifen.

Dabei steht eines fest: Hätten sich jene Täter-Priester an die katholische Moral gehalten, dann wäre es zu den schändlichen Vorfällen gleich gar nicht gekommen.

Hochmut kommt bei P. Mertes sogar  n a c h  dem Fall

Es ist aber geradezu zynisch, die geschädigte Kirche obendrein weiter anzugreifen, statt sich zerknirscht ins letzten Eck zu verdrücken. Mir fällt hier ein weiteres Sprichwort ein: „Hochmut kommt vor dem Fall“  –  aber bei Pater Mertes  & Co. kommt der Hochmut sogar  n a c h  dem Fall…!

Die Vorgangsweise der Jesuitenleitung trägt ohnehin deutliche Züge eines abgekartetes Spiels, bei dem es weniger um die Opfer geht, auch nicht so sehr um eine konsequente Bestrafung von Tätern, sondern offenbar vor allem modernistische „Kirchenpolitik“.

Genauer gesagt: Ziel war es, jene „Mißbrauchsfälle“, die ohnehin eine „Zeitbombe“ darstellten, in einer Weise „aufzuklären“, die sich zugleich mit Attacken gegen die kirchliche Sexuallehre kombinieren ließ  –  und dem Jesuitenorden immerhin noch den ehrenvollen Ruf einbrachte, tolle Super-Saubermänner und äußerst respektable Aufdecker zu sein.

FAZ über P. Klaus Mertes: „Maßlose Polemik“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte dieses strategische Ränkespiel schon damals weitgehend durchschaut. Am 13. Februar 2010 erschien ein aufschlußreicher Kommentar auf Seite 1 der FAZ: 

Patrick Bahners schreibt dort unter dem Titel „Die Dynamik eines Skandals“ über Pater Mertes, dieser verknüpfe seine Aufklärungsaktionen mit „maßloser Polemik gegen die kirchliche Lehre und die kirchlichen Autoritäten“.

Sodann heißt es in jenem Leitartikel weiter: „Mertens nimmt Anstoß an der Unschuldsvermutung… Die Unschuldsvermutung ist eine Minimalanforderung an jedes gerechte Verfahren, auch im kirchlichen Strafrecht.“  –  Der vorletzte Satz Bahners lautet:  „Die Feinde der Kirche glauben ohnehin, daß für das Personal dieser repressiven Anstalt die Schuldvermutung gilt.“

In vielen Sensationsblättern, aber teils auch in der sog. „Qualitätspresse“ wird bei unbewiesenen Anschuldigungen gegen Kirchenvertreter häufig eine Schuldvermutung statt der gebotenen Unschuldsvermutung zugrundegelegt.

Damit findet die Umkehrung eines entscheidenden Rechtsstaatsprinzips statt. Immer häufiger werden in Medienkampagnen wesentliche Rechtsgrundsätze beiseite geschoben, wenn es gilt, katholische Geistliche in Mißkredit zu bringen.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster

DIESER ARTIKEL wurde auch auf der JOURNALISTEN-Watch veröffentlicht: http://journalistenwatch.com/cms/2014/02/08/feldzug-gegen-rom-pater-klaus-mertes-sj-attackiert-glaubenspraefekt-gerhard-l-mueller/

ERGÄNZENDER BEITRAG zur Causa P. Mertes: https://charismatismus.wordpress.com/2014/02/08/pater-klaus-mertes-sj-und-seine-eigene-instrumentalisierung-der-misbrauchsdebatte/

Foto: Bistum Regensburg


Kardinal Maradiaga erteilt Erzbischof Gerhard L. Müller zeitgeistigen Nachhilfeunterricht

Befindet sich der Glaubenspräfekt noch im Lernprozeß?

Wie die „Mittelbayerische Zeitung“ vom heutigen Montag, den 20. Januar, unter dem Titel „Kardinal kritisiert Erzbischof Müller“ berichtet, äußerte sich Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga öffentlich in abfälliger Weise über Kurien-Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation und designierten Kardinal.

Der 71-jährige Kirchenmann aus Honduras ist Koordinator des vatikanischen Kardinalsrats für die Kurienreform. Er sieht, wie die bayerische Regionalzeitung süffisant schreibt, „den Präfekten der Glaubenskongregation noch im Lernprozess.

In einem Interview mit dem als linksliberal bekannten „Kölner Stadtanzeiger“ vom heutigen Montag gab der Kardinal zuMüller verstehen, der 66-jährige Erzbischof Müller sei eben ein Deutscher und „obendrein“ auch noch Theologieprofessor: „In seiner Mentalität gibt es nur richtig oder falsch, das war’s.“

Wobei wohl zu bedenken wäre, daß Christus selbst verkündet hat: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37).

