Köln: Linksradikale stürmen AfD-Bürgerdialog

Am 20. Dezember wurde eine Informationsveranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion im Forum der „Volkshochschule im Museum“ durch Linksextremisten massiv gestört. Ein Polizeibeamter wurde bei den Übergriffen verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Dutzende Störer und Gewalttäter mussten von der Polizei des Saales verwiesen werden. Es wurden zahlreiche Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gestellt. Trotz der Versuche, die Veranstaltung durch das Stürmen der Bühne und andauerndes Lärmen zu verhindern, konnte diese bis zum vorgesehenen Ende durchgeführt werden.

Zum Bürgerdialog luden die Kölner Bundestagsabgeordneten Jochen Haug und Fabian Jacobi sowie der parlamentarische Geschäftsführer Dr. Michael Espendiller. Die vorgesehene Vortragsveranstaltung mit anschließender Fragerunde wurde bereits beim Einlass von Angehörigen der linken und linksextremen Szene gestört.

„Wir erwarten nun ein klares Wort der Oberbürgermeisterin Henriette Reker! Köln hat ein massives Linksextremismus-Problem, das von der städtischen Politik leider viel zu oft verharmlost wird“, erklärt Haug, stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag. „Zum Glück konnte am Ende der Dialog mit gesitteten Bürgern doch noch ansatzweise stattfinden. Nichtsdestotrotz: Dieser Abend war keine Sternstunde der Kölner Demokratie.“

Schockiert zeigt sich sein Kollege Jacobi über die Verletzung des Polizisten:

„Wir wünschen eine gute Genesung und trotz allem eine besinnliche Weihnacht. Unser besonderer Dank gilt der Polizei und den Mitarbeitern unserer Sicherheitsfirma, durch deren Einsatz Schlimmeres verhindert wurde.

Wir bedanken uns aber auch bei allen Bürgern, die trotz des Spektakels der Extremisten ausgeharrt haben und im späteren Verlauf tatsächlich mit kritischen Fragen in einen Dialog getreten sind.“

Jacobi ergänzt: „In den vergangenen Tagen konnte durch die Berichterstattung der Lokalpresse der Eindruck entstehen, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Mitgliedern des Deutschen Bundestages durch den Kölner Stadtrat behindert werden solle. Es ist dringend geboten, dass Frau Oberbürgermeisterin Reker dies richtigstellt. Bliebe in der Öffentlichkeit der Eindruck zurück, dass der Kölner Stadtrat ein gestörtes Verhältnis zu den demokratischen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland hat, wäre das ein erheblicher Rufschaden für die Stadt Köln.“

Das „Forum Volkshochschule im Museum“ befindet sich in der Cäcilienstraße am Neumarkt und ist ein städtischer Veranstaltungsraum. Im Rahmen ihrer Bürgerdialoge bietet die AfD-Bundestagsfraktion interessierten Bürgern in verschiedenen Kommunen Nordrhein-Westfalens die Möglichkeit, mit Mandatsträgern in Austausch zu treten.

 


Die CSU wünscht keine Randalierer aus Bautzen auf bayerischem Boden

Dr. Florian Herrmann: Krawallmachern kein Forum bieten

Der innenpolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Dr. Florian Herrmann, zeigt sich fassungslos ob der Einladung der Veranstalter des Flüchtlings-Camps am Sendlinger Torplatz in München an die Randalierer von Bautzen. Offenbar seien die Veranstalter an einer Eskalation auf bayerischem Boden interessiert.  alle_parlamente_01_59949a9a6f

Dr. Herrmann machte deutlich, dass die gewaltbereiten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aus Bautzen in der bayerischen Landeshauptstadt nicht willkommen sind.

Er reagierte damit auf eine Anfang der Woche veröffentlichte Einladung einer Gruppe von Flüchtlingen, die derzeit am Sendlinger Tor ein Protestcamp errichtet hat. „Es ist unerhört, dass das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit missbraucht wird, um Krawallmachern eine Bühne zu bieten“, erklärt der CSU-Politiker.

Zustände wie in Bautzen werde es in Bayern nicht geben: „Wir gehen entschieden sowohl gegen Rechtsextremisten wie auch gegen alle anderen Personen vor, die die öffentliche Ordnung stören.“

Für Herrmann werfe es Fragen auf, wenn sich Minderjährige womöglich für mehrere Tage aus der Obhut entfernten. „Ich erwarte von den sächsischen Behörden, dass sie sehr genau prüfen, ob diese Personen Bautzen überhaupt verlassen dürfen. Und wenn nein, dann müssen die Behörden diesen absurden Ausflug gegebenenfalls verhindern.“

Grundsätzlich müssen sich Personen, deren Asylverfahren noch läuft, im Zuständigkeitsbereich ihrer Ausländerbehörde aufhalten: „Versammlungsfreiheit genießecanvasn nach dem Grundgesetz nur Personen, die sich friedlich verhalten. Wenn die Flüchtlinge am Sendlinger Tor sich mit den Randalierern von Bautzen solidarisieren und sie nach München einladen, zeigen sie allenfalls, dass sie die Eskalation suchen und nicht den Dialog.“

Für den CSU-Politiker stellt sich deshalb die Frage, ob das Protestcamp nicht beendet werden müsse. Die Bayerische Polizei werde die Situation jedenfalls sehr genau im Auge behalten.

In der Einladung der Veranstalter heißt es nach Medienberichten: „Wir laden euch ein, nach München zu kommen und unsere Kämpfe gegen Rassismus zu vereinen. Auch ihr müsst nicht in euren Lagern eingesperrt bleiben.“

Und weiter: „Wir lassen uns nicht von den rassistischen gesellschaftlichen Zuständen unterkriegen. Wenn ihr herkommt, seht ihr, dass euer Kampf kein isolierter ist und dass ihr nicht alleine seid.“

Für Florian Herrmann passe es nicht zusammen, dass Flüchtlinge, die angeblich vor Krieg und Gewalt geflohen sind und Deutschland zum Wunschziel erkoren haben, „dieses Land aber für einen rassistischen Unterdrückerstaat halten, gegen den gekämpft werden muss. Es wird doch niemand zurückgehalten, wenn er in ein freieres Land weiterziehen möchte“, stellte der Innenpolitiker abschließend fest.