Historiker Weißmann wurde 60 Jahre alt

Für Außenstehende immer wieder faszinierend ist die immense Produktivität des Historikers Dr. Weißmann (siehe Foto).

Daß ihm diese Schaffenskraft noch sehr lange erhalten bleibe, darf man Karlheinz Weißmann wünschen, der am 13. Januar seinen 60. Geburtstag beging.  

Nation, das betonte Weißmann stets, ist weder – wie von links behauptet – etwas bloß Erfundenes, kein künstliches Konstrukt, noch ist es etwas quasi in der Natur des Menschen Veranlagtes – wie in manchen rechten Kreisen verbreitet wird.

Nationen waren weder immer schon da, noch entstanden sie beliebig, aus dem Nichts; sie bildeten sich langsam und durchaus basierend auf einer geistigen Bewegung (eine Nation sein zu wollen), aber eben doch auch auf der Basis einer historisch gewachsenen Gemeinschaft.

Daß sich Deutschland wieder als politisches Subjekt zu restituieren habe und in die Lage versetzt werden müsse, „seine Lebensfragen zu lösen“, gehörte schon vor den glücklichen Umwälzungen des Jahres 1989 zu den Forderungen Weißmanns.

Geprägt von der Jugendbewegung war der Gildenschafter einer von denen, die fest daran glaubten: „Die Deutsche Einheit kommt bestimmt!“ (Wolfgang Venohr)

Ebenso leuchten in seinen frühen Texten, etwa für Caspar von Schrenck-Notzings Zeitschrift Criticón, bereits jene schnörkel- wie schonungslosen Analysen der Lage des deutschen Konservatismus auf, die sich ab da durch unzählige Weißmann-Texte ziehen.

Quelle und vollständiger Text von Christian Vollradt in der JF hier: https://jungefreiheit.de/kultur/2019/das-denken-mit-dem-handeln-verbinden/

Noch vor zwei Tagen berichtete unser CHRISTLICHES FORUM ausführlich über einen Vortrag von Dr.  Weißmann im Düsseldorfer Landtag: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/12/historiker-karlheinz-weissmann-sprach-beim-afd-neujahrsempfang-in-duesseldorf/


Die fatale Hinterlassenschaft der 68er Kulturrevolution in der Bildungspolitik

Von Christa Meves

Im Zeitgeist ist eine neue Ära angebrochen. Die Geschlossenheit eines linken Hauptstroms ist glücklicherweise vorüber. In der stolzen Mehrheit der maßgeblichen Medienmacher ist eine leise bemerkbare Unsicherheit aufgebrochen.

Die Eindeutigkeit von zugelassenen Personen in der Öffentlichkeit und die Auswahl von Nachrichten, die der linken Lebenseinstellung entsprechen, wird brüchig. Die Hoffnung, vorrangig mit Gleichheitsideologie Wahlen zu gewinnen, schwindet zusehends und entbehrt dadurch immer mehr ihrer Durchschlagskraft.

Diese Situation wird unterstützt dadurch, dass es renommierte Verlage wieder wagen, auch Bücher zu publizieren, die sich als political-inkorrekt erweisen. Das neue Buch von Thilo Sarrazin ist damit keineswegs ein Einzelfall. 

Auf dem pädagogischen Sektor soll jetzt zunächst das Buch des langjährigen Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, empfohlen sein. In seinem neuen Werk „50 Jahre Umerziehung“ – Die 68er und ihre Hinterlassenschaften“ ist glücklicherweise Schluss mit den Beschönigungen nach 50 Jahren dieser traurigen Revolte.

Es geht stattdessen um eine ungeschminkte Analyse der voll eingetretenen negativen Folgen auf dem gesellschaftlichen, vor allem aber auf dem schulischen Gebiet.

Dieser Oberstudiendirektor hat nicht nur über die Jahrzehnte hinweg die Folgen einer nach Proporz erstellten Kultusministerkonferenz in den schulischen Auswirkungen seufzend erleben müssen, er hat die einzelnen Ereignisse sogar so akribisch gesammelt, dass aus seinem Werk nun wirklich aus jeder Zeile nicht widerlegbare Kompetenz spricht.

Nach einem Teil gründlicher Analysen der einzelnen Umerziehungsphasen in der Bundesrepublik kommt dieser so genau recherchierende Autor zur Sache: den ideologischen und realen Hinterlassenschaften dieser Entfesselung der Strukturen.

Besonders erschreckend eindrucksvoll geht Josef Kraus – auf dem Boden seiner praktischen Erfahrungen – auf die pädagogischen Folgen der geistigen Entfesselung ein. So beschreibt dieser erfahrene Autor mit vielen Zahlen den desaströsen Bildungsabbau durch den Niveauverlust der Schüler in den beiden letzten Jahrzehnten.

