Warum ich mich als Nahostexperte durch Sarrazins neues Buch bestätigt sehe

Von Klaus Moshe Pülz

Noch vor Sarrazins Büchern referierte ich anläßlich einer rheinland-pfälzischen Polizeitagung am 11. Sept. 2003 über das Thema „Die religiösen Hintergründe des islamistischen Terrorismus“. Die Polizeichefs waren erwartungsgemäß über die subversiven Tätigkeiten der Muslime nicht informiert.
(Mein Vortrag kann unter www.zelem.de heruntergeladen werden.)

Ich weiß nicht, ob Sarrazin in seinen Büchern erwähnte, daß bereits vor ca. 50 Jahren der König von Marokko, Hassan II., anläßlich einer Welt-Islam-Konferenz in Rabat seine Glaubensgenossen dazu aufrief, das einstige christliche Abendland auf ganz legale  Weise in eine moslemische Oase umzuwandeln, indem er empfahl, nach Europa einzuwandern und sich auf legalem Wege in die Parlamente wählen zu lassen, um von innen heraus den Islam gesellschaftsfähig zu machen.

Ich weiß auch nicht, ob Sarrazin in seinen Büchern den einstigen Terroristenführer (mit Friedensnobelpreis!) Yassir Arafat anführte, der offen erklärte, Israel totgebären zu wollen. Dieses Konzept finden wir auch in der deutschen Gesellschaft, wo ganze Schulklassen fast nur noch aus muslimischen Kindern bestehen.

Als Nahostexperte, der diese Tätigkeit seit 40 Jahren ausübt, sehe ich mich durch Sarrazin bestätigt. Meine Nachbarn in Tel Aviv/Jaffo sind Muslime, die in keiner Weise integrationswillig sind, weil sie sich als neue Herrenrasse sehen. Ihr großes Vorbild ist Adolf Hitler, weil er die Juden systematisch und fabrikmäßig ermorden ließ.

Heutzutage versucht eine bundesdeutsche Regierung im Zuge einer Art Wiedergutmachung, möglichst viele vermeintliche Flüchtlinge mit der Firmierung einer „Willkommenskultur“ nach Deutschland einwandern zu lassen, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen für die eigene Bevölkerung zu machen. Dies beginnt bereits mit deren Glaubenseinstellung, wonach der Koran über sämtliche säkularen Gesetze steht.

Anstatt auf einen mutigen Mann wie Sarrazin zu hören, wird dieser Autor so verteufelt, wie es mir bislang durch tiefes Verschweigen widerfährt. Da ich zu meinen drei eigenen Büchern („Antisemitismus – gestern und heute“, „Brennpunkt Israel“ und „Schalom für Israel“) neben der Publikation unserer Fachzeitschrift „Bote Neues Israel“ keine Zeit habe, weitere Bücher zu verfassen, wurden meine vielen Statements tunlichst in den Medien totgeschwiegen. Insofern ergeht es mir wie Sarrazin, der sich wohl bald unter Polizeischutz begeben muß, wenn ihm sein Leben noch lieb und wert sein sollte.

Daß er ausgerechnet Mitglied der SPD ist, die sich derart für den Influx von Muslimen einsetzt, ist höchst verwunderlich. Ich wäre seit langem aus dieser Partei ausgetreten, die aus dem Debakel der Weimarer Republik nichts gelernt hat.

Ich habe ebenfalls den Koran studiert und seinerzeit bei der erwähnten Polizeitagung sämtliche maßgebenden Koransuren aufgeführt, die zu strafbaren Handlungen aufrufen – einschließlich Mord.

Ähnlich wie ultraorthodoxe Juden in Israel und anderswo den Fortschritt behindern, indem sie ihre Nasen nur in den Talmud stecken, ohne in ihren hauseigenen Schulen naturwissenschaftliche und neusprachliche Fächer zu erlernen.

Betrachtet man das Mullah-Regime im Iran, erkennt man auch diese Rückständigkeit, von der Sarrazin spricht.

Noch heute sprechen die Muslime von den Demütigungen durch die Kreuzritter und versuchen nunmehr, durch einen Panislamismus die Weltherrschaft zu erreichen, während Kirchen und normative Christen ihnen dazu noch den Weg bereiten, wenn Kardinal Marx und der evangelischen Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in Jerusalem sogar ihr Brustkreuz ablegten.

Daß wir in einer Art „Endzeit“ leben, haben noch nicht einmal die christlichen Theologen bemerkt. Dagegen ist der Begriff „be-acharit hajamim“ (in den letzten Tagen) bei uns in Israel bestens bekannt. Von Eschatologie halten christliche „Gelehrte“ ohnehin wenig.

Daß die europäische und westliche Identität nicht nur von der demographischen Geburtenrate bedroht wird, liegt auch an der progressiven Glaubenslosigkeit hinsichtlich eines göttlichen Schöpfers und eines messianischen Erlösers aus dem Volke Israel.

Lieber glaubt man an „naturwissenschaftliche Erkenntnisse“, an Urknall und Abstammung vom Affen oder Enzymen. Solche areligiösen Gedanken kämen Muslimen gar nicht in den Sinn. Daher betrachten sie die westliche Kultur als dekadent, gottlos, schamlos und vor allem gerichtsreif.

Nein, Sarrazin verallgemeinert keineswegs. Er verärgert lediglich jene Politiker und Medien, die lautsprecherartig ihre vermeintliche Gutartigkeit gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen zur Schau stellen.

Weitsicht und Umsicht war niemals die Prämisse deutscher Politiker und in deren Gefolge die Medienlandschaft. Vielmehr ist Opportunismus und Anpassung an die Gesellschaft angesagt. Doch Fortschritt bezieht sich nicht nur auf Computerspiele, Digitalisierung und die Eroberung des Mars, sondern vornehmlich auf die geistig/geistliche Identität und das Erbe der Vätertradition.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Schriftsteller und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten den “Bote Neues Israel” heraus. 
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Sarrazin präsentiert sein Buch „Feindliche Übernahme“ gegen den Islam

Die Einwanderung sowie die hohen Geburtenraten von Muslimen haben „demografische Sprengkraft“ und bedrohen die Stabilität der westlichen Welt. Um das Gewicht der Muslime in Deutschland und Europa nicht weiter zu verstärken, muss man deren Zuwanderung grundsätzlich unterbinden.   

Diese Ansicht vertrat der SPD-Politiker und ehem. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Buches „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ (Finanzbuch Verlag) am 30. August vor Journalisten in Berlin.

Darin kritisiert er die Integrationsdefizite von Muslimen in Deutschland sowie die Unterdrückung muslimischer Frauen. Alle Versuche, den Islam zu reformieren, seien bisher weitgehend gescheitert. In keinem Land, in dem Muslime in der Mehrheit sind, gebe es Religionsfreiheit und eine funktionierende Demokratie.

Sarrazin zufolge ist der Islam keine Religion des Friedens und der Toleranz, sondern der Gewalt. Man müsse den Text des Korans sehr verbiegen, um Menschenliebe, Barmherzigkeit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Ablehnung von Gewalt abzuleiten. Der Islam sei geprägt von Hass auf Ungläubige, einer expansiven Eroberungskraft sowie Feindseligkeit gegenüber selbstständigem Denken. In islamischen Ländern würden überall religiöse Minderheiten benachteiligt oder unterdrückt.

Nach Worten Sarrazins ist „alles deutlich schlimmer gekommen“, als er vor acht Jahren in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ prognostiziert habe. Der Bevölkerungsaustausch schreite mit „ungeheurem Tempo“ fort. So seien in Wiesbaden acht Prozent der Einwohner Muslime, der Anteil ihrer Geburten betrage bereits 28 Prozent. In Berlin gebe es zehn Prozent Muslime, bei den Geburten seien es 15 bis 20 Prozent.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/thilo-sarrazin-einwanderung-von-muslimen-nach-europa-unterbinden-106407.html


Protestbrief zur Islam-Publikation des evangelischen Landesbischofs von Baden

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an Prof. Dr. J. Cornelius-Bundschuh, Landesbischof von Baden

Sehr geehrter Herr Professor Cornelius-Bundschuh,

Sie haben eine Schrift „Christen und Muslime“ herausgegeben (hier). Die Kernaussage ist der Satz „Einsichten aus dem christlich-jüdischen Gespräch motivieren zu einer theologischen Wertschätzung auch des Islams(Seite 8). Also nicht Einsichten aus dem Koran!

Es ist unverkennbar, daß sich die evangelischen Bischöfe intensiv um eine Anerkennung des Islam in unserer Gesellschaft bemühen:

Bischof Meyns behauptet fälschlicherweise, der Islam sei eine „Religion des Friedens“, Bischof July behauptet irrtümlicherweise, der Islam würde zu Deutschland gehören, Bischof Bedford-Strohm fordert fälschlicherweise einen flächendeckenden Unterricht des menschenrechtswidrigen Islam in öffentlichen Schulen.

Es ist unverkennbar, daß die evangelischen Bischöfe Wegbereiter für ein islamisches Deutschland sind.

Wir befinden uns gegenwärtig in einem Kulturkonflikt mit dem Islam. Die evangelischen Bischöfe haben sich auf die Seite des Islam gestellt. Ihre Schrift kündet von mangelhafter Sachkenntnis: „Die koranische Tradition stellt sich unmissverständlich hinein in die Kontinuität von Kundgaben Gottes an die biblischen Propheten.

Diese Aussage ist falsch: In Medina wollte Mohammed die jüdischen Stämme für seine Lehre gewinnen. Diese lehnten Mohammed als Propheten ab, weil die jüdischen Propheten niemals politisch aktiv waren. Der jüdische Stamm der Banu Quaynuqa lehnte eine Zwangsbekehrung zum Islam ab: Die Männer wurden gebunden, und der ganze Stamm wurde nach Syrien verbannt. Nach Konflikten mit dem jüdischen Stamm Banu Nadir wurde auch dieser vertrieben.

Der dritte in Medina ansässige jüdische Stamm, die Banu Qurayza, wurde vernichtet. Mohammed ließ in deren Stadt Massengräber ausheben, „dann wurden die Juden zu ihm geführt und bei den Gräbern enthauptet – insgesamt 600 bis 900 Männer. Die Hinrichtung dauerte den ganzen Tag über… Die Frauen und Kinder wurden zum größten Teil in Medina versteigert, die übrigen in Syrien und in Nadjd(Quelle: J. Bouman: Der Koran und die Juden; Darmstadt 1990).

Sure 5:38 verschweigen Sie, desgleichen die koranischen Anweisungen zur Anwendung von Gewalt in Glauensfragen (hier), was Jesus verbietet . Als man Christus eine Ehebrecherin vorführte, eröffnete er ihr ein neues Leben. Als man Mohammed eine schwangere Ehebrecherin vorführte, befahl er, sie gut zu behandeln. Als das Kind geboren war, befahl er, die Frau zu steinigen.

Mohammed ist das absolute Vorbild für jeden Moslem. Und Sie wagen zu behaupten: „Der Islam gründet sich auf Recht und Gerechtigkeit„!

Sie verschweigen es, daß die OIC die Menschenrechte ablehnt (hier). Die islamischen Funktionäre wollen in Deutschland das Grundgesetz durch die Scharia ersetzen. Die Wörter sharia und umma kommen in Ihrem Text überhaupt nicht vor. Für jeden Kenner des Islam ist Ihre Schrift eine heillose Blamage.

Mit besorgten Grüßen
Hans Penner


Deutschland auf dem absteigenden Ast?

Von Klaus Moshe Pülz

Die rot-grünen Ignoranten in Deutschland kennen die Mentalität muslimischer Araber nicht. In dem Haus, in dem ich in Tel Aviv lebe, befinden sich vier arabische Familien, die sich seit der Staatsgründung Israels nicht integriert haben, die zwar die Vorzüge des verachteten Judenstaates gerne annehmen, Renten und medizinische Versorgung genießen, aber dem Judenstaat im übrigen in die Hölle wünschen.

Muslime halten an ihrem Glauben an den skurrilen Koran fest, obschon in dessen Suren offen zu strafbaren Handlungen aufgerufen wird, die bis zu Mord (beispielsweise sog. „Ehrenmorde“) reichen. Auch der Wechsel in eine andere Religion  –  wie in das Christentum  –  ist todeswürdig.

Selbst die vielen jungen Schwarzafrikaner, die illegal in das einstige jüdisch-christliche Abendland per Schlauchboot etc. eindringen, was sich kein Staat der Welt bieten lassen würde, sind zumeist Muslime, die der unverantwortlichen „Willkommenskultur“ und Aufforderung einer durchgeknallten deutschen Kanzlerin und ehem. DDR-Funktionärin besonders in das prosperierende Deutschland  – dem Financier einer maroden EU   –  allzu gern Folge leisten.

Und jene deutschen Bürger, die sich so um ihre Rente und bei einem alternden Volk um ihre Pflegebedürftigkeit betrogen fühlen, werden von den etablierten Parteien und  –  was Wunder  –  sogar einhellig von den Medien als „Unmenschen“ diskreditiert.

Dabei gehört es gesetzlich zur Pflicht der gewählten Volksvertreter, materiellen und immateriellen Schaden vom deutschen Volke fernzuhalten. Daher würde ein „starker Volkstribun“ all diese lädierten Parteien aus dem Bundestag so vertreiben, wie es einst den Volksvertretern der Weimarer Republik erging.

Wer des Volkes Stimme  –  vox populi –  derart schmäht, wie dies zur Merkelschen Politik gehört, zerstört sukzessive unsere freiheitlich-demokratische Rechts- und Werteordnung. „Germany first“ ist unpopulär. Dafür zahlt der dumme deutsche Michel zu 26 Prozent in die Brüsseler EU-Kasse ein, während viele alleinerziehenden Frauen in Deutschland in Armut verfallen.

Dies ist eine Schande für Deutschland!

Auch die Vertreter der CSU haben auf meine Stellungnahmen nie reagiert, zuvörderst Herr Seehofer, dem ich gern Nachhilfeunterricht geben würde, wenn er nur nicht so wankelmütig wäre.

UNO und UNHCR möchten der Staatengemeinschaft ihre Eigenständigkeit in Politik und Gesellschaft nehmen. Darum würde ich mich nicht scheren; und hier liegt auch der Grund, warum die USA ihren Mitgliedsbeitrag an die Vereinten Nationen eingefroren haben. Denn jeder Staat besitzt seine Unabhängigkeit, weil er in erster Linie dem eigenen Volk gegenüber Rechenschaft schuldig ist und keinen anderen Gremien und Foren, vor allem wenn es um eigene kulturelle und finanzielle Interessen geht. Dies verstehe ich zumindest unter „Souveränität“.

Eine führungsschwache, allzu eitle und auf Beifall eingestellte Angela Merkel setzt ihre Prioritäten auf die europäischen Pseudopartner, die scheel auf das „noch“ prosperierende Deutschland schielen, wie Herr Macron aus Frankreich.

Nachdem die CSU in einer konzertierten Aktion mit Hilfe des höchst dubiosen Forsa-Meinungsumfrage-Instituts in der Öffentlichkeit durchgängig ramponiert wird, müßte hier ganz energisch dagegen gesteuert werden, indem Seehofer und Söder endlich den Enschluß fassen, sich von der vermeintlichen Schwesterpartei CDU zu trennen, so daß die Christsozialen endlich auch bundesweit wählbar wären. Aber über diese Courage verfügen die CSU-Granden offensichtlich nicht, so daß aus ihnen schlußendlich Gefolgsleute der Frau Merkel werden.

Unser Gastautor Klaus Moshe Pülz ist deutsch-israelischer Publizist, Buchautor und judenchristlicher Theologe. Er bringt die Zeitschrift „Bote Neues Israel“ heraus. – Näheres hier: http://www.zelem.de


Todesstrafe für den Abfall vom Islam?

