Kreuze-Gebetszug für das Leben in Münster: Meine bedrohlichen Erfahrungen

.
Am Samstag, dem 17. März 2018, nahm ich an dem katholisch geprägten Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben – Gottes kostbare Kinder“ in Münster teil.
.
Ich möchte zunächst kurz auf die Veranstaltung selbst eingehen, vor allem aber ein Erlebnis schildern, das ich im Anschluss hatte und das mich zutiefst schockierte. 
Die gesamte Kreuze-Prozession war von unserer Seite aus völlig friedlich; eine Madonna wurde vorweg getragen und die Teilnehmer trugen ein weißes Holzkreuz, während der Versammlungsleiter christliche Gebete und Gesänge anstimmte und die Stationen des Kreuzweges Jesu Christi nannte.
 .
Am Ende gab es eine Zeremonie, bei der für die Ungeborenen symbolisch Rosen niedergelegt wurden, bevor der priesterliche Segen erteilt und die Versammlung planmäßig aufgelöst wurde.
 .
Dieser friedliche Marsch, an dem vorwiegend Katholiken, aber auch Protestanten und Nichtgläubige teilnahmen, musste von einem großen Polizeiaufgebot vor den sogenannten „Gegendemonstranten“ geschützt werden.
.
Ich wähle diese Formulierung, da von diesen Leuten durch die Bank alle Regeln von Ehre und Anstand verletzt wurden, ein inhaltlicher Dialog völlig abgelehnt wurde und jeder Lebensschützer einer Welle des Hasses und der Verachtung ausgesetzt war, die von obszönen Gesten über niveaulose Beleidigungen bis hin zu Gewaltandrohungen reichten.
 ..
Diese „Gegendemonstranten“ gaben sich Mühe, alles Heilige im christlichen Glauben durch den Dreck zu ziehen, möglichst vulgär aufzutreten und Parolen wie „Kein Gott! Kein Staat! Kein Patriarchat!“ zum Besten zu geben. Unserem „Fundamentalismus“ setzten sie wahlweise Feminismus, Kommunismus oder Anarchismus entgegen.
 .
Ihre Transparente beinhalteten Sprüche wie: „Gegen Gott, gegen den Staat und wider die Natur!“, was ihr gesamtes Anliegen wohl treffend zusammenfasste.
 .
Wie es bereits in vergangenen Jahren in ähnlicher Weise geschah, hatten sich Frauen unter uns gemischt und ebenfalls weiße Kreuze getragen, nur um sie ungefähr zur Mitte des Marsches zu zerschlagen und „Gegen jeden Fundamentalismus!“ zu brüllen.
 .
BILD: Polizisten schützen Lebensrechtler vor linksradikalen Randalen in Münster
.
Zeitweise wurde unsere Marschroute blockiert, um uns den Zugang zum Domplatz zu versperren, auf dem wir – im Halbkreis versammelt um die vorher mit Farbe und Anarchozeichen beschmierte Statue des seligen Clemens August Graf von Galen – unseren Gebetszug zu einem gelungenen Ende brachten.
 .
Selbst den erwähnten Kardinal von Galen, der aufgrund seines einzigartigen Widerstandes gegen das Dritte Reich und seiner Euthanasieprogramme auch „Löwe von Münster“ genannt wurde, verspottete die Gegenseite in entsprechenden Parolen. Sogar ein Plakat mit der Aufschrift: „Burn your local church“ (=Brenne deine örtliche Kirche nieder) wurde hochgehalten.
 .
Erschütternd fand ich zum einen, dass in einer Bistumsstadt wie Münster keine offizielle Unterstützung der Kirche für den Gebetszug bestand, weder personell noch ideell. Die Teilnehmer des Lebensschutzmarsches, unter denen sich auch einige Priester befanden, wurden mit dem ausufernden Hass, den sie für nichts anderes als ihre bewährte katholische Position ernteten, völlig alleine gelassen.
 .
Man schien sich für das Treiben, das um die Kirchen Münsters und selbst neben dem Dom stattfand, schlichtweg nicht zu interessieren.
 .
Die Erfahrung meiner Abreise nach Abschluss der Veranstaltung soll hierbei ein vielsagendes Schlaglicht darstellen:
.
BILD: Der Weg vom Dom zur Überwasser-Kirche in Münster (auch Liebfrauenkirche genannt)
.
Ich verabschiedete mich von einigen anderen Teilnehmern, mit denen ich mich gut verstand und verließ den Domplatz alleine in Richtung Überwasserkirche. Als ich ungefähr die Aa überquerte, blickte ein junger Mann, der in einer Gruppe ein gutes Stück vor mir lief und augenscheinlich dem Milieu der Gegendemonstranten angehörte, nach hinten und erkannte mich als Teilnehmer des Gebetszugs.

Daraufhin sagte er hastig etwas zu seinen Begleiterinnen und rannte vorwärts in Richtung Frauenstraße. Hierbei blickte er in unregelmäßigen Abständen zurück und schaute, ob ich noch in diese Richtung ging. Ich erwartete, dass er Verstärkung holen wolle, um die Drohungen, die uns während des Marsches entgegenschlugen, wahr zu machen.

Da ich in den vergangenen Jahren bereits auf der ebenfalls christlich geprägten „Demo für Alle“ sowohl in Stuttgart wie in Hannover in brenzlige Lagen mit gewaltbereiten Gegendemonstranten geraten war, gelang es mir, die Situation richtig einzuschätzen; ich  nutzte einen Moment, in dem die erwähnte Person nicht schaute und betrat schnell die Überwasserkirche über ihren südlichen Seiteneingang. 

Hier waren gerade viele Menschen in den Kirchenbänken versammelt, scheinbar in Erwartung einer Messe, die gegen 17 Uhr stattfinden sollte. Ich ging möglichst still am Rande entlang zur westlichen Vorhalle, an der sich das Hauptportal der Überwasserkirche befindet. Ich wartete etwa eine Minute und verließ es, um danach an den Gerüsten vorbei in den Knick der Frauenstraße zu spähen, der vorher für mich nicht einsehbar war.

Dort befand sich eine Gruppe von gut zwei Dutzend jungen Leuten, die sportlich gekleidet, teilweise vermummt und eindeutig Teilnehmer der vorigen Gegendemonstration gewesen waren. Sie hatten sich offensichtlich um die Ecke positioniert, um mich dort abzufangen. Ich bin mir sicher, dass ich im Falle ihres Erfolges im Krankenhaus gelandet wäre.

Ich ging also zurück in die Kirche, um auszuharren, bis sie weg waren. Um die Messe nicht zu stören, ging ich in die Kapelle, die nördlich an die Vorhalle anschließt und konnte durch die angebrachten Lautsprecher das Geschehen im Kirchenschiff verfolgen.

BILD: Eine afro-deutsche Lebensrechtlerin auf der Aa-Brücke zwischen Dom und Überwasserkirche

Offenbar sprach hier eine Pastoralreferentin über die ihrer Meinung nach dringendsten Themen unserer Zeit. Zunächst erwähnte sie das anstehende Dieselverbot und sprach dann oberflächlich von sozialer Ungerechtigkeit, dem verschwenderischen Umgang mit Konsumartikeln, der Abholzung des Regenwaldes und von Umweltverschmutzung – alles Themen, „vor denen wir als Christen nicht die Augen verschließen können“.

All diese Probleme mögen eine gewisse Relevanz haben und müssen in der Politik angefasst werden. Hierauf gibt es sicherlich eine christliche Sicht, die hierbei vertreten werden kann. Doch muss ich sagen, dass ich als junger Katholik, der sich im Alter von 21 Jahren aus Überzeugung taufen ließ und der sich in einer Zivilisation wiederfindet, der ihre eigenen Wurzeln, ihr eigener Glaube, ihr ewiger Gott praktisch unbekannt sind, eine Auseinandersetzung mit eben diesem religiösen Problem vermisse.

Während ich in dieser Kapelle saß, verspürte ich grenzenlose Fassungslosigkeit über die Indifferenz dem Treiben gegenüber, das gerade stattgefunden hatte. Ich saß in der Kapelle und wusste, dass ich vielleicht mein Leben riskieren würde, wenn ich nun die Kirche verließe, aus dem einfachen Grund, weil ich gerade friedlich für das Lebensrecht ungeborener Kinder demonstriert hatte.

