Junge Erwachsene erhalten nun ein verbessertes Visum nach Israel

Seit Februar dieses Jahres gilt zwischen Israel und Deutschland das Abkommen zum Working-Holiday-Visum. Es soll jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren ermöglichen, das jeweils andere Land und seine Kultur kennenzulernen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken.

Das Visum bietet eine ideale Möglichkeit, Israel zu besuchen und seine offene und gastfreundliche Gesellschaft kennenzulernen.

Junge Menschen sind eingeladen, in Israel zu reisen und zu arbeiten und so nicht nur die israelische Kultur kennenzulernen, sondern den Israelis zugleich die eigene Kultur näherzubringen.

Mehr Infos hier (auf englisch): www.workingholiday.org.il

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Viele Türken in Deutschland finden den Islam wichtiger als unsere Verfassung

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Islam für viele Türken wichtiger als Gesetze  –  Wenn es um die Regeln für ihr Leben geht, fühlt sich aber fast jeder Zweite eher an die Religion gebunden, als an die deutsche Verfassung“, so titelt die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ vom 17.6.2016).  Moschee-Bonn-4

Das, was in der Überschrift mit „für viele Türken“ angedeutet wird, heißt nach einer Studie der Universität Münster, die vom Religionssoziologen Detlef Pollack geleitet wurde: „fast jeder zweiter Türkischstämmige in Deutschland“. Der genaue prozentuale Anteil wird im AZ-Bericht leider nicht angegeben.

Der Text fährt fort: „Ein Drittel der Zuwanderer und ihrer Nachkommen sprach sich sogar dafür aus, Muslime sollten zur Gesellschaftsordnung aus der Zeit des Propheten Mohammed zurückkehren“.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Was sagen diese Feststellungen der Münsteraner Studie für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland aus?

Bedeuten solche Aussagen, dass sich eine Parallelgesellschaft entwickelt, in der „fast jeder zweite Türke“ sich nicht an die geltende Verfassung hält, sondern versucht, ein Leben gemäß dem Koran und den Rechtsvorschriften der Scharia mit der Benachteiligung der Frau, der Verheiratung der Kinder etc. zu führen?

Moslems können sich nicht auf die Religionsfreiheit bei uns berufen, wenn Vorschriften des Korans fundamentalen Rechten unserer Verfassung widersprechen. Das geht auch dann nicht, wenn der Münsteraner Bericht zum Ausdruck bringt: „Viele Menschen mit türkischen Wurzeln betrachten den Islam als ‚eine angegriffene Religion, die vor Verletzungen, Vorurteilen und Verdächtigungen zu schützen ist‘“.

Von einer „angegriffenen Religion“ könnten gelegentlich auch die Katholiken in Deutschland sprechen, wenn sie unter dem Deckmantel von Meinungs- und Kulturfreiheit hinnehmen müssen, wie die Lehre der Kirche, Papst, Bischöfe und auch Laien, die zur Kirche stehen, verhöhnt werden.RTEmagicC_Frau_Verschleiert_jpg

Der Religionssoziologe Pollack meint, „dass wir dieses Gefühl der Nichtanerkennung (bei Moslems) ernst nehmen müssen“. Aber bitte, auch bei den Christen! In mehrheitlich muslimischen Ländern sind Christen ohnehin nur Bürger zweiter Klasse.

Detlef Pollack fordert die Deutschtürken dazu auf, sich selbst kritischer als bisher „mit den fundamentalistischen Tendenzen in den eigenen Reihen auseinanderzusetzen“. Im Bericht der AZ heißt es weiter: „Generell ist der Studie zufolge die zweite und dritte Generation besser integriert…“

„Allerdings pocht die zweite und dritte Generation weit mehr auf kulturelle Selbstbehauptung als die erste“, schreibt Pollack: „So sagten 72% der ersten Generation, Muslime sollten sich an die deutsche Kultur anpassen, jedoch nur 52% der Folgegenerationen“ (AZ, 16.6.2016).

Anpassung an die deutsche Kultur ist wenig konkret. Es interessiert nicht so sehr, ob z.B. Türkinnen den gleichen knappen Bikini wie Deutsche tragen, sondern ob ihnen die deutsche Rechtskultur wichtiger ist als die Vorschriften der Scharia.

Denn hier hört die „Buntheit“ der kulturellen Vielfalt auf. Wer anderes behauptet, der ist eben nicht verfassungstreu!

Wer sich nicht an das Grundgesetz der Bundesrepublik halten will, bringt damit zum Ausdruck, dass er sich nicht integrieren will. Niemand muss das. Die Konsequenz ist, dass er kein Bürger der Bundesrepublik werden kann.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS

 


Das herausragende Wirken katholischer Kleriker in Kunst, Wissenschaft und Kultur

Von Prälat Ulrich KüchlPrälat Küchl

Das Versagen der kirchlichen Hierarchie, wenn es um die Beurteilung des Verhältnisses zwischen Kultur und Religion ging, ist sozusagen ein Dauerbrenner für die Kritiker der Kirche.

Vergleichsweise unbeachtet geblieben sind dagegen die das europäische Kulturleben prägenden Verdienste des Klerus auf den Gebieten von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Auch der Versuch des Autors Sebastian Brunner, durch sein 1863 in Wien erschienenes Buch „Die Kunstgenossen in der Klosterzelle“ die Verdienste des Klerus zu würdigen, hatte in dieser Hinsicht wenig Erfolg.

Mit einem kurzen und bei weitem unvollständigen Überblick möchte ich versuchen, die Verdienste einiger bedeutender Priester und Kleriker entsprechend zu würdigen:

Niklas Koppernigk (lateinisiert Nikolaus Kopernikus) lebte von 1473 bis 1543 im Ermland, einem heute nicht mehr bestehenden Kleinstaat (nunmehr als „Warmia“ Bestandteil der Republik Polen) und war Domherr bei seinem Onkel, dem Fürstbischof Lucas von Watzenrode. Mit seinem astronomischen Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ schuf er ein neues Weltbild, das heliozentrische, noch vor Galilei und Kepler. Ein gedrucktes Exemplar seines Werkes konnte er kurz vor seinem Tod erhalten.

Friedrich Spee SJ, ein Rheinländer, lebte von 1591 bis 1635. Er war Priester und Jesuit  –  und als solcher ein hingebungsvoller Seelsorger. Mit seinem epochemachenden Buch „Cautio criminalis“ bekämpfte er die damaligen Wahnideen der Hexenverfolgung. Darüber hinaus war er einer der bedeutendsten Lyriker der Barockzeit. Nur Wenige wissen, dass zB. die Lieder „O Heiland reiß die Himmel auf“ und „Zu Bethlehem geboren“ aus seiner Feder stammen. flyerstralsund2

Andrea Pozzo SJ aus Trient, lebte von 1642 bis 1709. Er  war Jesuit, aber kein Priester. Seine perspektivischen Deckenmalereien in Sant Ignazio in Rom und in der Jesuitenkirche in Wien zählen zu den großartigsten Kunstwerken des Barock. Sein Lehrbuch „Perspectivae pictorum atque architectorum“ wird heute noch geschätzt.

Antonio Vivaldi, ein venezianischer Priester, lebte von 1678 bis 1741. Er zählt zu den bedeutendsten Komponisten des Barock. Selbst Johann Sebastian Bach hat seine Werke bewundert, die heute noch weit verbreitet sind. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen seine Violinkonzerte und das Orchesterwerk „Die 4 Jahreszeiten“.

Franz Liszt (ungar. Liszt Ferenc) wurde 1811 in Raiding (Deutsch-Westungarn) geboren und starb 1886 in Bayreuth. Er ist einer der größten Pianisten und Komponisten des 19. Jahrhunderts, sein Werk umfasst 702 Titel. Nach einem sehr bewegten Leben wurde er 1865 ein Kleriker durch den Empfang der Niederen Weihen, führte den Titel Abbe und trug fortan stets geistliche Kleidung.

Gregor Mendel, 1822 in Österreichisch-Schlesien geboren und gestorben 1884 in Brünn (Brno), war Priester und Abt von St. Thomas in Brünn. Als Naturforscher entdeckte er die nach ihm benannten Erbgesetze. Obwohl zu seiner Zeit kaum beachtet, war er doch der Begründer der epochemachenden Genforschung und gilt als „Vater der Genetik“.

Pierre Teilhard de Chardin SJ, lebte von 1881 bis 1955. Er war Priester und Jesuit. Berühmt wurde er durch sein Wirken als Paläontologe, Archäologe, Philosoph und Schriftsteller. Seine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse verarbeitete er philosophisch-theologisch zu einem grandiosen, aber auch umstrittenen Weltbild der Zukunft.media-FZMqzvujo1V-2

Georges Lemaitre, lebte von 1894 bis 1966 in Belgien. Er war Priester und Physiker, Prälat und Univ.-Professor sowie Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften; er wurde von Albert Einstein als Kollege sehr geschätzt. Seine bedeutendste wissenschaftliche Leistung stellt die „Urknall-Theorie“ vom Beginn des Weltalls dar. Noch kurz vor seinem Tod erfuhr er von der Bestätigung seiner Theorie, die bis heute von der Mehrheit der Physiker und Astronomen anerkannt wird.

Johann Pretzenberger, geboren 1897, gestorben 1973, stammt aus Niederösterreich. Er war Priester, Prälat, Komponist und Domkappellmeister in St. Pölten. Einige seiner kirchenmusikalischen Werke sind noch heute Bestandteil des Repertoires vieler Kirchenchöre.

Josef Elter, ein in Kernei (heute serbisch) geborener Donauschwabe, lebte von 1926 bis 1997. Er war Priester, Pfarrer und Dechant im niederösterreichischen Traunstein und zugleich Graphiker und Bildhauer. Zahlreiche Ausstellungen seiner Werke in ganz Europa machten ihn zu einem international bekannten Künstler.

Augustinus Franz Kropfreiter war nicht Priester, aber Augustiner-Chorherr im oberösterreichischen Stift St. Florian. Er lebte von 1936 bis 2003 und wirkte als Stiftsorganist und Komponist. Er zählt zu den bedeutendsten Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts und schrieb neben 3 Symphonien auch zahlreiche Werke für Kammermusik und Chöre.


Junge Deutsch-Türkin über Weihnachten: Heimat und Teil meiner Kultur

Von Cigdem Toprak2015_03_29_bildung_475x100

Plätzchen backen, die Wohnung weihnachtlich dekorieren, mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt Popcorn und französische Crêpes naschen und Glühwein trinken, Wichteln mit Kollegen, Geschenke für Familie und Freunde kaufen, Weihnachtsmusik von Mariah Carey und Wham! hören und den Weihnachtsstress in den Einkaufsläden spüren – all den üblich alljährlichen Weihnachtskitsch vermisste ich, als ich fern von Deutschland, in Istanbul studierte und arbeitete.

Heimweh im Ausland verspürte ich am stärksten während der Weihnachtszeit.

Zum Ende des Jahres bemerkte ich, wie sehr mich das Christfest kulturell geprägt hatte.  Ich gehöre nicht dem christlichen Glauben an, aber das christliche Fest gehört zu meiner kulturellen Identität als Deutsch-Türkin.

Ob im Kindergarten, in der Schule, an der Universität oder im Arbeitsleben – Weihnachtsfeiern am Ende jedes Jahres brachten mich mit meinen Freunden, Mitschülern und Kommilitonen stärker zusammen.

Als eine muslimische Kommilitonin von einer Weihnachtsfeier fernblieb, und unsere Dozentin uns erklärte, dass sie aufgrund ihrer religiösen Pflichten nicht daran teilnehmen würde, war ich etwas betrübt. Sie und ich hatten die Chance verpasst, uns näher kennenzulernen, so dachte ich „Schade“, denn sie isolierte sich selbst von der Gemeinschaft – auch wenn ich ihre Entscheidung respektierte.

Deutschlands religiöse Traditionen achten

Wenn ich in Deutschland durch die Straßen laufe und mir den Weihnachtsschmuck anschaue, Tannenbäume und Lichterketten – dann sehe ich Jahr für Jahr, dass dieses Land seine eigenen religiösen Traditionen hat. Und es ist schön, daran erinnert zu werden.  3068

Das Leben in Deutschland  –  in einer vielfältigen Gesellschaft, in denen so unterschiedliche Religionen, Kulturen und Sprachen unter dem Dach unseres Grundgesetzes ein Zuhause finden  –  ist deshalb so von Bedeutung, weil man sich in verschiedenen Lebenswelten bewegen kann. Das bedeutet für mich, dass ich nicht nur die Kultur, sondern zunächst den Menschen selbst kennenlerne, weil jeder ein anderes Verständnis seiner Kultur mitbringt. So lernt man vielfältige Lebensweisen kennen.

