Der „heilige Arzt von Moskau“ ist unvergessen

Dr. Friedrich Josef Haas: „Beeilt euch, Gutes zu tun!“

Vatikan-News (früher „Radio Vatikan“ genannt) hat kürzlich eine Sendung von Aldo Parmeggiani über einen Menschen ausgestrahlt, der schon zu seinen Lebzeiten „Der Heilige“ genannt wurde. Seine Seligsprechung könnte bald erfolgen.
Hier folgen einige Auszüge aus dem erwähnten Beitrag:  
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Der ungewöhnliche Lebensweg von Friedrich Josef Haas, der als der heilige Doktor von Moskau in die Geschichte eingegangen ist, begann im heimatlichen Münstereifel bei Köln. Hier wurde er am 10. August 1780 geboren. Sein Großvater ist Arzt, sein Vater betreibt eine Apotheke.
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BILDER: Zwei Briefmarken der Bundespost würdigen Dr. Haas – auf der ersten Marke lautet der letzte Satz: „Heiliger Doktor von Moskau“
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Haas beschließt nach Abschluss der Schule an der Universität von Jena, Mathematik und Philosophie zu studieren. Jedoch schon bald zieht er nach Wien, um dort die Ausbildung zum Medicus zu erlangen.
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Einer seiner ersten Patienten ist der russische Fürst Repnin, der unter einer schweren Augenkrankheit leidet. Er erkennt die Begabung von Friedrich Haas und lädt den jungen Arzt nach Russland ein.
1802 erscheint er dort als Fjodor Petrowitsch Gaas. Schon im Juni 1807 wird er zum Chefarzt eines renommierten Krankenhauses, nämlich der Pawlowskaja–Klink Moskau. Außerdem lehrt er auf der medizinisch-chirurgischen Akademie und arbeitete freiwillig in zwei Altersheimen.  
Den größten Teil seiner Arbeit widmet er jedoch der Fürsorge der Gefangenen in Sibirien. Er ist fest davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gut ist, weil Gott ihn nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Sein Lebensmotto lautet: Beeilt euch, Gutes zu tun.
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Im Jahre 1829 wurde Dr. Haas zum Chefarzt aller Moskauer Gefängnisse bestellt, was auch die ärztliche Aufsicht über die zur Verbannung verurteilten Strafgefangenen einschloss.
Er bemühte sich, die Polizeiärzte zu größter Menschlichkeit den Gefangenen gegenüber anzuhalten. Auch für die Pflege religiöser Gesinnung bei den Inhaftierten war er sehr besorgt.
Der Empfang der Eucharistie und des Bußsakramentes im Kreis der Gefangenen lag ihm sehr am Herzen.
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1832 veranlasste er die Befreiung aus den Ketten für die Schwachen und Krüppel und begann einen energischen Kampf gegen den sog. Prut und gegen die Kopfrasur der Gefangenen.
Der Prut war ein etwa dreiviertmeterlanger Eisenstab, an dem acht bis zehn Eisenringe aufgezogen waren, um darin die Hand jeweils eines Gefangenen für den Transport einzuschließen.
Tausende an der Prut Gefesselte schleppten sich Tag und Nacht zusammengekettet oftmals in eisiger Kälte auf dem endlosen Weg nach Sibirien. Nur die Sterbenden wurden vom Prut befreit.
Nach zwei Jahren unermüdlichen Einsatzes gelang es Haas schließlich den Prut durch menschlich erträglichere Fußfesseln zu ersetzen. Die schweren Eisenfesseln wurden durch leichtere ersetzt und innen mit Leder ausgelegt.
Unvergesslich ist der Einsatz von Dr. Haas bei der verharrenden Cholera-Epidemie in Moskau. Im Hospital war im Jahre 1830 der erste Cholerakranke eingeliefert worden – ein älterer Handwerker. Er atmete mühsam und stöhnte.
Haas rief die jungen Ärzte zusammen. Er beugte sich über den von Fiberkrämpfen geschüttelten Mann und umarmte ihn.
Einem jungen Kollegen, der darauf energisch protestierte, erwiderte er: „Ich tue, was der HERR befiehlt. Ich begrüße meinen kranken Bruder. Die Krankheit ist nicht ansteckend und ich vertraue nicht nur auf Gott, ich weiß auch sehr wohl, dass von der Berührung mit einem Cholerakranken keine Gefahr droht.“
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Während des Auf-und-Abs seiner finanziellen Situation nahm der unverheiratete Arzt ein Pflegekind an. Auch gründete er eine Schule für Kinder von Strafgefangenen. Nach fünf Jahren als Chefarzt am „Altkatherinen Krankenhaus“ übernahm Friedrich Josef Haas im Jahre 1845 die Leitung am neueröffneten Krankenhaus „Haassovka“…
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Im Wissen um seinen baldigen Tod schreib Dr. Haas am 21. Juni 1853 sein Testament. „Alle, die meinen, dass sie mir etwas schuldig geblieben sind, sollen wissen, dass ich Ihnen alles verzeihe. Ich denke ständig über den Segen nach, dass ich so ruhig und mit allem zufrieden bin und keinen Wunsch habe, außer den einen, dass der Wille Gottes sich an mir erfüllen möge.“
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Nach einem erfüllten Leben starb er am 16. August 1853 in Moskau. Seine Beisetzung auf dem Ausländerfriedhof auf den Wwedenskoje fand unter dem Geleit von etwa 20.000 Menschen statt – russisch-orthodoxe wie römisch-katholische Christen, Gesunde und Kranke, Hohe und Niedrige.
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Auf der Umzäunung seines Grabes hängen gesprengte Eisenfesseln als Zeichen seines Wirkens für die Unterdrückten. Der Stein unter dem Grabkreuz trägt als Aufschrift seinen Leitsatz: „Beeilt euch, Gutes zu tun“.
Obwohl der Arzt schon fast 150 Jahre tot ist, ist sein Grab bis auf den heutigen Tag immer mit frischen Blumen geschmückt.
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Während in Moskau sogar Straßen und Plätze nach ihm benannt wurden, wird Friedrich Josef Haas in Deutschland erst allmählich bekannt.
Im Jahre 1980 widmete ihm die Deutsche Bundespost anlässlich der Gedenkfeiern zum 200. Geburtstag eine Briefmarke mit dem Begleittext: Friedrich Josef Haas, 1780 bis 1853, heiliger Doktor von Moskau.
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Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-12/menschen-in-der-zeit-friedrich-josef-haas0.htmlhttps://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-12/menschen-in-der-zeit-friedrich-josef-haas0.html

Aktives Krankenhaus: Universitätsmedizin Mainz setzt auf Bewegung der Patienten

In der Bewegung liegt die Kraft – und das Geheimnis einer früher Rehabilitation: Nach großen Operationen wie der Implantation einer Hüft- oder Knieendoprothese lassen sich Komplikationen um 30 bis 50 Prozent reduzieren, wenn der Patient sich schon ab dem Operationstag wieder selbständig bewegt. Zudem kann der Patient nach einer solcher Operation schon nach fünf bis sieben statt der sonst üblichen durchschnittlichen 12 Tagen wieder nach Hause.

Basierend auf diesem Wissen bieten das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und das Institut für Physikalische Therapie der Universitätsmedizin Mainz den Patienten einer Modellstation ein bewegungsförderndes Umfeld samt Bewegungsparcours

BILD: Patienten nutzen den Bewegungsparcours im Orthopädie-Zentrum der Universitätsmedizin Mainz (Foto: Peter Pulkowski)

Die Innovationen sind ein wichtiger Teilaspekt der neuen, konsequent auf frühzeitige Selbstständigkeit des Patienten ausgerichteten Behandlung des Zentrums.

Die ganzen 100 Meter von der Start- bis zur Ziellinie selbständig gehen, das operierte Bein auf eine Stufe stellen, das Bein dort beugen und dann wieder strecken, sich festhalten und dann auf seine Zehenspitzen stellen – dies sind nur einige der Übungen, mit denen ein Patient sein frisch implantiertes neues Hüft- oder Kniegelenk schon ganz früh nach der Operation aktiv nutzen kann, um entscheidend zum Behandlungserfolg beizutragen. Denn je früher Patienten mit einer Hüft- oder Knieendoprothese wieder mobil sind, umso schneller genesen sie.

Der nun eingeweihte Bewegungsparcours hilft ihnen dabei. Dem Ziel einer schnelleren Rehabilitation mittels einer aktiveren Rolle des Patienten dienen zudem digital gesteuerte, mit speziellen Sensoren ausgestattete, spielerische Bewegungsübungen.

Zu den optimierten Rahmenbedingungen des Heilungsprozesses zählt darüber hinaus das neu eingerichtete „Wohnzimmer“ der Modellstation. Es soll als Treffpunkt für die Patienten dienen, um sich beispielsweise über ihre Bewegungsfortschritte auszutauschen oder gemeinsam zu essen. Denn auch die soziale Komponente wirkt bewegungsmotivierend – statt alleine im Krankenzimmer im Bett zu liegen, hat der Patient die Option, in den Gemeinschaftsraum zu gehen.

„Wir sind auf dem Weg zum aktiven Krankenhaus. In der modernen Arzt-Patienten-Beziehung wird der Patient während der Therapie zum aktiven, mitverantwortlichen Partner. Bewegungsfördernde Umfelder, frühzeitige Selbstständigkeit des Patienten und damit kürze Liegezeiten sind eine Entwicklung, die nicht nur die Versorgungsqualität in der Universitätsmedizin Mainz weiter steigert, sondern zudem das Bild der Krankenhäuser in Zukunft grundlegend verändern werden“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer

„Wir wollen erreichen, dass die Therapie praktisch keine Immobilitätsphase mehr beinhaltet. Dafür haben wir unsere Behandlung konsequent auf eine frühzeitige Selbstständigkeit des Patienten ausgerichtet. Das neu geschaffene und entsprechend gestaltete Umfeld soll den Patienten zur Bewegung motivieren. An den sechs festen Bewegungsstationen können die Patienten – anfangs angeleitet von Physiotherapeuten und dann eigenständig – jederzeit an der Bewegungsfunktion ihrer Beine arbeiten“, betont der Direktor des Institut für Physikalische Therapie, Dr. Ulrich Betz. 

Quelle (Text/Fotos): Universitätsmedizin Mainz

 


FOTO-Report: Ergreifende Beisetzung von Pfarrer Dr. Gerd Fasselt in Münster

Von Felizitas Küble

Wir haben in unserem CHRISTLICHEN FORUM bereits von der eindrucksvollen Totenmesse und der Beerdigung von Prof. Dr. Gerd Fasselt am 28. Juli 2014 berichtet: 003_0https://charismatismus.wordpress.com/2014/07/28/munster-zahlreiche-glaubige-bei-requiem-und-beisetzung-von-pfarrer-dr-fasselt/

Pfarrer Fasselt hat jahrzehntelang als Klinikenpfarrer in Münster (Westfalen) gewirkt; der pensionierte Geistliche verstarb am 19. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit. 005_2

Hier haben wir kurz nach seinem Tod einen Lebenslauf und eine Würdigung des Priesters  veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/07/24/wir-trauern-um-pfarrer-dr-gerd-fasselt/006_3

Der katholische Seelsorger stand bei jung und alt, bei Chefärzten ebenso wie beim einfachen Kirchenvolk in hohem Ansehen, zumal er sich mit großer Anteilnahme und Fürsorge der ihm anvertrauten Kranken angenommen hat. Seine Hilfsbereitschaft wurde nach der Trauerfeier von vielen Menschen in Gesprächen geschildert. 011_8

Hier zeigen wir ergänzend zum vorigen Artikel einige Fotos: zunächst vom Requiem in der Klinikkirche: 014_11

Die hl. Messe für den verstorbenen Priester war derart gut besucht, daß nicht nur der Vorraum des Gotteshauses voll besetzt war, sondern viele Trauergäste draußen auf dem Kirchplatz stehen mußten  –  darunter auch ich.020_17

Die hl. Messe wurde mit einem Lautsprecher nach draußen übertragen. Offenbar rechnete man von vornherein mit einem „Ansturm“. 

Nachdem der Sarg herausgetragen worden war, ging der Weg zum Zentralfriedhof unweit des Aasees mitten in der Innenstadt von Münster.

Das dritte Foto zeigt die große Schar der Beerdigungs-Teilnehmer, danach das Herunterlassen des Sarges und die Grabsegnung durch den Priester. 

Familienangehörige, Freunde und Gläubigen kamen hinzu und ehrten den Verstorbenen durch Gebetsgedenken und Rosen, die ins Grab heruntersanken.

Fotos: Felizitas Küble

 

 

 


Hamas mißbraucht ein Krankenhaus als Kommandozentrale und Abschußrampe

Drei Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) starben am heutigen Donnerstag im Einsatz. Seit Beginn der Militäroperation sind 32 israelische Soldaten getötet worden.  idf-unrwa

Ein thailändischer Gastarbeiter wurde durch Mörserbeschuß aus dem Gazastreifen getötet.

Derweil arbeiten die israelischen Streitkräfte (ZAHAL) weiter daran, die Raketenbestände und die Terror-Tunnel der Hamas im Gazastreifen zu zerstören. Nach Angaben der ZAHAL konnten bislang 30% bis 40% des Raketenbestandes zerstört werden.

Hamas-Terroristen haben das Al-Wafa-Krankenhaus in eine Kommandozentrale verwandelt und schießen auch von dort. Die ZAHAL greifen daher gezielt bestimmte Punkte auf dem Gelände des Krankenhauses an.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

WEITERER BERICHT hierzu: http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27415/Default.aspx?hp=article_title


Die Ehefrau von Palästinenserpräsident Abbas wurde in Israel behandelt

Amina Abbas, die Frau des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, wurde in einer Privatklinik nahe Tel Aviv behandelt.  Assuta-Krankenhaus (Foto: Assuta-Website)

Mitte Juni wurde sie in das israelische Assuta-Krankenhaus (siehe Foto) in Ramat Hachayal eingeliefert. Nach einer Beinoperation wurde sie wieder entlassen.

Ihr Aufenthalt unterlag größter Geheimhaltung und stand unter dem Schutz von Wachpersonal, um die Privatsphäre der Patientin zu gewährleisten.

Dies geschah zu einer Zeit, als drei jüdische Schüler von Terroristen entführt und ermordet wurden.

Anfang Juni ermöglichte Israel auch die Behandlung der Schwiegermutter des Hamas-Führers Ismail Haniyeh aus dem Gazastreifen. Sie ist nach Jerusalem zu einer Krebstherapie eingereist.

Aus dem Gazastreifen wurden seit Beginn dieses Jahres über 200 Raketen von Hamas-Aktivisten auf israelische Bürger und Ortschaften abgefeuert.

Der israelische Staat gestattet immer wieder Palästinensern die Einreise nach Israel zur medizinischen Behandlung.

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin