Deutsch-israelischer Autor Pülz kritisiert Merkels Politik zu Islam und Asyl

Von Klaus Moshe Pülz

Ich habe hier in Israel bereits etliche Gespräche mit Bürgern geführt, die klarer sehen als Frau Merkel. Mit diesem Europa verschiedener Geschwindigkeiten zahlt die Zeche vor allem das deutsche Volk, indem es den finanziellen Ausgleich schaffen muß als Geldgeber für die südeuropäischen Olivenstaaten, deren Levantinismus die Deutschen finanzieren müssen.
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Natürlich ist es ein Hohn für die Wähler, wenn ausgerechnet die CDU ein solches Wahlplakat (siehe Foto) über die mangelhafte Sicherheit der Bundesbürger erstellt, wo sie selbst für den Influx gewaltbereiter Muslime verantwortlich ist.
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Ich werde in einer Pressekampagne hier in Israel auf dieses Thema zurückkommen, denn viele Israelis sprechen mich ohne Aufforderung auf die desolate Lage in Europa an und fragen, was mit den Deutschen los sei, die sich von einer ehemaligen DDR-Funktionärin an der Nase herumführen lassen.
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Dies ist nicht nur ein Skandal, sondern bereits eine Tragödie, wie die abendländische Kultur während einer einzigen Generation demontiert wird. Ich selbst erkenne darin ein Gericht Gottes, weil das Christentum nur noch fakultativ als Alternativreligion gesehen und bewertet wird neben all den anderen Pseudo-Religionen.
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Jesu Absolutheitsanspruch aus Joh. 14,6 ist demzufolge nicht mehr tragbar, weil dies dem Wahrheitsanspruch anderer Religionen widerspricht. Dies jedoch ist bereits der geistige Beginn des für die Endzeit vorhergesagten  antichristlichen Weltreiches, was schließlich zur Verfolgung der noch echten und wahrhaften Christen führen wird.
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Ich rechnete meinen israelischen Gesprächspartnern vor, daß zu den bereits vorhandenen 4,5 Millionen Muslimen durch den ungezügelten Zustrom weiterer 1,5 Millionen Muslime deren Kontingent auf mindestens 6 Millionen gestiegen ist, wobei die Muslime in Deutschland als geburtenstarke Minorität in zunehmender Konkurrenz zur Stammbevölkerung anwachsen wird, zumal der Familiennachzug das Tempo der Fremdbestimmung dieser desaströsen Entwicklung noch forcieren wird.
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Die Ungeschicktheit der AfD wird ihr den Durchbruch leider nicht verschaffen, wie auch Le Pens Vergleich zwischen Muslimen und Juden in ihrem Lande, wonach aus Gleicheitsgründen auch für Juden eine doppelte Staatsbürgerschaft verboten warden soll. Auf meine diesbezügliche Eingabe bei Marine Le Pen erhielt ich keine Antwort.
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Gerade heute hatten wir bei unseren Gesprächen auf jene Lindauer Nobelpreisträger-Konferenz hingewiesen gehabt, wonach man aus den Maastricht-Verträgen eine Schulden-Union gemacht hat, die den deutschen Sozialstaat ruinieren wird. Daher ist Frau Merkel in ihrem Größenwahn zu einer ernsten Gefahr für die ökonomische und sicherheitspolitische Lage Deutschlands geworden.
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Aus Mangel an Alternativen wird sie höchstwahrscheinlich erneut als Regierungschefin wieder gewählt werden, was das Schicksal Deutschlands besiegeln wird – auch in den Augen Gottes!
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Gestern konnte man in „Kulturzeit“ (3-Sat-Sender) aus dem Munde eines in Münster tätigen, sog. Islam-Wissenschaftler erfahren, daß der Islam angeblich friedliebend und barmherzig sei. Dabei wurde der Offenbarungsgeist des falschen Propheten Mohammed, Allah, als wahren Gott der Bibel ausgegeben. Diese Fälschung ist der Anfang vom Ende des jüdisch-christlichen Glaubensgefüges. Daher ist es eine dreiste Lüge, Bibel und Koran auf eine Stufe zu stellen. Somit gehört der Islam zu keiner Zeit zu Deutschlands Kultur!
 
Falls sich keine Bußbewegung entwickelt, die sich auch in der Tagespolitik auswirkt, geht der geistige und soziale Abstieg in Deutschland beschleunigt weiter, da jeder Glaubensabfall, der nicht durch innere Umkehr aufgehalten wird, zu einer Eigendynamik führt, die der Heiland Israels in Matth. 24,21 ff. so treffend vorhergesagt hat.
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Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Autor und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Der ISLAM – eine große Herausforderung für uns Christen

Von Pastor Dr. Hans-Wilhelm Rahe

Seit September 2015 hat sich bekanntlich der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland, darunter vieler Moslems, erheblich verstärkt. Wie sollen wir uns zum Islam und seinen Anhängern stellen?

Einerseits sollten wir m. E. positive Seiten am Islam und an seinen Vertretern anerkennen: Es gibt Moslems, die sich bei uns integriert haben und mit den Einheimischen friedlich zusammenleben.

Es gibt auch Moslems, die zum Christentum übergetreten sind. Es gibt Islamtheologen, die z. B. die Koran-Aufrufe zur Gewalt gegenüber den Ungläubigen, Christen und Juden, ausklammern und einen friedlichen, fast christlichen Islam (allerdings ohne Christus) vertreten, wie der Münstersche Islamwissenschaftler Khorchide.

Andererseits darf man die Gefahren, die vom Islam ausgehen, nicht ignorieren oder verharmlosen. Im Koran, für einen gläubigen Moslem oberste Autorität, gibt es 200 Aufrufe zur Gewalt gegenüber Ungläubigen, Juden und Christen.

Im Alten Testament wird zwar an mehreren Stellen von Gewalt-Exzessen berichtet. Doch sie sind auf einmalige historische Situationen beschränkt und stehen nicht im Mittelpunkt alttestamentlicher Geschichten. Diese haben auch nicht Gewalt und Mord zum Ziel.

Dagegen sind die zahlreichen Aufrufe des Koran zeitlos und für einen gläubigen Moslem auch heute verbindlich. Sie werden in vielen Ländern der Erde befolgt.

Konvertiten in Deutschland müssen um ihr Leben fürchten. Prof. Khorchide steht unter Polizeischutz. In deutschen Flüchtlingslagern und anderswo gehen Moslems gegen Christen vor. In vielen islamisch geprägten Ländern ist Christen die öffentliche Ausübung ihres Glaubens verboten. Sie werden verfolgt bis hin zu Inhaftierungen und Ermordungen. Ganz zu schweigen von den Massakern des IS.

Was ergibt sich aus diesen Tatsachen für unsere Haltung zum Islam und seinen Anhängern?

Kriminell gewordene Flüchtlinge, zumeist Moslems, sollten konsequenter als bisher abgeschoben werden. Imame und Religionslehrer sollten in Deutschland ausgebildet werden. Gottesdienste in Moscheen sollten auf Deutsch gehalten werden. Anhänger eines friedlichen Islam  –  wie Prof. Khorchide  –  sollten unterstützt werden.

Gespräche zwischen Christen und Muslimen können zum friedlichen Zusammenleben beitragen. Dabei darf allerdings der eigene Glaube nicht verleugnet werden. So wie Jesus seinen Jüngern versprochen hat: „Wer mich bekennet vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater“ (Mt. 10, 32).

Wir Christen sollten unsern Glauben bekennen und leben  –  und so das Evangelium für Moslems attraktiv machen.

Unser Autor Dr. H.-W. Rahe ist evangelischer Pfarrer und lebt mit seiner Frau in Münster

 


Der IS erklärt Christen in Ägypten den Krieg

Vertreibungen und 4 Morde an Kopten in 3 Wochen

Der „Islamische Staat“ (IS) hat am Montag ein Drohvideo veröffentlicht, in dem er den Christen in Ägypten den Krieg erklärt. Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sind allein in den vergangenen drei Wochen im Nordsinai vier koptische Christen von radikalen Islamisten ermordet und eine unbekannte Zahl vertrieben worden. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Das 20 Minuten lange Video zeigt u. a. den koptischen Papst, christliche Geschäftsleute und Priester. Der „Islamische Staat“ erklärt, dass ägyptische Christen nicht länger „Schutzbefohlene“ (Dhimmis), sondern „Ungläubige“ (Kufar) seien, da sie sich abfällig über den Islam geäußert hätten.

Gott habe befohlen, alle „Ungläubigen“ zu töten. Außerdem seien die Christen die stärksten Unterstützer von Präsident Abd al-Fattah al-Sisi. Der Terroranschlag an der Kathedrale von Kairo am 11. Dezember 2016 sei „nur ein Anfang“. Damals starben mindestens 25 Menschen, über 40 wurden teils schwer verletzt.

Die IGFM ist überzeugt, dass die Gewalt erst überwunden werden kann, wenn sich die Regierung Ägyptens den Ursachen stellt. Das sei zum einen der islamische Fundamentalismus, der auch in Ägypten ungehindert Menschen verhetzen könne. Zum anderen sei es die willkürliche Gewalt, mit der die Behörden gegen Andersdenkende vorgehen.

„Bisher weigert sich die ägyptische Regierung, anzuerkennen, dass der Terror eine religiöse Komponente hat“, beklagt die IGFM. „Solange die Verantwortlichen die Augen davor verschließen, wird es weiter unschuldige Opfer geben“, beklagt die IGFM.

Zunehmende Gewalt auf der Halbinsel Sinai

Foto: IGFMDie Halbinsel Sinai ist seit langem Schauplatz von heftigen Spannungen zwischen der örtlichen Bevölkerung und der Zentralregierung in Kairo. Die Gewalt eskaliert auf dem Sinai seit Jahren.

Islamisten verzeichnen mehr und mehr Zulauf. Bereits im September 2012 wurden dutzende koptische Familien aus der Stadt Rafah im Nordsinai vertrieben, als maskierte Islamisten koptischen Anwohnern befahlen, innerhalb von 48 Stunden die Stadt zu verlassen.

Ende Januar wurde der koptische Händler Wael Youssef auf einem gut besuchten Marktplatz der Stadt al-Arish erschossen. Am 12. Februar wurde der Tierarzt Baghat Zakher mit einem Kopfschuss tot vor seiner Apotheke in der Stadt al-Arish aufgefunden.

Adel Shawky, ebenfalls Angehöriger der koptischen Minderheit, wurde am selben Tag im Stadtteil Samaran der Stadt al-Arish ermordet. Am 16. Februar schoss ein Attentäter den Lehrer Gamal Tawfik am helllichten Tag auf einem Markt in al-Arish nieder. Wenige Tage zuvor, am 13. Februar, verteilten IS-Anhänger Flugblätter in al-Arish, die den „Islamischen Staat“ als „Teil des Volkes“ von al-Arish bezeichnen.

Weitere Infos: http://www.igfm.de/aegypten


Laila Mirzo aus Syrien warnt vor dem Islam

„Jeder nur halbwegs vernünftig denkende Mensch, der den Koran gelesen hat, muss vor dem Islam warnen!“  – Dies sagt Laila Mirzo (siehe Foto) in einem Interview mit dem Wochenblick.laila-mirzo

Die 37-jährige Laila Mirzo (ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater Syrer) ist in Damaskus geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Nähe der Golan-Höhen. 1989 kam sie mit ihrer Mutter nach Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Österreich und ist dort die einzige Pfeifenbauerin und zudem als Beraterin für interkulturelle Kommunikation tätig.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Laila Mirzo intensiv mit den Gefahren des radikal-politischen Islam. Wenn etwa österreichische Kinder von moslemischen Mitschülern als „Schweinefresser“ tituliert oder Frauen ohne Kopftuch hierzulande als Freiwild angesehen werden, bereitet das der Islamkennerin große Sorgen, denn für sie gründet sich die europäische Gesellschaft auf Humanismus und christliche Werte. Doch diese stehen im Gegensatz zum Islam.

Als hauptsächlichen Grund dafür sieht Laila Mirzo den Koran, den sie Handbuch des Terrors und der Intoleranz ablehnt, denn er akzeptiert keine anderen Gesellschaftsmodelle (z.B. rechtsstaatliche Demokratie) oder Angehörige anderer Religionen.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.unzensuriert.at/content/0021871-Islam-Kennerin-Laila-Mirzo-bezeichnet-den-Koran-als-ein-Handbuch-des-Terrors-und-der

Foto: https://tabakfabrik-linz.at/events/der-islamische-staat-und-der-buergerkrieg-in-syrien/


IGFM warnt vor falschem Toleranzverständnis gegenüber dem politischen Islam

Am Mittwoch, den 16. November, wird der „Welttag der Toleranz“ der Vereinten Nationen begangen. Aus diesem Anlass wendet sich die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) „gegen ein verbreitetes Missverständnis“: Lessenthin-Martin-IGFM-100

Toleranz bedeute keinesfalls, für alles Verständnis zu haben. Der letzte Maßstab dafür, wie Menschen zusammen leben können, stellen die international anerkannten grundlegenden Menschenrechte dar, erklärt die IGFM.

„Im Namen von Religion werden Frauen entrechtet, Kinder verheiratet, Minderheiten verfolgt und ‚Abtrünnige‘ ermordet und ähnliches „Recht“ gesprochen. Wer dabei zuschaut und nur den Kopf schüttelt ist nicht tolerant, sondern schuldig der Beihilfe zur Unterdrückung von Menschen“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto). Verständnis und Verharmlosung solcher Anschauungen sei völlig fehl am Platz.

Die IGFM sieht gegenwärtig besonders große Herausforderungen für die islamischen Gemeinden in Europa. Hunderttausende Menschen seien in Deutschland angekommen, in deren Heimatländern zum Teil sehr archaische, religiöse Vorstellungen verbreitet seien.

Manche Teile des klassischen islamischen Rechts seien mit dem Grundgesetz absolut inkompatibel, z.B. dass der Ehemann seine Frau züchtigen „dürfe“ und „Vormund“ seiner Frau sei, dass Muslime ihre Religion nicht wechseln dürften, Nichtmuslime „unrein“ seien und Andersgläubige oder Atheisten straflos getötet werden „dürften“, erläutert die IGFM.

Weitere Infos zum islamischen Rechtssystem: www.igfm.de/scharia


Meine Erlebnisse in der Al-Aqsa-Moschee

Von Christel Koppehele

Die “christlichen” Bischöfe ersäufen sich selbst im Meer falscher Toleranz und grinsen dazu noch höflich. Als ich von der feigen Kreuzabnahme der beiden Bischöfe hörte, kam mir Folgendes wieder in Erinnerung, das ich einst bei einer Israel-Reise erlebte: koppehele
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Ich zahlte viele Shekel für den “Eintritt” in die Al Aqsa-Moschee, zog brav die Schuhe aus, bedeckte als Frau mein Haupt mit einem weißen Schal, wollte als Christin niemanden provozieren. Aber mein Kreuz an der Halskette hätte ich niemals abgenommen.
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Als ich so, den Erzengel Michael anrufend, betend an einer Säule stand, die Hände seitlich ausgebreitet, hat ein Waqf-Wächter “Verdacht geschöpft”.
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Dieser Bärtige mit weißem Turban kam auf mich zu und fragte irritiert: “You Muslim?”  –  Ich antwortete: “No, Christian”. Das erfüllte ihn mit Schrecken. Er wedelte zornig mit den Armen und rief mehrmals: “No Prayer! No Prayer!” (= Keine Gebete!) – Ich entschied mich gegen einen Eklat an “heiliger Stätte”, obwohl mir diese  Unverschämtheit weh tat,  für die ich auch noch bezahlt hatte. 
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Nachdenklich und traurig ging ich zum Ausgang, kritisch beobachtet von dem  bärtigen Wolf, pardon Waqf, denn Denken und Taktik von Muslimen ist eben anders als das der Kufr, der Ungläubigen. Wollen oder können das die Bischöfe nicht begreifen?
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Informationen über Taqiya und Terrorismus haben sie doch genug. Und sollten sie tatsächlich das “heilige Buch” der Muslime als gelernte Theologen nicht kennen? Oder relativieren sie es  “wissenschaftlich” genau so, wie sie es mit der Bibel tun?
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Lessing läßt grüßen: “Sucht immerdar nach der Wahrheit !”  –  Klingt überaus edel!  –  Nur darf keiner von sich behaupten, die Wahrheit gefunden zu haben. – Alles soll relativiert werden, selbst die Aussage Christi, der sagte: ”Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!”  –  Und weiter verdeutlicht ER: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand  kommt zum  Vater als durch mich !“
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Ein solch fundamentalistisch-gefährliches Wort darf auf christlichen Kongressen in London nicht mehr zitiert werden. Es könnte andere Religionen diskriminieren.
(Zitiert aus dem Buch “Countdown to Calamity – Or hope for the future? Current Events in the light of Biblical Prophecy”von Pastor Tony Pearce, New Wine Press)
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In der Bibel  führen in der Auflistung jener, die das Reich Gottes nicht sehen werden, interessanterweise die  F e i g l i n g e  an. Das hat mich immer nachdenklich gemacht, denn zunächst fragt man sich: Sind die Diebe, Räuber, Ehebrecher, Mörder nicht schlimmer als die “Feiglinge”, die sich klug, diplomatisch und sch…freundlich in der besten Gesellschaft bewegen  –  und heute ganz offen in einer angepaßten Kirche, Gott sei es geklagt!
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Unsere Autorin Christel Koppehele ist katholische Familienmutter und freie Schriftstellerin; sie lebt in Hamburg

Hamet Abdel-Samad über die Wurzeln der Gewalt in der islamischen Welt

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Was hat der Terror von Islamisten mit dem Koran zu tun? – Diese Frage wird in Westeuropa und Deutschland heftig diskutiert. Der Politikwissenschaftler Hamet Abdel-Samad gilt als einer der „streitbarsten Islamkritiker“. 0000009699_3

Er studierte in Augsburg und war Mitglied der Islamkonferenz. Sein Buch „Der Koran – Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses“ wurde mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet.