Von Prof. Dr. Christine Schirrmacher

Hat ein Muslim das Recht, den Islam zu verlassen und sich dem christlichen Glauben zuzuwenden? Ist der Glaube an Gott eine Angelegenheit privater Überzeugungen, oder haben Staat und Behörden darüber zu wachen? 

In der Beurteilung dieser Frage unterscheiden sich Islam und Christentum erheblich voneinander. In der „aufgeklärten“ westlichen Welt mit ihrer Trennung von Kirche und Staat gehört der persönliche Glaube des Einzelnen zu den privatesten Dingen überhaupt. Im Islam sind dagegen Glaube und Religion grundsätzlich öffentliche Angelegenheiten.

Dort, wo der Islam Staatsreligion und tragende Säule der staatlichen Ordnung ist, bedeutet Glaubensabfall Erschütterung der muslimischen Gemeinschaft und Lebensordnung. Als loyaler Staatsbürger gilt, wer am Islam festhält. Wer vom Islam abfällt, begeht Staatsverrat.

Unter Apostasie (arab. irtidâd) versteht man die bewiesene, willentliche Abkehr eines als Muslim Geborenen oder später zum Islam Konvertierten vom islamischen Glauben. Abfall bedeutet die Nichtanerkennung Gottes und Muhammads als seinen Propheten im Vollbesitz der geistigen Kräfte, ohne Zwang und nicht unter Alkoholeinfluss. Kinder und geistig Behinderte können sich also gar nicht und Frauen nur unter bestimmten Umständen der Apostasie schuldig machen, wobei die Rechtsschulen über die Schuldfähigkeit von Frauen sehr unterschiedliche Aussagen machen.

Die drei sunnitischen Rechtsschulen der Shâfi’iten, Malikiten und Hanbaliten halten Frauen wie Männer gleichermaßen für schuldfähig, während die Hanafiten die Todesstrafe nur für männliche Muslime vorsehen. Sie und die Schiiten treten in Analogie zu Sure 24,2 und 4,15 für die Umstimmung der abgefallenen Frau durch Schläge ein (alle drei Tage oder auch täglich) oder fordern Gefängnis bzw. den Verkauf der Abgefallenen in die Sklaverei.

BILD: Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

In der Praxis ist die Auffassung darüber, was Glaubensabfall ist, allerdings nicht ganz so einhellig. Der Koran nennt zwar die Tatsache des Abfalls, definiert ihn aber nicht näher. Die Überlieferung formuliert hier wesentlich schärfer und beurteilt z.B. den, der das tägliche rituelle Pflichtgebet absichtlich vernachlässigt, als Ungläubigen. Wer daher für das Versäumnis des fünfmal täglichen Pflichtgebets keinen Entschuldigungsgrund nennen kann und keine Einsicht und den Wunsch zur Besserung zeigt, gilt nach Meinung der Rechtsschulen der Malikiten, Shâfi’iten und Hanbaliten als Abgefallener. Keine Apostasie, sondern nur Sünde liegt dagegen vor, wenn die fünf Säulen des Islam nicht vorsätzlich vernachlässigt werden.

Schon der Unglaube (arab. kufr) eines Menschen an sich, der sich Gott nicht unterwirft, gilt im Koran als schwere Sünde. Wer jedoch diesen Glauben kennt, sich dann aber wieder von ihm abgewandt hat, versündigt sich viel schwerwiegender. Der Koran greift den Abfall vom Glauben an mehreren Stellen auf: „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!“ (4,89).

Dieser Vers wurde als unmittelbare Anweisung zur Behandlung von Apostaten (Abgefallenen) aufgefasst und die Todesstrafe als eigentliches Strafmaß für Apostasie festgesetzt. Der berühmte, zur Apostasiefrage häufig zitierte Kairoer Theologe Muhammad Abû Zahra (1898 – 1974) spricht von drei Fällen, in denen über einen Muslim die Todesstrafe verhängt werden darf: bei Apostasie, bei Unzucht nach rechtlich gültiger Eheschließung und bei Mord, der keine Blutrache ist.

BILD: Titel eines der zahlreichen Bücher von Prof. Schirrmacher über den Islam (SCM-Verlag)

Sure 16,106 spricht von Gottes „Zorn“ und seiner „gewaltigen Strafe“, die ein Apostat zu erwarten hat. Sure 2,217 warnt eindringlich davor, Muslime zum Glaubensabfall zu verführen, denn dieses Vergehen „wiegt schwerer als Töten“.

Sure 3,86 – 91 bezeichnet als „Lohn“ der Abtrünnigen, dass der Fluch Gottes, der Menschen und der Engel auf ihnen liegt (9,68) und dass es keine Möglichkeit des Freikaufs, der Fürsprache und der Hilfe für die Verfluchten gibt.

Auch Gott wird den Abgefallenen unter gar keinen Umständen vergeben (4,137), denn sie sind Ungläubige und Insassen des Höllenfeuers. Dennoch nennt der Koran außer der Strafe im Jenseits kein konkretes Strafmaß für das Diesseits und auch kein Prozedere für ein Strafverfahren.

Dass Abtrünnige mit dem Tod zu bestrafen sind, wurde allerdings nicht in erster Linie aus dem Koran, sondern vor allem aus der islamischen Überlieferung abgeleitet. Dort heißt es: „Wer seine Religion wechselt, den tötet“ und „Wer sich von euch trennt (oder von euch abfällt), der soll sterben“. 

Muhammad soll nach der Überlieferung selbst auf unrechtmäßige Art und Weise vom Islam Abtrünnige verstümmelt und getötet haben, die einige seiner Gefolgsleute umgebracht und einige Kamele der Muslime weggetrieben haben sollen.

Nach den Quellen zu urteilen, scheint die Todesstrafe für Abtrünnige nach Muhammads Tod auch vollstreckt worden zu sein. Heute besteht in der sunnitischen und schiitischen Rechtswissenschaft weitgehend Einigkeit darüber, dass Apostasie, Gotteslästerung, die Verspottung des Propheten und der Engel mit dem Tod zu bestrafen seien – was in der Praxis jedoch längst nicht immer zur Ausführung kommt; jedenfalls nicht durch ein Gerichtsverfahren.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.igfm.de/themen/abfall-vom-islam/wenn-muslime-christen-werden/


Parlamentarier Waldemar Herdt: Islam und Koran gehören nicht zu Deutschland

Mehr Einsatz für verfolgte Christen angemahnt

Waldemar Herdt, ein AfD-Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen, ist in Sorge über seine christlichen Glaubensgeschwister:

„Nur schwer lässt sich die vom evangelikalen Hilfswerk Open Doors veröffentlichte Statistik lesen. Die Organisation geht von 200 Millionen Christen weltweit aus, die der Verfolgung ausgesetzt sind.“

Herdt hat als Christ und Deutscher in der ehem. Sowjetunion selbst Verfolgung unter dem Kommunismus erlebt. Umso mehr mahnt er zur Solidarität mit Unterdrückten:

„Die Aussage Merkels, dass der Islam zu Deutschland gehöre, ist im Hinblick auf die Studie, aus der klar hervorgeht, dass Christen vor allem in islamischen Staaten  schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind, besonders besorgniserregend.“ 

Er fügt hinzu: „Als christliches Land sollten wir in erster Linie Christen Sicherheit bieten und uns verstärkt für sie einsetzen. Stattdessen propagieren wir in unseren Medien immer mehr den friedlichen Islam. Erst kürzlich erschien im KiKa, einem öffentlich-rechtlichem Kinderkanal, eine absurde Doku über die Liebe zwischen einer minderjährigen Deutschen und einem angeblich minderjährigen syrischen Flüchtling.

Aus einer Studie des Kriminologen Dr. Christian Pfeiffer geht allerdings das Gegenteil hervor, wonach nämlich jeder dritte muslimische Schüler grundsätzlichi bereit ist, im Namen des Islams zu kämpfen.  Der Islam ist keine friedliche Religion, was natürlich nicht bedeutet, dass alle Muslime gewalttätig sind. Man muss dennoch klar sagen, dass der Koran zur Gewalt aufruft und somit nicht zu Deutschland gehören kann.“

 


Die Kreuzzüge als Reaktion auf Verfolgung

Von Dr. Udo Hildenbrand

Bei Diskussionen über die Gewaltproblematik im Islam findet sich schnell jemand, der relativierend behauptet: „Die Christen waren ja auch nicht besser. Denk doch nur mal an die Kreuzzüge“. Und schon ist die islamische Gewalt- und Kriegsthematik vom Tisch.

Weit verbreitet ist der  Eindruck, mit dem Aufruf von Papst Urban II. (1095 n. Chr.) hätte der Beginn der Kreuzzüge gleichsam wie ein Blitz aus heiterem Himmel eingeschlagen. Ebenso die Vorstellung, die Muslime  seien in den Jahrhunderten vor Kreuzzugsbeginn  bei  ihren kriegerischen Invasionen in eher unbewohnte Territorien vorgedrungen. Beides ist schlicht falsch.

Welche Gegebenheiten jedoch sind der Urgrund der Kreuzzüge? Welche Ereignisse der frühen Islamgeschichte gingen der Kreuzzugsbewegung in nahezu 500 Jahren voraus? Welche Vorgänge waren die Auslöser zum Kreuzzugsaufruf?

  1. Koran und Mohammed als Urgrund der Kreuzzugsbewegung

Der Koran insgesamt  –  und damit auch die Fülle der (Gewalt-)Suren  –  haben nach dem Verständnis der weit überwiegenden Mehrzahl der Muslime zeitlos-ewigen, unveränderbaren  und universalen Charakter. Folglich bildet der Koran als Basistext des Islam auch die dunkle Folie, in die hinein bereits die Jahrhunderte andauernde leidvolle Vorgeschichte der Kreuzzüge verwoben ist, aber  auch  die durchaus problematische Geschichte der Kreuzzüge selbst.

Dabei wird deutlich: Die gesamte islamische Eroberungs- und Unterwerfungsgeschichte ist keineswegs ein Produkt der Missdeutung oder gar des Missbrauchs dieser Religion. Vielmehr ist diese bedrückende Geschichtswirklichkeit das historische Resultat der koranischen Dogmatik, Ethik und Programmatik. Sie ist ein wesentlicher Teil der islamischen Authentizität.

„Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“, so der deutsch-türkische Schriftsteller Zafer Senoca (zitiert in: DIE WELT, 29.12. 2007).

