Universität Mainz: Studie zur häuslichen Altenpflege in Corona-Zeiten gestartet

Pflege war mehr als sonst eine Aufgabe der Familie

In Deutschland wird der Großteil der rund 3,4 Millionen pflegebedürftigen älteren Menschen zu Hause gepflegt. Mit dem Ausbruch des Coronavirus im März dieses Jahres hat sich ihre Situation und die der pflegenden Angehörigen erheblich gewandelt.

Zum einen handelt es sich bei älteren pflegebedürftigen Menschen um eine Personengruppe mit erhöhtem Risiko, für die eine COVID-19-Erkrankung besonders gefährlich ist. Pflegende Angehörige sehen sich deshalb mit der stetigen Sorge konfrontiert, ihre pflegebedürftigen älteren Angehörigen versehentlich mit dem Virus infizieren zu können.

Zum anderen können zuvor genutzte Dienste wie ambulante Pflegedienste oder die Tages- beziehungsweise Kurzzeitpflege aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus derzeit nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt in Anspruch genommen werden.

Darüber hinaus mussten viele Familie spontan auf die Unterstützung von osteuropäischen Haushaltshilfen verzichten. Diese im Haushalt der pflegebedürftigen Person lebenden Frauen und Männer sind oftmals der Schlüssel für ein funktionierendes Pflegearrangement im Alter. Die meisten von ihnen arbeiten jedoch schwarz, sodass ihnen zumindest vorübergehend die Ein- oder Wiedereinreise nach Deutschland verwehrt war. Denn nur Haushaltshilfen mit einem gültigen Arbeitsvertrag durften die Grenze überqueren. Auch auf Arztbesuche muss häufig verzichtet werden; Hausärzte stellen Hausbesuche nicht selten ein.

Die entstandenen Lücken durch ambulante Pflegedienste zu schließen, ist praktisch unmöglich. In der Branche herrscht nicht nur chronischer Personalmangel. Hinzu kommt, dass gerade zu Beginn der Krise die Ausrüstung ambulanter Pflegedienste mit Schutzmaterial nur unzureichend war.

Die Familien müssen also entscheiden, ob sie das Risiko einer möglichen Ansteckung eingehen oder aber auf diese Dienste verzichten wollen. Vieles spricht also dafür, dass die Pflege älterer Menschen in Zeiten von Corona noch stärker als sonst von den Angehörigen geleistet werden muss.

Doch wie genau hat sich die häusliche Altenpflege nach der Ausbreitung des Virus verändert? Und was bedeuten diese Veränderungen für die pflegenden Angehörigen? Welche Belastungen sind entstanden und welche Lösungen wurden gefunden – oder auch nicht?

Diesen und anderen Fragen widmet sich eine kürzlich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) begonnene Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Schweppe und Dr. Vincent Horn.

Für die Studie werden 300 pflegende Angehörige im Rahmen einer Online-Umfrage befragt. Parallel dazu werden Daten mittels leitfadengestützter Interviews erhoben. Auf diese Weise soll die Situation pflegender Angehöriger sowohl in der Breite als auch in der Tiefe erfasst werden.

Cornelia Schweppe sagt: „Auf die vielen Problematiken der häuslichen Pflege alter Menschen wurde seit geraumer Zeit hingewiesen. Es ist zu befürchten, dass sie sich in Zeiten Coronas um ein Weiteres verschärfen mit bislang ungekannten Auswirkungen sowohl auf die Angehörigen als auch auf die Pflegebedürftigen.“

Vincent Horn ergänzt, dass die Pflege älterer Menschen beim kürzlich verabschiedeten Konjunkturpaket zu kurz gekommen sei: „Tatsächlich kommt das Wort Pflege im Konjunkturpaket erst gar nicht vor.“

Durch ihre Studie erhoffen sich die Erziehungswissenschaftler Einblicke in den Pflegealltag sowie Erkenntnisse über die aktuellen Bedarfe und Folgen der Corona-Krise für die pflegenden Angehörigen. Dies sei wichtig, um Unterstützungsangebote bereitstellen zu können, die pflegende Angehörige entlasten, und die Qualität der häuslichen Altenpflege in diesen Zeiten gewährleisten zu können.

