AfD beklagt Schwäche der UNO in Nahost

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Paul Hampel, bedauert die aktuelle UNO-Schwäche bei Konfliktlösungen:

„Nichts wäre schlimmer, als eine weitere Eskalation zwischen Israel und dem Iran. Die Weltgemeinschaft ist gut beraten, hier alle Einflüsse geltend zu machen, um einen weiteren Waffengang zu verhindern!

Leider ist zur Zeit eine bedauernswerte Schwäche der UNO zu beklagen. Wenn der UNO-Generalsekretär Antonio Guterres nach der jüngsten Konfrontation zwischen der israelischen Armee und iranischen Einheiten in Syrien ein ‚sofortiges Ende aller Feindseligkeiten‘ fordert, ist dies zwar zu begrüßen, aber außer mahnenden Worten ist vom UN-Generalsekretär nichts zu erwarten und die UNO in ihrer derzeitigen Verfassung nimmt niemand ernst. Das war zu Zeiten einer Persönlichkeit wie Kofi Annan ganz anders.

Ein Blick auf die aktuelle und besorgniserregende Konfliktlage in Nahost zeigt, dass US-Präsident Donald Trump sich aus dem Syrien-Spiel inzwischen vollständig herausgezogen hat. Die frühere US-Strategie von Barack Obama ist dort krachend gescheitert.

Trump lässt nunmehr die Israelis als starken Interessenvertreter der Amerikaner in der Region einen Stellvertreter-Krieg führen. Die offenbar auch mit Russland diplomatisch abgesicherte Strategie verfolgt das klare Ziel, den Iran und damit auch Assad zu schwächen. T

rotzdem ist die Operation voller Risiken und die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Eskalation darf niemand übersehen. So halten sich zum Beispiel die Gerüchte, dass die Syrer mit russischer Militärhilfe bei der Luftabwehr israelischer Raketenangriffe respektable Ergebnisse erzielen konnten.

Als entscheidende Frage kristallisiert sich jetzt u.a. heraus, wie sich Russland in dem Konflikt zukünftig verhalten wird. Putin wurde ja unlängst von Netanjahu besucht und der ist sicherlich nicht ohne Absprachen nach Israel zurückgekehrt. Das heißt: die Russen spielen in dem multipolaren Konflikt ein sehr riskantes Spiel.

Bemerkenswert ist auch die ganze Rede von Trump zur Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran, die in den westlichen Leitmedien nur verkürzt wiedergegeben wurde. So wurde das Angebot des US-Präsidenten zu Nachverhandlungen weitgehend ausgeblendet. Dass aber derartige Verhandlungen auch erfolgreich sein können, führt doch das Beispiel Korea vor.“

 


Leipzig: Koreanischer Sektenführer Lee Man-hee durfte in Nikolaikirche auftreten

Der Redner ist Gründer der endzeitgeprägten Sekte Shinchonji

Am 4. Oktober, einen Tag nach dem deutschen Nationalfeiertag, hatte die evangelische Nikolaikirche in Leipzig den Führer einer koreanischen Sekte zu Gast: 

Lee Man-hee sprach zu einem von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens angekündigten “internationalen Friedensforum”, zu dem die Nikolaikirchgemeinde und die Global Peace Generation (GPG), ein Netzwerk internationaler Friedensinitiativen, eingeladen hatten.

Wie es in der Einladung der Landeskirche zur Veranstaltung heißt, wollten die Veranstalter an “diesem symbolträchtigen und historischen Ort, der u.a. Ausgangspunkt für die damaligen Veränderungen in der DDR, den Fall der Mauer und schließlich für die Wiedervereinigung war… mit dem Friedensforum einen Appell für ein vereintes Korea setzen”.

Laut einem Kommentar der Leipziger Internetzeitung hat der evangelische Nikolaipfarrer Bernhard Stief vom religiösen Hintergrund des Redners erst erfahren, als “er am Freitagabend den Namen des koreanischen Redners googelte”; also im Anschluß an das “Friedensforum”.

Lee Man-hee, der sich als “koreanischer Friedensbotschafter” ausgibt, ist Präsident der 1931 in Cheongdo (Südkorea) gegründeten sog. Kirche “Shinchonji” (zu deutsch: “Neuer Himmel und Erde”).

Die etwa seit der Jahrtausendwende auch in Berlin und Frankfurt am Main aktive “Kirche” zählt zu den Jugendsekten („Neue Religionen“), zu denen u.a. auch Scientology gehört.

Der koreanische Sektenführer predigt ein neues Bild zur Endzeit, in dem er selbst als der “verheißene Pastor” gemeinsam mit der von ihm gegründeten “Kirche” eine “heilsgeschichtliche” Rolle spielen werde.

Weltweit wirbt der Sektenführer insbesondere in christlichen Kirchen und Gemeinden um neue Mitglieder und versteht sich und seine Organisation als die 144.000 „Versiegelten“ der Endzeit nach der Offenbarung des Johannes.

Shinchonji-Anhänger betreiben ihre Mission meist unter dem Deckmantel des Weltfriedens sowie der Förderung von sozialen und Umweltprojekten.

Quelle: http://agwelt.de/2013-10/sektenfuehrer-man-hee-lee-sprach-in-leipziger-nikolaikirche/