Peter Hahne kritisiert Rosa-Luxemburg-Gottesdienst in Hamburger evgl. Gemeinde

Das langjährige Mitglied des Rates der EKD, Peter Hahne (siehe Foto), hat den sog. Themen-Gottesdienst einer Hamburger Gemeinde zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg scharf kritisiert.

„Hier zeigt sich geballt das ganze Elend der heutigen Kirche: Es wird eine Ideologie gefeiert, die Millionen von Christen auf dem Gewissen hat. Die Geschichte der DDR ist in den Köpfen dieser Ideologie-Theologen bereits ausgeblendet. Aber erst recht die kommunistischen Rosa-Luxemburg-Diktaturen des vorigen Jahrhunderts mit ihren Gulags und Guillotinen für Christen“, sagte der frühere ZDF-Moderator am Freitag der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Der Gottesdienst am kommenden Sonntag in der Auferstehungskirche in Hamburg-Lurup ist auf der Internetseite der Gemeinde mit dem Titel angekündigt: „Mensch sein ist vor allem die Hauptsache“. Zwar sei Luxemburg eine Sozialistin gewesen. Doch mit dem Gottesdienst wolle man eine „bedeutende Frau“ ehren, „die uns heute noch Inspiration sein kann“. Bei Luxemburg habe es sich um eine „feinsinnige Frau“ gehandelt, die „unbeirrt“ ihren eigenen Weg gegangen sei.

Für Hahne ist nicht nachvollziehbar, warum die EKD „zu solch dümmlichem Unfug“ schweige, „der die letzten Wohlmeinenden und Gutgläubigen aus den Kirchen vertreibt“.

Rosa Luxemburg war Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands. Nach dem Ausbruch der Novemberrevolution 1918 gründete sie den Spartakusbund. In dessen Programm, das Luxemburg verfaßt hatte, hieß es: „Auf, Proletarier! Zum Kampf! Es gilt eine Welt zu erobern und gegen eine Welt anzukämpfen. In diesem letzten Klassenkampf der Weltgeschichte um die höchsten Ziele der Menschheit gilt dem Feinde das Wort: Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/gottesdienst-fuer-rosa-luxemburg/