GOTT verleiht meiner Seele große Kraft

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.4-5.7cd-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.
 

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du verleihst meiner Seele große Kraft.
 

Dich sollen preisen, HERR, alle Könige der Welt,
wenn sie die Worte deines Mundes vernehmen.
Sie sollen singen von den Wegen des Herrn;
denn groß ist seine Herrlichkeit.
 

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde,
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an
und seine Huld währt ewig.
Lass nicht ab vom Werk deiner Hände!

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Wer dem HERRN vertraut, erhält neue Kraft

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jes 40,25-31:

Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein?, spricht der Heilige.
Hebt eure Augen in die Höhe, und seht:
Wer hat die Sterne dort oben erschaffen? ER ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft.
Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen.
Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem HERRN verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht?
Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der HERR ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. ER wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht.
ER gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht ER große Stärke.
Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen.
Die aber, die dem HERRN vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.
Gemälde: Evita Gründler

Verheißungen des HERRN an die Hebräer

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Dtn 6,2-6:

Wenn du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote, auf die ich dich verpflichte, dein ganzes Leben lang achtest, du, dein Sohn und dein Enkel, wirst du lange leben.
.
Deshalb, Israel, sollst du hören und darauf achten, damit es dir gut geht und ihr so unermeßlich zahlreich werdet, wie es der HERR, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat, in dem Land, wo Milch und Honig fließen.
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Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
.
Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen in deinem Herzen geschrieben stehen.

Der HERR beschützt mein Leben!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 54 (53), 3-4.5-6.8-9.

Hilf mir, Gott, durch deinen Namen,
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!
HERR, höre mein Flehen,
vernimm die Worte meines Mundes!
 

Denn es erheben sich gegen mich stolze Menschen,
freche Leute trachten mir nach dem Leben;
sie haben Gott nicht vor Augen.

Doch Gott ist mein Helfer,
der HERR beschützt mein Leben.
 

Freudig bringe ich dir dann mein Opfer dar
und lobe deinen Namen, HERR; denn du bist gütig.
Der HERR hat mich herausgerissen aus all meiner Not,
und mein Auge kann auf meine Feinde herabsehn.


Apostel Paulus: „Wir wissen weder ein noch aus und verzweifeln dennoch nicht“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor 4,7-15:

Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir Apostel in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.
Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum;
wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht;
wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet.
Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird.
Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird.
So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht.
Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir.
Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den HERRN, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht stellen wird.
Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade des HERRN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 1,10-16:

Liebe Brüder! Die Propheten haben nach dem Heil gesucht und geforscht, und sie haben über die Gnade Gottes geweissagt, die für euch bestimmt ist. Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im voraus bezeugte.

Den Propheten wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.

Deshalb umgürtet euch, und macht euch bereit! Seid nüchtern, und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird.

Seid gehorsame Kinder, und lasst euch nicht mehr von euren Begierden treiben wie früher, in der Zeit eurer Unwissenheit. Wie ER, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden. Denn es heißt in der Schrift: Seid heilig, denn ich bin heilig.

 


Heute fand der dreitägige Kirchentag der SELK seinen feierlichen Abschluß

Mit einem festlichen Gottesdienst endete am heutigen Mittag im Messe-Congress-Center in Erfurt der 9. Lutherische Kirchentag der theologischen konservativen SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche). Die Konferenz hatte am Freitag begonnen und unter dem Thema „Salz der Erde. Licht der Welt. Lutherische Kirche in unserer Zeit“ gestanden.

Der Gottesdienst griff inhaltlich aus dem Motto des Kirchentages das Bild vom „Licht der Welt“ auf. SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt erläuterte in der Predigt diesen Zuspruch Christi an die Gläubigen.

Das Bild von der Wirksamkeit des Lichtes zeige, dass der christliche Glaube „extrovertiert“ sei, also darauf ausgerichtet, sich zu zeigen und hilfreich einzubringen. Allerdings sei nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, was tatsächlich ein „gutes Werk“ sei: „Wir leben in einer verunsichernden, verstörenden Welt“, so der leitende Geistliche.

Wie können wir angesichts der Herausforderungen dieser Zeit und Welt zur Klarheit kommen? Grundsätzlich gelte, dem eigenen Gewissen zu folgen. Doch dürfe man nicht vergessen, dass auch das Gewissen der Sünde unterliege und darum irren könne. 

Es sei darum unabdingbar, das Gewissen an Gottes Wort auszurichten: „Lasst uns wieder verstärkt zur Heiligen Schrift zurückkehren, die Bibel lesen, die das Gewissen schärft“, so der Bischof: „Lasst uns in Demut und Achtsamkeit nach Gott fragen, dann folgen die guten Werke.“ 

Allerdings entstehe mit diesem Hinweis „keine neue Last.“ Der Mensch bleibe auf seinen Wegen, Licht zu sein, gute Werke zu tun, nicht auf sich allein gestellt. Es sei wie bei der Wohnzimmerlampe, die nur leuchten könne, wenn der Stecker in der Steckdose stecke: So könnten auch Gläubige nur als „Licht der Welt“ wirken, wenn sie angeschlossen seien an die Energie, die ihnen von Jesus Christus selbst zukomme.

Diese Verbindung sei grundlegend in der Taufe gelegt und lebe in der Beziehung zu Christus: Sein Wort schärfe die Gewissen, seine Kraft ermögliche es, als Licht der Welt Gutes zu wirken.

Quelle: SELK-Pressemeldung – Webseite: http://www.selk.de/