China indoktriniert Tibets Jugend in Lagern

Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat das kommunistische Regime China in Nyingtri im Südosten Tibets neue Militärlager speziell für die jüngere Generation der Tibeter errichtet.

Die IGFM sieht mit der Indoktrination der Jugend den nächsten Schritt der Assimilationspolitik Chinas in Tibet erreicht und kritisiert scharf die „fortschreitende Auslöschung der tibetischen Kultur“.

Laut Berichten der kommunistischen Staatsmedien werden in der Grenzregion zu Indien tibetische Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren während der Schulferien trainiert. Die Kinder erhalten in den Lagern einen Disziplin-Crashkurs, einschließlich militärischer Übungen und körperlicher Aktivitäten.

Am 27. Juli 2021 berichteten chinesische Staatsmedien, dass beim „Junge-Tibeter-Schneefalken-Sommerlager“ am Ufer des Draksum Sees hunderte Kinder aus Grund- und Sekundarschulen in Lhasa die Ausbildung abgeschlossen haben. Ein weiterer offizieller Bericht handelt von der Errichtung des nationalen Verteidigungs-Ausbildungszentrums, bekannt als „Tibet Rong He Military Training Centre“.

Darin heißt es, das Hauptziel des Zentrums bestehe darin, „disziplinierte und gehorsame Kinder mit starker körperlicher Kraft heranzubilden, da sie die Hoffnung für die Zukunft des Landes sind. Ihre Erziehung ist eng mit der Nation verbunden und wird ihr Schicksal bestimmen.“

Quelle: http://www.igfm.de


Tag der Rußland-Deutschen am 28. August: Erinnerung an Stalins Zwangsdeportationen

Es geschah vor genau 80 Jahren: Das Dekret vom 28. August 1941, in dem Stalin die Zwangsdeportation der Wolgadeutschen nach Sibirien und Zentralasien anordnete, war nur der Anfang jahrzehntelanger Folter und Entrechtung.

Sowjetdiktator Stalin

In den nachfolgenden Jahren war es den Rußlanddeutschen streng verboten in der Öffentlichkeit Deutsch zu sprechen oder ihre Kultur zu leben.

Die Jahrzehnte von 1941 bis weit in die 1980er sind daher eine Zeitspanne, die im kollektiven Bewusstsein der Russlanddeutschen nach wie vor eine große Rolle spielt.

Deswegen wurde in den 1980er Jahren der 28. August zum „Tag der Rußlanddeutschen“ erhoben.

An diesem Tag wird seitdem der schrecklichen Ereignisse und der vielen Opfer der kommunistischen Diktatur in der einstigen Sowjetunion gedacht.

Dazu erklärt der menschenrechtspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jürgen Braun:

„Heute vor 80 Jahren befahl der kommunistische Diktator Stalin, hunderttausende völlig unschuldige deutschstämmige Menschen zu deportieren. Innerhalb weniger Wochen wurden die Russlanddeutschen unter grausamen Bedingungen nach Sibirien und Zentralasien deportiert und in Arbeitslager interniert.

Unerträgliches Leid wurde ihnen dabei zuteil. Viele von ihnen verhungerten, wurden erschossen oder noch grausamer ermordet. Ungezählte Frauen starben nach Vergewaltigungen, zigtausende Kinder wurden ebenfalls ermordet.

Selbst nach Stalins Tod wurden die deutschstämmigen Einwohner der Sowjetunion weiter diskriminiert und unterdrückt. Erst mit dem Niedergang der Sowjetunion gelangten die Deutschen aus Russland wieder in die Heimat ihrer Vorfahren.

Heute blicken alle Deutschen gemeinsam auf das Martyrium der Russlanddeutschen zurück. Seit den 1980er Jahren gibt es diesen Tag, und in einer Welt voller wachsender Unsicherheiten, gerade in Zentralasien, ist er aktueller denn je.


Kuba: Bürgerrechtler Pablo Moya verstorben

Der kubanische Regimekritiker Pablo Moya Delá (siehe Foto) ist in der Nacht vom 27. August in einem Krankenhaus in Santiago de Cuba aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung gestorben. Kommunistische Behörden verweigerten dem Sprecher der Kleingewerbetreibenden und ehemaligen Seemann lange Zeit angemessene Pflege und Medikamente.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) trauert mit der Familie des politischen Gefangenen.

„Pablo Moyas Tod wurde bewusst in Kauf genommen. Gewalt gegen Regimekritiker und Folter von politischen Gefangenen sind Bestandteile des diktatorischen Regimes unter der seit 61 Jahren allein regierenden Kommunistischen Partei Kubas. Während das kubanische Regime Wirtschaftsreformen ankündigt, hat es den Tod des Sprechers der Kleingewerbetreibenden nicht verhindert“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Pablo Moya Delá wurde am 21. September 2020 in Havanna festgenommen. Grund war sein friedlicher Protest gegen die willkürliche Verteilung von Bußgeldern an Kleingewerbetreibende sowie die mangelnde Versorgung von Grundnahrungsmitteln.

Der 65-Jährige, der sich in der Demokratiebewegung Unión Patriótica de Cuba (UNPACU) engagierte, trat nach seiner Verhaftung in den Hungerstreik und wurde in ein knapp 900 Kilometer entferntes Gefängnis in Santiago de Cuba gebracht und dort mit kriminellen Gefangenen zusammengelegt.

Im Juni 2021 wurde Pablo Moya im Gefängnis von einem anderen Häftling angegriffen und verletzt. Trotz seiner Verletzungen und seines hohen Alters erhielt er keine medizinische Versorgung. Moya protestierte und trat in einen über 40 Tage dauernden Hungerstreik, um sein Recht auf medizinische Versorgung einzufordern.

Er konnte weder mit seiner Familie kommunizieren noch Besuch empfangen, berichtet die IGFM. Erst als er schwer krank und unterernährt war, willigten die Behörden ein, ihn in ein Krankenhaus zu verlegen.

Die IGFM, die auf Kuba mit einer Sektion vertreten ist, berichtete wenige Tage vor seinem Tod über seinen kritischen Gesundheitszustand und wusste aus erster Hand, dass ein Arzt im Krankenhaus diagnostizierte, dass Pablo Moya sich im medizinischen Zentrum mit einem Bakterium infiziert hatte, das seine Lunge zerstörte.

Die IGFM stand in den letzten Monaten mit seiner Familie in engem Kontakt und verfolgte die Situation des kubanischen Regimekritikers aufmerksam. Im Rahmen der Gefängnispost-Initiative Very Important Stamps setzte sich die IGFM für seine Freilassung und die weiterer politischer Gefangener ein.

Der bekannte Hamburger Künstler Heiko Müller unterstützte die Aktion mit einer eigens für Pablo Moya Delá kreierten Briefmarke, die bei der IGFM bestellt werden konnte, um dem Kubaner einen solidarischen Brief oder eine Postkarte direkt ins Gefängnis schicken zu können.

Weitere Informationen über die Menschenrechtssituation auf Kuba


China: Tibetischer Mönch Konmey verhaftet

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ist der ranghohe tibetische Mönch Konmey am 20. Juli 2021 in der Provinz Sichuan festgenommen worden. Er wird seither von der kommunistischen Diktatur an einem unbekannten Ort gefangen gehalten.

Angeblich soll er politische Diskussionen auf der chinesischen Internet-Plattform WeChat geführt haben. Tatsächlich hat der 45-Jährige nach Informationen der IGFM aber lediglich Gebete rezitiert.

Die IGFM verlangt die sofortige Freilassung des Mönchs Konmey.

„Wir fordern, dass China den Aufenthaltsort nicht länger verheimlicht und umgehend die Anklage gegen den Mönch Konmey offenlegt und ein Rechtsanwalt für den Inhaftierten tätig werden kann. Das Vorgehen gegen den ranghohen tibetischen Mönch ist ein Beispiel dafür, wie die Tibeter ihrer Sprache, Kultur, Religion und damit ihrer Identität durch die chinesische Assimilationspolitik beraubt werden.

Die Inhaftierung des Mönchs Konmey an unbekanntem Ort zeigt, dass China seine totalitäre Gleichschaltungspolitik fortsetzt. In jüngster Zeit wurden zahlreiche tibetische Gelehrte verhaftet“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Konmey, der im Trotsik-Kloster in Ngaba als disziplinarischer Leiter fungierte, war in jungen Jahren in das tibetische Kloster eingetreten. Vertraute des Mönchs haben anonym berichtet, dass Konmey nur Gebete in der WeChat-Gruppe geteilt und in den sozialen Medien nie über politisch sensible Themen gesprochen habe.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in China


Kuba: Acosta als erster Journalist durch neues „Knebelgesetz“ verurteilt

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, gehört der kubanische Journalist Yoel Acosta zu den ersten Sanktionierten durch das „Knebelgesetz“.

Wenige Wochen nach den landesweiten Protesten hat die kommunistische Diktatur in Kuba am 18. August 2021 ein neues Internet-Dekret zur Cybersicherheit erlassen.

Acosta wurde wegen kritischer Berichterstattung über die Lebenssituation der Menschen in der Stadt Baracoa im Osten Kubas zu einer Geldstrafe von 2.000 kubanischen Pesos (etwa 71 Euro) verurteilt – was auf der Karibikinsel drei durchschnittlichen Monatsgehältern entspricht.

Mit der Geldstrafe erging an Yoel Acosta auch eine schriftliche Verwarnung wegen „des Versuchs, die Souveränität des Landes zu verletzen und es mit seinen Videos und Berichten zu diskreditieren“. Ihm wurde eine Frist von 72 Stunden eingeräumt, um die Geldstrafe zu bezahlen, andernfalls droht ihm Gefängnis.

Während der Proteste haben sich die Menschen auf Kuba über die sozialen Netzwerke organisiert und online Videos über die gewaltsame Reaktion des Regimes geteilt. Dadurch konnte die Welt live dabei sein und die Demonstrationen eine solche Wirkung entfalten. Daher versucht die castristische Führung, die freie Meinungsäußerung online weiter einzuschränken. Zukünftige Protestaktionen sollen bereits im Keim erstickt werden. Ein freies Internet ist eine wesentliche Voraussetzung für ein freies Kuba“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Informationslenkung und Isolierung nach Vorbild Chinas

Überwachungsstellen wie das Open Observatory of Network Interference und das Institut für Kriegs- und Friedensberichterstattung berichten über Spuren von chinesischen Quellcodes und der Marktherrschaft chinesischer Internetanbieter wie Huawei, TP-Link und ZTE. Hinzukommt, dass die schwedische Organisation Quirium in Erfahrung gebracht hat, dass Kuba die Huawei Netzwerkverwaltungssoftware eSight verwendet, um die Websuche zu filtern. Dank chinesischer Technik hat Kuba das nötige Arsenal, um seine Bevölkerung mundtot zu machen, kritisiert die IGFM.

Der Fingerabdruck Chinas ist der Telekommunikationsstruktur Kubas deutlich zu entnehmen. Das kubanische Unterseekabel ALBA-1, das die Telekommunikationsarchitektur der Insel über Venezuela mit Südamerika verbindet, wurde teilweise von chinesischen Unternehmen finanziert und gebaut.

Weitere Informationen über die Menschenrechtssituation auf Kuba


Kuba: Der verschleppte Bürgerrechtler Daniel Ferrer muss wieder ins Gefängnis

Der an einem unbekannten Ort inhaftierte prominente kubanische Demokratieaktivist José Daniel Ferrer García (siehe Foto mit seiner Frau) soll eine ausgesetzte Gefängnisstrafe von vier Jahren und 14 Tagen verbüßen.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wird dem Vorsitzenden der Patriotischen Union Kubas (UNPACU) vorgeworfen, gegen Bewährungsauflagen verstoßen zu haben.

Die Dritte Strafkammer des Gerichts von Santiago de Cuba hat den Oppositionsführer am 12. August dazu verurteilt, den Rest der im vergangenen Jahr verhängten Strafe in einem Gefängnis zu verbüßen.

Ferrer war im Zuge der Massenproteste am 11. Juli 2021 von Unbekannten verschleppt worden. Seither wird sein Aufenthaltsort geheim gehalten.

Die IGFM, die auf Kuba durch eine Sektion vertreten ist, fordert vom kommunistischen Partei- und Staatschef Díaz-Canel Auskunft über den Aufenthaltsort und Gesundheitszustand des politischen Gefangenen.

Ferrers Familie hat bis heute keine Informationen über seine Gesundheit und den Ort seiner Inhaftierung. Die verbleibende Haftstrafe geht auf ein am 26. Februar 2020 verhängtes Urteil zurück, welches später in eine Freiheitsbeschränkung umgewandelt wurde.

So wie Ferrer, Gründer und Sprecher der Demokratiebewegung UNPACU, werden zahlreiche Regimekritiker seit dem 11. Juli vermisst, erklärt die IGFM.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage auf Kuba


Tagung über christliche Existenz unter Hammer und Sichel in Südosteuropa

Von Stefan P. Teppert

Zum dritten Mal widmete sich in diesem Jahr eine Tagung des St. Gerhardswerks in Stuttgart der Geschichte der katholischen Kirche in Südosteuropa.

Während die beiden Vorgänger-Tagungen sich auf die Zwischenkriegszeit konzentriert und Aufbruchsbewegungen sowie Antworten auf den Fortschritt und gesellschaftliche Herausforderungen thematisiert hatten, wurde diesmal die Situation der Kirche in Ungarn, Jugoslawien und Rumänien von 1944/45 bis ca. 1950, also unter kommunistischen Diktaturen vergleichend untersucht.

Wie in den Jahren zuvor leitete Prof. Dr. Dr. Rainer Bendel (siehe Foto) auch die Vorträge und Diskussionen am 17. Juli 2021 im „Weltzentrum der Donauschwaben“ in Sindelfingen.

