Notruf: Kosmetikstudios „stehen am Abgrund“

In der WELT am SONNTAG – einer großformativen Din-A-2-Zeitung – ist am heutigen 7. Februar auf S. 9 eine ganzseitige Anzeige des VCP (Verband Cosmetic Professional) erschienen, die sich unter dem Titel „Kosmetikinstitute vor dem Aus“ an die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder richtet.

Die eigene Lage wird als „wirklich dramatisch“ bezeichnet, denn 50.000 Kosmetik- und Nagelstudios mit fast 200.000 Beschäftigten würden „um ihre Existenz bangen“. Nach fast 6 Monaten Schließung stehe jetzt eine „ganze Branche am Abgrund“.

Bis zu 49% der Betriebe hätten die beantragten staatlichen Hilfen nicht vollständig erhalten, heißt es weiter. 42% der Kosmetiker/innen würden mit dem Konkurs ihres Institutes rechnen.

Der Verband weist darauf hin, in „vergleichbaren Ländern“ seien Kosmetikstudios mit sinnvollen Einischränkungen „weiterhin geöffnet“.

Die Anzeige, die im Grunde einen Hilferuf darstellt, ist unterzeichnet vom 1. Vorsitzenden Dr. Helmut Drees und weiteren vier Vorstandsmitgliedern, darunter zwei Frauen.

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Dr. Weidel beklagt Nachteile für Mittelstand

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat im ARD-„Morgenmagazin“ gesagt, Deutschland könne sich die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie „finanziell leisten“ und „lange durchhalten“, weil der Staat „gut gewirtschaftet“ habe.

Dazu erklärt die AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Diese Ansage des Finanzministers ist ein Schlag ins Gesicht all jener Bürger, denen die planlose Lockdown-Politik die Existenzgrundlage raubt und die diese Lage eben nicht mehr ‚durchhalten‘ können.

Zehntausende Mittelständler und Selbständige – Gewerbetreibende, Einzelhändler, Gastronomen – stehen vor dem Aus, weil sie faktisch unter Berufsverbot stehen und die vollmundig versprochenen ‚Hilfen‘ der Bundesregierung entweder nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind oder wegen weltfremder Schikanen und bürokratischer Schwerfälligkeit überhaupt nicht bei ihnen ankommen.

Hunderttausende haben bereits ihren Job verloren und sind akut von Arbeitslosigkeit verloren. Millionen Arbeitnehmer haben wegen der Corona-Politik jetzt schon deutliche Einkommenseinbußen.

Geradezu zynisch ist seine Behauptung, Deutschland habe ‚gut gewirtschaftet‘ und könne sich diese Politik deshalb ‚leisten‘. Fakt ist: Jeder Euro, den die öffentliche Hand ausgibt, muss früher oder später den Bürgern weggenommen werden. Die Regierung ‚bewirtschaftet‘ ihre Steuerzahler, indem er sie wie Melkkühe behandelt.

Statt in der Krise zuerst an die eigenen Bürger zu denken, hat diese Bundesregierung auch noch zugestimmt, dass die deutschen Steuerzahler über den sogenannten EU-‚Wiederaufbaufonds‘ zusätzlich für astronomische Milliardentransfers in die Euro-Südstaaten geradestehen müssen.

Das Selbstlob des Bundesfinanzministers kommt aus einem politischen Paralleluniversum, das sich von den ökonomischen und sozialen Realitäten im Land vollständig abgekoppelt hat.“