Keine EU-gesteuerten, rechtswidrigen Anti-Corona-Programme zu Lasten Deutschlands

Die EU plant offenbar mit Unterstützung der Bundesregierung eigene Corona-Krisenprogramme. Der ESM soll demnach einzelnen Mitgliedsstaaten Kreditlinien einräumen (ECCL-Programm, 100 bis 200 Milliarden Euro); die Europäische Investitionsbank soll einen Garantiefonds für Unternehmenskredite auflegen (circa 200 Milliarden Euro); und die Kommission will ein Kreditprogramm zur Finanzierung der Kurzarbeit auflegen (bis zu 100 Milliarden Euro).

Zudem hat die EZB riesige Anleihekäufe angekündigt (750 Milliarden Euro oder mehr).

Der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Boehringer, erklärt dazu:

Eine EU-gesteuerte Corona-Hilfe ist der völlig falsche Weg. Brüssel nutzt hier die wirtschaftliche Notlage unbillig und u.E. illegal aus, um im Zuge der Corona-Krise über den Hebel ‚Geld‘, was natürlich vor allem deutsches Geld beziehungsweise Garantien auf Basis deutscher Bonität bedeutet, eine weitere Machtverschiebung von den Nationalstaaten hin zu sich selbst zu erreichen.

Es handelt sich bei der Corona-Epidemie und den politisch veranlassten Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung um einen symmetrischen Schock. Alle Länder sind in sehr ähnlichem Maße betroffen. Daher gibt es keinen Grund, einen EU-weiten Lastenausgleich vorzunehmen.

Erneut werden die wichtigsten Vorgaben des AEUV-Vertrags („EU-Verfassung“) einfach gebrochen: Verbot der Gemeinschaftshaftung der Staaten (Art 125 AEUV) sowie Verbot der Staatsfinanzierung durch die Notenbank (Art 123 AEUV), wobei noch hinzukommt, dass die Verwendung der Gelder absehbar asymmetrisch zu Lasten Deutschlands und zu Gunsten der Euro-Südländer erfolgen wird.

Zudem ist es aktuelle Rechtslage in Deutschland, dass die EZB-Anleihekäufe nicht einmal verfassungskonform sind.

Die EU nutzt die Corona-Krise, um den ersten Schritt in die EU-weite Arbeitslosenversicherung zu gehen. Dies ausgerechnet in Zeiten der nationalen Not auch in Deutschland, in der die Rücklage der deutschen Bundesagentur für Arbeit (25 Milliarden Euro) schon nach vier Wochen der Corona-Krise fast aufgebraucht ist. Dringend erforderliche Zuschüsse des Bundes für die bald leere Kasse der Bundesagentur stehen somit in direkter Konkurrenz zu Geld für die EU-Arbeitslosen!

Die AfD-Fraktion spricht sich in dieser Konfliktsituation ganz klar für die Rettung der deutschen Arbeitnehmer bzw. Unternehmen aus, die ohne diese Kurzarbeits-Unterstützung schon in wenigen Wochen zehntausendfach Insolvenz beantragen bzw. Massenentlassungen vornehmen müssten.

Die Stunde der Not war und ist immer die Stunde der Nationalstaaten. Während das Hilfspaket der Bundesregierung von Ende März wenigstens teilweise noch direkt deutschen Unternehmen und Menschen zugutekam, wird dies absehbar bei den EU-/EZB-Maßnahmen nicht mehr der Fall sein.


Christen in den USA rufen zum Gebet auf, damit der Shut-Down zu Ostern beendet wird

Von Dr. med. Edith Breburda

Der amerikanische Präsident Donald Trump redet vom Licht am Ende des Tunnels: “Wir sind bald am Ende dieser historischen Schlacht gegen den unsichtbaren Coronavirus-Feind”, erklärte er am Dienstag, dem 24. März, im Weissen Haus, während sein Kongress daran arbeitet, ein Stimulus-Paket zu verabschieden.

Der größte Wunsch des Präsidenten ist es, die USA an Ostern wieder für das Arbeitsleben und die Geschäftswelt zu öffnen.

„Wie ich bereits heute früh erwähnte, hoffe ich, dass wir dies bis Ostern tun können“, sagte Trump im Besprechungsraum des Weißen Hauses. Er bezog sich auf seine Kommentare in einem virtuellen Town Hall Meeting des Senders Fox News, wonach Beamte die Beschränkungen für soziale Distanzierung bald lockern könnten:

„Ich denke, das würde eine großartige Sache für unser Land sein. Wir arbeiten alle sehr hart daran, dies zu verwirklichen… Ostern ist aus vielen Gründen ein ganz besonderer Tag.“ (1)

Selbstmorde, Hunger, Arbeitslosigkeit, Depressionen, ein bereits jetzt schon steigender Anstieg von Alkoholismus und Drogenkonsum werden mit einem langanhaltenden Shut-Down (Herunterfahren des öffentlichen Lebens) assoziiert  – wo doch gerade der LSD-Konsum, der in vielen US-Staaten erlaubt ist, die Lungen angreift und somit eine Coronavirusinfektion begünstigt.

„Die Leute wollen arbeiten“, postulieren Politiker  – auch deshalb, weil eine Arbeitsstelle in den USA mit einer Krankenversicherung verbunden ist.

Während der Präsident versuchte, den Amerikanern so schnell wie möglich mit einem Stimulus-Paket zu helfen, beobachtete man eine immer noch vorhandene „Impeachment-Mentality“ gegen Trump, die Nancy Pelosi und andere Demokraten-Politiker vertreten, wenn sie z.B. versuchen, alle möglichen Ziele wie z.B. Taxcuts für Solaranlagen, ihren Green-Deal und am besten noch Obamacare  in dieses Bill (Gesetz) zu integrieren, obwohl dies nichts mit einem Stimulus gegen die Coronakrise zu tun hat.

Trump geht es um Amerikaner, die unverschuldet ihre Stellen und ihr Geschäft verlieren, die nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen oder Essen auf den Tisch bekommen. Denn in den USA gibt es kaum eine Arbeitslosenversicherung, die  – wenn überhaupt  –  lange vorher beantragt werden muss.

Die oft selbsternannten Experten müssen hingegen keinem wirklich Rechenschaft abgeben – außer evtl. den Medien, die sie bezahlen; sie leiden nicht darunter, wenn die Demokraten-Partei dringend nötige Zahlungen  – welche die Wirtschaft aufrechterhalten würde – fast schon bewusst hinauszögert; ihre Rente und ihre Zukunft sind nicht in Gefahr.

Gute Führungskräfte können sich hingegen den Luxus einer eindimensionalen Sichtweise nicht leisten:

So erklärte sogar der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo (siehe Foto) von New York diese Woche: „Die öffentliche Gesundheit ist zwar von wesentlicher Bedeutung, aber wir müssen anfangen, nach Wegen zu suchen, unsere Wirtschaft wieder anzukurbeln, Man kann sie nicht für immer lahmlegen.“

Im gleichen Atemzug dankte Gov. Cuomo und sein Team dem Präsidenten für sein hervorragendes Management in dieser Zeit der Krise.

„Kein Land der Erde war besser auf diese Pandemie vorbereitet als wir, weil wir eine starke Wirtschaft hatten. Wir werden diesen Virus gemeinsam besiegen. Und dann werden wir am Ende bald wieder dort sein, wo wir aufgehört haben“, sagte Trump am 25. März 2020.

„Amerikaner zeigen jeden Tag ihre Entschlossenheit und Einheit, die unsere Nation definieren. Die selbstlosen Handlungen unserer bemerkenswerten Bürger weisen auf die ausdauernde Stärk unsere große Nation hin. Unser Geist kann niemals gebrochen werden“, betonte der Präsident (2).

Dass solch eine vorwärtsweisende, selbstbewußte Haltung vielfach Kritik heraufbeschwört, verwundert wenig.

Natürlich wird nicht automatisch in der Osternacht alles zum Normalzustand zurückkehren. Aber als Zielpunkt kann man graduell darauf hinarbeiten.

Ostern hat allein schon religiös und kulturell einen stark symbolischen Charakter.  Und sollten wir nicht lieber den Präsidenten im Gebet unterstützen, damit wir sein gestecktes Ziel erreichen?

Kürzlich las man, dass in Arizona ein älteres Ehepaar vor lauter Hysterie sogar Chloroquine-Phosphate  –  ein Aquarium-Desinfektionsmittel  –  schluckte, das Algen und Bakterien im Fischbecken abtötet.

Die Ehefrau erklärte einem Journalisten, dass sie sich erinnerte, eine Substanz namens Chloroquine für ihre Koifische zu benutzen, um das Aquarium zu säubern, nachdem der Präsident verlautetbart hatte, es käme als potentielle Therapie für Coronavirus-Kranke in Frage. Das Ehepaar mixte sich eine kleine Menge mit etwas Flüssigkeit und trank das Reinigungsmittel. „Wir hatten solche Angst, mit dem Virus infiziert zu werden‘, sagte die Frau.

20 Minuten später fühlten sich die beiden schlecht, erbrachen und hatten Schwierigkeiten zu atmen. Kurz nachdem beide ins Banner-Krankenhaus in Phoenix eingeliefert wurden, starb der Mann. Seine Frau ist in einem kritischen Zustand.

Die Presse behandelt den Fall so, als sei der Präsident schuld an dem Tod des Mannes. Man hatte vollkommen übersehen, dass das Anti-Malariamittel Hydroxychloroquine nur von Ärzten an Kranke verschrieben werden darf, die die Erlaubnis haben, es umzuwidmen.

Das vielversprechende Medikament ist Bestandteil eines klinischen Testes, erklärte FDA-Mitarbeiter Stephen Hahn. (3)

Sülap Tansan beschrieb in seiner Studie „A Possible role for single dose Hydroxychloroquine for prevention of lethal Coronavirus infection“, dass sich bereits eine einzige Tablette des „Malaria-Mittels“ in hohen Konzentrationen in der Lunge anreichert. Damit wird das Eindringen des Coronavirus und ein dadurch entstehender Lungenschaden verhindert. Die Halbwertzeit des Medikamentes in einer Dosis von 200 mg liegt bei 22 Tagen.

Sülap ist der Meinung, Hydroxychloroquine sei auch zur Vorbeugung einzunehmen. Es würde eine evtl. tödliche verlaufende Krankheit ein eine leichte obere Atemwegsinfektion verwandeln.

„Wir glauben nicht an ein allmächtiges Virus, sondern an einen allmächtigen Gott“, betonte neulich ein bekannter Moraltheologe. Deshalb rufen Christen auf, dafür zu beten, dass das Osterfest im wahrsten Sinne des Wortes die Welt wiedererweckt.

Quellen:
1) Gregg Re: Trump says there’s light at the end oft the tunnel as White House pitches $6T coronavirus stimulus package. Fox News, 24.3. 2020
2) https://www.whitehouse.gov/
3) Tamar Lapin: Man dies after self-medication with chloroquine phosphate do treat coronavirus. March 23, 2020

Unsere Verfasserin Dr. med. Edith Breburda ist Buchautorin, Bioethik-Expertin, Immunologin und Veterinär-Medizinerin; sie lebt in den USA (Bundesstaat Phoenix); von ihr stammen die ersten drei Fotos hier.

Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/


PREDIGT: Unser Glaube in Kirche und Welt angesichts der Coronavirus-Krise

Wir veröffentlichen im vollen Wortlaut die aktuelle Sonntags-Predigt des Rektors der Gebetsstätte Marienfried, Pfr. Georg Alois Oblinger (siehe Foto), mit seiner freundlichen Genehmigung:
 
Sicherlich geht es Ihnen genauso wie mir: Wann auch immer ich das Radio einschalte – Fernseher habe ich keinen – höre ich nur ein Thema, das Corona-Virus. Die Ereignisse überschlagen sich. Inzwischen spricht man von einer Pandemie und jeden Tag gibt es neue Weisungen. Flüge werden gestrichen.

Manche Länder machen die Grenzen dicht. Schulen und Kitas werden geschlossen. Besuche im Krankenhaus oder Altersheim werden eingeschränkt. In einigen Ländern mussten schon Geschäfte und Restaurants schließen.

Auch die Kirche reagiert. Zahlreiche Schutzbestimmungen für die Gottesdienste wurden erlassen, sofern überhaupt noch Gottesdienste öffentlich gefeiert werden dürfen. Wer hätte noch vor wenigen Wochen ein solches Szenario überhaupt für möglich gehalten? Wir sind alle geschockt.

In unserer Gesellschaft verbreitet sich die Angst noch schneller als das Corona-Virus. Dem müssen wir als Christen widerstehen. Wir dürfen nicht in Angst und Panik verfallen. Dies ist auch mit unserem Glauben nicht vereinbar. An unserer Kirche steht der Ausspruch, mit dem Johannes Paul II. sein Pontifikat begonnen hat: „Don´t be afraid.“ – Habt keine Angst! Der Christ weiß, dass Gott alles in seinen Händen hält. Er braucht nichts zu fürchten. Bemühen wir uns, aus dem Glauben heraus, eine innere Gelassenheit zu bewahren und geben wir uns vertrauensvoll in Gottes Hände!

Aber natürlich darf man die Situation auch nicht verharmlosen. Wenn argumentiert wird, durch die Mitfeier der heiligen Messe, durch den Empfang der heiligen Kommunion, durch den Gebrauch des Weihwassers, könne das Virus nicht übertragen werden, scheint mir dies, reichlich naiv. Die Kirche lehrt, dass sich bei der heiligen Wandlung das Wesen von Brot und Wein ändert, nicht jedoch die Akzidenzien, also Geruch, Geschmack und alle anderen Eigenschaften. Auch hier ist also Ansteckung möglich. Die Petrusbruderschaft in Stuttgart, die ganz gewiss nicht im Ruf steht, modernistisch zu sein, teilt schon seit zwei Wochen in der heiligen Messe keine heilige Kommunion aus.

Das Befolgen kirchlicher und weltlicher Vorgaben geschieht aus Verantwortung und dient dem Schutz der Schwachen in unserer Gesellschaft. Beherigen wir in dieser Zeit den berühmten Ausspruch des heiligen Ignatius von Loyola. „Tut so viel, als wenn alles von Eurem Tun abhinge. Glaubt und betet so viel, als ob alles von Gott abhinge.“

Tatsache ist doch: Gott hat diese Pandemie zugelassen und möchte uns damit auch etwas sagen. Wie oft habe ich es in den vergangenen Jahren gehört: „Als es den Menschen schlecht ging, wurde gebetet. Vielleicht müssten nur wieder schlechte Zeiten kommen, dann würden die Menschen auch wieder mehr beten.“

Zumindest kann eine solche Krise die Menschen aufrütteln. Wir sehen, wie wenig wir die Dinge die Hände halten und dass man sich auch auf unser Gesundheitssystem im Letzten nicht verlassen kann. Ich habe mich gefragt: Wo liegt positiv die Botschaft Gottes an uns im Ausbruch dieses Virus?

Nach der sexuellen Revolution kam Anfang der achtziger Jahre das HI-Virus. Wir wurden gezwungen, unser sexuelles Verhalten zu überdenken. Jetzt in der Zeit des Massentourismus, ist das Corona-Virus ausgebrochen, das zunächst durch Reisen in ferne Länder übertragen wurde. Wir sollten einmal unser Reiseverhalten kritisch hinterfragen. Das hat ja auch eine religiöse Dimension: Halten wir es mit uns selbst nicht mehr aus? Laufen wir vor uns selbst davon?

Jetzt sind vor allem Massenveranstaltungen untersagt, da dort große Ansteckungsgefahr besteht. Große Veranstaltungen, sogenannte Events stehen heute hoch in Kurs. Sie sind nicht zuletzt Ausdruck unserer Spaß- und Feierkultur. Auch die gilt es einmal kritisch zu hinterfragen: Überspielen wir oftmals den Ernst unseres Erdendaseins und flüchten in oberflächliche Feiern?

BILD: Buch von Rektor Oblinger über prominente Konvertiten: „Gesucht – gefunden“ (Fe-Verlag)

Heute ist im Sonntagsevangelium die Rede vom Durst des Menschen. Es gibt den Durst nach Wasser, aber auch den Durst nach Tieferem: nach Verständnis, nach Liebe, nach einem Sinn im Leben. Wonach dürsten wir? Nach Abwechslung? Nach Gemeinschaft? Nach Freude? All diesen Durst kann diese Welt nur bruchstückhaft stillen. Jesus verspricht das lebendige Wasser, das den letzten Durst stillt, so dass man niemals mehr durstig sein wird.

Schmerzhaft ist es für viele Gläubige aber auch, wenn in diesen Wochen Gottesdienste reglementiert oder gar ganz gestrichen werden. In vielen Gegenden ist dies bereits der Fall und sehr schnell kann es auch bei uns so weit sein. Dann wird uns vielleicht neu bewusst, dass die häufige Messfeier, wie wir sie gewohnt sind, keine Selbstverständlichkeit ist.

Vielleicht lernen wir die heilige Messe neu schätzen. Wenn Priester die heilige Messe nicht mehr mit dem Volk, sondern nur mehr für das Volk feiern dürfen, erkennen wir auch, dass die heilige Messe in sich einen Wert hat, der nicht von der Zahl der Mitfeiernden abhängig ist. All dies könnte eine positive Folge dieser Krise sein.

Und schließlich verweist uns die Corona-Krise auf all das, was wir tun können. Wenn gemeinsame Messfeiern nicht mehr möglich sind, gilt es wenigsten am Radio oder Fernsehen die heilige Messe mitzufeiern. Auch unsere Kirchen stehen weiterhin offen. Der Virus ist ein direkter Appell, untertags allein die Kirche zum stillen Gebet aufzusuchen. Und wie wertvoll ist es, wenn es Orte der eucharistischen Anbetung gibt; dort können wir Jesus abseits der großen Menge begegnen. Von all dem sollten wir in diesen Tagen Gebrauch machen!

Auch denke ich jetzt viel an meinen zweiten Namenspatron, den heiligen Aloisius Gonzaga, der als Jesuitenschüler im 16. Jahrhundert sich hingab in der Pflege der Pestkranken und sich schließlich selbst dabei ansteckte. Sorgen wir uns um die Kranken, stehen wir ihnen bei, bringen wir als Priester ihnen die heilige Kommunion. Nehmen wir alle aber auch die Kranken und alle, die Verantwortung tragen bei der Bekämpfung des Virus, in unser Gebet hinein.

Wenn die Corona-Krise bewirkt, dass wir stärker aus unserem Glauben leben, dann werden die Wochen, die wir gerade erleben, segensreiche Wochen.


SELK-Erklärung zu Gottesdiensten und Gemeindeleben in Zeiten von Corona

Meldung der theol. konservativen SELK (Selbständig Evang.-Luth. Kirche):

Aufgrund vieler Anfragen besorgter Gemeindeglieder zu Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf das Leben der Kirchengemeinden hat sich der leitende Geistliche des Kirchenbezirks Niedersachsen-West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Superintendent Markus Nietzke (Hermannsburg), heute an die Pfarrer und Gemeinden seines Kirchenbezirks gewandt.

Er nehme die Sorgen wahr und ernst, schreibt Nietzke, und habe aus diesem Grund einen „Pastoralbrief“ an die Gemeindeglieder seines Pfarrbezirks Hermannsbur /Bleckmar gesandt. Diesen Brief bringt er mit seinem Schreiben  auch übergemeindlich zur Kenntnis. Darin beschreibt er die Anfrage, „ob wir nicht besser daran tun, Veranstaltungen und Gottesdienste ganz abzusagen oder zu verschieben.“

Er konstatiert aber:
„Unsere Gottesdienste werden vorerst nicht abgesagt. Sie sind öffentlich – und bleiben es auch. Jede und jeder entscheiden sich auch ohne Virus-Alarm, ob sie oder er einen Gottesdienst besucht. Diese Freiheit leben wir – in Zeiten, wo es allen gefühlt gut geht, nun ebenso in Zeiten der Krise, von Krieg oder Katastrophen aller Art.“

Was weitere Veranstaltungen angehe, so könne sich dies je nach Situation ändern. Die Gemeinden seien dabei auf seriöse Informationen und Empfehlungen angewiesen und müssten dann durch ihre Kirchenvorstände entsprechend mit Augenmaß entscheiden und informieren. „Wir wissen, dass wir uns in einem gemeinsamen Unterfangen befinden, das einerseits Liebe, Geduld, Wahrheit und Ehrlichkeit und andererseits Standhaftigkeit erfordert“, so Nietzke:

„Der HERR kennt und versteht unsere körperlichen wie auch unsere geistigen Bedürfnis se. Wir beten sonntäglich im Fürbittengebet um das Wohlergehen unserer Kirche und Gemeinden, für unser Volk und Land und für diese Welt.“

Diese Zeit sei für viele Menschen eine sorgenvolle Zeit. Auch diese Sorge habe im Gebet ihren Platz. „Ich ermutige euch, nicht zu verzweifeln. Gott regiert in Jesus Christus über alle Dinge. Wir vertrauen auf ihn!“

Der leitende Geistliche bittet seine Kollegen im Kirchenbezirk, mit den Kirchenvorständen nach den Gegebenheiten vor Ort auf die Krise zu reagieren: „Entscheidet bitte, wie ihr sorgfältig, seelsorglich verantwortet und achtsam mit den Sorgen unserer Gemeindeglieder in Sachen Gottesdienst, Unterricht, Seelsorge umgehen mögt.“

Er habe wahrgenommen, dass in anderen Kirchen empfohlen werde, die Gottesdienste bis in den April hinein abzusagen. „So etwas kann ich und will ich nicht allein als Superintendent entscheiden oder euch auferlegen, wie ihr euch dazu verhalten sollt.“

Nietzke bittet darum, die Fragen vor Ort und auch im Austausch mit Kollegen und gerne auch mit ihm zu erörtern. „Darin wird auch spürbar, dass wir als ,Brüder‘ gemeinsam unterwegs sind in Sachen Seelsorge und Gottesdienst.“


Augsburger Erklärung des „Forum Deutscher Katholiken“ zur Krise in der Kirche

Verabschiedet anlässlich der Mitgliederversammlung vom 7./8. März 2020:

Bei Begegnungen und Gesprächen mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Berufe spürt man deutlich wachsende Unsicherheit und Orientierungslosigkeit in wichtigen Lebens- und Glaubensfragen. Viele suchen nach einem Ziel, aber sie haben keinen Kompass. Fragen, die sie an Priester oder Politiker richten, werden gar nicht oder nicht im katholischen Sinn beantwortet.

Und wie es auf der einen Seite passiert, dass sich die Menschen zurücklehnen, die Heilige Schrift beiseite legen, die Tradition unserer Kirche vergessen und/oder die Wahrheit ignorieren oder belächeln, verfallen viele auf der anderen Seite in eine pauschale Verurteilung der Priester, die sie unter Generalverdacht stellen.

BILD: Das Forum Deutscher Katholiken veranstaltet jährlich den von Prof. Dr. Hubert Gindert geleiteten Kongreß „Freude am Glauben“

Viele Gläubige verteidigen nicht mehr unsere Kirche, fühlen sich aus dem öffentlichen Diskurs ausgegrenzt und ziehen sich ganz in ihr Privatleben zurück.

Sie sind ratlos, können das Wort „Krise“ nicht mehr hören. Ihre Sehnsucht nach Klarheit wächst, bleibt aber leider häufig unerfüllt.

Für das Thema Gesellschaft seien beispielhaft erwähnt:

Die Ehe ist erweitert worden auf unterschiedliche Partnerschaften durch „Ehe für alle“. Diese Form hat alles Ungleiche gleich gestellt. Die Familie wird ökonomisiert, d. h. die Frau soll vermehrt dem Produktionsprozess zur Verfügung stehen, die Rolle des Mannes wird abgewertet und das Wohl des Kindes wird umgedeutet.

Die Gender-Ideologie propagiert ein neues Menschenbild, das aggressiv die Schöpfungstheologie bekämpft und gegen über Jahrhunderte anerkannte Traditionen gerichtet ist. Abtreibung wird als Menschenrecht für die Frau bezeichnet und dem ungeborenen Kind wird das Leben genommen.

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ermuntert zur Abtreibung jedes Kindes, das behindert zur Welt kommen könnte. Die in der Realität hohe Prozentzahl wird sich noch weiter steigern, wenn die pränatalen Bluttests zukünftig von den Kassen bezahlt werden sollten.

Vom jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizid-Assistenz über das „selbstbestimmte Sterben“ geht beispielsweise nach dem Urteil von Bischof Voderholzer (siehe Foto) die „Gefahr aus, dass gesellschaftlich weit verbreitetes Pochen auf Selbstbestimmung umschlägt in eine totale Fremdbestimmung“. Wir schließen uns diesem Urteil an.

In der Kirche erleben wir einen seit Jahren gewachsenen Glaubensabfall.

Der Besuch der hl. Sonntagsmesse liegt unter 10%, und der Empfang der Sakramente nimmt kontinuierlich ab. Die Gründer von Maria 2.0 wollen die Gottesmutter neu definieren und konstruieren für sie ein „update“, fordern die Frauenordination, den Zugang zu allen Ämtern in der Kirche und eine neue kirchliche Sexualmoral, die sich an der sog. „Lebenswirklichkeit der Menschen“ zu orientieren hat.

Der Geist des „Synodalen Weges“ kommt darin zum Ausdruck, dass eine Mehrheit von 87% der Synodalen dafür war, dass über Beschlussvorlagen, die sich gegen die Lehre der Kirche richten, abgestimmt werden kann.

Das „Nachapostolische“ Schreiben „Querida Amazonia“ wäre eine Chance gewesen, dem Synodalen Prozess eine Wende zu geben und sich endlich der Glaubensvertiefung und der Neuevangelisierung zuzuwenden. Diese Chance hat auch der neugewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nicht aufgegriffen.

Dieses „Weiter so“ ist kein Zeichen der Stärke, sondern der Schwäche, weil es zum Ausdruck bringt, dass Mut und Kraft zu einem Neuanfang im Glauben fehlen. Einen deutschen Sonderweg, der von der Universalkirche wegführt, lehnen wir strikt ab.

Das „Forum Deutscher Katholiken“ bedankt sich bei allen Priestern und Bischöfen, die den Gläubigen eine Orientierung geben, die der Wahrheit folgt. Wir rufen alle katholischen Christen dazu auf, ihren Glauben mutig zu bekennen.


Dr. Weidel kritisiert Seehofers Untätigkeit

Bundesinnenminister Horst Seehofer warnt vor einer neuen Migrationskrise und vor einer Wiederkehr der Zustände von 2015. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Seehofer gibt wieder den Ankündigungsminister. Er warnt vor einem neuen Asylansturm und kündigt erneut die Sicherung der europäischen Außengrenzen und ein gemeinsames europäisches Asylsystem an. Beides hat schon in der Vergangenheit und besonders seit 2015 nicht funktioniert.

Ein Innenminister soll handeln und nicht nur warnen und auf die Zukunft vertrösten. Wenn erneut ein Anschwellen der illegalen Migrantenströme droht, dann müssen endlich die deutschen Grenzen geschlossen und gesichert werden, damit illegale Einwanderer und unberechtigte Asylbewerber sofort und ausnahmslos abgewiesen werden.

Vor dieser elementaren Aufgabe staatlicher Souveränität haben Horst Seehofer und seine Unions-Amtsvorgänger in den letzten fünf Jahren kläglich versagt.

Seehofer selbst hat mit seiner pauschalen Aufnahmezusage für illegale Mittelmeer-Migranten weitere Anreize für Zuwanderung in das europäische Hauptasylland Deutschland und in die deutschen Sozialsysteme geschaffen.“

 


Thüringen und die Krise des Parteienstaates

Von Peter Helmes

Es ist noch nicht lange her – es war im Jahre 2014 – da beschwor die CDU landauf, landab den „Niedergang der Demokratie“ und bejammerte (zu Recht) die Wahl eines Kommunisten zum Ministerpräsidenten in Thüringen.

Ausgerechnet die Nachfolger jener Partei, die aus der DDR ein Zuchthaus gemacht hatten und Andersdenkende auch mit Gewalt zum Sozialismus bekehren wollten, kamen somit zu „demokratischen Ehren“.

Dieselben Akteure heute: Die sozialistischen Bannerträger schicken sich wieder an, Thüringen zu regieren  –  und die CDU beeilt sich, ihnen zu Diensten zu sein.

Die Partei Konrad Adenauers wählt lieber einen sozialistischen Ministerpräsidenten denn einen liberalen, weil dieser auch die Unterstützung der AfD erhalten hatte.

Anders betrachtet: 2014 war Bodo Ramelow nach Ansicht (nicht nur) der CDU noch „Spitzenpolitiker der Nachfolgepartei der Mauermörder und Schießbefehlerlasser“ – und jetzt soll auf Befehl der Kanzlerin derselbe Mann einem grundanständigen Liberalen vorgezogen werden.

Eine unglaublich skandalöse Volte und eine Zumutung für all jene in der CDU, die noch auf dem Boden einer christlich-demokratischen und konservativen Werteordnung stehen.

Daß die Wahl des FDP-Mannes rechtlich vollkommen einwandfrei abgelaufen war und kein Anlaß zur Beanstandung bot, erwähnte Merkel nicht. Autokratisch befand sie telefonisch aus Afrika: „Die Wahl Kemmerichs muß rückgängig gemacht werden.“

Dieser Befehl Merkels ist ungeheuerlich. Im Klartext bedeutet er: „Ich akzeptiere das Wahlergebnis nicht, wählt gefälligst neu – und zwar so, daß es mir paßt!“

Das Mindeste, was man dazu sagen muß: Diese Frau hat den Föderalismus nicht begriffen. Es ist das originäre Recht eines Bundeslandes bzw. dessen Parlamentes, die Geschicke des Landes zu bestimmen. Dem deutschen Bundeskanzler steht kein Eingriffs- bzw. Lenkungsrecht zu.

Mindestens so skandalös ist, daß sich kein Politiker der Kartellparteien dazu aufrappelt, der Kanzlerin in die Parade zu fahren und laut „Stopp“ zu rufen.

Eine solche Frau darf ein demokratisches Staatswesen nicht länger regieren; denn sie zeigt mit ihrem Vorgehen, daß ihr nicht nur der Anstand zur Staatslenkung fehlt, sondern die Grundregeln demokratischer Staatsführung nichts wert sind; sie müßte von ihrem Amt sofort zurücktreten.

Das geistige Vakuum, das die Parteien aufzeigen, wird von Tag zu Tag deutlicher. Eine kraftvolle Vision, wie Deutschland in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung, Klimakrise, Populismus, Migrationsströmen und Handelskonflikten eine prosperierende, wehrhafte und zugleich tolerante Demokratie bleiben kann, ist nirgendwo zu sehen.

Der demokratische Diskurs, aus dem Neues geschöpft werden könnte, versandet immer mehr – nicht zuletzt durch eine political correctness, die eine andere Meinung als die vorgegebene schon im Keim zerstört. Zugleich erstarren die „Träger der Politik“, die Parteien, in ihren Ritualen und Machtkämpfen.

Thüringen ist kein Sonderfall, sondern symptomatisch für das Versagen der politischen Klasse. Das Vertrauen in die Seriosität der Parteien tendiert gegen Null.

Aber diese Parteien regieren darauf mit Arroganz und Ignoranz; ihnen wäre gewiß ein anderes Volk lieber. Wir befinden uns bereits mitten in der Krise des parlamentarischen Systems.

Quelle und vollständiger Artikel von Peter Helmes hier: https://conservo.wordpress.com/2020/02/10/thueringen-das-fiasko-des-parteienstaates/