Der aus Ägypten stammende Autor Abdel-Samad gab der Augsburger Allgemeinen Zeitung  vom 15. Oktober 2016 ein aufschlußreiches Interview mit der Überschrift „Was hat Terror mit Religion zu tun?“

BILD: Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Er äußert sich dazu wie folgt:

„Selbstverständlich hat der Terror mit Geopolitik, mit ungelösten Konflikten in der Arabisch-Islamischen-Welt und sozialen Fragen zu tun…Aber das Ganze wäre nicht so gefährlich und bedrohlich für die gesamte Welt, wenn nicht dahinter eine Ideologie der Gewalt stehen würde. Diese Ideologie kommt leider aus dem Herzen des Islams. …

Im Koran sind tatsächlich, wie in einem Supermarkt, alle möglichen Produkte enthalten… Es gibt darin Hass und Vergebung. Es gibt Mitgefühl und Ausgrenzung. Es gibt Frieden und Krieg. …

Das Problem ist nicht, was im Koran im Einzelnen steht, sondern der Stellenwert, der dem Koran als solches gegeben wird. Alles, was im Koran steckt, gilt als eine absolute Wahrheit, die Gott an die Menschheit geschickt hat. Als seine letzte Äußerung, als Manifest einer Gesellschaftsordnung, mit einer Rechtsordnung, mit einer politischen Weltordnung. Der Koran verlangt von den gläubigen Muslimen, dass sie das Wort Gottes in die Tat umsetzen. …  Bonn-Moschee-0312-2

Die Religion wird gebraucht, sie wird benutzt. Leider bietet sie sich dafür geradezu an. Der Islam ist beides zugleich: Eine Religion und eine politische Ideologie. Eine Ideologie, die Ungläubige für Unmenschen hält, sich über alle Religionen stellt und nicht den Menschen für den Gesetzgeber hält, sondern Gott höchstpersönlich. …

BILD: Große Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Durch diesen Stellenwert wird der Koran zu einem machtpolitischen Instrument, der Krieg zu einem Gottesdienst erklärt und aus Hass eine heilige Mission macht… Natürlich ist die große Mehrheit der Muslime in der Welt friedlich… Das Problem ist aber, dass auch die friedliche Mehrheit darauf beharrt, dass das Buch unantastbar ist…

Wenn ich mir Europa und Deutschland anschaue, gibt es bestimmte Entwicklungen, die mir Sorgen machen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich bin sehr enttäuscht von meiner Universität Augsburg. Ich habe hier studiert und wurde mehrfach ausgezeichnet. …Damals hat sich die Universität mit mir geziert. Jetzt wollte ich dort mit Studenten und Dozenten den politischen Diskurs führen über das Gewaltpotential des Islam. Aber man wollte mich nicht.

Auch an der Münchner Universität, wo ich früher selbst gelehrt habe, bekomme ich keine Räume für eine Veranstaltung. Ich wurde 2015 für mein Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus geehrt. Doch man rückt mich in die Nähe von Rechtspopulisten.“

Schließlich gibt der Politikwissenschaftler den Lesern zu bedenken: „Wenn die Mitte der Gesellschaft aus falsch verstandener Rücksicht nicht über die Probleme des Islams diskutieren will, überlässt sie den Diskurs den Rändern.“

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat 2015 das Buch „Unterwerfung“ (Soumission) geschrieben, das einen Transformationsprozess für Frankreich beschreibt. Tatsächlich gilt er für viele westeuropäische Länder, auch für Deutschland, wie das Interview mit dem Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad zeigt.

Das ist nicht nur so, weil die christlich-humanistischen Ressourcen verbraucht scheinen. Es ist auch die Selbstaufgabe der Zivilgesellschaft vor der drohenden Gefahr. Zu welchem Grad an freiwilliger Unterwerfung sind wir schon gekommen, wenn selbst Universitäten, die Leuchttürme der Freiheit sein sollten, bereits das Licht abdrehen?

Man kann dieser Bedrohung nur entgegentreten, wenn die Menschen in Westeuropa den Mut und die Kraft zurückgewinnen, die aus dem christlichen Glauben kommen.