„Kreuz-net.info“ startet als kurioser Abklatsch von „Kreuz.net“

Unfaire Stimmungsmache gegen Juden bereits erkennbar

Seit kurzem erscheint im Internet ein selbsternannter „Nachfolger“   –  oder wohl doch eher Trittbrettfahrer?!   –   des unseriösen Radauportals „kreuz.net“   –  und zwar mit einem nunmehr ergänzten Titel, nämlich „kreuznet.info“.  

Möglicherweise handelt es sich um eine „Übergangslösung“, bis eine härtere, eine „eigentliche“ Nachfolge-Webseite startet   –  oder zunächst um eine Art „Trostpflaster“ für heimatlos gewordene Kreuznet-Leser und Schreiberlinge…?!

Immerhin gibt es in diesem Abklatsch-Versuch jetzt ein Impressum mit dem Klarnamen eines real existierenden Österreichers: Günther Schneeweiß-Arnoldstein aus Wien.  

Vielleicht möchte Herr Schneeweiß-undsoweiter im Gefolge der „kreuz.net“-Debatte gerne berühmt werden?  –    Das vorherige Schmuddelportal „kreuz.net“ war hingegen komplett anonym und enthielt im Impressum keinen einzigen Namen.

Außerdem hat der neue Weblog seinen Server in Deutschland – genauer: im rheinland-pfälzischen  Montabaur („Netclusive“).  Bei „kreuz.net“ gab es zuvor wechselnde Provider außerhalb Europas.

Allerdings fehlt in dem neuen Start-Versuch bislang (noch?) die Leserkommentar-Funktion; im vorherigen „kreuz.net“ waren die Leserpostings oft noch unerträglicher und niveauloser als ohnehin schon zahlreiche Artikel. 

Mißbrauch des Kreuzes Christi

Die Abklatsch-Internetpräsenz verwendet fast haargenau dasselbe „Logo“ und den gleichen Slogan “Katholische Nachrichten” wie das „alte“ kreuz.net.  imm028_26

Das alt-neue Logo besteht wiederum aus einem quasi umgekippten (!) Kruzifix, was an sich schon ehrfurchtslos und dreist wirkt, abgesehen davon, daß der Mißbrauch dieses heiligen Zeichens gleichsam als „Fahne“ für eine unchristliche bzw. unfaire Berichterstattung ohnehin eine Unverfrorenheit darstellt.  

Inhalt und Stil der neuen Webpräsenz erreichen (noch?) nicht die aggressive Haudrauf-Masche des „Vorgängers“, wenngleich bereits eine polemische Ausdrucksweise gegenüber Homosexuellen erkennbar ist, bislang jedoch bei weitem nicht so unterirdisch wie beim früheren „Original“.

Was allerdings beim  jetzigen Abklatsch-Portal bereits auffällt, sind die antijüdischen Seitenhiebe  –  zumindest insofern befindet sich die neue Plattform durchaus im irrgeistigen Schlepptau der vorherigen Gossenseite:

So ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ zu kritisieren, weil dort kürzlich eine antichristliche Karikatur veröffentlicht worden sei.

Das besagte Blatt aus Wien gilt allgemein als linksliberal, ist aber in keiner Weise  –  weder offiziell noch inoffiziell  –  ein Organ von jüdischer Seite, wird aber dennoch von „kreuz-net.info“ bereits in der Einleitung des betreffenden Artikels als „jüdisch“ bezeichnet.

Es bleibt wohl das Geheimnis der neuen Abklatsch-Seite, warum die kritisierte Tageszeitung „jüdisch“ sein soll  – offenbar geht es hierbei allein darum, Juden unfair „eins auszuwischen“ und sie als antichristlich zu verunglimpfen.

Diese Agitation überrascht wenig, denn G. Schneeweiß-Arnoldstein  –  Betreiber der Webseite  –   ist zugleich Herausgeber des  nationalistischen österreichischen Internetportals „Das Cartell“  bzw. „coleurstudent.at“.

Es ist wohl bezeichnend, daß auf dem Cartell-Blog zum Karfreitag des Jahres 2009 und nochmal in 2010 getitelt wurde: „Verhetzter jüdischer Mob verlangt den Kreuzestod Christi.“ 

Unterschlagen wird dort bei der einseitig ausgewählten „Bibellese“ allerdings, daß es jüdische Frauen waren, die auf dem Kreuzweg unseres Erlösers vor Mitgefühl und Solidarität geweint haben   –   und auch der reumütige Schächer, dem Christus den sofortigen Eintritt ins Paradies versprach, war ein Jude   –    ebenso natürlich der Evangelist Johannes, sodann Maria, die Mutter unseres HERRN sowie die heilige Büßerin Maria Magdalena, die in Treue fest unter dem Kreuz Christi ausharrten.

