Neun konkrete Forderungen für einen vatikanischen Dialog mit den Muslimen

Von Dr. Udo Hildenbrand

Das ganze Dialog-Dilemma des Vatikans mit den Muslimen wird in der Tagespost vom 2.3.2017 auf S. 4 deutlich:

Im Artikel „Skepsis über die Zukunft der Christen im Irak“ ist von Hass auf die Christen sowie von  deren Flucht und Vertreibung die Rede. Der unmittelbar danebenstehe Artikel spricht  vom „zuversichtlichen Dialog“ des Vatikans  mit der muslimischen Al-Azhar-Universität in Kairo. 

Wie lange soll der jetzt wieder neu angesetzte, von den Muslimen „großmütig“ eingeräumte Dialog eigentlich noch ergebnislos verlaufen? Wann endlich werden als Dialogergebnisse konkrete Schritte aufgezeigt, die den vielfach bedrängten Christen in islamisch dominierten Ländern spürbare Hilfe, Erleichterung und ein menschenwürdiges Leben ermöglichen; Schritte, die zugleich  auch in unseren Breitengraden von entscheidender Bedeutung sind?

Zur Dialog-Agenda zwischen dem Vatikan und den Muslimen  müssten unabdingbar folgende ganz konkreten Forderungen bzw. islamischen Selbstverpflichtungen zählen, die Grundvoraussetzungen sind für ein menschenwürdiges Miteinander zwischen den Religionen und Kulturen:

  1. Alle Koransuren, die gegen Nichtmuslime, aber auch im Verhältnis von Mann und Frau Formen von Gewalt, von Ungleichheit und Unfreiheit fordern oder gestatten, sind ausschließlich unter historischen Bedingungen und Umständen zu betrachten. Sie werden als zeitbedingt und als geschichtlich überholt erklärt. Sie haben keinen Ewigkeitswert und damit heute und in Zukunft überall auf der Welt keinerlei Bedeutung mehr.
  2. Im Islam sind künftig verboten:
    a) alle Handlungen, die gegen das Leben und das Eigentum und Besitz von Muslimen und Nichtmuslimen gerichtet sind,
    b) die ideelle, finanzielle und organisatorische Unterstützung jeglicher Formen des Terrorismus,
    c) Selbstmordanschläge und die Verherrlichung der Schreckenstaten von sogenannten „Märtyrer“
    d) Angriffskriege, wobei das koranische Prinzip des militanten Dschihad (=Glaubenskrieg) nur noch als historisch zu qualifizieren ist,
    e.) Polygamie (zumindest in nichtmuslimischen Ländern) und Kinderehe.
  3. Alle Nichtmuslime haben auch in islamisch geprägten Ländern ganz selbstverständlich das Recht, im Rahmen der UN-Deklaration der Menschenrechte von 1948 in Freiheit nach ihrem Glauben bzw. nach ihrer Weltanschauung zu leben.
  4. Unmoralisch sind die Verhaltensformen von Doppelzüngigkeit sowie das Vertrauen zerstörende bewusste Täuschen und Verschleiern (takiyya).
  5. Unislamisch, unmoralisch und kriminell ist die Todesstrafe für Konvertiten.
  6. Keine Religion und kein Einzelner haben das Recht, aufgrund eines angeblich objektiven Absolutheitsanspruches gegen Andersglaubende/-denkende gerichtete Rechtsansprüche zu reklamieren.
  7. Da Staat und Religion voneinander getrennte, eigenständige, jedoch aufeinander bezogene Bereiche sind, ist die Dominanz der Religionen über den Staat und die Dominanz des Staates über die Religionen verboten.
  8. Menschen anderen Glaubens werden im Islam nicht mehr − auch menschlich degradierend und diffamierend − als „Ungläubige“ bezeichnet.
  9. Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (UN) von 1948 ist die für alle Völker und Nationen geltende Form der Menschenrechte, nicht jedoch die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ von 1990.

Sollte die Lösung dieser  fundamentalen ethischen Problemfelder zumindest schrittweise, jedoch überprüfbar,  nicht möglich sein, bleibt alles theologische Dialogisieren fruchtloses Gerede und verantwortungslose Geld-  und Zeitverschwendung.

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

 

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Berlin: Christliche Flüchtlinge erneut massiv von Muslimen bedroht

„Sechs Christen aus unserer Gemeinde wurden in der Aufnahmeeinrichtung im Flughafen Tempelhof von einer Gruppe muslimischer Flüchtlinge massiv wegen ihres christlichen Glaubens bedroht“, berichtete Pfarrer Dr. Gottfried Martens von der Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz am gestrigen Sonntag auf der Facebook-Seite der Gemeinde. Junge Christin bei Gottesdienst für den Frieden in Syrien

Rund 1.200 christliche Flüchtlinge, größtenteils muslimische Konvertiten aus dem Iran, Afghanistan, aber auch aus arabischen Herkunftsländern, gehören zu Martens‘ Gemeinde – und immer wieder erfährt der Seelsorge von Übergriffen gegen seine Gemeindeglieder. „Als einer von den Christen daraufhin den muslimischen Wachschutz um Hilfe bat, verweigerte der ihnen jegliche Hilfe und jeglichen Schutz“, heißt es weiter:

50 muslimische Asylbewerber greifen Christen an

„Darauf stürzten sich etwa 50 muslimische Bewohner der Aufnahmeeinrichtung auf die Christen, verprügelten und verletzten sie.“  – Den Christen sei es gelungen, sich in ein Zimmer zu flüchten. Die herbeigerufene Polizei habe es nur durch den Einsatz mehrerer Polizeihunde geschafft, „ein Pogrom zu verhindern.“

Die Christen seien schließlich von der Polizei befreit und in den nächsten Hangar verlegt worden. „Dort zittern sie nun davor, dass die muslimischen Angreifer aus dem Nachbarhangar zu ihnen herüberkommen und sie umbringen.“  –  Mittlerweile berichtet Dr. Martens, man habe „in Tempelhof eine Lösung gefunden“:

Er habe „erfahren, dass die christlichen Flüchtlinge rausgeschmissen und auf die Straße gesetzt wurden. Sie sind nun obdachlos.“  – Pastor Martens wendet sich immer wieder mit Nachrichten über Angriffe auf christliche Flüchtlinge an die Öffentlichkeit und setzt sich mit Nachdruck für eine getrennte Unterbringung christlicher und muslimischer Flüchtlinge ein, auch wenn dies als generelle Forderung heikel und keineswegs optimal sei.

Es gebe aber in der sich zuspitzenden Situation gegenwärtig offenbar keine andere wirksame Lösung, den erforderlichen Schutz zu gewährleisten.

Quelle: http://www.selk.de

Foto: Bistum Regensburg


Evangelischer Pastor beklagt Gewalt gegen Christen in Flüchtlingsheimen

Politiker und Kirchenleiter ignorieren zu oft, dass christliche Flüchtlinge in deutschen Unterkünften Opfer von Gewalt durch radikale Muslime werden. Besonders betroffen sind zum Christentum konvertierte Muslime. Obwohl sich die Fälle häufen, bekommen sie weiterhin kaum Hilfe. 1643619043

Das beklagt der Berliner Pfarrer Gottfried Martens von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Gespräch mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Während die Empörung über die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln zu Recht groß sei, können christliche Konvertiten nicht damit rechnen, dass sie angesichts ihrer Verfolgung in den Heimen in der Öffentlichkeit Unterstützung erfahren: „Im Gegenteil: Politisch Verantwortliche und nicht zuletzt auch Vertreter der Kirchen fallen ihnen immer wieder sogar noch in den Rücken.“

In Deutschland hätten verfolgte christliche Konvertiten keine Lobby, so Martens, dessen Gemeinde sich intensiv um Flüchtlinge kümmert.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/kirchenleiter-ignorieren-christenverfolgung-in-deutschland-83649.html


Vaterhaus-Gemeinde in Frankfurt berichtet über verfolgte Christen in Flüchtlingsheimen

Frau Mahin Mousapour ist persischer Herkunft und seit 1996 Pastorin der evangelisch-freikirchlichen “Vaterhaus“-Gemeinde in Frankfurt am Main, die aus vielen Ex-Muslimen aus dem Iran und Afghanistan besteht, welche zum Christentum gefunden haben.

Kürzlich berichtete sie darüber, daß diese Gläubigen in Frankfurt nicht selten beschimpft und eingeschüchtert werden: DSC00254

„Seit Jahren werden diese Christen und ihre Familienmitglieder in Frankfurt von Islamisten bedroht und diskriminiert. Selbst wurde ich einmal auf der Straße von radikalen Moslems mit Messer bedroht und mehrmals beschimpft.“

Angesichts des wachsenden Flüchtlingszustroms (der überwiegend aus Muslimen besteht) haben sich die Probleme für diese Konvertiten (christlichen Ex-Muslime) verschärft, wie die Pastorin weiter schildert: 

„Jetzt sind meine Gemeindemitglieder in Frankfurt noch stärker als je zuvor unterdrückt, diskriminiert und verfolgt. Unter den Flüchtlingen sind Moslems und verfolgte Christen (Konvertiten).

Wenn die Konvertiten in meine Gemeinde kommen wollen, sind sie sehr vorsichtig und verschweigen total, daß sie an Jesus glauben. Jene Moslems, die sie hier diskriminieren, sind hingegen mutig, gewagt und sehen sich im Recht. Ihr Verhalten zeigt keinen Respekt oder Achtung gegenüber den Grundgesetzen dieses Landes.

Ich habe nichts gegen Islam und Moslems (meine Schwester ist Muslima), aber jedes Mal, wenn ich um den Schutz meiner Gemeinde bitte, werde ich sofort mundtot gemacht. Meine deutschen Freunde sagen: „Wir können dir nicht helfen, weil wir dann auch sofort als Ausländerfeind bezeichnet werden.“

Diese Gesellschaft und deren Medien haben mehr Interesse für den Islam und Muslime als für Christen. Wir Christen werden stark vernachlässigt, als ob wir nicht zum Volk des Landes gehören. Jetzt bin ich ein „armer Christ“ in einem Land, das von Christendemokraten geführt wird.“

Die Pastorin (ihre E-Mail: mahinmousapour@web.de) hielt am 29. November dieses Jahres in Hamburg eine Rede bei einer Lichterkette zum Thema “verfolgte Christen”: https://www.youtube.com/watch?v=vmVv2a3bAdc

 


Der LÖWE von FULDA: Dyba-Gedenkband erinnert an einen großartigen Hirten

In den nächsten Tagen erscheint im KOMM-MIT-Jugendverlag Münster ein 208 Seiten starker Sammelband unter dem Titel „Der Löwe von Fulda“.  Das vierfarbige Buch ist stark bebildert, bietet einen festen Umschlag (Hardcover)  –  und enthält ca 40 Artikel, die das Leben und Wirken von Erzbischof Johannes Dyba würdigen. 
Fürs CF verwenden

Dieser glaubensstarke Hirte der Kirche wurde schon zu Lebzeiten von gläubigen Katholiken oft und gerne als „Löwe von Fulda“ bezeichnet, weil seine Bekennerfreude an den großen Kardinal von Galen erinnert, den „Löwen von Münster“, der sich durch seine weltbekannten Predigten gegen die NS-Euthanasie wandte.

Ähnlich tapfer, wie sich der Bischof von Münster einst für Kranke und Behinderte einsetzte, hat sich dieser unbeugsame Bischof von Fulda, der am 23. Juli 2000 völlig unerwartet verstorben ist, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder stark gemacht und für sie zum Beispiel das Glockenläuten am 28. Dezember (dem Tag der Unschuldigen Kinder) in seinem Bistum eingeführt.

Eine Auflistung der namhaften 33 Autoren dieses ansprechenden und gehaltvollen Buches finden Sie hier (ebenso die Bestell-Daten etc): https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/07/neuerscheinung-gedenkband-fuer-erzbischof-johannes-dyba-mit-33-autoren/

Nun folgt für näher Interessierte das Vorwort der Herausgeberin und Verlagsleiterin Felizitas Küble (siehe Foto), wobei sie einiges zu diesem Gedenkband erläutert: 

VORWORT von Felizitas Küble:

„Ein Mann trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes“ (Joh 1,6). – Wenn ich diese Worte aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums lese oder höre, kommt mir nicht allein Johannes der Täufer in den Sinn (um den es dabei geht), sondern auch Johannes Dyba, der bis zu seinem Tod vor 15 Jahren als Bischof von Fulda segensreich für Christus und seine Kirche gewirkt hat. Sein Namenspatron aber war Johannes der Täufer. Nur für UMBRUCH (4)

In diesem Gedenkband erinnern 33 Autoren an diesen glaubensstarken Oberhirten, wobei einige Verfasser ebenfalls den Bezug zum hl. Johannes dem Täufer herstellen, der uns durch seinen Bekennermut, sein Lebenszeugnis und sein kraftvolles Ja zu den Geboten des Ewigen voranleuchtet.