Als Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft katholischer Vertriebenenorganisationen (AKVO), Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Universität Hohenheim und Vorsitzender des Instituts für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa, hatte er das Programm wieder konzipiert und als Kooperationsveranstaltung des St. Gerhardswerks mit dem Verein Haus der Donauschwaben ermöglicht.

Einleitend plädierte Bendel dafür, das Thema so offen wie möglich zu halten, ohne weltanschauliche Prämissen wie die metaphysische Einordnung und Kategorisierung nach Wesensmerkmalen bis in die 70-er Jahre.

Heute stelle sich die Frage, ob auch andere Ebenen der erschließenden Betrachtung Erkenntnisgewinn versprechen, etwa mit Blick auf die Alltagssituation der Menschen, auf lokale Bereiche, Einzelschicksale und allmähliche Entwicklungen.

Es gehe lediglich um Sonden in das weite Themenfeld, nicht um eine erschöpfende Behandlung.

Eine erste Schneise schlug aus der Perspektive der katholischen Kirche im jugoslawischen Sozialismus der 1966 geborene Prof. Dr. Aleksandar Jakir (siehe Foto), der seit 2007 Zeitgeschichte lehrt an der Abteilung für Geschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Split (Kroatien).

Bei der Machteroberung der jugoslawischen Kommunisten habe in einem hasserfüllten Abrechnungsfuror die exzessive Gewalt mit ca. 80.000 Todesopfern bei Kriegsende ein exorbitantes Ausmaß erreicht, wobei der Terror als Revolution zur Überwindung der bürgerlichen Klassengesellschaft legitimiert wurde.

Wie in anderen kommunistischen Staaten führte auch in Jugoslawien ein Polizei- und Geheimdienst nach sowjetischem Vorbild im Dienst der Partei Listen derjenigen, die es zu liquidieren galt, vor allem Vertreter der Intelligenz, Bourgeoisie, Industriellen, reichen Landbesitzer und Kulaken, aber auch der Kirchen.

Religion wurde als falsches Bewusstsein und ideologische Waffe der Ausbeuter begriffen und zur Privatsache des Einzelnen degradiert. In der katholischen Kirche sah das neue Regime unter Marschall Tito einen der stärksten Pfeiler der reaktionären Kräfte, von Anfang an war das Verhältnis zu ihr durch offene Feindseligkeit geprägt, obwohl sich gegen die Gewaltpolitik des Ustaša-Regimes kirchlicher Protest erhoben hatte und Widerstand auch aus den Reihen der Kleriker unterstützt worden war.

Dennoch entzog der Staat der Kirche zentrale Instrumente ihres sozialen Einflusses, verbot Kirchenpresse und katholische Organisationen, schloss Schulen und Lehranstalten, konfiszierte einen Großteil kirchlichen Bodens und andere Besitztümer, besteuerte Priester übermäßig und behinderte sogar karitativ-humanitäre Institutionen. Zahlreiche Priester waren schon während des Krieges interniert und getötet worden, nicht wenige aber auch im Terror der Nachkriegszeit, insgesamt wurden über 180 Geistliche ermordet. Verhaftungen katholischer Kleriker fanden in den 50-er Jahren unausgesetzt statt.

Am 17. Dezember 1952 brach Jugoslawien sogar seine Beziehungen zum Heiligen Stuhl ab, nachdem Papst Pius XII. den Zagreber Erzbischof Alojzije Stepinac in den Kardinalsrang erhoben hatte. Mit der Verurteilung von Stepinac, der eine konsequent antikommunistische Haltung einnahm, zu 15 Jahren Haft wollte die KP ein Exempel statuieren.

Ohne Gewalt, Terror und Unterdrückung, die sie als legitime Mittel der Politik begriff, hätte die KP weder die Macht erobert noch sie bewahren können. Erst ab Mitte der 50-er Jahre, als Jugoslawien mit dem Stalinismus bereits gebrochen hatte und sich dem Westen annäherte, endete die Zeit der akuten Verfolgung und nahm langsam die Konzessionsbereitschaft gegenüber der Kirche zu. Nach der „Konfrontation“ begann eine Phase der „Koexistenz“, wie Jakir den Titel seines Referats formuliert hatte.

Robert Pech M.A. (siehe Foto) aus Leipzig verdeutlichte „Seelsorge unter kommunistisch-revolutionären Bedingungen“ am Fallbeispiel des 1914 in Filipowa in der Batschka geborenen Jesuitenpaters Wendelin Gruber, der nach seiner Priesterweihe in Rom am erzbischöflichen humanistischen Gymnasium in Zagreb Sprachen lehrte, bevor er Anfang 1946 illegal in verschiedene Internierungslager der Woiwodina ging, wo seine deutschen Landsleute massenhaft an Hunger und Krankheiten starben. Er betreute sie pastoral, organisierte Arznei- und Lebensmittel und verhalf ihnen zur Flucht, ständig in Gefahr, verhaftet zu werden.