Von jener Richtig-oder-falsch-Mentalität hält der Kardinal aber offenbar nicht viel, weshalb er Glaubenspräfekt Müller eines „Besseren“ belehrt:

„Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig flexibel sein, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.“

Freilich war „die Welt“ noch nie „so“, wie Gott und Kirche es gerne hätten. Bereits in urchristlicher Zeit bewährte sich das junge Christentum in bewußter Abgrenzung zum damaligen Zeitgeist, der stark von heidnischer Vergnügungslust geprägt war. 

Der hl. Völkerapostel Paulus ermahnte die damaligen Gläubigen im Römerbrief (Röm 12,2):

„Passt euch nicht dieser Weltzeit an, sondern lasst euch durch die Erneuerung der Gesinnung umwandeln, so dass ihr erkennt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Zudem erklärte der Kardinal in dem Interview, auf die pastoralen Herausforderungen  –  z.B. zu Ehe und Familie  – müsse die Kirche zeitgemäße Antworten geben, die „nicht mehr aus Autoritarismus und Moralismus“ stammten.

Als er Erzbischof Müllers Äußerungen über die kirchliche Autorität las, habe er gedacht: „Okay, vielleicht hast du Recht, vielleicht aber auch nicht.“

Der lateinamerikanische Kirchenmann vermutet freilich, Glaubenspräfekt Müller werde noch „dahin gelangen, andere Ansichten zu verstehen“. Derzeit sei er „halt noch am Anfang, hört bloß auf seinen Beraterstab“.

Aus dem Interview ergab sich außerdem, daß der kritiklustige Kardinal mit Erzbischof Müller, den er hier reichlich flapsig und von oben herab der Lächerlichkeit preisgibt, bislang noch nicht persönlich gesprochen  hat.

Soll dieser rüde und unseriöse Stil, hochrangige Mitbrüder öffentlich abzukanzeln, etwa die vielgerühmte neue „Dialogkultur“ in der Kirche darstellen?

HINWEIS: Inzwischen hat der „Kölner Stadtanzeiger“ das Interview mit Kardinal Maradiaga online gestellt: http://www.ksta.de/politik/-papst-vertrauter–tebartz–kommt-nicht-zurueck-,15187246,25935270.html

Ein Frauenblog erteilt dem Herrn Kardinal medizinischen Nachhilfe-Unterricht: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/der-kardinal-maradiaga-will-kein.html

Hier erfolgt die gerechte theologische Watschn: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/merkwurdiges-aus-der-kurie.html#more

Foto: Bistum Regensburg


Als Christen sollen wir Salz der Erde sein, nicht das Öl im Getriebe der Welt

Von Heidelore Puttkamer

Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlichte am 16. Oktober unter dem Titel „Eine Frage der Glaubwürdigkeit“ einen Artikel von Frank Olbert. Darin wird  Joachim Franks Buch „Wie kurieren wir die Kirche?“ völlig unkritisch präsentiert. Frank ist ein linksgerichteter Kirchenredakteur dieser Kölner Regionalzeitung.   

H. Puttkamer

H. Puttkamer

Allein der Buchtitel klingt bereits reichlich anmaßend, denn offenbar glaubt  der Autor, die passenden Rezepte zur „Sanierung“ der Kirche in seinem Köcher zu haben.

Hiervon kann bei näherem Hinsehen aber keine Rede sein. Vielmehr bietet das Buch diesem Bericht zufolge die üblichen, immer gleichen „Lösungsvorschläge“, vor allem die Abschaffung des Zölibats sowie die Einführung des Frauenpriestertums.

Unbeantwortet bleibt bei soviel 08/15-Weisheit die naheliegende Frage, warum die evangelische Kirche seit Jahrzehnten höhere Austrittszahlen und weniger Kirchenbesucher aufweist als die katholische Kirche, obwohl es dort erstens keinen Zölibat und zweitens Pastorinnen gibt.

In Wirklichkeit erweist sich die vielfach geforderte „Glaubwürdigkeit“ der Kirche gerade in ihrer Unabhängigkeit von ideologischen Modewellen und wechselnden Zeitgeistströmungen. Anpassung oder gar Anbiederung gegenüber der „Welt“ mag für kurzfristige Beliebtheit sorgen. Auf Dauer erkennen die Menschen aber durchaus, daß eine solch oberflächliche und rückgratlose Kirche überflüssig wäre.

Als Christen sollen wir Salz der Erde sein –  und keineswegs das Öl, sondern Sand im Getriebe der Welt.

So sieht wirkliche Glaubwürdigkeit aus, die sich an Christus orientiert, der sich vor 2000 Jahren beileibe nicht den Verhältnissen anpaßte, sondern „Zeichen des Widerspruchs“ war  – und immer bleiben wird.