Ironisch bezeichnet er die schulischen Veränderungen in den Lehrplänen als nicht eingetretene „Heilsversprechungen“. „Lernen ohne Anstrengungen“ hieß nun die Devise, „keine Kränkungen, kein Stress, ausschließlich selbstgesteuertes intrinsisches, hirnbasiertes Lernen! Kein Frontalunterricht! Keine Selektion! Und am Ende angeblich hochkompetente junge Leute, fit für das globale Haifischbecken.“

Dazu bringt der Berichterstatter Beispiele des zergehenden Wissenspotenzials der Schüler: 1972 hätten z. B. in Siegen Schüler der 4. Klasse durchschnittlich 6,9 Fehler gehabt. Heute seien es 12,2 Fehler  – und der Kommentator fügt hinzu: „Das ist ein Plus von 77 Prozent, also nicht weit weg von einer Verdoppelung.“

Und allgemeiner heißt es: Der Grundwortschatz der Schüler am Ende der 4. Grundschulklasse sei wegen der allgemeinen Niveauminderung nun von der Kultusministerkonferenz von noch 1100 Wörtern 1999 auf 700 Wörter heruntergefahren worden. Und der führende Pädagoge kommentiert: „Wo Sprache verarmt, da verarmt schließlich das Denken.“

Eine vernichtende Bilanz erhält die Gesamtschule. Sie erwies sich bereits unmittelbar nach ihrer Einführung in den 70er und 80er Jahren dem gegliederten Schulsystem als weit unterlegen. Zitat: „Auf die Idee aber, dass die Vision (Gesamtschule) nicht taugt, kommt man nicht.“

Grimmig resümiert Josef Kraus: „Beispiel Baden-Württemberg!…Das Ländle, das sonst bei Leistungsstudien immer zu den vier besten zu Deutschland gehört hatte, ist in kürzester Zeit vom Musterschüler zum Problemfall geworden, ob bei 15-Jährigen oder 10-Jährigen. Das frühere Vorzeigeland liegt nun nur knapp vor dem Schlusslicht Bremen.“

In diesem Rahmen ist nur eine knappe Empfehlung möglich, aber die Analyse des Werkes von Josef Kraus deckt die Fehlentwicklung in der Schulpädagogik der Bundesrepublik ungeschminkt auf.

Zum Schluss ruft der Autor dazu auf, eine „ideologiekritische Auseinandersetzung“ anzuberaumen – nun zwar im digitalen Zeitalter, aber mit einer kindgerechten Schule.

Buch-Daten: Kraus, J.: 50 Jahre Umerziehung. Die 68er und ihre Hinterlassenschaften, Berlin 2018 (19,90 €)

Grundsatzartikel über die 68er (Frankfurter Schule, Kritische Theorie, Neomarxismus) von Studiendirekter Rudolf Willeke hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/09/07/die-ziele-der-68er-kulturrevolution-frankfurter-schule-und-kritische-theorie/


Dem Zeitgeist die Zähne zeigen!

Von Peter Helmes

Zunächst ein Zitat aus den „Informationen aus dem Ministerium (Juli 2014)/Emanzipation/Sexuelle Identität und Vielfalt“ (MGPA: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW):  frage

„Sexuelle Identität und Vielfalt: Nordrhein-Westfalen steht für eine weltoffene, zukunftsgerichtete Kultur, für Vielfalt und Toleranz. Dennoch gilt Heterosexualität in vielen Köpfen nach wie vor als das Maß der Dinge (…)

Im bevölkerungsreichsten Bundesland leben schließlich die meisten Menschen, die eine andere sexuelle Identität haben. Deshalb versteht die Landesregierung die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung und die Wertschätzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen sowie ihren Angehörigen als zentrale Aufgabe“ (=LSBTTI).

Daß Sexualisierung auch bei den ‚Linksalternativen‘ von Anfang an große Bedeutung hatte, bedarf keiner besonderen Erinnerung. Alle Zehn Gebote aus der Bibel wurden obsolet. Verantwortungslose Narrenfreiheit und sexuelle Libertinage standen ganz oben bei APO und Chaoten.

Dann kam das Aufhetzen der Kinder gegen die Eltern und der Frauen gegen die Männer, sprich die Zerstörung der Ehe und ihrer ‚Sekundärtugenden‘: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.“ 

Zur Zeit haben wir ja das Thema Gendermainstreaming ganz oben auf der Agenda. Möglicherweise erscheint auch die Pädophilie bald wieder als ’sexuelle Befreiung‘.

Linksgrüne  Doppelmoral

Im Grunde genommen eint die Links-Grünen ein unbändiger Narzißmus, sie halten sich nämlich selbst für die beste Menschenspezies unter der Sonne. Wie anders sind etwa die pirouettenhaften Widersinnigkeiten zu erklären, daß aus ein und derselben Ecke die Parole ‚Mein Bauch gehört mir‘ herausposaunt und das Recht auf massenhafte Lebensvernichtung durch Abtreibung eingefordert wird, während das bei der Abtreibung von behinderten Embryos plötzlich ganz anders gesehen wird und man bei der Verwendung mit künstlicher Befruchtung erzeugter überzähliger Embryonen für medizinische Zwecke sie sich plötzlich gar zum blanken Schutzengel hochstilisiert. baby

Oder wie paßt die Aufregung über Verfehlungen in der Kirche im Umgang mit Jugendlichen (bei Sportvereinen und linken Vorzeige-Internatsschulen wird darüber geflissentlich hinweggeschwiegen!) zur eigenen ‚reformpädagogischen‘ Pädophilie-Vergangenheit? Entlarvt sich das nicht selbst als abgrundtief verachtenswert und verlogen?

Umwidmung bürgerlicher Werte

Wichtige Werte für eine funktionierende Demokratie werden unterwandert, umgewidmet oder ausgehöhlt, z. B. Bildung, Eigentum, staatliche Institutionen, Technik, Medizin – wir haben eine schlechte Bildung, das Niveau wird ständig herabgesenkt, die Rechte des Eigentums werden mehr und mehr eingeschränkt, stattliche Institutionen verkommen, die Technik wird ebenso blockiert wie der medizinische Fortschritt. (Eine logische Folge ist, daß bei vielen Unternehmen zuerst der Bereich Forschung ins Ausland verlagert wird.)

Zerstört werden diese Werte unter dem Namen CO2-Klimakatastrophe, auf die wir angeblich zurasen. Um zu „beweisen“, daß das wirklich so sei, werden Zahlen gefälscht – zuletzt anschaulich zu besichtigen beim IPCC (Weltklimarat). Wissenschaftler sind hieran beteiligt, unsere marktwirtschaftlichen Grundlagen zu vernichten, weil ein neuer Sozialismus eingeführt werden soll. Begleitend wird uns eingeredet, wir seien alle Sünder, wenn wir Wohlstand, Fortschritt und ein besseres Leben anstreben. Aber nicht die vorgenannten Werte zerstören unsere Umwelt und unser einmaliges Leben, sondern die Ziele von Links, Rot-Grün, WWF, Greenpeace und anderen Environmentalisten.

Dabei nehmen diese Bessermenschen die Zerstörung von Arbeitsplätzen kaltlächelnd in Kauf. Sie reden uns ein, wir müßten ein schlechtes Gewissen haben, wenn man (zum Beispiel) Strom nutzt, Auto fährt, fliegt usw.  – Kurz: man nimmt uns die Freude und gängelt uns durchs Jammertal des Lebens. Ist das etwa Absicht: uns zu zerstören, zu deindustrialisieren und den Morgenthauplan doch noch Wirklichkeit werden zu lassen?

Die neue Diktatur der „Vollsortimenter“

Wenn man die Strategien der grünen „Psycho-Konzerne“ wie WWF, Greenpeace oder BUND studiert, kann man feststellen, daß sie alle  –  um es in der Sprache des Einzelhandels auszudrücken  –  als „Vollsortimenter“ auftreten: Sie retten uns heute vor Strahlung, morgen vor Feinstaub  –  und übermorgen retten sie den Klapperstorch vor der Erderwärmung. fahne1

Eigenentscheidung und Eigenverantwortung des Bürgers ist von den Regierenden und Bessermenschen nicht mehr gewollt. Stattdessen sollen bisher von jedem Einzelnen bestens wahrgenommene Aufgaben auf den Staatsapparat hin zentriert werden! Der Einzelne soll nicht mehr eigenverantwortlich planen, denken und handeln dürfen.

Er soll  –  staatlichen Vorschriften, Vorgaben und wirklichkeitsfremden Gesetzen folgend  –  nur noch „funktionieren“, strengstens kontrolliert und sanktioniert durch die Staatsmacht! Das ist die neue Diktatur, die täglich mehr und mehr auf uns zukommt. Das ist freiheitsfeindlich, freiheitszerstörend!

