Zweigstelle des Bernardus- und Patrimonium-Verlags zieht jetzt nach Aachen

Das Büro des Bernardus- und des Patrimonium-Verlages, das jahrelang in der Trappisten-Abtei Mariawald untergebracht war, zieht jetzt nach Aachen. Wir erhielten vom Verlag folgende Mitteilung:

Ab kommenden Montag, dem 5. Februar 2018, werden wir das Zweigbüro des Bernardus- und Patrimonium-Verlages in der Abtei Mariawald schließen und in unsere Zentrale nach Aachen verlegen.

Dies geschieht einerseits aufgrund der traurigen Entwicklungen in Mariawald, andererseits möchten wir aber auch die Synergieeffekte des Standorts Aachen besser nutzen, um unsere Buchprojekte effizienter betreuen und umsetzen zu können.

Unter dem Dach der Verlagsgruppe Mainz freuen wir uns in diesem Zusammenhang auf die Erweiterung unserer hauseigenen Druckerei, die unlängst sogar mit dem PSO-Siegel zertifiziert wurde und damit in unserer Region zum kleinen Kreis der Qualitätsdruckereien gehört.

Wir danken Dom Josef Vollberg OCSO sehr herzlich für seine große Gastfreundschaft über viele Jahre und wünschen ihm, seinem Konvent und allen treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner Abtei, die sich erfolgreich und mit großer Einsatzbereitschaft für den Erhalt und die Förderung der wirtschaftlichen Betriebe eingesetzt haben, Gottes Segen und alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Bitte notieren Sie die neue, Ihnen aber bestimmt schon bekannte Anschrift:
Verlagsgruppe Mainz, Bernardus- und Patrimonium-Verlag
Süsterfeldstraße 83 in 52072 Aachen

Internetseite mit Verlagsprogramm: https://www.bernardus-verlag.de/image/catalog/banner/verlagsprogramm-fruehjahr-2018.pdf


Abtei Mariawald wird bald geschlossen

Das Kloster Mariawald in der Eifel wurde 1486 als Priorat der Zisterzienser von Bettenbroich gegründet und im Jahr 1909, als dort an die 100 Zisterzienser der strengeren Observanz lebten, als Trappistenabtei errichtet.

Unter Napoleon, Bismarck und Hitler war das Klosterleben zeitweise erloschen. Die Pietá, das originale Gnadenbild von Mariawald, wird heute in der Heimbacher Salvatorkirche verehrt.

Am 15. September 2018 wird das Kloster zum vierten Mal in seiner Geschichte geschlossen werden. 2006 wurde Dom Josef Vollberg OCSO von einem geschrumpften und überalterten Konvent zum 9. Abt gewählt, in der Hoffnung, die Mönchsgemeinschaft auf den Höhen des Kermeter in der Eifel möge sich durch ihn erneuern.

Das wäre wahrscheinlich der Fall gewesen, wenn man ihn bis zum altersbedingten Ende seiner Abtszeit im Jahr 2038 im Amt belassen hätte. Gerade von Schweigemönchen, die zum Faktor Zeit ein Verhältnis haben sollten, das näher an der Ewigkeit ist, hätte man soviel Geduld erwarten können. Bindungsangst und die fehlende Bereitschaft, in größeren Zeiträumen zu denken, sind aber leider Kennzeichen unserer Zeit. 

2008 gewährte Papst Benedikt XVI. auf Dom Josefs Bitte hin der Abtei das Privileg, in Liturgie und Disziplin zum Usus (Meßritus) von Monte Cistello – einer 1964 im Trappistenorden eingeführten ersten Reformstufe, die in Mariawald nie umgesetzt wurde – zurückzukehren.

Die Nachfrage nach einem altrituellen Mönchskloster in Deutschland war und ist durchaus vorhanden. Allerdings standen die Konventsmehrheit in Mariawald, der Generalrat der Trappisten in Rom, die Diözesanleitung in Aachen und die vatikanische Ordenskongregation einer solchen konservativen Reform ablehnend gegenüber.

Quelle und vollständiger Beitrag von Pater Thomas Achatz hier: http://www.kathnews.de/schliessung-der-altrituelle-abtei-mariawald-im-speptember

Ergänzender Hinweis: Die Tagespost sieht die Ursachen anders: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/01/tagespost-nennt-vielfaeltige-ursachen-fuer-die-schliessung-der-abtei-mariawald/