Kontakt:
Prof. Dr. Cornelia Schweppe, J.-G.-Universität Mainz
Tel. +49 6131 39-20727 oder -26380
E-Mail: c.schweppe@uni-mainz.de

Weiterführende Links:
http://www.sozialpaedagogik.fb02.uni-mainz.de/1076.php – AG Sozialpädagogik
https://www.gfk.uni-mainz.de/prof-dr-cornelia-schweppe/ – GFK-Fellow Cornelia Schweppe

Lesen Sie mehr zum Thema:
https://idw-online.de/de/news742820 – idw-Meldung „Ruhestand im Globalen Süden: Hoffnung auf ein besseres Leben im Rentnerparadies“ (5.3.2020)
https://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/7744_DEU_HTML.php – Pressemitteilung „Pflegenotstand in Deutschland: Migrantische Pflegekräfte als Lösung für Staat und Familien?“ (27.2.2019)
http://www.magazin.uni-mainz.de/9435_DEU_HTML.php – JGU-Magazin-Beitrag „Entwicklungsland in Sachen Altenpflege“ (20.8.2018)
https://idw-online.de/de/news688928 – idw-Nachricht „Alte Menschen besser vor Gewalt in der häuslichen Pflege schützen“ (8.2.2018)

 


Junge leukämiekranke Mutter braucht dringend eine Stammzellspende

Von Peter Helmes

Der folgende Hilferuf meines Freundes tonitrixi@gmx.de hat mich zu Weihnachten erreicht. Nun bitte ich Sie herzlich: Helfen Sie ihm, wenn Sie eine Möglichkeit dazu sehen. peter-helmes-227x300

Wenn Sie helfen können oder jemanden kennen, der das könnte, schreiben Sie bitte an folgende Adresse: Christian Petri, dachdeckerpetri@gmx.de

Hier der Text seines Hilferufs:

Die Mutter unseres Enkelkindes ist zum 3. Mal an der Leukämie erkrankt. Die letzte Erkrankung war vor 3 Jahren, damals bekam sie eine Stammzellentransplantation, und wir waren guter Hoffnung, dass Sie nun alles überstanden hat.

Aber leider war es nicht so. Die gespendeten Stammzellen haben zu genau mit ihren eigenen übereingestimmt, so dass ihr eigener Körper keine Abwehrstoffe aufzubauen brauchte. Das war nicht so gut, wie man jetzt sieht.

Nun ist die Krankheit wieder ausgebrochen. Sie bekam erst eine leichte ambulante Chemotherapie, die hat aber nichts gebracht, im Gegenteil, die Krebszellen haben sich noch vermehrt. Nun musste sie gleich wieder in Krankenhaus.

Sie braucht jetzt unbedingt einen neuen Stammzellenspender, sonst wird sie das nicht nochmals überstehen. Sie bekommt schon jeden Tag drei „Hammer-Chemos“, aber ohne einen neuen Spender ist das alles vergeblich.

Es ist so traurig, mit anzusehen, wie es ihr immer schlechter geht und man ihr nicht helfen kann. Sie ist doch noch so jung.

Wir haben uns auch schon registrieren lassen. Es dauert nur 10 Sekunden und alles ist erledigt.

Dachdeckerei Christian Petri

Webpräsenz von Peter Helmes: www.conservo.wordpress.com   

Hier gehts zur Stammzellspenderdatei: http://www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/?gclid=CLi66anAktECFViRGwodKXYN_Q


Ist einer bedrückt? – Ist einer fröhlich? – Ist einer von euch krank?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:  Jak 5,13-20:

Brüder! Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen.

Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Presbyter der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des HERRN mit Öl salben.  media-444757-2

Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der HERR wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet.

Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten. Elias war ein Mensch wie wir; er betete inständig, es solle nicht regnen, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht auf der Erde.  Und er betete wieder; da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Früchte hervor.

Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt, dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu.