Syrien: Der IS will Christen unterwerfen – Einführung der Kopfsteuer

Der Text in diesem Bild lautet: Verkündung des Urteils von Gott / für die Christen der Stadt al-Qaritin.

Darunter steht einmal in arabischer Kalligraphie und einmal (ganz klein) in lateinischen Buchstaben „Dimashq“, auf Deutsch: Damaskus. Datum: Thu al-Qa‘dah [11. Monat des muslimischen Kalenders] 1426.

Rechts daneben von unten nach oben:

Die Kopfsteuer („Dschizya“) für Andersgläubige ist zurück. Der Islamische Staat (IS) stellt sich in seiner Propaganda in die direkte Herrschaftsnachfolge von Mohammed und den „rechtgeleiteten“ Kalifen.

Um das zu unterstreichen, hat der IS in seinem Herrschaftsgebiet zahlreiche Regelungen aus der Zeit Mohammeds eingeführt. Wie damals schließt jetzt der IS „Schutzverträge“ mit unterworfenen Christen und besiegelt so die eigene Herrschaft.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.igfm.de/themen/religionsfreiheit/unterwerfungs-vertrag-fuer-christen/


IRAK: Mord – Terror – Vertreibungen

Seitdem ihre Offensive im Juni begann, haben radikal-islamische IS-Kämpfer den Christen in eroberten Städten befohlen, sich zum Islam zu bekehren oder eine sehr hohe Kopfsteuer zu bezahlen   –  ansonsten droht ihnen die Ermordung.   bild0191

Das Kloster St. Michael, ein frühchristliches Gebäude aus dem 4. Jh. in Tigris-Nähe, hat der IS in einen Stall umgewandelt.

Preiserhöhungen lassen in Mossul einen Zusammenbruch der Wirtschaft erahnen. Im Juli kosteten Eisblöcke 10.000 irakische Dinar (ca. 6,30 Euro), ein Liter Benzin/Diesel 2.500 ID.

Befürchtet wird, dass es mit Warenlieferungen noch schlechter wird, wenn die Routen durch Kurdistan abgeschnitten werden. Auch andere Dienstleistungen sind in Mitleidenschaft gezogen: Strom gibt es pro Tag nur zwei Stunden lang, Wasser ist in der ganzen Stadt nicht mehr zu bekommen und Medikamente werden knapp.

„Ich habe mir nicht vorgestellt, dass ich eines Tages so leben würde  –  ohne Menschenrechte, salziges Wasser aus Brunnen, ohne Strom und ohne ein Haus, zudem in dieser Hitze“, sagte eine Frau auf der Flucht.

Auf dem aktuellen Open Doors-Weltverfolgungsindex, einer jährlichen Rangliste der Länder, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden, belegt der Irak derzeit den Negativ-Rang 4.

Quelle: www.opendoors.de/irak

Bild: Evita Gründler