Lucia und Jacinta am 13. Oktober 1917 in Fatima: „Der Krieg geht heute zu Ende“

Von Felizitas Küble

In Europa sind zwei kirchlich genehmigte Marienerscheinungsorte besonders bekannt, nämlich Lourdes und Fatima.

Wenn die Kirche eine Privatoffenbarung approbiert (billigt, gestattet, „anerkennt“), dann bedeutet dies keine Glaubensverpflichtung für Katholiken, sondern lediglich eine Erlaubnis zur Zustimmung. Erscheinungen sind also weder heilsnotwendig noch Bestandteil des Glaubensgutes („depositum fidei“) oder der amtlichen kirchlichen Verkündigung.fatima-von-anfang-an Daher ist den Gläubigen eine sachliche Kritik an Privatoffenbarungen seit jeher erlaubt.

Das 360 Seiten starke Buch „Fatima von Anfang an“ gehört zwar durchaus zur Fatima-begeisterten Literatur, ist aber nicht in allem stromlinienförmig; so wird zB. den Aussagen von Sr. Lucia nicht immer voll zugestimmt und die Erzählweise der Publikation ist insgesamt recht nüchtern.

Dieses Buch von Pater Joao de Marchi schildert u. a. die Befragung von Seherkindern durch Prof. Dr. Formigao am Abend des 13. Oktober 1917, also einige Stunden nach dem spektakulären Sonnenwunder in der Nähe von Fatima.

Dabei wird das damalige Protokoll des portugiesischen Geistlichen zitiert  –  auch das Gespräch mit Jacinta (S. 201):

Der Priester fragte das Seherkind: „Was hat die Dame gesagt?“  – „Sie sagte, wir sollen jeden Tag des Rosenkranz beten, und daß der Krieg heute zu Ende geht.“  – „Zu wem sagte sie das?“ – „Zu Lucia und mir, Francisco hörte nichts.“

Was nun das Interview mit Lucia am selben Abend betrifft, so ist die entsprechende Stelle gestrichen worden. Auf die Frage, was Maria ihr kurz vor dem Beginn des Sonnenwunders mitgeteilt habe, antwortete die Seherin demzufolge (S. 199):

„Sie sagte, wir sollen unser Leben bessern und unseren Herrn  nicht mehr beleidigen, der sei schon so viel beleidigt worden und daß wir täglich den Rosenkranz beten und um Verzeihung unserer Sünden bitten sollen.“

In Wirklichkeit geht es an dieser Stelle in Dr. Formigaos Protokoll wie folgt weiter: „….daß der Krieg heute aufhören werde und daß wir unsere Soldaten sehr bald erwarten sollen.“

„Ernsthafte Zweifel an der Echtheit“

Nachdem der Krieg an diesem Tag des Sonnentanzes keineswegs zu Ende ging (sondern erst im nächsten Jahr), fragte Dr. Formigao die Seherkinder am 19. Oktober 1917 noch einmal. Dieses Protokoll wird in dem erwähnten Buch ab S. 205 wiedergegeben. 0022

Eingangs heißt es: „Am 13. Oktober sagten beide, Lucia wie auch Jacinta, daß sie aus dem Mund der Seligen Junfrau die Worte „Der Krieg wird heute zu Ende gehen“ gehört hatten.“ 

Der Verfasser dieses Pro-Fatima-Buches räumt ein: „Diese Aussage der Seher konnte ernsthafte Zweifel an der Echtheit der Erscheinungen hervorrufen“.

Daher habe sich Dr. Formigao am 19. Oktober erneut zu den Kindern aufgemacht, um sie zu befragen.

Jacinta reagierte zunächst eher ausweichend („sie sagte, der Krieg würde zu Ende gehen“) und verwies auf Lucia, weil diese die Erscheinung besser verstanden habe. Lucia blieb ihrer ursprünglichen Aussage treu und beharrte zweimal darauf („Ich weiß nur, daß ich sie sagen hörte, der Krieg gehe an diesem Tag zu Ende“), wobei bereits klar war, daß diese Ankündigung ein Irrtum war.

Wie aus der wissenschaftlichen Studie „Rosenkranz und Kriegsvisionen“ von Monique Scheer hervorgeht, worin jenes Protokoll ausführlicher abgedruckt ist, hat sich Lucia im weiteren Verlauf des Interviews dann doch noch verunsichert geäußert: „Ich erinnere mich schon nicht mehr gut, was sie (Maria) sagte. (…) Vielleicht habe ich Unsere Liebe Frau nicht gut verstanden.“ – Und Jacinta erklärte auf erneute Nachfrage, wann der Krieg zu Ende gehe: „Ich glaube, er geht am Sonntag zu Ende.“ – Dies war dann freilich auch nicht der Fall (vgl. S. 52).

„Widersprüchliche oder unklare Aussagen“

Abschließend schreibt Pater Joao de Marchi, der Buchautor, trotz seiner sonstigen Fatima-Anhänglichkeit folgendes dazu: „Wie man sieht, handelt es sich bei der Frage, das Ende des Krieges betreffend, um widersprüchliche oder unklare Aussagen.“

Auf S. 211 schildert der Verfasser die kirchenamtliche Befragung der Untersuchungskommission vom 8. Juli 1924. Auch dort habe Lucia  – ca sieben Jahre nach dem Ereignis – daran festgehalten, daß die Madonna betreff des Kriegsendes von „heute“ gesprochen habe. 

Zugleich erwähnte sie damals eine ganz neue Variante hinsichtlich ihrer Cousine Jacinta, denn diese habe ihr „später“ gesagt, die Gottesmutter habe am 13. Oktober 1917 folgendes mitgeteilt: „Die Menschen müssen sich bekehren, der Krieg wird innerhalb eines Jahres zu Ende gehen.“ 

Diese Version taucht allerdings in den drei diesbezüglichen Gesprächen von Dr. Formigao mit Jacinta nicht auf. Dort hat sie beim ersten Mal „heute“ gesagt, dann beim zweiten Interview (wie bereits erwähnt) verunsichert auf Lucia verwiesen, beim dritten Mal (am 2. November 1917) plötzlich wieder eindeutig „heute“ gesagt (vgl. S. 213).   Titel

Vom schwierigen Umgang mit einer Schwierigkeit

Im Fatima-Schrifttum wird das offensichtliche Problem größtenteils auf zweifache Weise umgangen:

Teilweise bleibt diese HEUTE-Aussage einfach unerwähnt, so etwa in dem weitverbreiteten Buch „Rom – Moskau – Fatima“ von Pater Dr. Otto Bohr. Dort werden die Ereignisse des 13. Oktober 1917 zwar auf 14 Seiten breit geschildert, dieser Satz aber ausgelassen.

Neben Kürzungen gibt es unrichtige Darstellungen, die da lauten: „Der Krieg geht seinem Ende entgegen“ (das wäre ohnehin eine banale Aussage des Himmels, zumal jeder Krieg mal seinem Ende entgegengeht)  – oder „Der Krieg geht bald seinem Ende entgegen.“

Eine weitere Variante, diese Schwierigkeiten zu umgehen, besteht darin, sie in eine Wenn-Dann-Prophetie umzuwanden.  So heißt es in dem vom Clarentinerpater Abilio Ribeiro verfaßten Buch „Fatima  – Botschaft und Weihe“ auf S. 22: „Wenn die Menschen sich bessern, wird der Krieg heute noch zu Ende gehen.“  –  Es ist zwar hier zutreffend das Wort „heute“ erwähnt, aber eine ursprünglich nicht vorhandene WENN-Einschränkung vorgenommen: „Wenn die Menschen sich bessern…“Buch

Eine gewisse Glättung der Problematik wird auch darin erkennbar, bei diesem Thema nicht mehr wörtlich zu zitieren, sondern auf eine indirekte Schreibweise umzusteigen, so zB. in dem bekannten Buch „Fatima und Pius XII.“, das der katholische Verlagsleiter Johannes M. Höcht verfaßte. Dort kann man lesen: „Der Krieg gehe dem Ende entgegen.“ (S. 75)

Prof. Fonseca verbannt das Problem in Fußnoten

Das bekannteste Fatima-Buch ist wohl der Klassiker „Maria spricht zur Welt“ von Prof. Dr. Gonzaga de Fonseca.

Er schreibt in der 18. Auflage hierzu auf S. 91 hinsichtlich der Äußerungen Lucias betr. dieser Marienbotschaft: „Sie fügte hinzu, der Krieg gehe dem Ende entgegen und die Soldaten würden bald heimkehren.“Fatima

Allerdings wird immerhin in einer Fußnote erwähnt, Lucia und Jacinta hätten bei verschiedenen Befragungen geäußert, die Madonna habe gesagt: „Der Krieg wird heute zu Ende gehen….“ (Es wird danach versucht, diese Aussagen zu relativieren.)

In dem 1975 erschienenen Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima“ berichtet die Seherin selbst auf S. 158 über die Ereignisse des 13. Oktobers. Dort wird die Marienbotschaft von ihr wie folgt zitiert:

„Ich möchte dir sagen, dass hier eine Kapelle zu meiner Ehre gebaut werden soll; ich bin unsere Liebe Frau vom Rosenkranz; man soll weiterhin täglich den Rosenkranz beten. Der Krieg geht zu Ende und die Soldaten werden in Kürze nachhause zurückkehren.“

Auf S. 159 gibt es dazu aber ein „Nachwort“ von ihr, das Sei damals an ihren Bischof sandte. Darin heißt es:

„Ich hatte so viel damit zu tun, mich an die zahllosen Gnaden zu erinnern, um die ich Unsere Liebe Frau bitten sollte, dass mir dadurch möglicherweise ein Irrtum unterlaufen ist, als ich nämlich sagte, der Krieg werde am selben Tag, dem 13., zu Ende gehen.“

Tatsache ist also: Die Hauptseherin Lucia beharrte von 1917 bis 1924 auf dem Wort HEUTE. Wenn dies auch ein objektiver Irrtum war, so wollte sie diesem immerhin persönlich „treu“ bleiben und sich nicht hinterher um ihre Ursprungs-Worte „herummogeln“.

Ende der 30er Jahre, als sie für den damaligen Diözesanbischof eine Niederschrift über die Fatima-Ereignisse anfertigte, kehrte sie diesen Ausdruck zunächst unter den Tisch, um dann in einem Nachwort den damaligen Fehler endgültig einzuräumen.

Abschließend noch eine Bemerkung zur  –  ebenfalls von Lucia erzählten  –  Marienbotschaft vom 13. Oktober 1917, dem Tag des Sonnenwunders: „Sie sagte, wir sollen unser Leben bessern und unseren Herrn  nicht mehr beleidigen, der sei schon so viel beleidigt worden und daß wir täglich den Rosenkranz beten und um Verzeihung unserer Sünden bitten sollen.“ 

Schön und gut, aber warum ist hier nicht von der Beichte die Rede? Wäre das nicht sehr passend?  –  Natürlich ist der Rosenkranz ratsam und die Reue bzw. Bitte um Verzeihung unentbehrlich. Das ändert nichts daran, daß das Sakrament der Buße bei schweren Sünden notwendig und bei läßlichen Sünden sehr empfehlenswert ist.

WEITERE ARTIKEL zum Thema Fatima, Sonnenwunder usw. hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/fatima-und-thema-sonnenwunder/

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Nizza: Terrorkrieg gegen die freie Welt

Von Dr. David Berger

„Es war ein einziges Gemetzel auf der Straße.“  –   „Ich sah entlang seiner Route Körper wie Kegel umherfliegen, hörte Lärm, Schreie, die ich nie vergessen werde.“  – Das sind nur zwei von erschütternden Statements und Berichten, die seit letzter Nacht aus dem südfranzösischen Nizza in alle Welt gehen. DavidBergerPM

Kurz nach dem traditionellen Feuerwerk zum Nationalfeiertag an der weltbekannten Promenade des Anglais Nizzas fuhr ein Attentäter gestern Abend mit einem großen Lastwagen in die dort versammelte Menschenmenge.

Das Feuerwerk war noch nicht ganz vorüber, als ein riesiger Lastwagen mit einer enormen Geschwindigkeit angerast kam und direkt auf die Menschenmengen, die auf den breiten Uferwegen standen, zusteuerte. Ganz gezielt soll er immer wieder die Reifen gedreht haben, „um so viele Menschen wie möglich niederzumähen“, berichtet ein Augenzeuge, der Journalist Damien Allemand. Ganze zwei Kilometer an der Promenade entlang konnte er seine mörderische Fahrt fortsetzen, bis das Gemetzel durch die Polizei, die den Fahrer nach einem Schusswechsel erschoss, gestoppt wurde.

Zahllose Verletzte, fast hundert Tote zählen die Behörden inzwischen, darunter viele Kinder und vermutlich auch Personen aus einer Berliner Schulklasse. Im Wagen: die Papiere eines 1985 in Nizza geborenen Mannes mit tunesischem Migrationshintergrund.

Der Fahrer des LKWs, der eventuell noch andere Terroristen mit im LKW hatte, die aus dem Fahrzeug heraus in die Menschenmenge schossen, war  –  nach Informationen der „Welt“   –  den Behörden bekannt. Nach anfänglich vorsichtigen Äußerungen gehen mehr und mehr Stimmen nun davon aus, dass das Massaker ein islamistisch motivierter Terrorakt war. Das zeigen die klaren Worte des Rektors der Großen Moschee von Paris, der „im Namen aller französischen Muslime“ das Attentat verurteilte.

Die „Welt“  schreibt: „Das Muster klingt erschreckend vertraut. Auch wenn die näheren Hintergründe der Tat noch ungeklärt sind, deutet vieles darauf hin, dass es sich erneut um einen radikalisierten Täter handelt, der inmitten der französischen Gesellschaft sozialisiert wurde. Sein Handeln entspricht den Handreichungen, die Daesch, der sogenannte Islamische Staat, im September 2014 seinen Sympathisanten in Europa gab: Zum Töten möglichst vieler ist jedes Mittel recht.“

Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2016/07/15/nizza-redet-endlich-von-der-wurzel-des-terrors/

HINWEIS: Der Massenmörder rief Allahu akbar: https://philosophia-perennis.com/2016/07/15/augenzeugen-attentaeter-von-nizza-rief-allahu-akbar/


Offenburg: Vortrag am 23. Juni über Breslau als europäische Kulturhauptstadt 2016

Einladung zur Vortragsveranstaltung  (Eintritt frei)

mit Dr. Roswitha Schieb, Literatur-  und Kunstwissenschaftlerin

Thema: Breslau – Europäische Kulturhauptstadt 2016  –   Die schlesische Metropole im Spannungsbogen zwischen deutscher und polnischer Stadtgeschichte

Kunsthistorische und literarische Betrachtungen cover_jeder_zw_berliner_klein

Seit dem Mittelalter zählte Breslau zu den bedeutensten deutschen Großstädten im Osten, zahlenmäßig noch vor Danzig und Königsberg. Etwa 600.000 Menschen lebten hier an dem Ufer der Oder.

Dominsel, Rathaus, Marktplatz und Jahrhunderthalle hatten und haben europaweit Bedeutung. Zahlreiche Gelehrte wurden an der Universität Breslau ausgebildet oder lehrten an ihr.

BILD: Buch von Frau Dr. Schieb über die schlesischen Spuren in Berlin

Das Kriegsende 1945 bedeutete für die Stadt eine Zäsur ohnegleichen: Nahezu die gesamte Stadtbevölkerung wurde vertrieben, zahlreiche Neusiedler aus Galizien und Zentralpolen kamen in die Stadt, die nun Wroclaw hieß.

Die wichtigsten historischen Gebäude wurden weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut  –  und so zählt die Universitätsstadt wieder zu den faszinierenden Zentren des Kontinents. Breslaus Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte ist ein bedeutender, der mit der Ausrufung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 die Aufmerksamkeit der Europäer auf diese Aspekte lenken soll.

Die niederschlesische Stadt trägt in diesem Jahr auch den Titel als UNESCO –Weltstadt des Buches.

WannDonnerstag, den 23. Juni 2016, 19.30 Uhr

Wo:  Balladins SUPERIOR Hotel (Hotel Palmergarten), Raum „Straßburg“, Okenstraße 15-17  in 77652 Offenburg

Info: Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) – Regionalgruppe 77 (Ortenau), Sommerau 24, 77815 Bühl


Gott streut die Saat der Gerechtigkeit aus für die Menschen, die Frieden stiften

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Jak 3,16-18.4,1-3:

Brüder! Wo Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.

Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen und reich an guten Früchten, sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht.Wo Frieden herrscht, wird von Gott für die Menschen, die Frieden stiften, die Saat der Gerechtigkeit ausgestreut.

Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten? Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern. Ihr begehrt und erhaltet doch nichts. Ihr mordet und seid eifersüchtig und könnt dennoch nichts erreichen. Ihr streitet und führt Krieg.

Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.

 


Dr. Konrad Adam: Einmarsch der Roten Armee war von Verbrechen begleitet

Anlässlich der Rede von Bundespräsident Joachim Gauck zum Kriegsende vor 70 Jahren erklärt AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam: logo-afd-small

„Noch eine Verdrängung, die erkannt, bekämpft und ans Licht gezogen werden muss. Diesmal ging es angeblich darum, das Gedächtnis an die unmenschliche Behandlung wachzuhalten, der Millionen von kriegsgefangenen Russen in deutscher Lagerhaft ausgesetzt waren.

Bundespräsident Gauck hat das Gedenken ans Ende des Zweiten Weltkrieges zum Anlass genommen, an das traurige Schicksal dieser zu Untermenschen degradierten Soldaten zu erinnern.

Er hat aber zugleich der Roten Armee nämlich für den Beitrag gedankt, den sie zur Befreiung Deutschlands geleistet habe. Leider hat er vergessen, den Preis zu erwähnen, mit dem Millionen von vertriebenen Menschen, verwaisten Kindern und vergewaltigten Frauen für diese Befreiungstat zu bezahlen hatten.

Allein dieser Umstand sollte uns davor bewahren, den Einmarsch der Roten Armee mit dem der Westalliierten in einem Atemzug zu nennen. Der Krieg im Osten ist von Anfang an und von beiden Seiten nach anderen Regeln geführt worden als der im Westen.“

 


Ostermärsche: veralteter Pazifismus ade!

Von Peter Helmes

Wir Älteren erinnern uns noch gut an die Ostermärsche in den 1970er Jahren: 200.000, 300.000 und mehr Teilnehmer zogen eine tiefe Spur linksradikaler Forderungen durch Deutschland. Sie waren immer „gegen“: Gegen Gott und die Welt und überhaupt gegen alles (Westliche).  0022

Mir als Alt-68er (von der Gegenseite) ist nie klargeworden, für was die Ostermarschierer sich die Hacken schiefliefen und krakeelten. „Frieden“? Dafür waren wir doch alle! –  Entwaffnung, Abrüstung?  – Mitten im Kalten Krieg? Moskau als Friedensmacht? Klar, der Feind alles Guten war „der Westen“. Der Böse sitzt (auch heute noch für sie) in Washington, die Friedenstaube jedoch auf dem Kreml. So einfach ist der Pazifisten Welt.

Theatrum absurdum!

Sie reden immer noch von einem Pazifismus, der aber längst veraltet ist. Und sie schweigen zu den Gräueltaten des IS, Boko Haram etc. Nein, sie schweigen gar nicht, sie haben die Schuldigen gefunden: Sie fordern, den – wörtlich – “von der EU, der NATO und den USA geführten Kriegen” die Unterstützung zu entziehen. Ja, da kommt Friede auf! Theatrum absurdum.

Damit lockt man als Veranstalter aber nur begrenzt Menschen hinter dem Ofen hervor, um Ostern zu „marschieren“. Es war zu lange Friedenszeit in Europa, als daß man heute noch Massen zur Teilnahme motivieren könnte.

Nun sitzen die Zottel in der Klemme. Sie würden ja gerne weiter ganz laut „Frieden!“ oder „Abrüstung!“ schreien. Aber wem gelte ihr Appell? Die „Weltfriedenslage“ ist so unübersichtlich wie lange nicht mehr. Krieg in der Ukraine, für den die eine Seite der anderen lautstark die Schuld zuschiebt. Die EU stößt an ihre Grenzen, Moskau ebenso.

Des Weiteren gibt´s deutsche Waffenlieferungen in den Irak – also ausdrücklich in eine Krisenregion. Die SPD stellt den Wirtschaftsminister, der Rüstungsexporte seelenruhig absegnet. Von Menschenrechtsverletzungen und verheerenden Christenverfolgungen in der halben Welt ganz zu schweigen.

Hilfelose Parolen ohne Lösungen

Oder: Wie soll man gegen Kernkraft mobilisieren, wo der Ausstieg längst im Gange ist?  – Und viele Fragen mehr, die die Ostermarschierer nicht einmal stellen, geschweige beantworten (könnten).

Ein Rezept gegen diese Friedensstörung haben die Ostermarschierer nicht. Sie greifen nur auf  das alte, aus der Studentenrevolution stammende Mittel der Hilflosigkeit zurück: Aufrufe, Aufrufe, Vorwürfe. Mein Gott, wie werden Obama, Putin etc. in die Knie gehen, wenn sie von diesem Häuflein ultimativ aufgefordert werden, „Konflikte mit zivilen Mitteln auszutragen“!

Die Teilnehmerzahlen vom letzten Osterwochenende sind eine Blamage: Zum Beispiel 80 (in Worten: achtzig) Teilnehmer in der Universitätsstadt Gießen oder in Fulda und, oha, fast 300 in Bremen. Stolz verweisen die Sprecher auf Berlin, wo fast eintausend Marschierer gezählt wurden. 1000 in einer Millionenmetropole mit x-Unis und Hochschulen!

Die Ursache des Niedergangs der „Friedensbewegung“ und ihrer Einflußlosigkeit steckt auch drinnen, innerhalb der Bewegung. Viele sind inzwischen verbürgerlicht, fett, saturiert – oder frustriert, sie bleiben zuhause.

Die anderen hatten schon in den letzten Jahren keinen besonders kämpferischen Geist gezeigt. Ihre „Märsche“ verkamen mehr und mehr zu Folklore-Veranstaltungen, bei denen die Friedenstauben auf den blauen Fahnen allein als Dekoration dienten. Der Bedeutungsverlust der (Salon-)Linken tritt immer mehr zutage. Sie sollten in Zukunft zuhause bleiben!

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und Herausgeber der liberal-konservativen Webseite www.conservo.wordpress.com


Klarstellung des hl. Paulus: Sollen Christen ihre Glaubensgeschwister „bevorzugen“?

Von Felizitas Küble

Wir teilen durchaus nicht die weitverbreitete Auffassung, christliche Flüchtlinge dürften von deutscher Seite keineswegs bevorzugt werden  –  siehe hierzu typisch diese Meldung:

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/95302/umfrage-christliche-fluechtlinge-nicht-bevorzugen

Wenn dies von weltlich orientierten Personen so gesehen wird, erstaunt es wenig, obwohl man auch dort zur Kenntnis nehmen darf, daß Deutschland nach wie vor ein von christlicher Kultur geprägtes Land ist. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Zudem finden Christen gerade im Nahen Osten weitaus weniger einen Zufluchtsort in den direkten Nachbarländern als andere Minderheiten (muslimische Sondergruppen, Jesiden, Kurden etc).

Vergessen wir hierbei nicht das klare Pauluswort: „Tut Gutes gegenüber jedermann, besonders aber für des Glaubens Genossen!“ (Gal 6,10)

Außerdem werden die Christen ohnehin weltweit und besonders von der Politik vernachlässigt, so daß christlicherseits schon deshalb ihre „Bevorzugung“ absolut angesagt ist.

Man denke z.B. an den jahrzehntelangen Völkermord der radikal-islamischen Diktatur gegen Christen im Sudan, der zu keinerlei Eingreif-Aktionen des Westens führte.

Auch jetzt erfolgte erst eine Intervention der USA, als die Jesiden in Gefahr waren; dies wurde auch so begründet  –  siehe z.B. hier schon in der Titelzeile: http://www.welt.de/politik/ausland/article131000745/Obama-erwaegt-Luftschlaege-zum-Schutz-der-Jesiden.html

Die seit Jahren anhaltende Verfolgung der Christen im Irak, die sich in den letzten Monaten steigerte, störte das sogenannte „Weltgewissen“ hingegen kaum, geschweige führte dies zu einem Eingreifen des Westens.

Bild: IGFM-Plakat

 


Deutscher Oberst meldet sich kritisch zur aktuellen Kriegsdebatte zu Wort

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ veröffentlichte am heutigen Donnerstag, den 6.2.2014, einen nachdenkenswerten Leserbrief von  Dr. Thomas Will, einem deutschen Oberst im Generalstab, wohnhaft in ROM, den wir hier wegen seiner grundsätzlichen Aussagekraft in den wesentlichen Abschnitten wiedergeben:

Warum Krieg führen? Ich habe die größte Hochachtung vor den Leistungen Volker Rühes als Bundesminister der Verteidigung. Er hat unter schwierigen Umständen mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich Herausragendes geleistet. be2004_38_551

Umso mehr überrascht der emotionale Appell „Deutschland muss führen“ (F.A.Z. vom 21. Januar), dessen Logik schwer nachvollziehbar ist: Menschen sollen töten, in den Tod schicken und sterben, damit Deutschland führt?

Für welches  –  und damit wessen  –  Deutschland? Und wer soll warum wohin geführt werden? Ob wir demographisch in Europa oder wirtschaftlich in der Welt führen, hat mit den vier grundlegenden Fragen, ob ein Krieg moralisch legitim, rechtlich legal, politisch notwendig und militärisch durchführbar ist, nichts zu tun.

Sollen die Deutschen in den Krieg ziehen, weil sie so viele sind? Sollen sie Krieg finanzieren, weil sie so reich sind? Das kann nicht gemeint sein. Was jedoch ist gemeint?

Fragwürdiger Kampfeinsatz in Libyen

In Sachen Libyen wäre Deutschland unsolidarisch gewesen?  –  Alan Kuperman hat erst jüngst gezeigt, wie fragwürdig das humanitäre Narrativ war, wie brüchig das rechtliche Fundament, wie zweifelhaft der politische Zweck („A Model Humanitarian Intervention? Reassessing Nato’s Libya Campaign“, International Security Vol. 38, No. 1 [Summer 2013], Seiten 105–136).

Dass Nicolas Sarkozy Führungsstärke zeigte, als er auf das Ferngespräch mit einem Philosophen hin unilateral französische Kampfflugzeuge zum Angriff befahl, dass andere blass und unentschlossen wirkten und sich gekränkt fühlen sollten, war Tenor der veröffentlichten Meinung. Bei nüchterner Betrachtung könnte jedoch mittlerweile bekannt sein, dass der Krieg nicht wirklich ein Erfolg war.

Unwürdig, unmoralisch und uneuropäisch sei Deutschlands Politik? Um der Ehre und des Guten willen das eigene Leben einzusetzen, ist aller Anerkennung wert. Von anderen zu verlangen, das Leben um der Ehre willen einzusetzen, bedarf überzeugender Argumente. Die zu finden ist nicht leicht, wenn die eine Intervention zum nächsten Krieg führt und die westlichen Truppen aus Afghanistan wie aus dem Irak, im Felde unbesiegt, aus verlorenen Kriegen heimkehren.

Was ist würdig, moralisch und europäisch?

Wer definiert nach welchen Maßstäben und mit welchem Recht, was würdig, moralisch und europäisch ist?

Krieg ist ein Instrument der Politik. Das heißt nicht, dass man Soldaten  –  Menschen  –  instrumentalisieren könnte. Wir haben geschworen, treu zu dienen, aber Treue ist immer ein zweiseitiges Verhältnis, das auf gegenseitigem Respekt beruht.

Was Deutschlands Würde, Moral und Interessen sind und fordern, ist eine Debatte, die wir führen müssen. Je sachlicher und kenntnisreicher das geschieht, desto besser für uns alle.

DR. THOMAS WILL, Oberst i.G., ROM


Oberstarzt Dr. Reinhard Erös über die ungewisse Zukunft Afghanistans

Von Michael Leh

Der Afghanistan-Experte Dr. Reinhard Erös rechnet eher nicht mit einem Bürgerkrieg in Afghanistan nach dem Abzug von Nato-Truppen. Doch sei alles möglich – vom Bürgerkrieg oder einem kriminellen „Narko-Staat“, der sich über Drogenhandel und Korruption finanziere, bis zu einem halbwegs stabilen, stark islamisch geprägten föderalen Staatsgebilde. 

FOTO: Dr. Reinhard Erös im Münchner Presseclub Leh - Foto Dr.Erös im Münchner Presseclub

Die Kampfhandlungen würden in jedem Falle weitergehen, erklärte Erös in  einem Vortrag in der Berliner Humboldt-Universität. Auch blieben die Amerikaner weiter präsent. Es werde stets nur vom Rückzug von „Kampftruppen“ gesprochen. Dazu rechneten die Militärs jedoch zum Beispiel weder Drohnen, Jagdbomber, Kampfhubschrauber oder Artillerie.

Oberstarzt a.D. Reinhard Erös ist einer der besten deutschen Afghanistan-Kenner. Bereits in den 80-iger Jahren hatte er als beurlaubter Bundeswehrarzt den afghanischen Mudschaheddin im Kampf gegen die sowjetischen Besatzer beigestanden.

Erklärungen zum Afghanistan-Abzug gleichen jenen der Sowjets 1989

Was die Bundesregierung jetzt zum Abzug der Bundeswehr verkünde, sagte Erös, erinnere ihn an die Parolen der Russen bei ihrem Abzug vom Hindukusch im Jahr 1989:

„Wir haben unsere sozialistische Bruderpflicht erfüllt und verlassen heute stolz ein stabiles Afghanistan mit einer von uns gut ausgebildeten Armee, die imstande ist, die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.“

Die Realität sei anders gewesen, der Krieg unvermindert weitergegangen, nach ein paar Jahren hätten die Taliban die Macht übernommen.

Schon vor Jahren hatte Erös die Art des amerikanischen Militäreinsatzes in Afghanistan kritisiert: „Die Präsenz amerikanischer Truppen ist massiv kontraproduktiv. Sie ist nicht ein Teil des Problems, sie ist das Problem“, hatte er schon 2009 im Münchner Presseclub erklärt.

Foto Leh - Erös-Augstein-UlrichFOTO: Dr. Erös (links) in Berlin bei einem Streitgespräch mit Jakob Augstein (Mitte) und dem stellv. Chefredakteur der „Zeit“, Bernd Ulrich. Der frühere Fallschirmjägeroffizier Erös hielt Ulrich vor, früher selbst den Wehrdienst verweigert zu haben, während er nun bequem im Sessel sitzend Bücher schreibt wie „Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss“.

Dabei hatte er besonders auf die hohe Zahl unschuldiger ziviler Opfer bei amerikanischen Militäraktionen gegen (nicht selten nur vermeintliche) Taliban verwiesen. Von ihrem Selbstverständnis her seien amerikanische Kampftruppen keine „Nation builder“, sondern „Warriors“. Für darüber hinausgehende Aufgaben seien sie nicht ausgebildet.

In seinem 2008 erschienenen Buch „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen“ hatte Erös eine Begebenheit geschildert, die einem heute noch den Atem verschlägt:

Wenige Tage nach dem Terroranschlag vom  9. September 2011 in New York hatte ihn, so Erös, sein alter Freund Commander Zamon – ein Mudschaheddin-Kommandant – unter konspirativen Umständen in Bayern angerufen.

Afghanen wollten Osama bin Laden ausliefern

Zamon habe angeboten, Osama bin Laden, dessen Versteck in den afghanischen Höhlen von Tora Bora man kenne, festzunehmen und an die Deutschen auszuliefern. Und zwar nur an die Deutschen, denn zu den Amerikanern habe man kein Vertrauen mehr.

Diese hätten den Araber Osama bin Laden in den achtziger Jahren unterstützt und 1994 „im Bunde mit ihren wahhabitischen pakistanischen und arabischen Freunden die Taliban in unser Land gebracht“, wird Zamon von Erös zitiert. 

Zamon habe mit der Auslieferung bin Ladens die bereits drohenden amerikanischen Bombardements verhindern wollen. Erös sollte einen Kontakt zur Bundesregierung herstellen, was er seinen Angaben zufolge auch über einen Mittelsmann tat. Im Ergebnis habe die Bundesregierung jedoch gekniffen. Osama bin Laden in deutschen Händen – das sei für die Bundesregierung „too heavy“, zu brisant gewesen.

Am 5. Dezember 2001 begann das schwere Bombardement der Amerikaner. Wie Erös schreibt, erklärte ihm dazu ein alter Afghane:

„Was seid ihr Ausländer doch für Dummköpfe! Ihr wollt einen einzigen Mann in die Hände bekommen. Und dafür bombardiert ihr seid Tagen unsere Dörfer. Wie töricht! Hier in Afghanistan gibt es ein altes Sprichwort: Wenn du eine Maus fangen willst, dann nimm eine Katze und keine Reiterherde!“

Osama bin Laden entkam bekanntlich nach Pakistan, wo ihn 2011 Soldaten eines kleinen US-Kommandos erschossen.

Afghanen sind keine Bedrohung für Deutschland

Dr. Erös gründete die „Kinderhilfe Afghanistan“, nahm 2002 vorzeitig seinen Abschied aus der Bundeswehr und ging nach der Beseitigung des Taliban-Regimes mit seiner Familie in das Land am Hindukusch, wo er 29 Schulen für tausende Kinder baute. Dabei verzichtete er auf jeden militärischen Schutz, da die Präsenz ausländischen Militärs nur Gewalt anzöge.

Seine Vorhaben in Afghanistan bespricht er auf Paschtunisch mit den Afghanen. Da er ihr Vertrauen genießt, hat es noch nie einen Anschlag auf seine Schulen gegeben. Den Spruch des früheren Verteidigungsministers Peter Struck, Deutschland werde auch am Hindukusch verteidigt, nennt Erös „Humbug“.  Deutschland sei noch nie von Afghanen bedroht gewesen.

Übrigens hatten weder Struck noch der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder oder Ex-Außenminister Joschka Fischer selbst Wehrdienst geleistet; Fischer antwortet bis heute nicht einmal auf die Frage, ob er Zivildienst geleistet hat, er nennt dies eine „Privatsache“.

Dramatisch gestiegene Kriminalität

Reinhard Erös hebt hervor, im Unterschied zum radikalen saudiarabischen Wahhabismus und den Salafisten sei der traditionelle afghanische Volksislam „nie expansiv und nie missionarisch, sondern  unpolitisch und tolerant“. Afghanistan sei heute vor allem durch die dramatisch gestiegene  Gewaltkriminalität unsicherer denn je.

Die Bundeswehr bezeichnete Erös in seinem Vortrag an der Humboldt-Universität als Hilfstruppe der Amerikaner „wie die Auxiliartruppen der Römer“.

Auf die Frage, welchen Sinn es habe, wie von der Bundesregierung geplant auch über 2014 hinaus noch 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in dem Land zu belassen, erklärte Dr. Erös, militärisch sei die Anwesenheit der Bundeswehr bedeutungslos. Sie sei völlig auf die Amerikaner angewiesen, da sie nicht einmal über Rettungshubschrauber zur Bergung von Verwundeten verfüge.

Text und Fotos: Michael Leh (Journalist aus Berlin)

HINWEIS auf eine ARD-Sendung am 15. November über die von Dr. Erös gegründete Afghanistan-Kinderhilfe: http://www.ardmediathek.de/mdr-fernsehen/mdr-um-elf/was-wird-aus-afghanistan-nach-dem-truppenabzug?documentId=18125892


Israelische Soldaten sind widerstandsfähig gegen seelische Störungen (PTBS)

Studien-Ergebnisse im Vergleich mit Soldaten anderer Länder

Soldaten erleben bei ihren Einsätzen Tod und Zerstörung hautnah. Explosionen, Gefechte, Verletzte. Dazu die andauernde Angst vor Anschlägen. Davon bleibt die Seele nicht unberührt. Viele Soldaten weltweit leiden unter ihren Erlebnissen. IMG_1016

Häufige Folge sind posttraumatische Belastungsstörung (kurz PTBS). Eine PTBS äußert sich vielseitig, beispielsweise als Depression, Herzrasen, Schweißausbrüche, Aggressivität oder Schlafstörungen. Nun hat eine Untersuchung ergeben, dass israelische Soldaten weit weniger mit dieser Störung zu kämpfen haben als Soldaten in anderen Ländern.

Seit der Gründung der israelischen Armee nehmen deren Soldaten immer wieder an Kampfeinsätzen teil. Umso erstaunlicher ist es, dass israelischen Soldaten im Vergleich mit allen anderen Militärs weltweit am wenigsten unter PTBS leiden. Das hat eine Untersuchung des Gesundheitsdienstes der israelischen Verteidigungskräfte ergeben.

Laut dieser Studie wurden nach dem Libanonkrieg 2006 bei 1,5 Prozent der israelischen Soldaten und Reservisten eine PTBS diagnostiziert. 2,9 Prozent der Soldaten, die an dem Krieg teilnahmen, baten anschließend um psychologische Hilfe.

Die Studie zeigt, dass bei anderen Streitkräften die Zahlen der PTBS-Diagnosen weitaus höher sind. Sie variieren von zwei bis 17 Prozent derjenigen, die aktiv am Kampf teilgenommen haben. Eine aktuelle Studie des Gesundheitsdienstes der US-Army zeigt auf, dass etwa acht Prozent der US-Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan dienten, an der posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/26180/Default.aspx?hp=more_news