Münster: Moisei Boroda erinnert an die europäische Schuldverkettung im Holocaust

Von Felizitas Küble

Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938 veranstaltete die Kirchengemeinde St. Clemens in Münster-Hiltrup am 10. November in ihrem Pfarrzentrum einen Literatur- und Musik-Abend mit dem deutsch-jüdischen Schriftsteller und Komponisten Dr. Moisei Boroda.

Der kompetente Referent und die aufmerksamen Zuhörer wurden von Pfarrer i.R. Ewald Spieker begrüßt, der zugleich den Bernhard-Poether-Kreis leitet. (Kaplan Poether starb im KZ Dachau.)

Der Geistliche erinnerte daran, daß Dr. Boroda in derselben Gemeinde bereits im Vorjahr einen Märtyrer-Gedenkabend in der Kirche geleitet hatte.  (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/26/muenster-juedischer-kuenstler-dr-mosei-boroda-wuerdigt-christliche-maertyrer-der-ns-diktatur/)

Zu den Teilnehmern im Pfarrsaal gehörte z.B. das Ehepaar Rieke-Benninghaus (verwandt mit dem Dachau-Märtyrerpater August Benninghaus SJ aus Münster) sowie Monika Kaiser-Haas, Vizepräsidentin des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (und Nichte des seliggesprochenen Priesters und NS-Opfers Leisner).

Der aus Georgien stammende, seit über 30 Jahren in Nordrhein-Westfalen lebende Autor Boroda, der kürzlich erneut einen Literaturpreis erhalten hat, erinnert seit vielen Jahren durch Vorträge und Diashows an die christlichen Märtyrer in der NS-Zeit, vor allem an die insgesamt viertausend katholischen Priester, die ihren Bekennermut mit dem Leben bezahlen mußten. 

Unter dem Titel „Erinnerung ist der Weg zur Erlösung“ informierte Dr. Boroda vor einem vollbesetzten Pfarrsaal über die Zerstörung zahlreicher Synagogen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch nationalsozialistische Fanatiker.

Dabei zeigte er in einer Dia-Vorführung, die von seinen selbstkomponierten Musikstücken untermalt war, einige Beispiele brennender jüdischer Gebetshäuser, z.B. die große Synagoge in Hannover (siehe Foto).

In der Fotoshow wurden sodann einige Zitate führender NS-Ideologen vorgestellt, aus denen der systematische Plan einer Vernichtung des jüdischen Volkes hervorgeht.

Hitler selbst kündigte in seiner Rede am 30. Januar 1939 die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ an, falls das „internationale Finanzjudentum“  – so seine Wahnidee  –  die Völker in einen „Weltkrieg stürzen“ werde.

Nach der Dia-Vorführung folgten einige grundsätzliche Anmerkungen des jüdischen Musikwissenschaftlers. Dabei erinnerte er an die besondere Bedeutung der deutschen Juden für die Kultur und Literatur unseres Landes, bevor das nationalsozialistische Zerstörungswerk begann.

Er beklagte zugleich eine „Verrohung der Moral“ auch in anderen europäischen Ländern und nicht zuletzt in den USA, wie dies z.B. bei der Evian-Konferenz sichtbar wurde, als fast alle Regierungen sich weigerten, bedrohte Juden aufzunehmen.

In Politik und Medien säße Deutschland hinsichtlich der NS-Zeit oft allein auf der Anklagebank, erklärte der Schriftsteller. Dabei würden die systematischen Verbrechen und Massaker an Juden – keineswegs Einzelfälle  – ignoriert oder verdrängt, die damals von nichtdeutschen Tätern in Europa begangen wurden, etwa in Polen, Ukraine, Litauen, Jugoslawien – aber z.B. auch in Frankreich.

Diese innereuropäische Schuldverkettung ändere zwar nichts an der Hauptverantwortung seitens der Nationalsozialisten, sei aber andererseits kein Randthema, das man übersehen dürfe.

Hitler habe eine in vielen Ländern verbreitete judenfeindliche Haltung zynisch in seine Strategie einbeziehen können.

So erinnerte eine Dia-Tafeln daran, dass 76.000 Juden von der französischen Polizei verhaftet und in Vernichtungslager geschickt wurden. Der letzte „Judentransport“ sei am 17.8.1944 nach Buchenwald abgefahren, als die Alliierten bereits in der Normandie gelandet waren.

Zudem habe die französische Verwaltung 4000 jüdische Kinder unter 16 Jahren den Gestapo-Schergen geradezu „aufgedrängt“, obwohl diese deren Auslieferung gar nicht angeordnet hatten.

Die „große Kulturnation Frankreich“ habe aber fünfzig Jahre gebraucht, um die eigene Mitverantwortung an der Judenvernichtung amtlich zuzugeben.

Auch in anderen Ländern  – etwa in Litauen – habe ein Teil der Bevölkerung auf den NS-Holocaust reagiert, als ob sie nur darauf gewartet hätten, sich hieran beteiligen zu können.

FOTO: Dr. Boroda im Gespräch mit einigen Teilnehmerinnen nach dem Gedenkabend

Die erste Lesung Borodas trug den Titel „Der Opa“. Es ging in dieser Erzählung um einen litauischen Täter, der einer Hilfspolizei bzw. Miliz angehörte und hierbei hunderte jüdischer Kinder ermordete. Im Gespräch mit einem jungen Juden versucht seine Enkelin, ihren Großvater zu verteidigen und seine Untaten zu verharmlosen.

Dabei kommt es auch zu dem Stereotyp der „reichen Juden“ und „Bolschewisten“; eine in antisemitischen Kreisen bekannte Verallgemeinerung. Deutlich werden Neidkomplexe, Mißtrauen gegen Juden als vermeintlich „fremdes“ Volk und abstruse Verschwörungstheorien. 

Nach dem Musikstück „Av Harachamim“ von Dr. Boroda folgte seine zweite Lesung, die sich mit einem französischen Täter befaßte. Die ebenfalls erschütternde Erzählung  – sie wurde in der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung“ veröffentlicht  –  trägt den Titel „Brody…Mstow…Kurszina“.

Es geht um das Streitgespräch eines betroffenen Juden mit einem früheren NS-Polizisten, der seine Eltern verhaftete. Dies war kein Einzelfall; vielmehr wurden „staatenlose Juden“ (die aus NS-Deutschland geflüchtet waren), systematisch festgenommen und deportiert. Der jüdische Junge konnte sich unter abenteuerlichen Umständen retten, mußte aber zuvor mitansehen, wie jener Mörder hochschwangere Frauen und Kinder erschossen hatte. 

Dr. Boroda war bei seiner Lesung mehrfach den Tränen nahe und sprach mit ergriffener Stimme.

In der nachfolgenden Fragerunde ging es um die Einordnung dieser ausländischen Mitverantwortung in das Gesamtbild der Shoa, um den mangelnden kirchlichen Widerstand, um Luthers judenfeindliche Schriften, auch um das Wie und Warum einer Singularität (Einzigartigkeit) des Holocaust.

Eine Teilnehmerin erinnerte daran, dass die Judenverfolgung der NS-Diktatur zugleich eine selbstzerstörerische Dimension besitzt, denn die deutschen Juden waren insgesamt bestens integriert, leisteten viel für Kultur, Literatur und Wissenschaft und sie fühlten sich größtenteils als „Deutsche jüdischen Glaubens“. Somit habe sich unser Land mit der Vernichtung seines jüdischen Bevölkerungsteils auch noch selbst ins eigene Fleisch geschnitten.

Die Zuhörerin erinnerte daran, dass die meisten Juden auch in Osteuropa entweder deutsch oder „jiddisch“ sprachen – wobei es sich dabei ebenfalls um eine germanische Sprache (mit hebräischen und slawischen Einsprengeln) handelt. Dies zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen der jüdischen und der deutschen Kultur. In der Literaturgeschichte wird diesbezüglich von der Ära einer „deutsch-jüdischen Symbiose“ gesprochen.

Dr. Boroda bestätigte dies und betonte, die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Vergangenheit sei hierzulande außergewöhnlich intensiv und gründlich. Andere Nationen seien weitaus weniger bereit, sich mit den Schattenseiten ihrer Historie zu befassen.

Die NS-Ideologie und Hitler-Diktatur sei letztlich ein „Aufstand gegen Gott“ und seine Gebote gewesen. Niedere Instinkte seien erwacht und hätten eine breite Spur des Verderbens hinterlassen.

Es gehe aber bei dem Gedenken an jene Zeit nicht um Rache und Vergeltung, sondern um Besinnung auf Gerechtigkeit und das zeitlose Ethos der Zehn Gebote.

WEITERER ARTIKEL zu Dr. Boroda: https://charismatismus.wordpress.com/2019/07/24/ankum-juedischer-autor-moisei-boroda-erhielt-den-christlichen-august-benninghaus-preis/

Hinweis: Dr. Moisei Boroda hat diesem Bericht ausdrücklich zugestimmt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 

 


Die Nation Deutschland, unser Vaterland

Von Peter Helmes

Die Kräfte nehmen zu, die „Deutschland abschaffen!“ in möglichst naher Zukunft verwirklichen wollen. Der 3. Oktober ist jetzt schon der „Tag der offenen Moschee“. So wird er auf weiteres existieren – und das Gedenken an die „deutsche Einheit“ wird verblassen…

Es  gibt unbestreitbar eine „Erfolgsgeschichte Wiedervereinigung“, aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille, von der neue Wortschöpfungen wie „VEB Asyl“, „VEB Aufarbeitung“, „VEB Merkel-Deutschland“ usw Zeugnis ablegen. Von den ursprünglichen Zielen der DDR-Bürgerrechtler spricht niemand mehr.

Die „BRD“ mutiert zu einer „DDR-light“. Der Staat denkt, der Staat lenkt – und der Staat schreibt uns immer häufiger vor, was wir zu denken und zu sagen haben bzw., genauer, was wir nicht sagen dürfen  – einfach Maas-los!

Die Verfolgung der ehemaligen Verfolger blieb nicht nur aus, sondern die Nomenklatura von einst besetzte ungehindert (oder gefördert?) eine Position nach der anderen. Zwei der vier höchsten Ämter unseres Staates, Bundespräsident und Bundeskanzler, wurden in der vergangenen Legislaturperiode bereits von Menschen eingenommen, die ausreichend DDR-„Stallgeruch“ haben. 

Bis in tiefe Bereiche von Behörden und Ministerien sitzen diejenigen, die einst die Unterdrücker waren und sie bescheiden die Unterdrückten von einst z. B. bei ihren Renten- oder Versorgungsansprüchen (siehe auch: „Verborgene Wunden“, Pschychosozial-Verlag, Hg. Dr. Bomberg: (https://conservo.wordpress.com/2015/08/10/verborgene-wunden-der-ostzonen-fluechtlinge/).

Niemand spricht – das wäre eigentlich die Kernfrage des heutigen Tages – über das Selbstverständnis unserer Nation.

Der ehem. Bundespräsident Gauck, der damals oberste Repräsentant dieser Nation (!), faselte ungeniert davon, man müsse den „Begriff Nation neu definieren“ (Interview im Bonner Generalanzeiger vom 29.8.2015). Da läuten alle Alarmglocken, doch niemand schien hingehört zu haben.

Eine öffentliche Debatte hat jedenfalls nie eingesetzt, wäre aber dringend geboten. Denn es offenbarte sich hier ein eigenartiges politisches Verständnis des Ersten Mannes der Republik.

Was bedeutet eigentlich „Nation“? Schauen wir auf die Definitionen „Nation“ einzelner „Sprachinstitutionen“: „Gemeinsame Sprache, Tradition, Sitten, Gebräuche oder Abstammung“.

Der Begriff „Nation“, sagt Wikipedia, wurde „um 1400 ins Deutsche übernommen, von lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“ und bezeichnet größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Gebräuche oder Abstammung zugeschrieben werden (…) Die zugeschriebenen kulturellen Eigenschaften können dabei als der Nationalcharakter eines Volkes oder einer Volksgemeinschaft dargestellt werden…“

Gutmenschen haben auch hier ihren Rotstift kreisen lassen, hieß es doch vor der „modernen“ Version bei Wikipedia viel klarer und eindeutiger:

„Der Begriff Nation bezeichnet eine große meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Personen die über gleiche Abstammung Geschichte Sprache und Kultur und ein gemeinsames Staatswesen auf einem bestimmten Territorium verfügen können (Nationalität)…“

Dies paßt auch besser zu der wohl „hoffnungslos veralteten“ Definition des Duden:

Die Duden-Erklärung: (Nation…)

1. große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur, die ein politisches Staatswesen bilden

2. Staat, Staatswesen: (umgangssprachlich) Menschen, die zu einer Nation gehören; Volk.

3. Synonyme zu Nation: Gemeinwesen, Land, Staat, Staatswesen, Volk, Völkerschaft; (besonders nationalsozialistisch) Volksgemeinschaft

Ganz schlimm (im Sinne der Nation-Veränderer) wird es, wenn man an die Wurzel des Wortes erinnert: lateinisch natio = das Geborenwerden; Geschlecht; Volk(sstamm), zu: natum.

Da wird doch tatsächlich (fast „faschistisch“, eieiei!) daran erinnert, daß man durch Geburt zur Nation gehört.

Diese Interpretation des Duden haben die „modernen“ Nationenversteher offensichtlich noch nicht registriert.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: https://conservo.wordpress.com/2019/10/03/deutsche-einheit-eine-nation-eine-kultur-eine-sprache/


Münster: Freiluft-Theater-Festival „Flurstücke“ vom 20. bis 23. Juni 2019

Vom 20. bis zum 23. Juni 2019 macht das Festival FLURSTÜCKE 019 das westfälische Münster erneut zum Zentrum internationaler darstellender Kunst – bei freiem Eintritt und open air (unter freiem Himmel), nämlich auf dem Platz des Westfälischen Friedens / Rathaus-Innenhof unweit der Lamberti-Kirche.

Mit dabei ist auch die israelische Tanzcompanie Ka’et Dance, die in Jerusalem beheimatet ist –  weltweit das einzige Ensemble, das allein aus jüdisch-orthodoxen Männern besteht; es beeindruckt mit einer Bewegungssprache zwischen Sakralem und Profanem.

BILD: Hinter dem historischen Rathaus von Münster finden die kostenlosen Tanz-Theaterstücke statt

Das Programm des Festivals bezieht alle Sparten der darstellenden Künste ein: Theater, Tanz, Film und Performance.

Ein gutes Dutzend Interventionen wird den Stadtraum von Münster während dieser vier Festivaltage mit Aufführungen an unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Tages- bzw. Abendzeiten atmosphärisch bewegen.

Termine von Ka’et Dance:
Donnerstag, 20. Juni 2019, ab 19 Uhr
Samstag, 22. Juni 2019, 12 Uhr, 15.30 Uhr, 19.30 Uhr
Sonntag, 23. Juni 2019, 13 Uhr

Quelle: Kultur-Newsletter des Staates Israel


Kath. Kirche hat bei Büchereien die Nase vorn

Von Felizitas Küble

Seit jeher war es vor allem die katholische Kirche, die in deutschen Landen  – und europaweit – für Bildung sorgte, wobei auch Frauen vor allem als Klosterschwestern eine höhere Bildung genossen, lesen und schreiben, oft auch Latein lernten. Die ersten Universitäten Europas von Paris über Köln bis Prag waren kirchlich-katholisch.

