Ägypten: Koptischer Ex-Mönch Tawadros gesteht Mord an Bischof Epiphanius

Der Ägypter Wael Saad Tawadros, der noch bis vor wenigen Tagen Mönch des Klosters St Makarios war, wurde von den ägyptischen Justizbehörden als Täter des Mordes am koptischen Bischof Epiphanius identifiziert.

Der 64-jährige Bischof war in den frühen Morgenstunden des 29. Juli in dem Kloster tot aufgefunden wurde, das er als Abt leitete. Laut ägyptischen Medienberichten gestand der ehem. Mönch das Verbrechen und erklärte, dass er Bischof Epiphanius mit einer Eisenstange getötet hatte.

Am vergangenen 5. August wurde Tawadros, der bis dahin unter dem Ordensnamen Jesaja al Makary ein Mönch von San Makarios war, aus dem Kloster verwiesen und mit einer vom koptischen Patriarchen Tawadros II. unterzeichneten Anweisung aus dem Mönchsstand entlassen.

In den frühen Morgenstunden des 29. Juli wurde die Leiche von Bischof Epiphanius auf dem Weg zur Klosterkirche in einer Blutlache gefunden. Der Bischof wollte wie gewöhnlich den Tag mit Morgengebeten starten, bevor der Sonntagsgottesdienst beginnen sollte.

Der Bischof hatte als Wissenschaftler an der Übersetzung mehrerer Bibelwerke vom Griechischen ins Arabische mitgearbeitet. Die Mönche des Klosters St. Makarios hatten ihn am 3. Februar 2013 mehrheitlich zu ihrem Abt gewählt. Er pflegte intensive Beziehungen mit Freunden und Klostergemeinschaften der katholischen Kirche.

Quelle: Fidesdienst


Koptischer Patriarch bezeichnet das “Barnabas-Evangelium” als Fälschung

Das angebliche “Barnabas-Evangelium” ist ein “Buch voller Fehler” und das “Werk eines Fälschers”. Dies betont Patriarch Tawadros II. bezüglich des Buches, das im Mai 2012 angeblich im Justiz-Palast in Ankara gefunden wurde.  foto-dcubillas-www_freimages_com_

In diesem Sinne äußerte sich der Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche am 24. Juni 2015 bei einer Generalaudienz, bei der er sich dem heiligen Barnabas widmete.

Das auf Leder mit goldenen Buchstaben geschriebene Manuskript, von dem die türkischen Behörden erklärten, dass es vor 1500 bis 2000 Jahren geschrieben worden sei, wurde dort als neues Evangelium des Apostels Barnabas bezeichnet. Diese Schrift besagt, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde und nicht als Sohn Gottes in den Himmel aufgenommen wurde; zudem habe „Jesus“ das Kommen Mohammeds vorhergesagt.

Quelle: Fidesdienst