Auffällig ist die Unterstützungsfunktion beim linken Zerstörungswerk der bürgerlichen Kultur und Zivilisation: Rot-Grün bildete als erste eine Parallel – , genauer gesagt eine Gegen-Gesellschaft in unserem Land. Typisch für sie sind die Verachtung und der Haß auf die entwickelte bürgerliche Gesellschaft und die Anmaßung einer linken ‚Diskurshoheit’.

Die Linksalternativen sprechen von ’sozialgerechter Umverteilung‘, um ihrer Ideologie zum Erfolg zu verhelfen. In der Ostzone begann es mit ‚Junkerland in Bauernhand‘, am Ende waren die Bauern selbst LPG-Sklaven auf ihren eigenen Ländereien. Und in die Rolle des Ausgebeuteten zwingt der sogenannte ‚Sozialstaat‘ heute zunehmend alle, die arbeiten, sparen, vorsorgen und investieren.

Von der Leistungs-  zur Umverteilungs-Gesellschaft

Längst ist die Bevormundung der Bürger in unserem Staatswesen allgemein, nicht mehr nur auf die Schule  beschränkt. Diese Bevormundung ist die Triebkraft einer regelrechten „Umerziehungspolitik“, die unter dem Deckmantel der „political correctness“ daherkommt, und für nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche gelten soll.

Die alleinige Zielsetzung besteht aus der Zerstörung unserer Gesellschaft und ihren bisherigen Erfolgen. Industrielle Entwicklung und Innovation werden zum Feind, „Natur“ zum neuen Gott. „Bio macht den Menschen glücklich!“  IMG_4228

„Leistungsgesellschaft“ erscheint als eine Vokabel aus den Abgründen des alten Un-Menschen und per se von Übel. Mit einer völlig verfehlten, aber den Umverteilungszwecken nützlichen Steuerpolitik wird aus der Leistungs- eine Umverteilungsgesellschaft, ein neuer Sozialismus.

Was der „alte“ Sozialismus nicht schaffte, versuchen nun Gutmenschen von Rot/Grün und auch von einem verMerkelten und verKohlten Schwarz zum Erfolg zu führen – teilweise offen, aber auch subkutan, unterschwellig.

Kein Wunder, daß viele Unternehmen auf andere Länder ausweichen, besonders Unternehmen mit einer hohen Forschungs- und Innovations-Kompetenz. Das Resultat zeigt sich, wie bereits angedeutet, schon heute: Echte Neuerungen  –  Patente, Erfindungen etc.  –  werden zunehmend im Ausland gemacht. Wann haben wir in Deutschland das letzte Mal etwas Großartiges geschaffen? Unser Ruf als Wissenschaftsstandort stammt von früher. Lange her!

Verwalten ist leichter als gestalten

„Leistung muß sich wieder lohnen“ war gestern. Unsere Gesellschaft, besonders unsere Jugend, ist leistungsfeindlich kontaminiert. Staatsdienst ist attraktiver denn Selbständigkeit, weil der Staatsdienst Sicherheit bietet, weil verwalten leichter ist als gestalten, weil quatschen einfacher ist als handeln. Weil es leichter ist, den Moralapostel zu geben, als selbst moralisch verantwortlich zu handeln.

Daß das nur gutgeht, solange ein paar Deppen die Kohle ranschaffen, geht in diese kontaminierten Gehirne nicht rein. Und sie werden anfällig für leistungsfeindliche Parolen und den Kampf „gegen Ausbeuter“ und „Gewinnmaximierer“. Sie leben auf Kosten anderer, weil sie erzogen wurden nach dem Prinzip: „Das steht mir zu.“ Selbständigkeit ist ihnen nicht erstrebenswert, weil sie den Wert „selbständig“ nie erfahren haben; denn dieser Wert beinhaltet auch selbständiges Denken, Wollen und Verantwortung  –  somit Eigenschaften, die zum gleichgeschalteten, neuen Menschen nicht passen.

Beispiele für die Umerziehungspolitik

Es geht zum Beispiel auch um eine Bildungspolitik, die durch Indoktrination Randthemen zur höchsten politischen Relevanz erhebt und die klassische Bildung vernachlässig t –  „Pisa“ läßt grüßen.  Das Lesen von Texten selbst gestandener Akademiker treibt einem Tränen der Empörung in die Augen. Symptomatisch: SPIEGEL-Redakteur Dirk Kurbjuweit wird mit seinem Buch „Zweier ohne“ zu einem „Klassiker“, die alten Klassiker verstauben in den Regalen. „Kleist?“ – nie gehört! „Von Brentano?“ – Wer ist das denn?

Naturkatastrophen, wie es sie zu allen Zeiten gab, werden heute zu einem Weltuntergangs-Menetekel hochgeschrieben, und der darob verängstigten Bevölkerung wird eilends klargemacht, daß wir unser Leben umstellen müssen: Das alte Leben muß weg, der neue Mensch muß her, diktiert und kontrolliert von Gutmenschen. Wenn es nach denen geht, mutieren wir alle zu Übermenschen, die glauben, sie könnten die ökonomischen Gesetze außer Kraft setzen.

Ein weiteres Beispiel der kruden Denkweise des „neuen Menschen“ ist eine Verkehrspolitik, die durch das Sperren von als marode erklärten Brücken und das gleichzeitige Eröffnen von „strategisch günstigen“ Baustellen es den ungeliebten Autofahrern schwer machen soll, ihre Ziele zu erreichen. Fahrrad fahren ist doch viel gesünder, besonders bei Strecken von mehr als 50 km, welche die Pendler zurücklegen müssen, um ihre Arbeitsstätten zu erreichen.

Die durch eine ideologische Umerziehung entstandene neue Ökologie der Zeitgeist-Menschen soll durch dramatische Darstellung der menschlichen Einflüsse auf die Natur den Menschen ein permanent schlechtes Gewissen einflößen. Ganzen Heeren rot-grüner Kämpfer, gewaltigen Heerscharen von NGO’s –  als Beispiele seien hier Greenpeace, NABU, BUND, WWF genannt – ist es gelungen, Politik, Behörden und Medien zu unterwandern und diese rigoros für die Durchsetzung ihrer teils abstrusen Ideen zu mißbrauchen.

Den Ausstieg schon verpaßt?

Wir laufen Gefahr, den Ausstieg aus dieser fatalen Entwicklung zu verpassen. Das erinnert an das alte Mütterchen, das im falschen Zug unterwegs ist: von Pusselsdorf nach Schafkirchen, statt umgekehrt. An jedem Bahnhof gerät sie in lautes Jammern „Oje, Oje, was tu ich mir nur an, wie soll das enden?“.  –  Sie wird ständig verzweifelter und lauter. Als sie ein besorgter Mitreisender fragt „Geht es Ihnen schlecht? Kann ich etwas für Sie tun?“, bricht das ganze Leid aus der alten Frau heraus: „Nein, Sie können nichts für mich tun. Ich sitze im falschen Zug, und mit jeder Station wird die Rückreise länger.“   –  Die Idee, rechtzeitig oder wenigstens eine Station später auszusteigen, war ihr parto20140501 Demo für Alle Banner WordPressut nicht gekommen.

Falsche Appeasement-Politik hat Europa bereits einmal in eine allerschrecklichste Katastrophe gestürzt. Heute verblüfft immer wieder, wie selbst Liberale freudestrahlend für Ideen eintreten, die mit liberalen Grundwerten aber auch gar nichts zu tun haben – und die sich damit, vielleicht unbeabsichtigt, dem Zeitgeist anpassen und somit letztlich zum Totengräber unserer liberalen Grundordnung werden und unsere Freiheit zerstören. Den Sozialismus in seinem Lauf halten solche Esel gewiß nicht mehr auf.

Die GroKo aus CDU/CSU/SPD ist sich  –  im Schulterschluss mit der so gut wie gar nicht vorhandenen Opposition aus Grünen und der Linken  –  in allen zentralen Punkten der Bevormundungspolitik einig. Und ihre freiheitsfeindlichen, neosozialistischen Werte und Ziele dienen nur der Entmündigung und der Unterdrückung der ehemals freien Bürger: „Big brother is watching you“ – von den Aktivitäten der NSA, vom Datenmißbrauch bis hin zur permanenten Überwachung aller Bürger in unserer Republik!

Aufruf zu mehr Bürgermut von Bernd Stelter

Der Weg zu neu gewonnener Freiheit und Mitmenschlichkeit führt nur durch bürgerlichen Widerstand von unten nach oben:

In einem alten Chanson („Schaut Euch ins Gesicht“ von 1984) des heute überall bekannten Liedermachers Bernd Stelter, in dem er die „schweigende Mehrheit“ in unserem Land zur demokratischen Mitwirkung beim Erhalt unserer Freiheit auffordert, lautet der Text des Refrains: „Schaut Euch ins Gesicht, und nehmt Euch bei der Hand: Wir schweigen nicht mehr! Wir sagen, was wir denken, und wir sagen es laut“   –  Und – „Wir werden immer mehr!“

Dieses Lied könnte eine Art Hymne werden für die bisher noch schweigende Mehrheit der Bürger von heute! (youtube: http://www.youtube.com/watch?v=Nk5Z7MlODqM ) .