Zusammen mit dem Koran hat aber auch der Religionsstifter Mohammed mit seiner problematischen Lebensweise, mit seinen normsetzenden Reden und Handlungen, auch  mit seiner stillschweigenden Zustimmung z. B. zum Verhalten seiner Gefolgsleute eine entscheidende Vorbildfunktion für das religiöse und moralische Verhalten von Muslimen und den Islam insgesamt.

Mohammed gilt als unantastbar. Er wird als der  „vollkommene Mensch“, als „generell sündlos“ sowie als „Modell physischer wie spiritueller Schönheit“ verehrt  (vgl. Sure 33,21).  Ihm ist  bedingungslos zu gehorchen  (vgl. Sure 4,80).

Die kriegerischen Erfolge seiner zahlreichen Feldzüge und „Razzien“ (Beutezüge) wurden/werden geradezu als Zeichen seiner Erwählung betrachtet. So liegen auch die islamischen Eroberungskriege nicht nur auf der Linie des Koran, sondern  zugleich auch  auf der Linie der für Muslime vorbildhaften Biographie ihres Propheten.

So hat der Islam von Anfang seiner Geschichte an  großräumig Länder und Regionen in Nordafrika, in Asien und Europa über den Land- und Seeweg mit Kriegen überzogen. Grundmotiv aller kriegerischen Unternehmungen war: Erbeuten von Menschen (Sklaven) und von Wirtschaftsgütern, politischer und wirtschaftlicher Machtzuwachs – und damit immer aufs Engste verbunden  – die Ausbreitung des islamischen Glaubens.

Der Islam war so schon immer ein militärisches, politisches und wirtschaftliches sowie natürlich auch ein religiös-theologisches, kultisches und kulturelles Projekt.

  1. Beginn der islamischen Expansionen in Afrika und Asien

Die erste, gleich erfolgreiche Islamisierungswelle begann mit Mohammed selbst, der 632 n. Chr. verstarb; sie dauerte nur wenige Jahrzehnte bis zum Ende des 7. Jahrhunderts. „Gleichsam aus dem Nichts eroberten arabisch-muslimische Kämpfer innerhalb weniger Jahrzehnte ein Weltreich“ (G. Knopp).

Diese Muslime sahen sich wie selbstverständlich legitimiert, ihre eigene religiöse Überzeugung über die eigene Grenze hinaus auszubreiten. Nach der Überlieferung hatte Mohammed im Jahre 628 n. Chr. den „byzantinischen Kaiser, den persischen Großkönig und andere Potentaten seiner Zeit … aufgefordert, sich zu unterwerfen und den Islam anzunehmen“ (B. Ye´or).

Aufgrund der negativen Antworten sahen sich die Muslime berechtigt, den Dschihad (Glaubenskrieg) gegen diese Staaten zu führen. Als Mohammed 632 n. Chr. starb, waren fast alle heidnischen Stämme auf der Arabischen Halbinsel bereits islamisiert. In einer beinahe unvorstellbaren Geschwindigkeit und martialen Dynamik vergrößerten seine Nachfolger durch „Feuer und Schwert“ das islamische „Haus des Friedens“.

Die gewaltsame Islamisierung führte um 800 n. Chr.  auch zum fast völligen Ausbluten und zur Marginalisierung der zuvor blühenden Ortskirchen in den Ursprungsländern der Christenheit wie Syrien, das Heilige Land mit Jerusalem sowie Persien (Iran), Mesopotamien (Irak) und Ägypten. Die „Allah-Krieger“ überrollten ebenso Nordafrika und dabei auch die Heimat von Tertullian (160 – 220 n. Chr.), Cyprian (210 – 258 n.Chr.) sowie der beiden Kirchenlehrer Athanasius (295 – 373 n. Chr.) und Augustinus von Hippo (354 – 430 n. Chr.).

Afghanistan und die anderen Länder entlang der Seidenstraße waren buddhistisch, Pakistan und Bangladesch buddhistisch und hinduistisch. Heute sind alle diese Länder islamisch.

Zum gewaltsam erweiterten islamischen Herrschaftsbereich zählten um das Jahr 712 Gebiete bis an die Grenzen Chinas und Indiens sowie um das Jahr 719 fast die gesamte Iberische Halbinsel, ebenso die Mittelmeerinseln Rhodos und Kreta. Nur Griechenland und Anatolien, das Gebiet der heutigen Türkei, blieben (damals) Teile des christlich-byzantinischen Territoriums.

  1. Die Bedrängnisse in Jerusalem und im Heiligen Land

Fünf Jahre nach dem Tod Mohammeds wurde im Jahr 637 n. Chr. Jerusalem erobert. Die Heilige Stadt galt als  „Mittelpunkt der christlichen Welt“, als „Mitte des Erdkreises“. 

Bis zum 1. Kreuzzug (1099 n. Chr.) sollte die Stadt über vierhundert Jahre lang in den Händen muslimischer Machthaber bleiben. Historisch gesehen stand die Eroberung Jerusalems durch die Muslime am Anfang jahrhundertelanger Angriffe von Seiten des Islam.

Die Christen im Heiligen Land waren Schikanen der Plünderungen, Massakern und    Kirchenzerstörungen, der Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt; diese wurden immer bedrohlicher. Auch die räuberischen und oft blutigen Überfälle von Muslimen auf christliche  Pilger häuften sich. Pilgern ins Heilige Land hieß deshalb immer auch: Leib und Leben riskieren. Gleichzeitig aber waren die Pilgerscharen von den muslimischen Behörden durchaus gern gesehen − als reich fließende Geldquelle.

  1. Muslimische Expansionen im Westen und Süden Europas

Nach der kriegerischen Invasion in Spanien über die Meerenge von Gibraltar anno 711 n. Chr. und der zügigen Eroberung fast der gesamten Iberischen Halbinsel innerhalb von etwa sieben bis acht Jahren wurde durch Karl Martell (688 – 741 n. Chr.) das weitere kriegerische Vordringen des Islam nach Europa, „die arabische Flut“, verhindert durch seinen Sieg über die arabischen Invasoren in der Schlacht bei Tours und Poitiers (732 n. Chr.).

Im Westen mussten die Muslime nach dieser Schlacht sowie nach einem zweiten missglückten Versuch der Eroberung drei Jahre später ebenfalls den Rückzug antreten. Ihr Ziel hatten sie nicht erreicht: die Eroberung Galliens. Seit dieser Zeit ist der Mittelmeerraum in einen islamischen Süden und in einen christlichen Norden geteilt.

Zu unfassbaren Pogromen gegen Christen und Juden kam es in den Jahrhunderten vor den Kreuzzügen auf der Iberischen Halbinsel in Elvira, Sevilla und Granada. Im 9. und 10. Jahrhundert unternahmen die im Mittelmeerraum etablierten islamischen Kalifate ständig Raubzüge. Begleitet von brutalen Massakern brachten die islamischen Eroberer Süditalien und Sizilien für 200 Jahre in ihre Gewalt. Im Jahre 846 plünderten Muslime auch die beiden Kathedralkirchen St. Peter und St. Paul in Rom. Sogar der Papst war zeitweise tributpflichtig. Aus diesem Jahr datiert auch der erste päpstliche Aufruf zu einem „Kreuzzug“

Nach der Eroberung und Plünderung der Stadt Thessaloniki im Jahre 903 n. Chr.  wurden 22.000 Christen von den Muslimen in die Sklaverei getrieben. Mitte des 10. Jahrhunderts drangen Muslime bis nach Chur und St. Gallen vor. Klöster wurden geplündert, Nonnen und Mönche wurden auf den Sklavenmärkten der Mittelmeerhäfen feilgeboten.

In der gesamten mittelalterlichen Geschichte Spaniens geht es um den Kampf, die Rückeroberung („Reconquista“) des ursprünglich christlichen Spaniens gegen den Islam (718 – 1492 n. Chr.).

  1. Die Bitte byzantinischer Kaiser um Beistand der westlichen Kirche

Der Kreuzzugsbewegung gingen jahrhundertelange Abwehrkämpfe gegen die Eroberungszüge muslimischer Araber voraus. Vom 7. Jahrhundert an bis ins 11. Jahrhundert wurde über die Hälfte der christlich besiedelten Regionen erobert und islamisiert.

Im 11. Jahrhundert brachten dann muslimische Seldschuken das Byzantinische Reich bei verschiedenen Angriffskriegen immer mehr in Bedrängnis. Bereits im Jahre 1071 bat der byzantinische Kaiser Michael VII. nach der gegen die Seldschuken verlorenen Schlacht von Mantzikert den römischen Papst dringend um militärische Hilfe gegen den Islam. Obwohl die Wunden noch nicht verheilt waren, die das Schisma von 1054 geschlagen hatte, bat der byzantinische Kaiser den römischen Papst in dieser Not um Hilfe.

Alexius I. Kommenos, sein Nachfolger, überwand „den Stolz und die Vorurteile, die man in Konstantinopel gegenüber der Kirche Roms hegte“ und wiederholte in seiner Verzweiflung diese Bitte an die abendländische Kirche um militärischen Beistand. Es ging jetzt „um das nackte Überleben“ (M. Hesemann). 

Zu jener Zeit gab es wegen der großen Glaubensspaltung von 1054 keinerlei Formen „freundschaftlich-ökumenischer Beziehungen“ zwischen der morgenländischen und der abendländischen Kirche. Diese Hilferufe von Byzanz waren somit keineswegs selbstverständlich, ebenso wenig die von Rom erhoffte Hilfezusage.

Also nicht − wie ständig behauptet − aus Willkür, Habgier, aus Gründen der Glaubensverbreitung u. a. m., sondern aufgrund der flehentlichen Bitten der orthodoxen Christen um Beistand wurde die militärische Gegenreaktion im Jahre 1095 mit dem päpstlichen Aufruf zur „bewaffneten Wallfahrt“, zum Kreuzzug  eingeleitet.

  1. Die ursprünglichen Motive der Kreuzzugsbewegung

Zentrale menschlich-christliche, aber auch kirchenpolitische Motive und Legitimationsgründe für die Kreuzzugsbewegung bzw. für die Kreuzzugsteilnahme waren:

  • Der Schutz der in ihrer Existenz bedrohten orientalischen Christen.
  • Die Solidarität der abendländischen Christenheit mit dem vom Islam bedrängten byzantinischen Kaiserreich und den orientalischen Kirchen, die durch zwei byzantinische Kaiser die westliche Kirche um Beistand baten.
  • Die durch das Prinzip des „gerechten Krieges“ legitimierte Selbstverteidigung der Christen zum Schutz ihrer Freiheit, Kultur und Identität gegenüber den aggressiven Eroberungsfeldzügen islamischer Völker seit dem 7. Jahrhundert und den seither andauernden Repressionen.
  • Das Absichern und Offenhalten der Pilgerwege aus Europa ins Heilige Land hinsichtlich der Überfälle und Raubzüge von Muslimen auf friedliche Pilgergruppen.
  • Die Befreiung Jerusalems von der islamischen Herrschaft nach der erneuten Eroberung durch die islamisch-türkischen Seldschuken im Jahre 1071, und damit verbunden der Schutz der christlichen Stätten im Heiligen Land vor deren Schändungen und der weiteren Zerstörungswut von Muslimen.
  • Das ausdrücklich formulierte Ziel des Papstes: Die Hoffnung auf die Wiedervereinigung der lateinischen mit der byzantinischen Kirche nach dem Schisma 1054.
  • Der Schutz des christlichen Europa vor islamischer Bedrohung und Herrschaft vom Südwesten (Spanien), Süden (Italien) und Südosten (Byzanz) her.  
  1. Weitere Informationen im Kontext der Kreuzzugsproblematik

  • Erst nach etwa 470 Jahren islamischer Raubzüge und Unterwerfungskriege und der Verbreitung des Islam durch das Schwert begannen die etwa zwei Jahrhunderte lang dauernden christlichen Kreuzzüge zur Befreiung des Heiligen Landes.
  • Dem Aufruf von Papst Urban II. zum Ersten Kreuzzug ist kein Missions- und Bekehrungsbefehl  hinsichtlich der Muslime zu entnehmen. (Weitgehend erfolglos blieben die Versuche der Franziskaner zur Missionierung der Muslime in den von den Kreuzfahrern besetzten Gebieten – allerdings erst 100 Jahre später.)
  • Die pauschalisierende These, die Kreuzzüge seien primär ökonomisch motiviert gewesen, insbesondere der Adel sei  aus Gier nach Beute und Land  dem Kreuzzugsaufruf gefolgt, ist aus folgenden Gründen nicht nachvollziehbar, die eher auf eine religiöse Haltung schließen lässt, die hohen Respekt abverlangt: Der außergewöhnliche finanzielle Einsatz privater Mittel – Die Strapazen und Entbehrungen, die Gefährdung für Leib und Leben bei dieser risikoreichen ca. 5000 km langen Reise – Die lange Abwesenheit von Familie und Heimat – Die Befürchtung, Hab und Gut zu verlieren und  nicht mehr heimzukehren.
  • Die Tatsache, dass an den Kreuzzügen Frauen, Kinder, Mönche und alte Menschen teilnahmen, weist darauf hin, dass „keine konsequente Institution eines ‚Heiligen Krieges‘ zustande kam“ (H.-P. Raddatz).
  • „Zu keiner Phase konnte die Idee des Heiligen Krieges im Christentum den Rang einer vorrangigen, geschweige denn einer normativen Glaubenspflicht erlangen“ (H.-P. Raddatz)   wie es umgekehrt im Koran jedoch für Muslime vorgegeben ist.
  • Die Kreuzzüge hatten ein fest umrissenes, geografisch genau eingegrenztes Ziel.
  • Verglichen mit den unzählbaren, ununterbrochenen und weltweit geführten Dschihads (den muslimischen Glaubenskriegen) blieben die Kreuzzüge „sehr selten“.
  • Die Episoden grausamer und willkürlicher Gewalt durch Kreuzfahrer waren weder Ausgangspunkt noch Antrieb für das mittelalterliche Phänomen der Kreuzzugsbewegung.
  • Bestimmte Zusammenhänge auf einen Nenner gebracht: Ohne die Gewaltsuren des Koran und ohne das  kriegerische „Vorbild“ Mohammed keine islamischen Eroberungskriege − Ohne die Aggressionen und Eroberungen von Muslimen auch keine Kreuzzüge der Christen − Ohne die Kreuzzüge der Christen zur Abwehr der islamischen Eroberungskriege bzw. zur Rückgewinnung von verlorenen Territorien keine Weiterentwicklung der jüdisch-christlich abendländischen Kultur und Geschichte.
  • Trotz gegenteiliger Behauptung liegt keine päpstliche Schulderklärung zur mittelalterlichen Kreuzzugsbewegung vor.
  • Die vielgeschmähte Kreuzzugsbewegung war eine not-wehrende, aber auch eine notwendige und zugleich eine not-volle Reaktion auf die jahrhundertelang vorausgegangenen islamischen Aggressionen, Expansionen und Invasionen.

Dieser Artikel ist ein komprimierter Auszug aus der Abhandlung: Die Kreuzzüge und ihre islamische Vorgeschichte, 150 Seiten – veröffentlicht in dem umfangreichen Sachbuch „Freiheit und Islam“ von Dr. Udo Hildenbrand, Dr. Friedrich Rau und Reinhard Wenner, 847 Seiten, Preis 29,80 Euro portofrei.  –  Weiterer Buchhinweis: „Wortmeldungen zum Islam“ von Udo Hildenbrand, 200 Seiten, Preis 10 Euro portofrei; beide Publikationen sind 2016 erschienen und erhältlich bei: Dr. Udo Hildenbrand, Mail: udo.hildenbrand@gmx.de

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Zeitschrift „Der FELS“ vom Mai 2017.