Ich befand mich in Gefahr für meinen Glauben an den Heiland und an die Wahrheit seiner Lehre und Schöpfung. Und ich fragte mich unwillkürlich, ob man in dieser Kirche bewusst die Augen davor verschloss. Ich fragte mich, warum die Menschen, die hier saßen, nicht mit uns auf die Straße gegangen waren, während wir als Nazis und Fundamentalisten beschimpft wurden.

Ich fragte mich, warum dieser Zerfall unserer christlichen Kultur, unserer Sitten, unserer Moral, unseres Glaubens, ja selbst unseres Verständnisses der Menschenwürde keinen Raum in diesem Gotteshaus fanden. Ich fragte mich, wie man hier, wo unsere Demonstration nicht einmal im Pfarrbrief erwähnt wurde, von uns dachte. Ob wir auch hier als Fundamentalisten betrachtet wurden, die unnötigerweise mit ihrem Gebetszug, ihrer Madonna und ihren Kreuzen provozierten?

Diese Gedanken sind keine Anschuldigung. Ich kenne die Menschen nicht, die sich in dieser Kirche versammelt hatten. Aber diese Fragen trieben mich um und auch jetzt komme ich nicht umhin, diese Situation, die ich sehr intensiv erlebte, als symptomatisch für die Lage der europäischen, vor allem aber der deutschen Christenheit, anzusehen.

Es bleibt ein Gefühl, von der eigenen Kirche und den Glaubensgeschwistern mit einem Kampf alleine gelassen zu werden, der den ureigensten Standpunkten der heiligen Kirche, des Leibes Christi, entspringt. So sehr es mich freuen würde, kann ich nicht fordern, dass sich jeder Katholik auf die Straße begibt. Doch haben wir die Pflicht, den friedlichen Einsatz, den wir vielleicht aus individuellen Gründen nicht auf den Straßen unseres Landes führen können, mindestens in unseren Gotteshäusern zu führen.

Katholiken müssen Menschen der Tat, aber auch des Gebetes sein. Wir müssen uns gegenseitig dort unterstützen, wo sich Glaubensgeschwister fatalen Entwicklungen entgegenstellen und wir müssen zusammenstehen, wo die Wahrheit, die Schöpfung und selbst der Wert menschlichen Lebens in Frage gestellt werden.

Natürlich ist die Abholzung des Regenwaldes ein Problem. Doch sind wir nicht Umweltschützer mit katholischem Anstrich, sondern Katholiken, die aufgrund ihres Glaubens und Verstandes zu dem Schluss kommen, dass die Welt, die Gott uns geschaffen hat, schützenswert ist.

Die obersten Themen sind für uns aber nicht der Regenwald und auch nicht CO2-Emissionen oder die Debatte um den Mindestlohn. Wir sind vielmehr angehalten, dort gegen Unwahrheit und Verbrechen anzugehen, wo wir ihnen begegnen.

Wir Gläubigen stehen in der Welt als die streitende Kirche. Weil wir einen inneren Kampf führen, in dem wir siegen müssen, um Gottes Angesicht zu erblicken. Aber auch, weil wir uns im Kampf mit den Gottlosigkeiten befinden, die uns die Welt entgegenwirft. Wenn das bedeutet, dass wir Hass ernten, dann ist das der Preis für die Wahrheit.

Ich möchte schließen mit den Worten des Heilandes, überliefert vom hl. Evangelisten Johannes:

 „Wenn die Welt euch hasst, so wisset, sie hat mich vor euch gehasst. Wäret ihr von der Welt, würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch erwählt habe aus der Welt, darum hasst euch die Welt.
Denkt an das Wort, das ich euch sagte: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, werden sie auch das eure halten.
Dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. Wäre ich nicht gekommen und hätte ich nicht zu ihnen geredet, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Ausrede für ihre Sünde. Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater.
Doch es sollte erfüllt werden das Wort, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: ,Sie hassten mich ohne Grund´ (Ps 35,18). Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird er Zeugnis geben von mir, und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid“ (Joh 15,18-27).
 .
Der junge Autor des Berichtes ist unserer Redaktion persönlich bekannt
 
Advertisements

Kreuze-Aktion in Münster: Erfolgreicher Gebetszug fürs Leben bei eisig-windiger Kälte

Von Felizitas Küble

Die Prozession für das Leben in Münster, die vom ökumenischen Gebetsnetzwerk EuroProLife am heutigen Samstag in Münster organisiert wurde, erweist sich als großer Erfolg für die Lebensrechtsbewegung in Deutschland.

Trotz eisiger Kälte und rauhem Wind beteiligten sich ca. 150 Christen an der Kreuze-Aktion, die vom Kirchplatz St. Ägidii zum Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz führte.

Da ich schwer grippekrank bin, konnte ich an der Prozession nicht teilnehmen, wurde aber direkt danach durch drei teilnehmende Freunde über die Vorgänge informiert.

Das erste Foto zeigt Organisator Wolfgang Hering aus München bei seiner Ansprache. Es war viel Presse zugegen; auch das linke „Stern-TV“ filmte unentwegt einzelne Teilnehmer ab, was nicht unbedingt von Taktgefühl zeugte.

Wurden einige Leute, die ständig unsere Lebensrechtler abknipsten, selber fotografiert, zogen sie sich freilich sofort die Kapuze übers Gesicht, wie das zweite Foto dokumentiert.

Unser Gebetszug wurde von Hundertschaften Polizisten abgesichert. Die Beamten griffen so energisch wie bislang noch nie durch, wenn ultralinke Störer gegen friedliche Lebensrechtler vorgingen.

Zwei Betern wurden von Chaoten ihr weißes Holzkreuz entrissen, auf den Boden geschmissen und fast zerstört, wobei die Polizei Schlimmeres verhinderte. Zudem wurde eine Treppe der Ägidii-Kirche beschmiert („Kampf dem Patriarchat“). Die Beamten nahmen einige Anzeigen bzw. Personalienfeststellungen vor.

Besonders störend waren ohrenbetäubende Trommeln, die von den Randalierern gegen die Christen eingesetzt wurden. Ständig skandierten sie den gotteslästerlichen Slogan, den es zudem als großes Transparent zu sehen gab: „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben.“

Zudem riefen sie die Parole „Gegen Gott und Staat“ sowie „Abtreibung bis zum Volkstod“ und boten den äußerst „sinnigen“ Spruch: „Wir wollen keine Kinder, sondern Computerspiele“.

Zudem die blödsinnigen Verse: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut.“ – Genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Diese Störer haben unsere Demonstrationsfreiheit  massiv eingeschränkt, vor allem durch eine rechtswidrige Sitzblockade, so daß die Beter ca. eine halbe Stunde in klirrender Kälte stehen mußten.

Unter den Gegnern waren zum ersten Mal nicht nur – wie üblich – die Transparente der linksradikalen Antifa zu sehen, sondern auch solche der Linkspartei und sogar zahlreiche Fahnen der SPD. Somit solidarisierten sich die Sozialdemokraten von Münster in einer Linksfront mit gewaltbereiten Störern. Auch die unvermeidliche Abtreiber-Organisation „Pro familia“ war mit von der Partie.

Unter den Teilnehmern befanden sich so viele Geistliche wie bislang noch nie:

Sechs katholische Priester waren bereits an ihrer Kleidung erkennbar: Der Benediktiner-Pater Dr. J. Ripplinger (siehe vorletztes Foto: Mitte), die Patres Michael Ramm und Roland Weiß (Petrusbruderschaft Recklinghausen), sodann der Rektor von Schloss Assen, Pater Volk SJM, Pfarrer Hans Schmeinck sowie Pater Gregor Pahl (Kloster Cappenberg).

Der Prozessionsabschluß erfolgte  am monumentalen Denkmal des „Löwen von Münster“, das großflächig mit rosa Farbe, feministischen Symbolen und dem Pro-Abtreibungs-Slogan „My body, my choice“ geschändet war.

Folglich schreckt die zynische Gegenseite nicht einmal davor zurück, das Denkmal des großen Nazi-Gegners und Bischofs von Münster –  des seligen Kardinal von Galen – massiv zu verunstalten.

Die Kundgebung endete mit dem Dank an die Polizei und dem priesterlichen Segen, den einige Geistliche der tapferen Gebetsschar erteilten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das CHRISTOFERUSWERK in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Fotos: Die drei letzten Bilder beziehen sich auf frühere Lebensrechtsdemos in Münster

 


Linksfront: Berlins Bürgermeister Müller agitiert gegen den „Marsch fürs Leben“

„Alle Formen des Zusammenlebens rechtlich umfassend anerkennen“

Im Abgeordnetenhaus der Bundeshauptstadt regiert eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei – und an ihrer Spitze steht seit dem 11. Dezember 2014 der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Der Sozialdemokrat zeichnet sich unter anderem durch eine befremdliche Nähe zum Islam aus.  
.
Am 16. März dieses Jahres nahm er an einer „interreligiösen“ Kundgebung teil, die vor allem von islamischen Verbänden veranstaltet wurde, die der Verfassungsschutz beobachtet. Der Zentralrat der Juden in Deutschland warnte Müller vor einer Teilnahme, doch dieser wußte es „besser“.
.
Auch jetzt setzt der Regierende Bürgermeister einer Linksfront-Regierung wieder ein besonderes Zeichen:
.
Dem sog. „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“, das eine totale Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat fordert und jährlich gegen den „Marsch für das Leben“ in Berlin mobil macht, hat Müller jetzt ein zustimmendes Grußwort zukommen lassen, das am heutigen Freitag (15.9.) veröffentlicht wurde.
.
Darin ermuntert er die Abtreibungsbefürworter in ihrem Protest („Aktionstag“) gegen den „Marsch für das Leben“  –  und er plädiert für eine „umfassende rechtliche Anerkennung aller Formen des Zusammenlebens“  –  wohlgemerkt: „aller“ Formen, nicht etwa allein der hetero- oder homosexuellen Variante.
Will er etwa auch die Mehr-Ehe eingeführt sehen? Angesichts seiner pro-islamischen Tendenzen würde dies wenig verwundern.
In seinem Solidaritätsschreiben heißt es u.a.:

„Solidarisch miteinander sein und Vielfalt anerkennen als Bereicherung unserer Gesellschaft, verstehe ich als zentrale Werte in unserem täglichen Leben. Dazu gehören für mich auch die umfassende rechtliche Anerkennung aller Formen des Zusammenlebens sowie die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die eigene Sexualität.

Um Vielfalt verstehen, akzeptieren und leben zu können, bedarf es auch in unserer an und für sich aufgeklärten Gesellschaft einer geschlechter- und kultursensiblen Sexualaufklärung. Dazu trägt das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung mit seinen Aktivitäten bei.

Ich wünsche allen Beteiligten einen erfolgreichen Aktionstag 2017 mit großer Reichweite und viel Unterstützung.“

Unser Artikel wurde auf dieser Lebensrechts-Seite übernommen: https://aktion-sos-leben.blogspot.de/2017/09/berlins-burgermeister-muller-agitiert.html


Kreuze-Aktion: Ökumenischer Gebetszug für ungeborene Kinder in Fulda

Über hundert Lebensrechtler sind am Samstag, den 19. August, zwei Stunden lang durch die Innenstadt von Fulda gezogen, um für den Schutz der Kinder im Mutterleib zu beten und öffentlich dafür einzutreten.

Zu der ökumenischen Gebetsprozession der Initiative „EuroProLife“ hatte auch diesmal wieder der Aktionskreis Fulda in der „Aktion Leben“ eingeladen. Die Teilnehmer trugen weiße Holzkreuze, sangen Kirchenlieder und hielten an verschiedenen Stationen wie der Stadtpfarrkirche oder dem Bonifatiusdenkmal, um zu beten.

Die 1000-Kreuze-Aktion erinnerte an die rechtsstaatlichen Regeln der Demokratie, wozu die Respektierung des Lebensrechts aller Menschen gehört. Dieser Rechtsschutz ist durch die weitgehende Liberalisierung des §218 für die ungeborenen Kinder ausgehöhlt worden.

Wolfgang Hering aus München, der Leiter von EuroProLife, wies in seiner Ansprache auf die hohen Abtreibungszahlen in Deutschland hin und erinnerte an die Gebote Gottes und die Würde des Menschen.

Otto Spahn, der Sprecher des Aktionskreises Fulda, bezeichnete es als besonders verwerflich, dass EU-Staaten jene Zuschüsse für Abtreibungsorganisationen übernommen hätten, welche die amerikanische Regierung ihnen zuvor gestrichen hatte. Zudem kritisierte er, dass die seinerzeit von den westlichen Industriestaaten zugesicherten Gelder für Flüchtlingslager in Libanon und Jemen nicht gezahlt wurden, so dass dort die Menschen weder ausreichend Nahrung noch Decken erhielten.

Die Lebensrechts-Prozession bei der Mariensäule am Frauenberg in Fulda, im Volksmund auch „Pestsäule“ genannt, um damit symbolkräftig an die heutige Pest in unserem Land zu erinnern, nämlich die massenhafte Tötung ungeborener Kinder, die zudem in den meisten Fällen vom Staat finanziert werden.

In einem Gedenkakt legten die Teilnehmer 100 Rosen als Zeichen der Trauer nieder. Dabei wurde jeweils ein Vorname genannt und eine Totenglocke geläutet, um damit an die abgetriebenen Babys zu erinnern.


2. Teil unserer FOTO-Serie über den Kreuze-Gebetszug der Lebensrechtler in Münster

Von Felizitas Küble

DIES ist der dritte Bericht und die zweite Foto-Serie im CHRISTLICHEN FORUM über die Kreuze-Aktion des christlichen Netzwerkes „Euro-Pro-Life“ am 18. März 2017 in Münster, der Metropole Westfalens, die früher als „stockkatholisch“ galt, was heute nur noch eingeschränkt zutrifft, nicht zuletzt durch zehntausendfachen Zuzug von Studenten und die sehr progressiv geprägte kath. theologische Fakultät.

Immerhin war vielen Passanten, die unsere Lebensrechtler-Prozession durch die Innenstadt sahen und die lautstarken Störer wahrnahmen, durchaus anzusehen, daß sie sich im Geiste mit uns solidarisch fühlten – manche auch in der Tat, indem sie sich nämlich unserem Gebetszug anschlossen. 

Mit ein Meter hohen, weißen Kreuzen und etlichen Plakaten zogen wir durch die City von Münster an vielen Kirchen und an der Synagoge vorbei. Auch Lebensrechtler mit ausländischen Wurzeln (z.B. aus Afrika, Polen, England) beteiligten sich an unserer Initiative.

Das dritte Foto zeigt eines unserer größeren Transparente, das der in unseren Kreisen bekannte Lebensrechtler Günter Annen aus Weinheim mitbrachte, mitgetragen vom kath. Religionspädagogen Thomas May: Es zeigt den seligen Kardinal von Galen aus Münster.

4. BILD: Auffallend war die starke Teilnahme Jugendlicher, vor allem junger Männer. Dies räumt auch der linksgerichtete „Humanistische Pressedienst“ ein: „Unter den christlichen Marschteilnehmern ist seit Jahren eine steigende Zahl junger Männer und Frauen zu beobachten.“

5. BILD: Das starke Polizeiaufgebot  – man sah auch viele weibliche Beamten  –  schützte uns vor Übergriffen durch ultralinke Chaoten. Das FOTO zeigt die Absperrung einer großen Seitenstraße durch Mannschaftswagen und Sicherheitskräfte – im Hintergrund Protestler mit Transparent. Gegner bewarfen uns sogar aus  oberen Stockwerken von Häusern heraus mittels lautstarker Abwurfmaschinen mit Papier und aufgeblasenen Kondomen.

6. BILD: Polizisten säumten unseren Gebetszug auf beiden Seiten. Der Wetterdienst hatte Regen angekündigt, aber es blieb fast immer trocken. Bei besserer Vorhersage wären vermutlich mehr Lebensrechtler gekommen. Umso erfreulicher die Teilnahme mehrerer Ordensfrauen und vier katholischer Priester. Das FOTO zeigt in der Mitte drei Geistliche nebeneinander: Benediktinerpater Ripplinger mit Mütze, neben ihm Pfarrer Schmäing, links von ihm in hellgrüner Regenjacke Pfarrer Josef Tenhumberg, der uns abschließend auf dem Domplatz den priesterlichen Segen erteilte.

7. BILD: Unsere Prozession nähert sich der Ludgeri-Kirche. Vorne tragen wir ein Marienbildnis, daneben im roten Jacket unser Leiter Wolfgang Hering mit dem Mikrofon. Vor unserem Gebetszug fahren Polizei-Mannschaftswagen zu unserem Schutz vor radikalfeministischen, „queeren“ und sonstigen ultralinken Randalierern. Auch die Linkspartei hatte zu Protesten gegen uns aufgerufen.

Dritter und letzter Teil unserer FOTO-Reportage folgt heute.

 

 

 

 

 

 


Kreuze-Aktion: Lebensrechtler-Prozession am 18. März 2017 in Münster

Beginn des Gebetszugs: Samstag, 18.3., ab 14,30 Uhr (auf dem Ägidii-Kirchplatz)

scannen0006

 


FOTOs vom 1000-Kreuze-Marsch in Münster

Von Felizitas KüblePICT0267

Ergänzend zu unserer aktuellen Berichterstattung über den Lebensrechtler-Gebetszug in Münster am 21.3.2015 veröffentlichen wir nun weitere Bilder, die einen anschaulichen Eindruck von der Kundgebung und der Demonstration für die Ungeborenen vermitteln.

Sehr erfreulich war natürlich die Teilnahme von zwei katholischen Geistlichen an unserer Kreuze-Aktion, darunter der im Niederrhein wirkende Pfarrer Paul Spätling, der in Priesterkleidung (Soutane und Birett) erschienen ist. PICT0268

Die drei ersten Fotos zeigen unseren Gebetszug durch die City Münsters (in Nähe der Lamberti-Kirche), wobei Pfr. Spätling jeweils mit einer Marien-Ikone in der Hand zu sehen ist.

Pastor Spätling kam Mitte Januar deutschlandweit in die Medien, weil er sich auf einer kurzen Ansprache bei einer PEGIDA-Kundgebung in Duisburg kritisch über den islamischen Eroberungsdrang und die Bedrohung Europas in Vergangenheit und Gegenwart äußerte. 

Diese Aussagen wurden  von Bischof Dr. Felix Genn, dem Oberhirten des Bistums PICT0283Münster, mit einem allgemeinen Predigtverbot für Pfr. Spätling geahndet.

Viele Katholiken empfanden diese Reaktion als unverständlich, zumal bekannt ist, daß z.B. eine ausdrückliche Leugnung von Glaubenswahrheiten (sei es die Gottheit Christi, die Jungfräulichkeit Mariens oder biblisch bezeugte Wunder) keineswegs zu einem Entzug der Predigterlaubnis führt. PICT0293

Dasselbe gilt für liturgische Mißstände oder die in Münster weitverbreitete Praxis der Laien-Predigt, die kirchenrechtlich untersagt ist.

Das vierte Foto zeigt einen weiteren Geistlichen, den Benediktinerpater Chrysostomus Ripplinger OSB. Er zelebriert häufig die sog. „alte Messe“ in der St. Ägidii-Kirche, feiert also die PICT0297außerordentlichen Form des römischen Ritus.

Hinter ihm sehen wir im roten Anorak Doris de Boer, eine junge katholische Familienmutter und Journalistin aus Kevelaer.

Wie stark unser Gebetszug von Polizeibeamten vor linksradikalen Randalen beschützt wurden, dokumentiert das nächste Foto. Unsere „Prozession“ wurde beidseitig auf der gesamten Route von Polizisten „flankiert“.  PICT0300

Das weitere Foto zeigt einige ultralinke Protestler, die ihre Antifa- bzw. Regenbogen-Fahne hochhalten, wobei sie ständig „Homosexualität“ brüllten. Allerdings wurden sie in ihrem Treiben von der Polizei stark in Schach gehalten.

PICT0294Den wirksamen Schutz durch freundliche Polizistinnen und Polizisten veranschaulicht auch unser nächstes Bild. PICT0291

In der Mitte sehen wir Reinhard Dörner mit dem weißen Holzkreuz; er ist Vorsitzender des Kardinal-von-Galen-Kreises und beteiligt sich gemeinsam mit seiner Frau Gertrud seit langem an unserer Lebensrechts-Demo in Münster.

Unser Gebetszug begann mit starkem Regen während der Kundgebung auf dem Ägidii-Kirchplatz, danach hellte sich das Wetter sichtlich auf.

Vorne auf dem Bild sehen wir wieder Pater Chryostomus, hinter ihm das Ehepaar Reinhard und Gertrud Dörner. Gertrud leitet die „Marianische Liga“, eine deutschlandweite katholische Frauen-Initiative.PICT0285

Kurz bevor ich dieses Bild auf einer typischen Geschäftsstraße in Münster knipste (siehe „viereckiges“ Foto), hörte ich, wie ein Passant eines unserer Kirchenlieder aus voller Kehle mitsang. Andere Fußgänger schauten erstaunt unserem Kreuze-Marsch zu, viele fotografierten uns. PICT0288

Sicher werden die meisten sich sehr gewundert haben, warum solch eine offensichtlich harmlose Prozession von hunderten Polizeibeamten beschützt werden mußte…

Auch das nächste „runde“ Foto dokumentiert den massiven Polizei-Einsatz: Von beiden Seiten her wurde unser Gebetszug von Beamten begleitet. Oft rannten sie eilig nach vorne, um Seitengassen zu blockieren, wenn dort Störer im Anmarsch waren.

Das Bild zeigt unseren Weg in Richtung Liebfrauenkirche, von Münsteranern auch „Überwasserkirche“ genannt, weil sie sich gleichsam „über dem Wasser“ befindet (neben dem Gotteshaus befindet sich ein kleiner Fluß, die sog. „Aa“).

PICT0276Münster ist die fahrradreichste Stadt Deutschlands – das veranschaulicht dieses viereckige Bild unserer „Prozession“ um die Servatii-Kirche. An allen Ecken und Enden sieht man abgestellte Räder. Es gibt in der Westfalenmetropole mehr Fahrräder als Einwohner. Zugleich wird Münster als „Stadt der Kirchen“ bezeichnet  – mit ca. 70 Gotteshäusern durchaus zu Recht.

PICT0282Die Innenstadt Münsters wurde durch alliierte Bombenangriffe im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, auch viele Kirchen einschließlich des uralten Doms.

Mit nur einer Stimme Mehrheit beschloß der Stadtrat damals, die City im historischen Sinne wieder aufzubauen – heute sind die Münsteraner (und Touristen) froh darüber, denn die Stadt mit ihren „Bogenhäusern“ im Umfeld der Lamberti-Kirche sieht wunderschön aus.

PICT0296Zugleich gilt Münster, die „Stadt der Kirchen“, auch als besonders „regenreiche“ Zone, weshalb seit langem folgende Redensart gang und gäbe ist: „In Münster regnet es oder es läuten die Glocken – und wenn Sonntag ist, geschieht beides.“ 

Das viereckige Foto zeigt unseren Gebetszug, nachdem der Platzregen endlich aufgehört hatte.

Unsere letzte Station war der Domplatz mit dem Denkmal des Kardinal von Galen, weltbekannt auch als „Löwe von Münster“, weil er den Nazis unbeugsam die Leviten las.

Das riesengroße Denkmal war in der Nacht zuvor von Gegnern massiv beschmiert worden. PICT0301Dort halten die Lebensrechtler jährlich ihre Abschlußkundgebung, die auch diesmal wieder von lautstarkem Protestlärm ultralinker Chaoten geprägt war, so daß wir die Ansprache unseres Versammlungsleiters akustisch kaum verstehen konnten.

Der Kreuze-Marsch endete mit Gebeten, Liedern und dem priesterlichen Segen durch P. Chrysostomus Ripplinger.

HIER geht es zu unserem Aktionsbericht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/21/kreuze-marsch-der-lebensrechtler-erfolgreich-polizei-hielt-linke-chaoten-unter-kontrolle/