Können Immuntherapien bei Krebs helfen?

Neue Erkenntnisse über Immunreaktionen gegen Krebszellen

Das Immunsystem des Menschen ist in der Lage, Tumorzellen als abnormale Zellen zu erkennen und zu vernichten. Jedoch gelingt es vielen Tumorzellen, unerkannt zu bleiben und sich weiter zu teilen.

Mit jährlich rund 18 Millionen Neuerkrankungen weltweit (Stand 2018) haben Krebsbehandlungen eine hohe Relevanz.

Voraussetzung, um neue Therapieansätze erforschen zu können, sind neue Erkenntnisse über die Immunreaktionen gegen Krebszellen. Das Centrum für Thrombose und Hämostase der Universitätsmedizin Mainz (CTH) konnte im Mausmodell einen bislang unbekannten Einfluss der Blutgerinnung auf die Anti-Tumor-Immunreaktion des Körpers aufzeigen.

Damit könnte es gelingen, einen neuartigen klinischen Ansatz in der Immuntherapie von Krebs und anderen Erkrankungen zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der Septemberausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Science Immunology“ veröffentlicht.

In den letzten Jahren haben Immuntherapien im Rahmen der Krebsbehandlung zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Für eine effektive körpereigene Immunreaktion gibt es eine entscheidende Barriere: Krebszellen sind in der Lage, das Immunsystem zu überlisten. Die Umgehung des Immunsystems erfolgt im Tumorgewebe, das sich in vieler Hinsicht von normalen Organen unterscheidet. Es besteht neben den Tumorzellen aus einer ganzen Reihe von Immunzellen, aus abnormalen Blut- und Lymphgefäßen sowie der extrazellulären Matrix.

Die zellulären Komponenten beeinflussen sich gegenseitig und die Funktionen der Immunzellen im Tumorgewebe werden von Molekülen einschließlich Zytokinen reguliert. Durch diesen Prozess wird die Anti-Tumor-Immunreaktion abgeschwächt. Vor diesem Hintergrund kann die Plastizität angeborener Immunzellen zum Scheitern gezielter Immuntherapien beitragen.

Ein wesentlicher Durchbruch in der Krebstherapie gelang mit der Einführung von Medikamenten, sog.Checkpoint-Inhibitoren, die bestimmte Ausweichmechanismen der Tumorzellen aufheben können.

Allerdings ist diese Therapieform nicht bei allen Patienten wirksam. Wissenschaftler um Prof. Dr. Wolfram Ruf, Direktor des Centrum für Thrombose und Hämostase der Universitätsmedizin Mainz, und die Juniorgruppenleiterin Dr. Claudine Graf haben nun neue Erkenntnisse in der Krebsforschung erzielt:

Sie entdeckten im Mausmodell einen bislang unbekannten Einflussmechanismus der Blutgerinnung auf die Anti-Tumor-Immunreaktion des Körpers.

Die bisherigen Erkenntnisse der Gerinnungsforschung bilden die Basis für den aktuellen Forschungserfolg des CTH und seinen wissenschaftlichen Partnern: Bekannt ist, dass bösartige Zellen das Gerinnungssystem aktivieren. Das führt dazu, dass sich im Körper von Krebspatienten häufiger Blutgerinnsel (Thrombosen) ausbilden. Zugleich ermöglicht das derart aktivierte Gerinnungssystem die Metastasierung von Tumorzellen.

Darüber hinaus leistet das Gerinnungssystem einen wesentlichen Beitrag zur angeborenen Immunreaktion: Es verhindert, dass sich die Entzündungsreaktionen ausbreiten und es unterstützt die Wundheilung. Die neuen Untersuchungen der Mainzer Wissenschaftler zeigen nun, dass diese Funktion des Gerinnungssystems schon früh von Tumoren ausgenutzt wird, um eine effiziente Immunreaktion und damit die Eliminierung von Tumorzellen zu verhindern. Wie die Forscherinnen und Forscher zudem in ihrer Publikation nachweisen, lässt sich die Immunreaktion gegen den Tumor mit bestimmten oralen Antikoagulantien, d.h. Medikamenten zur Blutverdünnung, wiederherstellen.

„Die Medikamente zur Blutverdünnung verstärken im Mausmodell die Wirksamkeit von Checkpoint-Inhibitoren“, so Dr. Claudine Graf. „Wir haben damit eine mögliche neue Therapieoption zur Verbesserung der Immuntherapie bei Malignomen gefunden, die in Zukunft eventuell auch beim Menschen Anwendung finden könnte – für die translationale Forschung wäre das ein großer Schritt.“

CTH-Juniorgruppenleiterin Dr. Claudine Graf hat in Zusammenarbeit mit Professor Ruf und weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Mainz und in den USA nachgewiesen, dass Zellen des angeborenen Immunsystems, insbesondere die im Tumor befindlichen Makrophagen, sogenannte Fresszellen, den Gerinnungsfaktor X (FXa) produzieren.

Dieser leistet einen wesentlichen Beitrag zur immunsuppressiven Wirkung. Wird der von den Tumorfresszellen gebildete Gerinnungsfaktor FXa durch den Einsatz von direkten sogenannten FXa-Inhibitoren gehemmt, lassen sich folgende drei Effekte erzielen: Erstens verlangsamt sich das Tumorwachstum, zweitens bilden sich weniger Metastasen und drittens entstehen mehr und aktivere Immunzellen, die Tumorzellen angreifen.

Quelle (Text/1. Foto): Universitätsmedizin Mainz


EVP-Spitzenkandidat Weber (CSU) fordert einen EU-Masterplan gegen Krebs

Im Interview mit FOCUS-online hat der EVP-Spitzenkandidat für die Europawahl und stellv. CSU-Vorsitzende Manfred Weber die Verdopplung der EU-Mittel im Kampf gegen den Krebs gefordert. 

„Ein Masterplan gegen den Krebs ist ein Herzstück meines Programms“, erklärte Weber:

„Über ein Viertel aller Europäer wird laut statistischer Wahrscheinlichkeit in seinem Leben irgendwann Krebs bekommen. Als Kommissionspräsident möchte ich hier ein starkes Zeichen setzen.“

Der Spitzenkandidat der EVP (Europäischen Volkspartei) will möglichst viele Forschungskapazitäten, Daten und Gelder bündeln und zusammenführen:

„Wir als EVP wollen uns für eine Verdoppelung der Budget-Ansätze der EU im Kampf gegen den Krebs einsetzen. Ich will keine falschen Erwartungen wecken, aber wir Europäer können in den nächsten Jahren den Krebs ganz entscheidend zurückdrängen.“

Quelle: CSU-Erklärung


Falsche Anklagen gegen Kardinal Bernardin und das „Geschenk des Friedens“

Von Felizitas Küble

Neben tatsächlichen Mißbrauchstätern unter den Klerikern  – das Thema ist derzeit in aller Munde  –  gibt es auch Geistliche, die in dieser Hinsicht zu Unrecht beschuldigt wurden.

Zu ihnen gehörte kein Geringerer als der US-amerikanische Kardinal Joseph Bernardin. Sein Ankläger Stephen Cook nahm später die Anschuldigung zurück und der attackierte Kirchenmann war damit rehabilitiert. Es kam sogar zu einer Versöhnung zwischen Cook und Bernardin.

Der Erzbischof von Chicago starb am 14. November 1996 an Bauchspeicheldrüsen-Krebs; er schrieb über die letzten Jahre seines Lebens ein spirituell geprägtes, nachdenkliches Buch, das unter dem Titel „Das Geschenk des Friedens“ erschien und in Amerika zu einem Bestseller wurde. Der Titel der deutschen Zweit-Auflage hieß „Das Geschenk inneren Friedens“ (Verlag Neue Stadt).

Der Autor hatte sich in seiner Amtszeit stets gegen Euthanasie und den ärztlich assistierten Suizid (Selbstmord) gewandt. In diesem Buch schreibt er offen über Sterben und Tod, über die Bereitschaft des Gläubigen, sich auf den Willen Gottes einzulassen. 

Der Untertitel seines nachdenklichen und eindringlichen Buches lautet daher: „Reflexionen aus der Zeit des Loslassens.“  – Es ist ohne Verbitterung verfaßt, obwohl der Kardinal eine monatelange Medienkampagne hatte durchstehen müssen, die sich dann als falsch erwies. Der Ankläger hatte seine „Erinnerungen“ über angebliche Mißbrauchstaten des Kardinals aus einer Hypnose (!) „entnommen“ und später die Haltlosigkeit seiner Vorwürfe erkannt.

In diesem tiefsinnigen Buch geht es nicht zuletzt darum, wie der Würdenträger mit dieser Situation umging, aber auch um seine Krebserkrankung und die innere Entwicklung der letzten Jahre.

Er erhielt von Gott, so bezeugt er, in jener schmerzlichen Zeit das „Geschenk inneren Friedens“. Sterben und Tod sah er als Vorbereitung auf die Ewigkeit an. Wir sollten, so erläutert er, immer mehr von uns selber loskommen, mit Gottes Hilfe „loslassen“, um so allmählich in Einklang mit dem Höchsten zu gelangen.

HINWEIS: Falsche Mißbrauchs-Anschuldigungen gegen Priester gab es auch in Deutschland – hier drei Beispiele (Bistümer Eichstätt, Münster, Köln):
https://charismatismus.wordpress.com/2014/12/16/pfarrer-falschlich-des-misbrauchs-beschuldigt-er-kehrt-in-seine-pfarrei-zuruck/
https://charismatismus.wordpress.com/2013/08/22/munster-kirchlicher-freispruch-fur-priester-nach-jahrelangem-zelebrationsverbot/
https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/08/ermittlungsverfahren-eingestellt-dusseldorfer-priester-stand-unter-misbrauchsverdacht/

 


Höherer Zuckerstoffwechsel „lähmt“ das Immunsystem – Krebstherapie verbessern

Der erhöhte Zuckerstoffwechsel in Tumoren ist mit dafür verantwortlich, dass das menschliche Immunsystem Tumorzellen nicht wirksam abtöten kann. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Federführung Regensburger Wissenschaftler, an der Forscher der Universitätsmedizin Mainz prominent beteiligt sind. Medizin

In den Zuckerstoffwechsel von Tumoren gezielt einzugreifen, könnte daher ein viel versprechender neuer immuntherapeutischer Ansatz im Kampf gegen Krebs sein, berichten die Wissenschaftler in der renommierten Fachzeitschrift „Cell Metabolism“.

Anders als die klassischen Behandlungsmethoden bei Krebs – Operation, Chemotherapie und Bestrahlung – nutzt die Krebsimmuntherapie das Immunsystem zur Bekämpfung von Krebserkrankungen. Dabei ist bekannt, dass sich das menschliche Immunsystem zwar sehr wohl mit einem Tumor auseinandersetzt. Dies reicht in der Regel aber nicht aus, um den Tumor zu kontrollieren.

Konkret bekämpft die Immunabwehr des Menschen Krebszellen vor allem durch bestimmte Zellen, die sog. T-Zellen (zelltoxischen T-Lymphozyten) und die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Diese Abwehrzellen können die Tumorzellen zwar meist erkennen, jedoch nicht wirksam genug abtöten. Warum dies so ist fanden jetzt Wissenschaftler des Instituts für Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz und des Universitätsklinikums Regensburg in Zusammenarbeit mit weiteren nationalen und internationalen Partnern heraus. biomedcinprogrammet_65

Das Ergebnis: Es sind die Besonderheiten des Tumorstoffwechsels, die die krebszerstörende Wirkung der Immunzellen häufig stark einschränken.

Konkret zeigen die Ergebnisse an einem Hautkrebs-Modell, dass der erhöhte Zucker(Glucose)-Stoffwechsel dafür verantwortlich ist: Im Zuge dieses Stoffwechsels wird durch das Enzym LDHA (Laktatdehydrogenase A) vermehrt Milchsäure in den Krebszellen gebildet. Dies schwächt die Tumorbekämpfung durch das körpereigene Immunsystem stark ab.

In der Folge kann der Tumor vermehrt und ungebremst wachsen. Im Detail übt die Milchsäure eine hemmende Wirkung auf den NFAT (nukleärer Faktor aktivierter T Zellen) aus, was wiederum die Produktion von zelltoxischem INFg (Interferon-gamma) vermindert. Wurde im Modell die Milchsäurebildung „gedrosselt“, konnte das Immunsystem den Tumor wesentlich besser in Schach halten.

„Durch diese Versuche konnten wir zeigen, dass der Glucosestoffwechsel und die ausbleibende Immunreaktion ursächlich zusammenhängen“, erläutert der Leiter der Mainzer Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Wolfgang Müller-Klieser. „Zudem unterstreichen begleitende Untersuchungen an Gewebeproben von Melanom-Patienten die klinische Relevanz der Befunde.“

Originalpublikation: Brand et al., LDHA-Associated Lactic Acid Production Blunts Tumor Immunosurveillance by T and NK Cells, Cell Metabolism, Volume 24, Issue 5, 8 November 2016, Pages 657–671; http://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2016.08.011

Quelle: Pressemitteilung der Universität Mainz

 


Kritikpreis an Ryke Geerd Hamer, den Erfinder der „Neuen Germanischen Medizin“

Der GNM-Erfinder Ryke Geerd Hamer hat von der GWUP-Skeptikervereinigung das „Goldene Brett vorm Kopf 2016“ erhalten.

Unter dem Namen „Germanische Neue Medizin“ verbreitet der ehemalige Mediziner Ryke Geerd Hamer seine Thesen. Krebs hält er für eine „Krankheit der Seele“, 038_35Behandlungsmethoden wie Chemotherapie oder chirurgische Entfernung von Tumoren lehnt er ab.

Weder der Entzug der Approbation als Arzt noch Haftstrafen konnten ihn bisher davon abhalten, seine Ideen weiter zu verbreiten. Seine gefährlichen medizinischen Ansichten verknüpft Hamer überdies mit antisemitischen Verschwörungstheorien.

Zahlreiche Patienten, die der „Germanischen Neuen Medizin“ vertrauten und wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethoden ablehnten, verstarben.

2016 ließ eine 18jährige Krebspatientin in Italien ihr Leben, nachdem ihre Eltern aufgrund von Hamers Thesen eine Chemotherapie ablehnten.”

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://blog.gwup.net/2016/10/11/das-goldene-brett-2016-and-the-winner-is-ryke-geerd-hamer/


Studien: Kirchgängerinnen leben länger

Bereits im Jahr 2006 berichtete sogar „Der Spiegel“ ausführlich darüber, dass ein positiver Zusammenhang zwischen regelmäßigem Gottesdienstbesuch und Gesundheit nachgewiesen werden konnte. —> HIER !

Eine Mitte Mai 2016 veröffentlichte Studie der angesehenen Harvard-Universität (USA) kommt zu ähnlichen Ergebnissen:

Frauen, die regelmäßig mehr als einmal pro Woche am Gottesdienst teilnahmen, hatten eine um 33 % niedrigere Sterberate im Vergleich zu Frauen, die keine Kirchgängerinnen waren. Sie bekamen z.B. deutlich seltener Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. —> HIER
Die Original-Quelle —> HIER

Quelle: http://kreuzknappe.blogspot.de/


Frau starb an Krebs – Homöopathischer Heilpraktiker hatte Brusttumor geleugnet

Die „Kleine Zeitung“ aus Kärnten (Österreich) berichtet am 13.12.2015 online über eine Frau, die erste Mitte 40 war und schon an Krebs starb.

Der Fall hat ein Nachspiel –  und zwar für den Heilpraktiker, der ihr versicher038_35te, sie habe nur eine Entzündung und keinesfalls einen Tumor an der Brust, was er durch das Pendel erkannt habe, weshalb er sie nur homöopathisch behandelte.

Die „Kügelchen“ hatte er selber hergestellt, was für die Patientin mit 27.500 Euro äußerst kostspielig wurde.  

Inzwischen erhob die Staatsanwaltschaft Regensburg Anklage gegen den Heilpraktiker – er ist in Deutschland und Kärnten tätig –  wegen „fahrlässiger Tötung durch Unterlassung“; er habe pflichtwidrig gehandelt und die Frau nicht sachgerecht aufgeklärt; ihr Anwalt Maiditsch erklärt: Bei einer rechtzeitigen Operation hätte der frühe Tod der Frau verhindert werden können.“

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/4886219/print.do