Was Trump zugute kommt: Latino-Zuwanderer und wirtschaftliche Erfolge

Die deutschen Medien reiben sich fast alle entsetzt die Augen angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Trump und Biden in den USA, dabei sagten „Umfragen“ reihenweise eine Niederlage für den US-Präsidenten voraus. Ob dabei wohl der Wunsch Vater des Gedankens bzw. der Umfrage war?!

Auf FOCUS griff der Chefredakteur heute selber in die Tasten und titelte: „Warum wir den Irren aus dem Weißen Haus nicht verstehen.“ – Florian Festl liefert zunächst die deutschlandweit in der Presse üblichen Attacken gegen Trump, nennt aber danach dennoch zwei Gründe, die aus seiner Sicht erklären, daß der „Irre“ mehr Wahlchancen hat, als man ihm im deutschen Mainstream zutraute.

Zum einen läge es – wer hätte das von linker Seite wohl erwartet?! – ausgerechnet an Zuwanderern: „Weit mehr Latinos hatten sich für die Wahl registriert als vor vier Jahren. Sie entschieden sich überwiegend für den US-Präsidenten. Der Grund: Für konservative Exil-Kubaner stehen die Demokraten viel zu weit links.“

Zudem sei das überragende Thema des Wahlkampfs die wirtschaftliche Lage gewesen:

„Hier hat Trump Erfolge vorzuweisen. Bis zum Ausbruch der Pandemie brummte die Konjunktur, er brachte Leute in Arbeit, die abgehängt schienen. Die Löhne stiegen auch für Menschen ohne höhere Bildung.“

Ähnliches schreibt ein Artikel im linksliberalen „Tagesspiegel“ aus Berlin – er weist ergänzend noch auf erfolgreiche Schwarze als Trump-Wähler hin.

Dort heißt es über das „Wahldrama“ und die Ursachen für Trumps Beliebtheit, die viele Leute hierzulande allzu gerne ausblenden:

„Drei entscheidende Lehren aus der Wahl: Es sind nicht nur die alten Weißen, die Trump zujubeln. Die exilkubanisch geprägten Hispanics von Florida sind Trump in jenem Maß zugelaufen, wie sich die weißen Rentner im Sunshine State von ihm abgewandt haben.

Und auch unter den Schwarzen haben mehr für Trump gestimmt als gedacht. Gerade unter den Aufsteigern finden sich die glühendsten Konservativen.“

Quellen für die Zitate:
https://www.focus.de/politik/ausland/us-wahl/us-praesident-staerker-als-erwartet-trumps-florida-moment-warum-wir-den-irren-aus-dem-weissen-haus-nicht-verstehen_id_12619403.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_TOP_THEMEN

https://www.tagesspiegel.de/politik/amerikas-wahl-drama-das-schicksal-inszeniert-einen-nervenkrieg/26591462.html


Euro-Krise: auch deutsche Manager sind besorgt

Die Konjunkturerwartungen deutscher Manager sind im zweiten Quartal 2012 rapide gesunken.
Das geht aus einer weltweiten Manager-Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton hervor, die dem „Handelsblatt“ exklusiv vorliegt (Dienstagsausgabe).
Demnach ist der entsprechende Indexwert für Deutschland im zweiten Quartal auf einen Wert von 40 gefallen. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte er noch 64 betragen. 
Die Wirtschaftsprüfer befragen regelmäßig rund 3000 Führungskräfte in 40 Ländern, wie sich ihre Geschäfte und die Konjunktur ihres Landes voraussichtlich entwickeln werden.
Vor allem die Zahl der deutschen Manager, die für die Konjunkturentwicklung der nächsten zwölf Monate „sehr optimistisch“ sind, ging im Frühjahrsquartal stark zurück. Lediglich sechs Prozent gaben sich noch sehr zuversichtlich; im ersten Quartal hatten sich noch 18 Prozent so geäußert.

Zugleich verdoppelte sich der Anteil der Befragten mit leicht pessimistischen Erwartungen von acht auf 16 Prozent. Dennoch ist der Pessimismus in Deutschland längst noch nicht so ausgeprägt wie im Rest der Euro-Zone:

Hier erwartet die Mehrheit der Befragten nach wie vor eine Verschlechterung der Wirtschaftslage. Spanien führt dabei die Rangliste der Pessimisten an; das Land liegt noch vor Griechenland und Frankreich.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur