Heidnischer Pergamon-Altar in Berlin wird im 3-D-Modell und mit Gedichten gewürdigt

Die Bibel bezeichnet ihn als „Thron Satans“

Wie der „Berliner Kurier“ online berichtet, kann man sich den Pergamon-Altar nun gleichsam „nach Hause holen“ – genauer: im eigenen Computer, Tablet oder Smartphone im 3-D-Modell besichtigen. Somit trägt man den „Thron Satans“ – so bezeichnet ihn das NT – sozusagen dreidimensional in der Tasche. 038_35

Eine Reise ins Pergamon-Museum nach Berlin erübrigt sich gleichsam. Zudem ist das Museum ohnehin schon seit zwei Jahren und noch bis voraussichtlich 2019 geschlossen –  und zwar wegen Reparaturarbeiten, wie es heißt. Warum diese Sanierung sage und schreibe fünf Jahre dauert, sei dahingestellt. 

Hermann Parzinger   –  er ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz  – hat zudem weitere große Pläne, wie der „Berliner Kurier“ berichtet, denn mit dem aufwendig und teuer ausgetüftelten 3-D-Modell „könnten originalgetreue Replikate des Altars hergestellt werden, die dann in anderen Museen ausgestellt werden“.
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Bereits im Jahre 2012 hat die „Schaubühne Berlin“ in Zusammenarbeit mit dem Pergamon-Museum sogenannte „Pergamon-Poems“ in Wort, Bild und Video-Clips (per CD und online) verbreitet. Hier kann man sich diese schaurig wirkende Lyrik online „antun“: https://www.youtube.com/watch?v=ZUULgjHEP4k
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So wird dieser heidnische Kultgegenstand durch moderne Poesie gewürdigt, wofür der Dichter Gerhard Falkner die passenden Verse fürs High-Tech-Zeitalter liefert, zB: „Wie viel Gigabyte hat dieser Fries, welch / gigantisches Archiv birgt dieser Stein?“    Bsp-7
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Das Schlachtengetümmel auf dem Fries, das unentwegte brutale Hauen und Stechen, herumfliegende Körperteile aus Marmor etc.  –  auch dies scheint faszinierend zu wirken, erst recht, wenn „Göttinnen“ dabei keine Gnade kennen:
Auch Artemis ist von dieser siegreichen Sorte:Ein Knie, das sich vollendet fortsetzt in der Wade – alles wie gemeißelt – die Sandale, mit der sie ihren Fuß auf einen überwundenen Gegner setzt ihn niedertritt…“  –  Oder:  „Die Göttinnen packen die Helden / bei den Haaren und reißen sie wie Bäume / aus dem Boden. (…) Im Marmor herrscht Alarm.“  
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Bei uns herrscht ebenfalls „Alarm“, denn wir fragen uns einiges, zB. Folgendes:
  1. Seit über 100 Jahren befinden sich in Berlin zahlreiche Bestandteile des heidnischen Pergamon-Altars, der ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Türkei (der Stadt Bergama) stammt und von einem Archäologenteam hierhertransportiert wurde. Wie paßt dieser befremdliche Vorgang zur „christlich-abendländischen Kultur“? Kann etwa der Aspekt „antike Kunst“ dies allein rechtfertigen? Gibt es beim Thema „Kunst“ keine Grenzen, die von Kultur, christlicher Haltung und Humanität gezogen werden?  image
  2. Bis Mitte der 30er Jahre wurde der Pergamon-Altar Stück für Stück aufgebaut und  – soweit möglich –  vollendet. Der deutsche Archäologe Wilhelm von Massow regelte und überwachte diese Tätigkeiten bis 1935. Hitler fühlte sich diesem heidnischen Kultobjekt verständlicherweise sehr verbunden. Für die Nürnberger Reichsparteitage ließ er sogar einen monumentalen Bau nach dem Vorbild des Pergamon-Altars auf dem Zeppelinfeld errichten. Aber auch die kommunistische Seite (gottlos bzw. antigöttlich die Braunen wie die Roten) entdeckte ihre Faszination für dieses Kultobjekt. Stalin ließ einen Gips-Abdruck anfertigen, danach kam das Original zurück nach (Ost-)Berlin. Die SED-Diktatur stellte das Objekt wieder ins Pergamon-Museum, unweit vom protestantischen Berliner Dom und dem Bundeskanzleramt. Interessanterweise fiel der von Hitler und Stalin so geschätzte Pergamon-Altar keiner politischen „Säuberung“ anheim. Es kann keine Rede davon sein, daß man das Heiden-Monstrum etwa nicht loswerden könnte  –  der Bürgermeister im türkischen Bergama hätte es liebend gerne zurück, stattdessen wird der „Thron Satans“ hierzulande staatlich gehegt und gepflegt, als sei es ein erhabener deutscher Kronschatz oder dergl.
  3. Aber nicht nur das – jetzt wird (nach der Lyrik-Welle für Pergamon) sogar noch groß Reklame für Online-Ansichten betrieben und Replikate für andere Museen in Aussicht gestellt. Wo bleibt hier eigentlich der (über)fällige Protest von Kirchenvertretern?!polskaweb

Zurück zur Heiligen Schrift  – genauer: Der Apokalypse bzw. Johannes-Offenbarung. Dort heißt es im Sendschreiben an die Gemeinde von Pergamus (Offb 2,12 ff.):

„Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: dort, wo der Thron des Satans ist, und daß du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in denen Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.“

Einige Infos zu dem heidnischen Monumentalbau selbst: Er wurde im 2. Jahrhundert vor Christus in der Königsstadt Pergamon in 36 x 34 m Größe auf einem Berg unweit eines Athene-Tempels erbaut und dem griechischen Göttervater Zeus geweiht. Was man dort sieht (vor allem die Darstellungen an den Seitenwänden, dem sog. Fries), wirkt aber alles andere als weihevoll: DSC_1185-3

Vielmehr handelt es sich um endloses Kriegsgetümmel, grausame Darstellungen im Großformat, welche den Krieg zwischen Göttern des Olymp und den Giganten zeigen, wobei die Giganten besiegt werden. Giganten sind menschenähnliche, sterbliche Wesen, jedoch von gewaltiger Größe und Kraft, teils mit tierähnlichen Attributen, so werden sie bisweilen mit schlangenartigen oder fischähnlichen Beinen dargestellt. Als ihre Mutter wurde die Erdgöttin Gaia angesehen.  –  Dabei standen die „Giganten“ wahrscheinlich stellvertretend für die Kelten, mit denen die Königsstadt im Krieg stand – und die Götter aus dem Olymp traten als Schutzmacht von Pergamon auf.

Die heidnische Mythologie war voll von derartigen Göttergeschichten und blutrünstigen Sagengestalten. Vermutlich fanden auf dem Pergamon-Altar (wie anderswo in der griechischen Antike) kultische Menschenopfer statt, betroffen waren dann vor allem Kriegsgefangene  –   angesichts der dargestellten Kampfszenen am Marmorfries ist dies sehr wahrscheinlich. Auch Christen wurden in dieser kleinasiatischen Königsstadt verfolgt und hingerichtet (vgl. Offb. 2,14), ob kultisch oder nicht, sei dahingestellt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Info-HINWEIS: Eine Überwachungskamera des Pergamon-Museums filmte jahrelang die Wohnung von Kanzlerin Merkel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sicherheitspanne-wachleute-filmten-heimlich-merkels-wohnzimmer-a-408015.html


Christus: „Viele werden euch unter meinem Namen irreführen; glaubt ihnen nicht!“

Heutige liturgische Evangelien-Lesung der kath. Kirche: Lk 21,5-11:

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus:  Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Duccio

Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt?

ER antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: „Ich bin es!“  –  und: „Die Zeit ist da.“ – Lauft ihnen nicht nach!

Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.

Dann sagte ER zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 


Israels Botschafter Ron Prosor vor der UNO: Die Welt ruht auf drei Säulen: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor (siehe Foto), hat am vorigen Mittwoch im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der offenen Debatte zum Nahen Osten gesprochen und sagte dabei:

„Die jüdische Tradition lehrt, dass die Welt auf drei Säulen ruht: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden. Ich würde heute gern über die drei Säulen sprechen, auf denen ein echter und dauerhafter Frieden in unserer Region stehen muss. […]

Die erste Säule: Frieden muss auf einer Basis der Erziehung zur Toleranz und Koexistenz gebaut werden. […]

Es braucht keinen Stadtplaner, um zu verstehen, dass Palästinenser nicht über die nötigen Vorlagen dafür verfügen, eine friedliche Nachbarschaft aufzubauen. Von der Wiege bis zum Kindergarten, von den Sommerlagern bis in die Fußballstadien erfüllen Botschaften der Intoleranz die palästinensische Gesellschaft. […]

Wie können wir erwarten, dass Kinder im Gazastreifen Toleranz lernen, wenn ihre eigenen Führer sie Tag für Tag unterdrücken?

Die Hamas knechtet  das eigene Volk

Die Hamas hat die Koedukation abgeschafft, Frauen verhaftet, weil sie Fahrrad fahren und ihnen verboten, ohne Kopftuch in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Anfang des Monats hat die Polizei der Hamas Dutzende junger Männer von der Straße geholt und sie brutal geschlagen, weil sie die angebliche „Straftat“ begangen hatten, zu enge Hosen zu tragen. […]

Die zweite Säule: Frieden muss auf der klaren Anerkennung dessen aufgebaut werden, dass Israel der Nationalstaat des jüdischen Volkes ist. […]

Israel ist der Zweistaatenlösung verpflichtet. 1947 haben wir bereitwillig den Plan der UN akzeptiert, zwei Staaten in der Region zu schaffen, einen arabischen und einen jüdischen. Gleichzeitig haben die arabischen Führer die Existenz eines jüdischen Staates abgelehnt. 65 Jahre später haben Sie immer noch nicht gehört, dass die palästinensischen Führer von zwei Staaten für zwei Völker sprechen. […]

Während Präsident Abbas über den Frieden spricht, umarmt er weiter öffentlich die Hamas. Erst kürzlich hat Abbas wieder seine Anstrengungen erneuert, einen Pakt der Einheit mit der Hamas zu schließen, einer Terrororganisation, die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat.

In einem Interview mit dem russischen Sender RT ging Abbas vergangenen Monat so weit, zu sagen: ‚Ich sehe keinen großen Unterschied“ zwischen der Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde und der der Hamas. […]

Die dritte Säule: Frieden muss auf Sicherheit aufgebaut werden.

Raketenangriffe aus Gaza, obwohl es dort keine israelischen Siedlungen gibt

Auch in diesen Tagen werden die Städte und Gemeinden Südisraels vom Gazastreifen aus beschossen. Dies geschieht, obwohl es seit 2005 nicht eine einzige israelische Siedlung im Gazastreifen gibt. […] Die Lage im Gazastreifen ist für uns eine Lehre in Bezug auf jede zukünftige Vereinbarung zum Westjordanland. […]

Das iranische Atomprogramm entwickelt sich weiter mit der Geschwindigkeit eines Schnellzuges. Die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, es aufzuhalten, bewegen sich dagegen mit der Geschwindigkeit eines Regionalzuges, der an jedem Bahnhof anhält, um einige Nationen ein- oder aussteigen zu lassen. […]

Seit der Geburt Israels vor 65 Jahren wurden wir gezwungen, sechs Kriege in sechs Jahrzehnten zu führen, um unsere Existenz zu verteidigen. Wir wissen, dass Frieden seinen Preis hat. Wir wollen Frieden, doch nicht um jeden Preis. Wir werden die Bedrohungen, die uns umgeben, nicht ignorieren. […]

Die Architektur des Friedens war niemals deutlicher. Da wir im Nahen Osten vor historischen Herausforderungen stehen, war es niemals wichtiger, die Säulen der Toleranz, der gegenseitigen Anerkennung und der Sicherheit zu stärken.

Dies sind die Vorlagen, denen Israelis und Palästinenser und auch alle anderen im Nahen Osten folgen müssen, wenn wir in Frieden, Sicherheit und Wohlstand leben wollen.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin / Israel. Vertretung bei der UNO