Wie oberschräg diese Coleurstudent-Seite „drauf“ ist, erkennt man auch daran, daß sie das Bedrucken von T-Shirts startete, wobei einer der Sprüche lautete: „Williamson statt Schönborn“  –  also ein eindeutiges Bekenntnis zum anti-jüdisch gesinnten, britischen Weihbischof Richard Williamson, den die traditionsorientierte Priesterbruderschaft St. Pius X. im vorigen Jahr aus ihren Reihen ausgeschlossen hat.  –  Auf der judenfeindlichen Radauseite „kreuz.net“ wurde Williamson hingegen unentwegt als „Heldenbischof“ gefeiert…

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

Ergänzende INFOs vom 6. Januar 2013:

Heute findet sich im Kreuz-net-info-Blog folgender Artikelbeginn:

Wertedebatte
Der Islam will uns unsere Porno-Videos wegnehmen.“
Martin Mosebach geht in seinem Buch „Der Ultramontane  –  Alle Wege führen nach Rom“ u.a. der Frage nach, worin die vielgeprießenen westlichen Werte liegen
Erstellt am Dienstag, 8. Jänner 2013

Das zeigt, wie diese oberschräge Webseite bereits in der Startphase ihre Leser vergackeiert, als wäre sie quasi „der Zeit voraus“ und könne  v o r w e g   –  datiert auf den 8. Januar   –  einen Artikel, eine Ankündigung bzw. überhaupt ein einziges Wort „erstellen“. Somit wird schon rein formal gegen einfachste Wahrheitsprinzipien verstoßen.

Abgesehen davon ist in der neuen Variante die schon im alten „kreuz.net“ gerne gepflegte Islam-Verherrlichung ebenfalls erkennbar (bei vielen Antisemiten ohnehin eine passende „Ergänzung“ zum Judenhaß):

Als ob es darum geht, daß diese irrgeistige Religion Mohammeds „uns unsere Porno-Videos wegnehmen will“  –   welch unsinniges Ablenkungsmanöver!

Schließlich ist gerade der Islam in wesentlichen Punkten das LETZTE in Sachen Sittlichkeit  –  man denke an die sog. „Zeit-Ehe“  bzw. „Genuß-Ehe“ (was der Prostitution nahekommt) im schiitischen Islam, an das Männer-Recht auf willkürliche Verstoßung ihrer Ehefrau oder an die vom Koran gebilligte Polygamie (Vielweiberei); ganz zu schweigen von der kinderschänderischen Erlaubnis zur „Heirat“  –  und damit zum Mißbrauch  –  minderjähriger Mädchen in etlichen islamischen Staaten (wobei der Gründer-„Prophet“ negativ voranging und eine Neunjährige  „heiratete“  bzw. sexuell mißbrauchte).

Mit der auffallenden Islam-Freundlichkeit der vorigen „kreuz.net“-Schmuddelseite hat sich unser Christoferuswerk in einer Pressemeldung bereits vor über drei Jahren  –  am 3.12.2009   –  kritisch befaßt. Dort heißt es u.a.:

„Die Judenfeindlichkeit dieser Radau-Webseite ist derart offensichtlich und schon auf den ersten Blick erkennbar, daß sich jede Beweisführung erübrigt. Interessant ist freilich, daß sich diese online-Piraten ausgerechnet den Islam als Bündnispartner ausgeguckt haben. Seit Jahren werden immer wieder Artikel aus muslimischer Feder serviert, wozu gerne auch kein „Geringerer“ als der iranische Präsident selbst gehört.

Daß der Iran von christlichen Menschenrechtsorganisationen wie CSI (Christian Solidarity International), HMK (Hilfsaktion Märtyrerkirche) und IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) zu den christenfeindlichsten Staaten der Welt gerechnet wird, spielt offenbar keine Rolle, geht es in „kreuz.net“ doch um den gemeinsamen Kampf von Pseudo-Katholiken und Moslems  –  gegen Juden!“

Voller Wortlaut siehe hier: Meldung

Infolge dieser Pressemitteilung wurde schon einen Tag später  –  am 4.12.2009  – erneut eine kreuz.net-Attacke gegen mich losgetreten:

Unter dem Titel: „Jetzt schäumt sie schon wieder gegen kreuz.net“ wurde ich dort bereits in der ersten Zeile als „katholische Leugnerin der Homo-Unzucht“  bezeichnet  –  das war und ist angesichts meiner (erz)konservativen Standpunkte geradezu lächerlich, wobei ich bei aller Klarheit in der Sache natürlich jeden Haß gegen Homosexuelle ablehne (sehr im Gegensatz zu „kreuz.net“) , wie dies christlicher Haltung entspricht.

Eben diese grundlegende Unterscheidung von Person und Sache wurde von „kreuz.net“ durchgängig  v e r w e i g e r t .  –  Für Christen gilt jedenfalls immer und überall das Leitwort:  Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden!

Felizitas Küble