Tatsächlich wurde Gruber 1948 zu 14 Jahren Zuchthaus und Zwangsarbeit verurteilt. Sein Lagertagebuch wurde dabei konfisziert. Auf Betreiben Konrad Adenauers wurde er Ende 1955 begnadigt und nach Deutschland abgeschoben. Pech stellte einen kurzen Lebenslauf Grubers an den Beginn seines Vortrags und ordnete den Quellenwert des Buches „In den Fängen des roten Drachen“, das Gruber nachträglich in Deutschland aus der Erinnerung und mit Hilfe von Fachliteratur und Zeitungen über seine Aufenthalte in den Vernichtungslagern, seinen Prozess und seine Gefangenschaft schrieb, als „Mischung aus Erlebtem und Fiktion“ ein.

Die Ursprungsversion mit breitem Akzent auf dem Autobiografischen und dem Verfall christlicher Werte bei der heranwachsenden Jugend sei aber durch Streichungen im gedruckten Text von 1986 auf die Darstellung der Leiden der Jugoslawiendeutschen reduziert worden.

Nach einer Darstellung der politischen Rahmenbedingungen während des revolutionären Terrors der jugoslawischen Kommunisten ging Pech auf Grubers selbstlosen Einsatz in den Lagern ein und kam zu dem Resümee, dass Grubers Erinnerungen eine Anklageschrift gegen den Umgang des jugoslawischen Staats mit der deutschen Minderheit seien. Gruber habe sich zusammen mit seinen Landsleuten als Opfer einer gottlosen, gewalttätigen Diktatur gefühlt, seine Erlebnisse in den Lagern ließen ihn das Schicksal der deutschen Minderheiten im Südosten vor allem als religiösen Konflikt deuten.

Die Diktion des Antikommunismus präge sein antipodisches Denken und seine Sprache zwischen christlichem Abendland und kommunistischem Ostblock, die auf historische und psychologische Einordnungen verzichte und daher für den Historiker in dieser Ausschließlichkeit nicht haltbar sei.

Doch angesichts des nach wie vor eingeschränkten Zugangs zu den Akten des Belgrader Innenministeriums müssten die Aussagen der Historiker über Pläne, Ziele und Maßnahmen der jugoslawisch-kommunistischen Bevölkerungs- und Nationalitätenpolitik unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch vorläufig bleiben.

Dr. Gábor Bánkuti war über Videokonferenz aus Pécs/Fünfkirchen zugeschaltet, wo er an der Fakultät für Neuere Geschichte Universitätsdozent ist. Er arbeitete in seinem Vortrag die Ähnlichkeiten und Unterschiede heraus, die in „Programm und Wirkung der kommunistischen Kirchenpolitik in Ungarn und in Rumänien zwischen 1945 und 1950“ bestanden.

BILD: Dr. Gábor Bánkuti (rechts oben)Dr. Andor Lénár (links oben) – Prof. Dr. Rainer Bendel (unten)

Zunächst zeigte er an Hand von Schaubildern den Anteil der Nationalitäten wie auch der Konfessionen während der Zwischenkriegszeit nicht nur in Ungarn und Rumänien, sondern auch die besondere Situation in den ehemals ungarischen, durch Gebietsabtretungen (Trianon) an Rumänien verlorenen Gebieten (Nationalitäten in Ungarn:

89,6 % Ungarn, 6,9 % Deutsche, Konfessionen: 64 % röm.-kath., 21 % calv., 6,2 % ev.; Nat. in Rumänien: 71 % Rumänen, 4.1 % Deutsche, Konf.: 72,6 % griech.-orth., 7,9 % griech.-kath., 6,8 % röm.-kath.; Nat. in den ehem. ung. Gebieten in Rumänien: 58,3 % Rumänen, 29,7 % Ungarn, 9,8 % Deutsche, Konf.: 35 % griech.-orth., 25 % griech.-kath., 17 % röm.-kath.)

Hl. Gerhard

Bánkuti machte dann die staatlichen Maßnahmen des kommunistischen Regimes in Ungarn namhaft, beginnend im März 1945 mit der Enteignung kirchlichen Grundbesitzes ohne Entschädigung über die Auflösung des kirchlichen Schulwesens sowie der katholischen Vereine, dann 1948/49 die Verhaftung Kardinal Mindszentys mit nachfolgendem Schauprozess bis Mai 1952 mit der Einrichtung des Staatlichen Amtes für Kirchliche Angelegenheiten sowie dem forcierten Amtseid der Bischöfe auf die neue Verfassung der Volksrepublik.

Ebenso nannte Bánkuti die Reihe der Maßnahmen gegen die Kirche in Rumänien von 1948 bis 1950, zu denen die Verstaatlichung aller privaten und kirchlichen Schulen sowie die Aussiedlung und Zwangsumsiedlung aller Ordensmitglieder in Klöstern gehörte.

BILD: Der hl. Gerhard ist Namensträger des St.-Gerhardswerks

Die Konfessionen konnten ihre Tätigkeit nur noch mit staatlicher Erlaubnis ausüben. Die griechisch-katholische Kirche wurde im Oktober 1948 aufgelöst, am 1. August 1949 wurden 15 von damals 25 katholischen Orden verboten. Nur noch je zwei Diözesen lateinischen und griechischen Rituals waren erlaubt.

Dr. Andor Lénár, der seine Dissertation an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest über den Vacer Bischof Árpád Hanauer geschrieben hat, war aus der ungarischen Hauptstadt zugeschaltet. Sein Thema war die Tätigkeit von József Pétery (1890 – 1967), des Bischofs von Vác (Waitzen), im Schatten der kommunistischen Diktatur. In der Zeit der kurzen Koalitionsphase (1945 – 1948) lösten die von der Sowjetunion beeinflussten Kommunisten die ungarischen demokratischen Institutionen Schritt für Schritt auf.

Die bürgerlichen Parteien wurden zerschlagen, ihre Leiter entweder verhaftet oder ins Exil gezwungen. Schließlich ergriffen die Kommunisten 1948 völlig die politische Macht. So entstand das Rákosi-System, die ungarische Version der stalinistischen Diktatur.

Begleitet von zahlreichen interessanten Fotos und Dokumenten, auch aus dem Archiv der ehemaligen ungarischen Staatssicherheitsdienste, stellte der Referent Werdegang und Leben Péterys dar, der 25 Jahre lang im Dienst der Priesterausbildung und der Gläubigen in Eger stand, dann 1939 Pfarrer in der Kathedrale von Eger und schließlich 1942 Bischof in Vác/Waitzen wurde. Pétery hatte schon 1919 vor Chaos und Anarchie des Kommunismus gewarnt, den er als das „Rote Gespenst“ bezeichnete.

Seine Bemühungen um eine Reform der theologischen Ausbildung in Ungarn und seine wissenschaftliche Tätigkeit machten ihn landesweit bekannt. Die Protestbriefe, die Pétery ab 1946 an die unterschiedlichen Ministerien richtete, beweisen, so Lénár, „dass er wirklich alles tat, was möglich war, seine unschuldig verhafteten Priester zu befreien“. Er geriet ins Fadenkreuz der Staatssicherheit, wurde verhört und gezwungen, ein konstruiertes Protokoll zu unterschreiben.

Als 1950 die Friedensbewegung der katholischen Priester gegründet wurde, war Pétery der einzige unter den Mitgliedern der ungarischen Bischofskonferenz, der die Teilnahme an der Gründungsversammlung für die Priester seiner Diözese eindeutig verbot. Pétery wurde daraufhin in der Presse als „Agent des Imperialismus“ und „Kriegshetzer“ angeprangert. Sein Widerstand mündete in Hausarrest und Psychoterror, später zusammen mit anderen Geistlichen in die Verbannung nach Hejce, wo er bis zu seinem Tod 1967 interniert blieb.

An József Péterys Schicksal können die wechselvollen Methoden des kommunistischen Terrors untersucht werden, mit denen die stalinistische Parteiführung die katholische Kirche als ihren größten ideologischen Feind zu vernichten suchte. Pétery habe sich durch seine kompromisslose Haltung und Standhaftigkeit in schwerer Zeit und durch seine mit Geduld und tiefer Spiritualität ertragene Internierung als würdig erwiesen, schloss Lénár seinen Vortrag, dass die Nachwelt sein Andenken in Ehren bewahrt.

Kardinal Mindszenty und Bischof Pétery sei die Gnade der „heiligen Heldenhaftigkeit“ gegeben worden, damit sie auf ihre Art tapfer für die christlichen Werte einstanden.

Dr. Katalin Gajdos-Frank (siehe Foto) war aus der ungarischen Hauptstadt angereist. Ihr Forschungsthema ist die deutsche Minderheit in Ost- und Mitteleuropa im 20. Jahrhundert. Seit 2011 leitet sie das Jakob-Bleyer-Heimatmuseum in Budaörs, das unter den besten sechs Museen Ungarns rangiert, ist ungarndeutsche Abgeordnete in der Deutschen Selbstverwaltung, gehört seit 2014 dem Vorstand der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen an und ist seit 2019 Mitglied des Stiftungsrates der Deutschen Schule Budapest.

Ihr Thema war „Die Rolle der katholischen Kirche in Ungarn 1944/45 – 1950 am Beispiel der Ungarndeutschen“.

Die katholische Kirche sei seit der Ansiedlung der Ungarndeutschen die Institution gewesen, die den Rahmen für die gesellschaftlichen Normen vorgab und für die Ungarndeutschen eine ungebrochene Kontinuität sicherte. Der katholische Glaube war ein wichtiges Element der ethnischen Identität und diente zur Aufrechterhaltung des schwäbischen Selbstbewusstseins bis 1944.

Danach jedoch haben die gesellschaftlichen und politischen Hindernisse das Leben der Ungarndeutschen völlig verändert, zumal nicht nur die Ungarndeutschen, sondern auch Geistliche entrechtet, enteignet und zu Feinden der neuen kommunistischen Ordnung gemacht wurden. Bei den Maßnahmen zur Sowjetisierung spielte der ungarische Staatssicherheitsdienst eine entscheidende Rolle.

Ab Dezember 1945 wurde das ganze Ungarndeutschtum mit Zwangsarbeit, Deportation in die Sowjetunion, Enteignung und Vertreibung kollektiv bestraft. Für die in Ungarn gebliebenen Schwaben diente der Glaube, die katholische Religion nach 1944 als Überlebensstrategie: die Ungarndeutschen durften ihre Muttersprache nicht benutzen, Deutschsein war nicht mehr positiv, und so blieb die Kirche die einzige Institution, die alle Mitglieder der Gruppe verband.

Der katholische Glaube spendete nach 1944 auch für die verschleppten, internierten und vertriebenen Ungarndeutschen Halt und Zuversicht. Die Referentin betonte die identitätsstiftende, Kirche und Heimat verbindende, Begegnungen schaffende Bedeutung der Wallfahrten, etwa der Gelöbniswallfahrt nach Altötting.

Nach Auflösung ihrer Dorf- und Kirchengemeinschaften blieb für sie Glaube und Kirche „Heimat” – in Ungarn, in Deutschland und auch in der Gefangenschaft. Zusammenfassend sagte Gajdos-Frank, dass die katholische Kirche der deutschen Minderheit in Ungarn in den Jahren ihrer schlimmsten Diskriminierung 1944 bis 1950 nach Kräften half und besonders in der Nachkriegszeit ein stabilisierender Faktor war.

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CDU-Politiker Merz zum 13. August 1961: Wir müssen auch heute unsere Freiheit verteidigen

Erklärung von Friedrich Merz:

Heute vor 60 Jahren begann das SED-Regime der DDR, die Mauer zu bauen. Als sie fertiggestellt war, waren mehr als 17 Millionen Deutsche eingesperrt hinter einer Grenze von 1.400 km aus Beton, Stacheldraht und Minenfeldern. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu erreichten“ – beteuerte DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht noch wenige Wochen vorher. Die bittere Wahrheit für die Menschen in Ost und West sah ganz anders aus.

Fast 30 Jahre hatte diese unnatürliche Teilung unseres Landes Bestand. Der Bau der Mauer im Jahr 1961 und der Fall der Mauer im Jahr 1989 markieren historische Daten in der jüngeren deutschen Geschichte. Die Mauer steht bis heute symbolisch für die frühere Diktatur der DDR, für Unfreiheit und Unterdrückung, für wirtschaftlichen Niedergang und die größte Umweltzerstörung, die es auf deutschem Boden je gegeben hat.

Gerade in dieser Umweltzerstörung zeigt sich bis heute, dass es einen „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“ nicht gibt. Der „Arbeiter- und Bauernstaat“ der DDR war der fortgesetzte Machtmissbrauch einer skrupellosen politischen Führung, die sich nur mit Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl im Amt halten konnte.

Unzählige Opfer starben in den Gefängnissen der Staatssicherheit, mindestens 400 Menschen aus der früheren DDR bezahlten ihren Versuch, das Land zu verlassen mit dem Tod. Bis heute trauern Familien in Ost und West um ihre Angehörigen.

Die Mauer bleibt für uns auch 30 Jahre nach ihrer Beseitigung eine beständige Mahnung. Die Zahl der Menschen auf der Welt, die in Unfreiheit leben, nimmt beständig zu. Die Bedrohungen durch politisch motivierte Gewalt nehmen zu. Aus zerrissenen und unregierbaren Staaten versuchen die Menschen zu fliehen, selten waren mehr Menschen in der Welt auf der Flucht als gegenwärtig. Das Scheitern der militärischen Mission der NATO in Afghanistan wirft ein Schlaglicht auf die Bedrohungen, die von politisch und religiös motivierter Gewalt ausgehen.

Der Tag des Mauerbaus muss uns deshalb auch heute davor schützen, den Beteuerungen autoritärer politischer Regime allzu viel Glauben zu schenken.