Ihr seht also, ich bin ein Mann von gestern. Ja, von gestern! Gestern durfte man nämlich noch Mann und Frau sein, und die Kinder lernten nicht mit zehn Jahren, wie Analverkehr richtig funktioniert…

Es ist auch so, daß mein Rückgrat sich partout nicht verbiegen lassen will; ich muß also aufrecht stehen, um mich nicht zu verbiegen. Ich möchte auch endlich wieder die deutsche Fahne zeigen und stolz auf mein Vaterland sein können, ohne mich dafür schämen zu müssen.

Ich möchte endlich wieder „rechts“ sein dürfen, ohne mich entschuldigen zu müssen, daß ich kein Linker bin, sondern konservativ.

Peter Helmes ist erfolgreicher Buchautor, ehem. Bundesgeschäftsführer der „Jungen Union“ und er betreibt das liberal-konservative Webmagazin http://www.conservo.wordpress.com


Prof. Rohrmosers Warnungen vor einem geist- und seelenlosen EUropa

Prof. Dr.  Günter Rohrmoser, der im September 2008 in Stuttgart verstorben ist, gilt als einer der bedeutendesten Sozialpilosophen und fundierter Kritiker der 68er-Ideologie. Zugleich kombinierte er in seinem Denken den klassischen Liberalismus mit einem christlichen Konservatismus und aufgeklärten Patriotismus.

Rohrmoser war zugleich Berater des CSU-Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß und stellv. Vorsitzender des Studienzentrums Weikersheim.

Hier folgt ein Auszug aus einem Interview, das die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ mit ihm führte und in ihrer Ausgabe Nr. 14/1997 veröffentlichte:

„Wer die Entwicklung in der Bundesrepublik genau beobachtet, kann nicht übersehen, daß unterhalb der Schwelle der organisierten öffentlichen Meinung die konservativen Kräfte wachsen…

Eine der gefährlichsten Entwicklungen besteht darin, daß sich die offizielle Medienkultur, wie auch die Sprachkultur der Politiker inzwischen in einem riesigen Ausmaß von dem Empfinden und dem Urteil des Volkes entfernt hat. Dies stellt vielleicht für die Demokratie die gefährlichste Bedrohung dar.

Der Konservatismus ist keine Ideologie, sondern konservativ heißt die Wirklichkeit im Blick zu behalten, die Realitätreichstag_flaggen_368sen dieser Welt ernsthaft zu berücksichtigen und dem, was in der Wirklichkeit auf dem Wege ist und zur Manifestation dringt, vielleicht auch sprachlich und intellektuell zu einem Ausdruck zu verhelfen… 

Heißt die Alternative für die Zukunft demnach: Europa muß und wird konservativ werden oder es droht die Anarchie?

Nicht im Sinne einer Forderung. Was Europa ist und Europa bedeutet, ist eine Frage, die nicht nur gänzlich offen ist, sondern die in unserem Lande überhaupt nicht diskutiert wird.

Wir vergessen ständig, daß wir uns mit Maastricht auf ein Experiment einlassen, das in der Geschichte ohne Beispiel ist, und daß wir dieses europäische Experiment nur in den Kategorien von Ökonomie, Soziologie und Administration diskutieren. 

Wir sehen die EU also als ein ungeschichtliches Projekt, ohne dabei die geschichtlichen Wirklichkeiten Europas zu berücksichtigen. Wie sich dieses den Völkern aufoktroyierte Projekt zu dem geschichtlichen wirklichen Europa verhalten wird, darüber sind im Augenblick Prognosen nur schwer möglich.

Vielleicht werden wir morgen ein einziger riesiger Markt von bloßen Produzenten und Konsumenten, ohne daß es noch Franzosen, Engländer, Deutsche oder sonstwen gäbe.

Dazu aber ist mit Ausnahme des deutschen Volkes  –  jedenfalls wenn wir den Reden unserer Politiker folgen – kein europäisches Volk gegenwärtig auch nur im Traume bereit. Ich glaube aber nicht daran. Vielmehr glaube ich, daß auch die Deutschen nicht hinnehmen wollen, sich einer neuen europäischen Handels- und Wirtschaftsunion zur noch erfolgreicheren Ausbeutung der Natur mit noch größerem Gewinn für das Kapital zur Verfügung zu stellen.“

 


Buch-TIP: Die evangelische Kirche als Nachlauftruppe der 68er Kulturrevolution

Rezension von Uwe C. Lay

Buch-DATEN:  Klaus Motschmann (Hg): Zeugnis und Widerstand. Der Christ in Kultur-und Kirchenkämpfen unserer Zeit, 2007, herausgegeben von der HMK (Hilfsaktion Märtyrerkirche) in Uhldingen. 192 Seiten, Hardcover.
Das Buch enthält u.a. Beiträge folgender Autoren: Pater Lothar Groppe SJ, Prof. Dr. Klaus Motschmann, Helmut Matthies, Prof. Dr. Konrad Löw, Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Pfr. Klaus-R. Latk, Prof. Dr. Klaus Hornung, Pastor Joachim Cochlovius und Caspar v. Schrenck-Notzing.

Klaus Motschmanns Aufsatzband „Zeugnis und Widerstand“ führt den Leser ein in den wohl erfolgreichsten Marsch durch die Institutionen, wie die evangelische Kirche von innen saniert wurde,  entkernt im Inneren. Nur nach außen hin blieben die Fassaden stehen.

Aus Sicht der Verlierer dieses innerevangelischen Kulturkampfes wird der unaufhaltsame Aufstieg des 68er Geistes im Protestantismus dokumentiert.Die 15 einzelnen Aufsätze von verschiedenen bekannten Autoren runden sich dabei ab zu einem Gesamtbild des Untergangs reformatorischer Kirchen im linken Zeitgeist.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Detailreich, aber auch große Zusammenhänge skizzierend, entsteht so ein lebendiges Bild dieser abgeschlossenen Kampfepoche. Die Artikel atmen noch die Lebendigkeit dieser Phase, denn Beteiligte und Engagierte ergreifen hier das Wort.

Es ist trotzdem eine vergangene Kampfepoche, die uns hier vor Augen gemalt wird. War das Movens der 68 Kirchendeformer die Umfunktionierung der christlichen Gemeinden zu Avantgarden der radikalen Demokratisierung und Entbürgerlichung der Gesellschaft, ja der Beseitigung der so arg geschmähten kapitalistischen Gesellschaftsordnung, so mutierte dieser Ungeist nach 1989 in eine linksliberale Anpassung der Kirche an die fortschrittliche moderne Gesellschaft:

Jetzt wurde die Gesellschaft zum Licht der Kirche und es galt, deren Fortschritt in der Kirche nachzuvollziehen, statt ihn als Avantgarde erst anzustoßen. Die evangelische Kirche will so zur Nachlauftruppe der 68er Kulturrevolution  werden.

In diesem Buch erleben wir so die Abwehrkämpfe, die kenntnisreich beschrieben werden. Aber es wird doch vor den letzten Fragen zurückgewichen: Was ermöglichte es dem linken Zeitgeist so leicht, diese Festung einst konservativer Bürgerlichkeit einzunehmen?

Könnte dafür das schwache Fundament des reformatorischen Christentums selbst verantwortlich sein mit seinen drei „Alleins“ ? Aber diese Schwäche kompensiert dieses Buch durch seinen Detailreichtum und die Lebendigkeit seiner Darstellungen.

Lesenswert vor allem für jeden, der ein anschauliches Beispiel für den erfolgreichen Marsch durch eine Institution sucht. Es zeigt die Stärke der Unterwanderer auf, aber auch –  unfreiwillig –  die Schwächen der konservativen Verteidiger!

Unser Autor Uwe C. Lay ist Publizist und Theologe, er war reformierter Vikar und konvertierte zur katholischen Kirche.

Das rezensierte Buch kann für preiswerte 5 Euro bei uns erworben werden (Tel. 0251-616768 / felizitas.kueble@web.de)


Buch-TIP: Cordula Mohr über Volker Jordans Glaubensweg: „Endlich zuhause!“

Cordula Mohr (siehe Foto), eine Familienmutter von drei Kindern, ist seit langem in der Lebensrechtsbewegung aktiv und Vorsitzende der ALFA (Aktion Lebensrecht für alle) in Rheine/Westfalen. Außerdem ist sie freie Autorin in unserem CHRISTLICHEN FORUM.imm036_34A

Kürzlich las Cordula die Neuerscheinung „Endlich zuhause  – Mein Weg zur Kirche“ aus dem Augsburger Dominus-Verlag. Das Buch schildert in Interviewform den bewegten und bewegenden Glaubensweg von Volker Joseph Jordan.

Im Gespräch mit Felizitas Küble erläutert dieser junge Historiker (siehe Foto) die Gründe und Hintergründe für seinen Eintritt in die katholische Kirche. Das Buch bringt zwar einige Anekdoten und biographische Ereignisse, beruht aber im wesentlichen auf Sachargumenten und ist daher sehr lehrreich und faktenstark.

Cordula Mohr war mit Jordan seit Jahren im freundschaftlichen Kontakt; sie traf ihn zuletzt vorigen September beim Kongreß „Freude am Glauben“; dort haben beide Freunde an unserem Infostand ausgeholfen und sich mit Interessenten unterhalten.

