Grüne wollen Lockdown weiter verschärfen

Die Grünen fordern eine Verlängerung und Verschärfung des bestehenden Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Deren Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Es liegt im Interesse aller, wenn wir jetzt konsequent nachsteuern.“ – Man müsse jetzt vorausschauend handeln. „Deshalb muss die Kontaktbeschränkung vertieft werden“, verlangt sie.

Es reiche nicht aus, sich dabei hauptsächlich auf den Bereich des privaten Lebens sowie auf den Handel und den Veranstaltungsbereich zu fokussieren: „Der Lockdown muss dringend auch die Arbeitswelt stärker durch ein Recht auf Homeoffice einbeziehen.“. Das führe dann zur Reduktion von Kontakten im öffentlichen Nahverkehr.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Liberale gegen Merkels 15-km-Anordnung

Der Corona-Shutdown wird verschärft: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben beschlossen, dass in Landkreisen mit Inzidenzwerten über 200 der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden soll. Ausnahmen soll es nur bei triftigem Grund geben.

Außerdem dürfen private Zusammenkünfte nur noch mit einer nicht im Haushalt lebenden Person stattfinden oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt sein.

FDP-Chef Christian Lindner kritisiert die neuen Corona-Beschränkungen von Bund und Ländern als unverhältnismäßig und nicht dem Gesundheitsschutz dienlich. Die beschlossenen Maßnahmen seien nicht praxistauglich und führten teils auch zu inhumanen Ergebnissen, sagte Lindner am Mittwoch in seiner Rede beim traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen.

Wenn man nur eine weitere Person aus einem anderen Haushalt treffen könne, werde Pflege behindert und ein gemeinsamer Besuch der Großeltern unmöglich. Auch werde das Infektionsrisiko nicht durch die Fahrstrecke in Entfernung zum Wohnort bestimmt, sondern durch den Kontakt mit anderen Menschen.

„So sehr ich die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen sehe, schießen die Regeln über das Ziel hinaus. Deswegen sollten sie korrigiert werden.“

Auch Generalsekretär Volker Wissing kritisiert die Maßnahmen.

„Wenn sie in Berlin leben, haben sie praktisch keine Einschränkungen. Wenn sie auf dem Land, in der Fläche leben, und das nächste Dorf 15 km entfernt ist, dann sind sie quasi aufs Dorfleben reduziert. Das ist eine massive Freiheitsbeschränkung, und ob das verfassungskonform ist, daran habe ich erhebliche Zweifel“, sagte Wissing.

Interview: Volker Wissing – Erhebliche Zweifel an der Verfassungskonformität des 15 km-Radius (rbb inforadio)

Quelle: https://crm.fdp.de/node/436?r=142


Grüne und Linkspartei beklagen ein „veraltetes Familienbild“ beim Lockdown

Linkspartei und Grüne haben der Bundesregierung ein veraltetes Familien- und Gesellschaftsbild vorgeworfen. Anlaß sind die Kontaktbeschränkungen an Weihnachten. Drei befreundete

Einzelpersonen dürfen sich nicht an Weihnachten treffen, fünf miteinander Verwandte hingegen schon.

Diese seien nur darauf ausgelegt, daß sich Verwandte treffen könnten, was ein „Rückfall in die muffigen 50er Jahre“ sei. Das beanstandeten die Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft „Linke.queer“, Jenny Luca Renner und Frank Laubenburg.

Die Kontaktbeschränkungen seien „völlig vorbei“ an vielen Lebensrealitäten in Deutschland, kritisierte auch die Bundesarbeitsgemeinschaft „QueerGrün“. „Entscheidungsträger sollten für mehr als nur klassische Familien Politik machen“, schrieb die grüne Organisation auf Facebook.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/kontaktregeln-familie/


Coronakurs: Länderchefs unzufrieden mit Merkels autoritärer Vorgehensweise

Wie bereits gestern im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, wächst auch in Teilen von SPD und FDP die Kritik am Corona-Management der Bundeskanzlerin sowie an geplanten „Schutz“-Maßnahmen bzw. staatsautoritären Gesetzen.

Die Nachrichtenseite n-tv schreibt unter dem Titel „Kritik am Dominanz im Kanzleramt“, die Bundesländer würden Merkel jetzt in der Beschlußfassung über Lockdown-Verfügungen „das Zepter wegnehmen“ – und man wolle der Kanzlerin „nicht allein das Feld überlassen“: https://www.n-tv.de/politik/Laender-nehmen-Merkel-das-Zepter-weg-article22173226.html

Weiter heißt es eingangs: „Hnter den Kulissen ist der Unmut über eine Bevormundung durch das Kanzleramt groß. Besonders in den SPD-geführten Ländern. Doch auch Söder gibt zu: Das war nicht elegant.

So wurde z.B. beklagt, das Kanzleramt habe seine Beschlußvorlage erneut „sehr kurzfristig“ eingebracht: „Und das dann am Sonntagabend um 23 Uhr machen zu müssen, und Montag früh geht es gleich weiter, dient oft auch der Sache nicht“, so Müller.“

Nötig sei vielmehr ein Verfahren, „mit dem man sich intensiver und besser mit den Fragen auseinandersetzen kann, als es in den letzten zwei, drei Sitzungen der Fall war.“

Diese Überrumpelungs-Taktik, den Ministerpräsidenten fertige Beschlußentwürfe vorzulegen, die vorher nicht mit ihnen besprochen wurden, die aber bereits in die Medien lanciert wurden, wird sich Merkel in Zukunft abgewöhnen müssen. Über dieses Prozedere hat sich auch Manuela Schwesig (SPD) beschwert, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

Außer allgemeinen Appellen, auf private Feiern zu verzichten, gab es gestern keine weiteren Beschränkungen. Konkret vereinbart wurde lediglich, daß Personen über 65 und mit bestimmten Vorerkrankungen künftig 15 FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt der Bund.

Die Beratung über das weitere Corona-Vorgehen wurde auf den 25. November vertagt – wegen der genannten Gründe, aber auch in inhaltlicher Hinsicht, denn laut n-tv hatte das Kanzleramt „weitergehende Kontaktbeschränkungen für die Bürger vorgesehen“, was ebenfalls zu Kritik von Ministerpräsidenten führte.


Neues deutsches Mantra: „Wir bleiben daheim“ Aber nein: Sich regen bringt Segen!

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht das bekannte Gedicht von Goethe, den „Osterspaziergang“ – bei uns alle Jahre wieder auf Platz 1 aller TOP-Artikel, wenn es auf Ostern zugeht, auch diesmal: https://charismatismus.wordpress.com/2013/04/01/goethes-osterspaziergang-vom-eise-befreit-sind-strom-und-bache/

Und wer kennt nicht  – im Gegensatz zu Goethes Versen  –  den neuen deutschen Dauerspruch, den man gebetsmühlenartig zu hören und zu lesen bekommt: Wir bleiben zuhause!

BILD: Zwei Riesen-Plakate, heute mehrfach in Münster gesichtet – jeweils mit dem Mantra: „Zu Hause bleiben“

Vielleicht haben die staatsbeflissenen Damen und Herren etwas mistverstanden:

Es gibt in Deutschland keine Ausgangssperre, nicht einmal allgemeine Ausgangsbeschränkungen (wenn man von Bayern und dem Kreis Heinsberg absieht).

Landesweit gilt für den einzelnen Bürger die Kontaktbeschränkung, vor allem jene, wonach in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen zusammensein dürfen (außer Verwandten und Sonderfällen) – und der 2-m-Abstand ist auch zu beachten.

Neue deutsche Welle: Trautes Heim, Glück allein

Trotz dieser Sachlage scheint sich jetzt eine neue deutsche Welle einzu(spieß)bürgern ganz nach dem Motto: „Trautes Heim – Glück allein!“

Diesen Eindruck muß man wohl bekommen, wenn man z.B. wie ich durch Münster (rad)fährt.

Heute war ich fast den ganzen Tag unterwegs, habe viermal für hochbetagte Nachbarn eingekauft, zudem einer 88-jährigen Bekannten eine riesige Tasche mit Krimis gebracht, da ihr kranker Nachbar ganz versessen auf diese Schmöker ist.

Wie ich also durch die westfälische Metropole radle, werde ich ständig durch gewisse Plakate belehrt, daß ich mich offenbar auf dem falschen Dampfer befinde: Statt „daheim zu bleiben“, treibe ich mich draußen herum. Gehts noch?!

Und ob es „geht“: Das ist gerade in Corona-Zeiten besser – nicht nur wegen der Hilfe für andere, sondern auch im eigenen Interesse, denn gesundheitlich gilt immer noch der alte Spruch: Sich regen bringt Segen!

Erst recht in jetzig Zeiten, denn Sport, frische Luft und noch dazu viel Sonnenschein (= Vitamin D) sind sehr günstig für das Immunsystem, zudem gut für Lunge, Herz und Kreislauf. Na also – genau passend gegen Corona!

In den nächsten Tagen klingt es einem dann wieder ständig in den Ohren: „Wir bleiben übern Ostern daheim!“
Ach wie schön, da wird sich Vater Staat aber freuen, in Wirklichkeit kann es ihm piepsegal sein, erst recht dem Obersten Chef. Oder warum sollten IHM die Gebete in den eigenen vier Wänden angenehmer sein als jene in seiner schönen Schöpfung?

Über Ostern bleib ich jedenfalls nicht zuhause, sondern gehe fröhlich raus, radle mit dem Fotogerät von einem frommen Bildstock zum anderen, von ersten Hofkreuz zum zweiten, von der  nächstbesten Kapelle zur wunderbaren Wallfahrtskapelle in Telgte oder zum dortigen Kreuzweg an der Ems entlang.

FOTO: Bildstock bzw. Christus als guter Hirte an einem Feldweg im Münsterland

Auch den Kindern tut ein Familienausflug nur gut – vielleicht verbunden mit einer schönen Pilgerfahrt oder Wanderung – und nicht etwa das phlegmatische Herumhocken zuhause,  möglichst noch vor der Glotze, dessen Inhalt meist alles andere als „österlich“ ist.

Zudem macht die Mattscheibe den Menschen passiv, ist ein dreister Räuber (es stiehlt ihm die wertvolle Zeit)  – und was das Lesen betrifft: das ist natürlich sehr zu empfehlen, gerade den Kleinen, aber auch dies muß nicht im Clubsessel geschehen, draußen macht es mehr Spaß und ist gesünder: ob auf der Gartenschaukel oder auf einer Sitzbank im Park – oder vielleicht in einer Kirche, so sie denn (hoffentlich!) offen ist.