Häufig wird Erzbischof Johannes Dyba in den facettenreichen Beiträgen dieses Buches mit dem hl. Bonifatius, seiner „eichenfällenden“ Tapferkeit und seinem apostolischen Eifer verglichen. Manche erinnern an den hl. Thomas Morus, den Lordkanzler von England, der für sein Ja zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe sowie für seine Liebe zur Einheit der Kirche den Märtyrertod starb.

Zu den Bekennern unseres Glaubens gehört auch der heldenhafte Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen. Dieser freimütige Kardinal, der sich vor allem für die in der NS-Diktatur vom Massenmord bedrohten Behinderten einsetzte, ist weithin bekannt als „Löwe von Münster“.

Im Anklang an diesen unbeugsamen Kardinal wurde der glaubensfrohe Erzbischof Dyba bereits zu Lebzeiten im katholischen Kirchenvolk als „Löwe von Fulda“ geschätzt, geliebt und gewürdigt, so daß der Titel dieses Gedenkbandes nicht etwa am grünen Tisch entstand, sondern gleichsam aus der Mitte des gläubigen Volkes erwuchs. Wir freuen uns besonders über das gehaltvolle Grußwort der Großnichte des seligen Kardinals von Galen, Johanna Gräfin von Westphalen. Johannes_in_Lourdes

Der couragierte Kirchenmann Dyba bleibt auch 15 Jahre nach seinem plötzlichen Tod, der Millionen Katholiken – und auch viele bibelorientierte Protestanten – erschütterte und mit Trauer erfüllte, unvergessen. Selbst frühere Kritiker haben den schlagfertigen und humorvollen Bischof oftmals nicht nur respektiert, sondern nach seinem Tod aufrichtig vermißt.

Wunsch nach Seligsprechung von Erzbischof Dyba

Doch zu der Wehmut, diesen mutigen Bischof nicht mehr irdisch unter uns zu wissen, gesellt sich bei immer mehr Christgläubigen die Hoffnung, ja die freudige Zuversicht, daß der „Löwe von Fulda“ durch seine Fürsprache im Himmel weiterhin am Throne dessen wirkt, den die Hl. Schrift als den „Löwen von Juda“ (Offb 5,5) bezeichnet, nämlich Christus, unseren Erlöser, zugleich das „geopferte Lamm“ (Offb 5,12), das die Sünden der Welt hinwegnimmt.

Der Wunsch nach einer Seligsprechung Johannes Dybas wird von recht vielen Autoren in diesem Sammelband geäußert, sogar von einem evangelischen Verfasser (Konrad Badenheuer). Das überrascht nur auf den ersten Blick; seit Jahren erleben wir bei unseren Unterschriftsaktionen pro Dyba-Seligsprechung, daß auch theologisch konservative Evangelische mitunterzeichnen; vor allem jene, die sich in der Lebensrechtsbewegung engagieren und Dybas unermüdlichen Einsatz für die ungeborenen Kinder in bester Erinnerung behalten.

Auch das „Forum Deutscher Katholiken“ sammelt auf seiner Webseite Unterschriften für eine Seligsprechung Dybas. In diesem Sammelband erwähnen mehrere Gründungsmitglieder dieses Dachverbandes Dybas wegweisende Hilfe beim Zustandekommen des „Forums Deutscher Katholiken“ mit seinen jährlichen Kongressen „Freude am Glauben“ (die häufig in Fulda stattfinden).

Jan laechelt von der Mauer des Bischofgartens - KopieÖkumenischer Gedenkband mit evangelikaler Beteiligung

Dieser Gedenkband ist bewußt ökumenisch ausgerichtet – freilich nicht im Sinne eines flachen Ökumenismus, der konfessionelle Unterschiede zu verwischen versucht, sondern auf dem Hintergrund einer christozentrischen Bekenntnis-Ökumene, die sich auf die gemeinsamen Fundamente des Glaubens besinnt. Übereinstimmend bekennen sich evangelikale, bibelorientierte Protestanten und glaubenskonservative Katholiken zur Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift, zur Gottheit Christi und zur zeitlosen Gültigkeit der Zehn Gebote und der Schöpfungsordnung Gottes.

An den Einsatz Dybas für diese Werte des Glaubens und der christlichen Ethik erinnern auch unsere sechs evangelischen Autoren (Konrad Badenheuer, Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Pfr. Dr. Joachim Cochlovius, Pfr. Dr. Werner Neuer, Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf, Thomas Zimmermanns).

Wir plazieren die Autoren-Beiträge in diesem Buch in der Reihenfolge der Verfasser-Nachnamen. Bei jedem Autor haben wir die Schreibweise gelassen, die er selber wählte – sei es nun (wie bei mir) die alte oder eben die neue Rechtschreibung.

Drei Bischöfe würdigen Dyba in diesem Buch

Allen Autoren sowie den Fotografen gilt ein herzliches Dankeschön, vor allem den drei beteiligten Bischöfen (Bischof Heinz Josef Algermissen, Erzbischof Ludwig Schick, Weihbischof Andreas Laun), den zahlreichen Priestern sowie den beiden Familienangehörigen von Bischof Dyba: seiner Schwester Barbara Dyba-Roth und seinem Neffen Prof. Dr. Cornelius Roth. Ein besonderer Dank geht auch an die vielen Beter, die für ein gutes Gelingen dieses Buches „die Hände gefaltet“ haben. marchavida300x600 - Kopie

Unser Sammelband enthält zudem mehrere Artikel von Konvertiten, unter ihnen der ehem. evangelisch-lutherische Pastor Peter Kemmether (heute katholischer Pfarrer), die Bestseller-Autorinnen Christa Meves und Gabriele Kuby, die Schauspielerin Inge Thürkauf, sodann Dr. Stefan Meetschen und Dr. Michael Schneider-Flagmeyer.

Zum Abschluß dieses Vorwortes richte ich eine freundliche Bitte an Sie:

Dieser Gedenkband kann beileibe nicht alle Beiträge aufnehmen, die wir inzwischen zur Erinnerung an Erzbischof Dyba erhalten haben. Manche weiteren Texte wollen wir gerne im Internetmagazin CHRISTLICHES FORUM oder in weiteren geplanten Publikationen veröffentlichen.

Es wäre also wunderbar, wenn wir aus der Leserschar neue Artikel erhalten, in denen uns Eindrücke und Erlebnisse mit dem „Löwen von Fulda“ geschildert werden. Auch an Ideen, Vorschlägen sowie sachkritischen Anmerkungen zu diesem Buch sind wir sehr interessiert. Weitere Hinweise sowie meine persönlichen Erinnerungen an Erzbischof Dyba finden Sie im Nachwort.

Möge der Ewige alle Autoren, Fotografen und Leser dieses Gedenkbandes segnen und behüten!

In dankbarer Verbundenheit grüßt Sie
Felizitas Küble

Dyba-Fotos: Gaby Kaudel

 


Iran: Ex-muslimische christliche Pastoren zu langjährigem Knast verurteilt

Drei führende Mitglieder der iranischen Hauskirchenbewegung sind zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden die Pastoren Behnam Irani und Abdolreza „Matthias“ Haghnejad sowie der Diakon Reza „Silas“ Rabbani am 19. Oktober zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Für Pastor Irani bedeutet dies eine Gesamtstrafe von zwölf Jahren. Alle drei müssen ihre Strafen in weit abgelegenen Strafanstalten verbüßen, die über tausend Kilometer von ihren Heimatorten entfernt liegen und die für ihr unerträglich heißes Klima berüchtigt sind, so die IGFM. Besuche durch Angehörige würden so enorm erschwert.

Alle drei Kirchenleiter sind ehemalige Muslime. Sie wurden nach dem islamischen Recht wegen „Kampf gegen Gott und Verderbenstiften auf Erden“ angeklagt. Dieses „Verbrechen“ kann in der islamischen Republik Iran sogar mit der Kreuzigung bestraft werden.

Nach heftigen internationalen Protesten ließen die iranischen Behörden diesen Vorwurf jedoch fallen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen wichtigen Erfolg: „Ohne die internationale Aufmerksamkeit wären diese  –  und andere Konvertiten  –  längst tot“.

Die erste Kammer des Islamischen Revolutionsgerichtes in Karaj bei Teheran begründete die Strafen mit „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und der „Bildung eines Netzwerkes zum Umsturz des [islamischen] Systems“. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Der vorsitzende Richter Asel Al-Hosseyn verwies dabei auf Artikel 498 des islamischen Strafrechts des Irans. Weder das Urteil noch die Urteilsbegründung wurden schriftlich ausgestellt.

Nach Angaben der IGFM sei dies „typisch“ für die iranische Justiz, insbesondere für die Revolutionsgerichte. Der eigentliche Grund für die Verfolgung sei die christliche Gemeindearbeit. Die Islamische Republik wolle ehemalige Muslime einschüchtern und die Gemeinden zentraler Leitungspersonen berauben.

Pastor Irani war bereits früher wegen seiner Arbeit als Pastor mehrfach verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese und seine zusätzliche Haftstrafe muss er nun in Zabol, nahe der afghanischen Grenze in der Provinz „Sistan und Belutschistan“ verbüßen. Die Region ist nicht nur für ihr extremes Klima berüchtigt, sondern auch für den dort besonders verbreiteten islamischen Extremismus.

Die IGFM befürchtet, dass Irani im Gefängnis zum Ziel von Übergriffen und Mordanschlägen werden könnte. Seine Gesundheit sei durch Folter und unmenschliche Haftbedingungen so sehr angegriffen, dass seine Verbannung an diesen Ort einem Todesurteil auf Raten gleichkomme. Pastor Haghnejad und Diakon Rabbani werden weit in den Süden des Iran verlegt, nach Minab, an der Straße von Hormus.

Hintergrund:
Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben nur rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der „Abfall vom Islam“ – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran


Brunei führt die Scharia ein

Seit fast 47 Jahren regiert Sultan Hassanal Bolkia als absoluter Monarch über den kleinen Staat Brunei in Südostasien. Für den Mai kündigte er umfassende Gesetzesänderungen und die Einführung der islamischen Gesetzgebung nach der Scharia an.

„Ich vertraue ganz auf Gott, den Allmächtigen, und bin ihm dankbar, dass die Durchsetzung von Phase eins des Scharia-Rechts, auf die die weiteren Phasen folgen werden, nun vollzogen werden kann“, sagte er in einer Rede am 30. April. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Brunei hat etwa 427.000 Einwohner, davon sind knapp 10 Prozent Christen. Bereits vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes wurden vor allem christliche Kirchenleiter streng überwacht.

Sie rechnen damit, dass der Druck auf sie nun weiter steigen wird. Die Anwendung islamischer Gesetze im Zivilrecht ist in Brunei schon jetzt nicht unüblich, vor allem bei Personenstands- und Familienangelegenheiten.

Nun sollen das islamische  Gesetz auch für Strafsachen gelten. Am Ende der schrittweisen Einführung der Scharia sind auch schwere Körperstrafen vorgesehen, wie etwa Auspeitschung für Ehebruch, Amputation von Gliedmaßen für Diebstahl und Tod durch Steinigung für Vergewaltigung und Sodomie.

Konvertiten verlieren Sorgerecht für ihre Kinder

Eines der Gesetze zielt speziell auf Christen muslimischer Herkunft ab. So dürfen muslimische Eltern ihre Kinder nicht der Obhut von Nichtmuslimen überlassen. Wird jemand in einer muslimischen Familie Christ, sind dadurch rechtliche Probleme vorprogrammiert. Zuwiderhandlungen ziehen bis zu fünf Jahren Haft und zusätzlich eine hohe Geldstrafe nach sich.

Christen muslimischer Herkunft drohen für den Fall, dass ihr neuer Glaube bekannt wird, das Sorgerecht für ihr Kind zu verlieren. „Alle elterlichen Rechte werden dem muslimischen Elternteil übertragen, wenn gemischt religiösen Eltern ein Kind geboren wird. Der nichtmuslimische Elternteil wird in keinem amtlichen Papier anerkannt, auch nicht in der Geburtsurkunde des Kindes“, hieß es bereits 2012 im Bericht des US-Außenministeriums zur internationalen Religionsfreiheit.

Wie schnell die neuen Gesetze in die Praxis umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Derzeit fehlt es noch an der nötigen Infrastruktur. So gibt es noch nicht genügend Richter, die sich auf die Anwendung der Scharia spezialisiert haben. Im Etat des Landes ist aber ein Budget für die Einführung der Gesetze vorgesehen. 

Quelle: Open Doors