Wir müssen unsere Freiheit, so selbstverständlich sie uns über die Jahrzehnte geworden sein mag, gegen die Bedrohungen im Innern wie von außen auch in Zukunft verteidigen.

Und der Tag, an dem die Mauer fiel, bleibt ein Tag des Respekts und der Anerkennung für die Menschen, die sich in der DDR erfolgreich gegen Unfreiheit und Unterdrückung zur Wehr gesetzt haben.

Quelle: Merz-Newsletter vom 13.8.2021


Kuba: 1000 Protestteilnehmer verhaftet oder vermißt – Die IGFM verlangt Auskunft 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verlangt Auskunft über das Schicksal des am 11. Juli verschleppten prominenten Bürgerrechtler José Daniel Ferrer und weiterer seither vermisster Bürgerrechtler.

Die IGFM, die auf Kuba durch eine Sektion vertreten ist, verurteilt die Aufrufe von Partei- und Staats-Chefs Díaz-Canel zur „Verteidigung der Revolution“ als Aufforderung zur Gewalt gegen Regimekritiker.

Zur Täuschung der Öffentlichkeit inszeniert das Regime „Treffen mit der Bevölkerung‘“, bei denen nur das von der seit 61 Jahren allein regierenden Kommunistischen Partei ausgewählte Publikum gegen die Demokratiebewegung agitiert und bei denen zur „Verteidigung der Revolution“ aufgerufen wird.

Die IGFM fordert von Díaz-Canel Auskunft über den Aufenthaltsort und Gesundheitszustand von José Daniel Ferrer. So wie Ferrer, Gründer und Sprecher der Unión Patriótica de Cuba (UNPACU), werden zahlreiche Bürgerrechtler seit dem 11. Juli vermisst. Seine Familie hat keine Informationen über seine Gesundheit und den Ort seiner Inhaftierung.

„Weit über 1000 Protestteilnehmer sind weiter inhaftiert oder werden vermisst. Die Zahl der verurteilten politischen Gefangenen ist auf 274 angestiegen. Innerhalb eines Monats wurden allein 124 Protestteilnehmer in Schnellverfahren abgeurteilt. Die Strafen reichen von einigen Monaten bis hin zu zehn Jahren.

Zugleich verspricht die Kommunistische Partei ein weiteres Mal Wirtschaftsreformen, um so dem Druck aus der Bevölkerung zur Freilassung aller Protestteilnehmer und aller politischen Gefangenen auszuweichen“, kritisiert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Über 11.000 Zivilisten werden auf Kuba vor Gericht gestellt und mit Urteilsbegründungen verurteilt wie „Verbündung mit antisozialen Elementen und Störung der öffentlichen Ordnung „.

Die verwendeten Musterdokumente enthalten bereits Urteil und Sicherungsverwahrung der Angeklagten. Die standardisierten Klageschriften verzichten auf Beweise und basieren ausschließlich auf Bewertungen von Staatssicherheitsdienst und Polizei. Den Angeklagten steht kein Verteidiger zur Seite, so die IGFM.

Weitere Infos zur Lage auf Kuba

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Tibetische Mönche zu langer Haft verurteilt

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die erst jetzt bekannt gewordenen unfairen Prozesse und langjährigen Haftstrafen gegen vier tibetische Mönche durch kommunistische Gerichte in China.

Die buddhistischen Mönche standen in Kontakt mit Glaubensbrüdern im benachbarten Nepal und waren bereits vor ihrer Urteilsverkündung über Monate ohne Rechtsgrundlage oder Anklage inhaftiert. Die Gründe ihrer Verurteilungen werden weiter geheim gehalten.

Die Mönche Choegyal Wangpo, Lobsang Jinpi, Ngawang Yeshe und Norbu Dondrup aus dem Kloster Tendro im Norden Tibets wurden unter unbekannten Anschuldigungen im September 2020 von einem chinesischen Volksgericht in Shigatse verurteilt.

Wangpo wurde zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, Jinpi zu 19 Jahren. Dondrup, der während der Haftzeit gefoltert und geschlagen wurde, muss für 17 Jahre ins Gefängnis, während Yeshe zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. 

Die IGFM kritisiert die hohen Strafen und fordert die sofortige Freilassung ohne weitere Bedingungen.

„Diese exorbitanten Urteile gegen die vier friedlichen Mönche, die lediglich den Wiederaufbau eines nepalesischen Klosters nach der Erdbebenkatastrophe 2015 unterstützt hatten, sind durch nichts zu rechtfertigen. Jeder Angeklagte hat ein Recht auf einen Verteidiger und Kenntnis der Anklageschrift. Die VR China muss umgehend die Anklagen und Urteilsbegründungen offenlegen,“ fordert Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

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