Interessanterweise hat die katholische Kirche heute noch  – seitdem sich längst die staatliche Bildung etabliert hat  – bei den öffentlichen Bibliotheken die Nase vorn, jedenfalls in NRW:

Wie der „Westfalenspiegel für Kultur und Gesellschaft“ in seiner Ausgabe Nr. 2/2019  – der dem Sonderthema Bibliotheken gewidmet ist  –  auf S. 19 berichtet, gibt es in Westfalen-Lippe 243 Haupt- und Zweigstellen staatlicher Bibliotheken, darunter 17 Universitäts- und Hochschulbüchereien.

Gleichzeitig gibt es aber in Nordrhein-Westfalen 1075 katholische öffentliche Büchereien, die von mehr als 3,3 Mill. Besuchern genutzt werden. Dem stehen in NRW 197 Büchereien in evangelischer Trägerschaft gegenüber, also nicht einmal 20% soviel wie auf katholischer Seite.

Außerdem schreibt der „Westfalenspiegel“, daß die Stadtbibliothek Münster im Jahre 2017 über 860.000 Besucher verbuchen konnte – bei einer Einwohnerzahl von rd. 300.000 ist das beachtlich. Einer der Mitarbeiter dort ist Klaus-Otto Nagorsnik, der in der ARD-Spielshow „Gefragt – gejagt“ regelmäßig als „Jäger“ gegen Kandidaten auftritt.

Die Landes- und Universitäts-Bibliothek in Münster entstand einst durch eine riesige Sammlung von Büchern, die katholische Jesuitenpatres in ihrem Kolleg der Nachwelt hinterließen; dieses Vermächtnis bildete den Grundstock der Uni-Bibliothek.

Die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“ erhielt übrigens im Jahre 2007 die Gefangenen-Bücherei der Haftanstalt in Münster.

Viele Klosterbibliotheken  – vor allem Benediktiner-Abteien – sind bedeutende Denkmäler der europäischen Buchkultur von Corvey bis Weltenburg.

Aber auch in puncto Ethnologie (Völkerkunde) ist die katholische Kirche eine wichtige Trägerin von Kultur und Wissenschaft. So betreibt z.B. der Franziskanerorden seit 1962 das „Forum der Völker“ in Werl (Südwestfalen), wobei das Museum rund 14.000 Exponaten zu den größten seiner Art gehört.

 

 

 

 

 


Kardinal Sarahs klarsichtiger Widerspruch gegen die muslimische Masseneinwanderung

Von Wilfried Puhl-Schmidt

Es freut mich, dass Blogger und auch einige Zeitungen den afrikanischen Kardinal Robert Sarah gewürdigt haben. Seine fundierte Kritik an der politisch und kirchlich gewollten Masseneinwanderung möge möglichst´viele Leser noch lange nachdenklich machen.

Kardinal Sarah widerspricht ausdrücklich Papst Franziskus, der schon seit Jahren bis kürzlich auch bei seinem Besuch in Marokko die Aufnahme von Migranten als „biblischen Auftrag“ bezeichnet hatte.

Kardinal Sarah dagegen nannte es wohl mit Blick auf Franziskus eine „Fehlinterpretation des Evangeliums“, wenn seine Kardinalskollegen, Bischöfe und Priester der katholischen Kirche nicht nur die Migration verteidigten, sondern auch eine bedingungslose Öffnung der Grenzen befürworteten. Sie seien besessen von politischen und sozialen Themen und handelten nicht im Auftrag Gottes.

Er beklagt, dass sie durch ihren „politischen Aktivismus“ ihren eigentlichen Verkündigungsauftrag Jesu verraten und die Seelsorge der Gläubigen vernachlässigen würden. Lieber würden sie „vage und unpräzise“ reden, um nicht als reaktionär verschrien zu werden. Das sind klare Worte, die möglicherweise auch nach Deutschland gerichtet sind.

Globalisierung ist „blanker Wahnsinn“

Ebenso Tacheles redet Kardinal Sarah, wenn er sich um Europa sorgt. Als „blanken Wahnsinn“ bezeichnet er die Bestrebungen der EU, die Welt zu globalisieren und die Nationen ihrer Geschichte und ihrer vielfältigen Charaktere sowie ihrer gewachsenen Eigenheiten und Kulturen zu berauben.

Letztlich seien die Brüsseler Kommissionen nur daran interessiert, einen weltweiten freien Markt zu schaffen und sich in den Dienst der Finanzmächte zu stellen. Brüssel schütze eher die Banken als die Bürger.

Kardinal Sarah erinnert mich an Bischöfe aus Syrien und dem Irak, welche ihre Landsleute dringend bitten, nicht nach Europa auszuwandern. Jene, die bereits z.B. in Deutschland sind, bitten sie, zurückzukehren, um sich am Wiederaufbau ihrer Heimat zu beteiligen.

„Europa befindet sich in völliger Dekadenz“

Kardinal Sarah fügt in seinen Veröffentlichungen noch einen Gesichtspunkt hinzu, wenn er sagt: „Besser ist es, Menschen dabei zu helfen, in ihrer eigenen Kultur zu gedeihen, als sie dazu zu ermuntern, in ein Europa zu kommen, das sich im Zustand vollständiger Dekadenz befindet“.

Natürlich erntete sein Buch mit dem Titel „Bleib bei uns Herr. Der Abend naht und schon fällt der Tag“ u. a. deswegen einen Sturm der Entrüstung, weil er die muslimische Migration als Vorbote des Zusammenbruchs Europas sieht.

Er schreibt: „Wenn der Westen diesen unheilvollen Weg fortsetzt, besteht ein hohes Risiko, dass es wegen Geburtenmangel verschwinden wird. Von Fremden überrannt wird er dasselbe Schicksal erleiden wie das von Barbaren überrannte Rom. Mein Heimatland Guinea ist vorwiegend muslimisch. Ich glaube, ich weiß, wovon ich rede.“

Hier ein weiteres Zitat von Kardinal Sarah: „Europa ist ohne Identität, Tradition und Kultur dem Untergang geweiht“. –  Ebenfalls empfehle ich das kurze Interview: „Ich fürchte, der Westen wird sterben“.

Unser Autor Wilfried Puhl-Schmidt aus Kehl am Rhein betreibt einen eigenen Blog unter www.schalom44.de


Afrikanischer Kurienkardinal Sarah kritisiert die Migrations-Ideologie des Papstes

Der prominente Kardinal Robert Sarah (siehe Foto) sprach sich oft gegen die derzeitige Asylpolitik aus und warnte vor einer Islamisierung Europas.

Jetzt legte er nach. In einem Interview mit Valeursactuelles.com, besprach der Kurienkardinal sein neu erschienenes Buch „The Evening draws near“ (auf Deutsch: Der Abend naht)“.

Im Gespräch mit den Journalisten kritisierte er die Äußerungen des Papstes, der immer wieder die Bibel benutze, um die Masseneinwanderung nach Europa zu befürworten. Dafür finde sich jedoch „keine Argumentationshilfe in der Heiligen Schrift“, so der Kardinal und fügte hinzu: „Es ist besser, wenn man den Menschen hilft, in ihrer eigenen Kultur aufzublühen, als sie nach Europa zu holen.“
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Bereits in der Vergangenheit war Kardinal Sarah immer wieder als Franziskus-Kritiker im Vatikan aufgefallen, weil er vom nahenden Untergang Europas sprach, der durch die Migration, den Werteverlust und den offensiven Islam herbeigeführt werde.
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Seine jüngsten Äußerungen sind noch schärfer und er bestand darauf, dass „die neue Migration eine Art Sklaverei“ sei, die die Menschen ihrer Würde beraube. Auch werde „Europa verschwinden und mit ihm seine zeitlosen und kostbaren Werte des alten Kontinents. Der Islam wird die Welt erobern und die gesamte Kultur verändern, ihre Moral und Vision.“
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In seinem Buch beklagt er den Untergang des Westens, der laut ihm nahezu sicher scheint, wenn keine großen Veränderungen mehr kommen sollten.
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Quelle und vollständiger Text hier: https://www.journalistenwatch.com/2019/04/02/kardinal-robert-sarah/

Zur Debatte um Absage an linksextreme Rockband „Feine Sahne Fischfilet“

Ende letzter Woche hat die Stiftung Bauhaus dem ZDF die Veranstaltung und Aufzeichnung eines Konzerts der ultralinken Punkrockband „Feine Sahne Fischfilet“ in ihren Räumen untersagt. Die Stiftung begründete dies vor allem mit der politischen Ausrichtung der Band, der keine „Plattform“ geboten werden soll. Dieser Teil der Begründung der Absage fiel in zahlreichen Stellungnahmen unter den Tisch.

FOTO: Polizei schützt Bürger vor Randalen der linksradikalen „Antifa“ in Münster

Kulturstaatsministerin Grütters und Berlins Kultursenator Lederer brachten stattdessen ihr Bedauern über die Absage zum Ausdruck und kritisierten das Einknicken vor möglichen „rechtsradikalen Übergriffen“ oder dem angeblichen Druck seitens der AfD.

Zu diesen Vorgängen erklärt der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Dr. Marc Jongen:

„Das Lamento von Kulturstaatsministerin Grütters und Berlins Kultursenator Lederer von der Linkspartei über die Absage eines Konzerts der linksextremen Agitprop-Band ,Feine Sahne Fischfilet‘ in den Räumen der Stiftung Bauhaus in Dessau ist bezeichnend.

Lederer sieht die angebliche ,antifaschistische Tradition‘ des Bauhauses durch die Stiftung ‚mit Füßen getreten‘, und Grütters fühlt sich ,der Freiheit der Kunst‘ verbunden, ,auch wenn die Band nicht jedem‘ gefalle.

Um ,Gefallen‘ oder nicht geht es hier nicht. Es ist daran zu erinnern, dass der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern mit Blick auf diese Band 2015 eine ,explizit antistaatliche Haltung‘ festgestellt hat. Die Mitarbeiter des Verfassungsschutzes wurden von ,Feine Sahne Fischfilet‘ als ,Naziunterstützerbande‘ diffamiert, womit diese Band ihre zutiefst staatsfeindliche Gesinnung hinreichend unterstrichen hat.

Die Sympathien Lederers für diese Band können nicht überraschen, gehört er doch der SED-Nachfolgepartei Die Linke an. Dass sich aber auch die Kulturstaatsministerin hier in die Bresche wirft, zeigt erneut, dass der antitotalitäre Konsens nur noch eine hohle Phrase ist.

Diese Band ist kein ,kulturelles Angebot‘, wie Grütters verharmlosend relativiert, sondern betreibt staatsfeindliche Agitation, die sich antifaschistisch bemäntelt. Sollte es innerhalb der Union noch einen antitotalitären Konsens gegeben haben, dann hat Grütters ihn mit ihren Aussagen aufgekündigt.

Ins Bild passt weiter, dass jetzt der öffentlich-rechtliche Zwangsgebührensender ZDF zusammen mit Anhängern von ,Feine Sahne Fischfilet‘ in Dessau einen alternativen Veranstaltungsort sucht. Wer noch nach Beweisen für die notorische Linkslastigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien gesucht hat, wird hier fündig.“