Leider starb der schwer erkrankte Konvertit am 9. Januar 2013 im Alter von nur 40 Jahren. Noch zwei Tage zuvor hatte er telefonisch die letzten Korrekturen für dieses Buch vornehmen können. VOLKER JORDAN

Hier folgt Cordulas Besprechung dieser fundierten Neuerscheinung, die vom einfachen Kirchenvolk bis hin zu Pfarrern, Theologen und Professoren bereits ein positives Echo gefunden hat:

„Das Buch ist grandios, vor allem aber sehr gehaltvoll und jedem, besonders aber Theologen und Priestern zu empfehlen, die  fest im katholischem Glauben verwurzelt sind, damit sie  mehr über andere Glaubensrichtungen erfahren.

Man kann wegen des sorgfältig gegliederten Inhalts –  und Stichwortverzeichnisses leicht jene Themen aufgreifen, für die man sich gerade interessiert. Zudem kann man das vielseitige und inhaltsreiche Buch gut als Nachschlagewerk verwenden, wenn ein Gespräch mit suchenden Menschen ansteht. So war es bei Volker Jordan ebenfalls: Auch er hat sich einen  katholischen Geistlichen gesucht.

Um diesen fragenden Menschen helfen zu können, ist es wertvoll, über diese oder jene christliche Konfession gründlich Bescheid zu wissen, wozu dieses tiefgreifende Buch nützliche Dienste leistet.

Volker Jordan hat unermüdlich nach der Wahrheit gesucht. Er war sich sicher, daß es diese Wahrheit im Glauben geben muß. Er suchte nach jener Kirche, die in sich alle Schätze und Lehren Christi birgt   –  und er fand diese Fülle in der katholischen Kirche.Volker Jordan, Endlich zuhause

Bei all seinen Bemühungen, innerhalb der protestantischen Konfessionen eine konsequente biblische Linie und ein klares Ja zur apostolischen Überlieferung zu finden, wurde er enttäuscht, auch bei  der „Christlichen Versammlung“, der er am längsten anhing.

Es machte ihm dabei sehr zu schaffen, wie zersplittert die evangelische Christenheit ist. Die Zahl von weltweit 40.000  verschiedenen Abspaltungen (einschließlich Hauskirchen und selbständiger Gemeinden) machte auch mich sehr stutzig.

Besonders aufschlußreich finde ich auch das Kapitel über die Zeugen Jehovas. Viele Menschen haben in irgendeiner Weise schon mit ihnen Kontakt gehabt. Ich selbst verlor Freunde an die ZJ, weil sie mit uns die Verbindung abbrechen mußten.  Auch diese Beobachtung bestätigt der Autor in seinem Buch.

Interessant zu lesen waren für mich zudem die Infos über das orthodoxe Eheverständnis, das ich persönlich so gar nicht kannte. Überhaupt ist diese Glaubensausrichtung Orthodoxie verständlich erklärt und beschrieben.

Geradezu kurios finde ich die Geschichte von „Jucki, Jucki“, einem charismatischen  Prediger aus Schottland. Dieser sei vom „Geist“ aufgefordert worden,  bei einem katholischen Frauentreffen Purzelbäume zu schlagen; er rief zum Schluß dieser Purzelaktion nur noch „Jucki, Jucki“ aus. So hatte er seinen Spitznamen „Jucki“ weg. Typischerweise fielen die meisten Frauen bei diesem Schwärmertreffen reihenweise  nach hinten um (das sog. „Ruhen im Geist“).

Diese Gruppierung nannte sich „Geschäftsleute des vollen Evangeliums“. Der Buchautor selbst erlebte nach einer Veranstaltung dieser Art eine depressive Phase.  Dieser „Jucki, Jucki“ legte ihm vorher die Hände auf den Kopf. Es gab  unglaublich irrsinnige Auswüchse dieser charismatisch ausgerichteten Gruppe.

Bemerkenswert ist, daß Volker Jordan theologisch und politisch stets konservativ war und geblieben ist  – durch alle konfessionellen Wechselwege hindurch. Seine Hinwendung zum katholischen Glauben war zwar nicht spektakulär, ist aber durchaus spannend zu lesen.“

Hier gibts weitere Artikel über Volker Jordans Glaubens- und Lebensweg: https://charismatismus.wordpress.com/category/jordan-volker-konvertit/

Das Jordan-Buch umfaßt 352 Seiten, kostet 14,80 €, erscheint im Augsburger Dominus-Verlag und kann dort bestellt werden.

Dieses Buch kann bei uns portofrei bezogen werden: Tel. 0251-616768  – Mail: felizitas.kueble@web.de