Keine Kultur oder Religion kann aber über dem Menschen stehen. An der Idee des Multikulturalismus störe ich mich deshalb, weil ihre Verfechter in Deutschland zu lange glaubten, dass sie ihren Döner in einer Berliner Imbissbude nur essen können, wenn man auch ein Auge zudrückt, weil Hasan, vielleicht patriarchalisch und autoritär geprägt oder auch einfach überfordert in einer modernen Gesellschaft, seiner Tochter nicht die Freiheiten zulässt, die ihr nach unserem Grundgesetz zustehen.

Und auch wenn man erschreckt morgens die Zeitung aufschlägt und lesen muss, dass Hasan seine Tochter umgebracht hat – beruhigte man sich wieder, indem man sich einredete, dass es solche Spinner überall gebe. Dass aber unzählige junge Frauen in diesem Land psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind –  aus vermeintlich „kulturellen“ oder „religiösen“ Gründen  –  darüber haben wir lange Zeit hinweggeschaut. Dabei gelten unsere durch unser Grundgesetz garantierten Freiheiten und Rechte für jeden, unabhängig von seiner Herkunft.

Überzogene Toleranz: gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Falsch verstandene Toleranz führt auch dazu, dass man glaubt zu wissen, was Andersgläubige verletzen könne  –  ohne sie vorher selbst zu fragen und so ihre Vormundschaft zu übernehmen. Ich erinnere mich zu gut daran, als meine Schwester im Kindergarten weinte, weil ihre Erzieherin ihr kurz vor Weihnachten erklärte  –  keineswegs mit bösen Absichten –  dass das Christkind zu allen anderen, aber nicht zu ihr kommen werde.

Dass wir Zuhause auch einen Tannenbaum hatten, und dass meine Mutter sich sehr viel Mühe gab, dass wir auch beschenkt wurden  –  an Weihnachten und Ostern  –  das wurde zunächst nicht wahrgenommen. Gerade für Kinder und junge Menschen kann es nachteilig sein, wenn man sie  –  aufgrund von religiösen Gefühlen, denen sie sich vielleicht noch gar nicht bewusst sind  –  von religiösen Ritualen anderer fernhalten möchte. cropped-dsc_0400-2-3.jpg

In meiner Jugend begann ich, während des Ramadan zu fasten, weil meine engsten Freunde sunnitisch-muslimisch waren – obwohl in meiner alevitischen Konfession dies nicht praktiziert wird. Dieses religiöse Gebot half mir, ein Teil von ihnen zu werden, so wie viele Jugendliche danach streben, einfach „dazuzugehören“.

In solchen Momenten möchte ich nicht hören: „Ihr (Aleviten) fastet ja nicht. Oder ihr (Muslime) feiert ja kein Weihnachten.“

Heute mag ich dieses Bedürfnis nicht mehr verspüren, aber bei Einladungen zum Fastenbrechen, dem Iftar, sage ich dennoch sehr gerne zu. Und meine Freunde und Kollegen stören sich nicht daran, ob ich faste oder nicht. Auch das Fastenbrechen erinnert mich an einen weiteren Teil meiner kulturellen Identität, das von der muslimischen Subkultur in Deutschlands geprägt wurde. So habe ich auch während meiner Zeit in Istanbul gerne an Iftar teilgenommen – es brachte mich mit meinen Freunden und Kollegen näher zusammen.

Weihnachtsstimmung in Istanbul

Wie alljährlich an Weihnachten. Während meines Erasmus-Semester an einer türkischen Universität in Istanbul gingen wir an Heiligabend mit meinen türkisch-kurdisch-dänischen Freunden gemeinsam Abendessen und feierten Weihnachten noch stärker, als wir es vielleicht Zuhause in Europa gemacht hätten. Auch meine deutsch-türkischen Freunde in Istanbul, die aus Deutschland ausgewandert sind, um ihr Glück und ihr Erfolg in Istanbul zu finden, die sogenannten „Rückkehrer“ – wollen den 24. Dezember nicht einfach wie irgendeinen Tag verbringen.

So schlenderte ich in Istanbul im Dezember durch die Straßen der modernen und schicken Stadtvierteln, in denen weihnachtliche Deko und Musik die Konsumenten von Boutiquen, Einkaufszentren und Cafés zum Einkaufen anregen sollte. In der modernen türkischen Kultur wird Silvester als eine Art „Ersatzweihnachten“ zelebriert; so stellt man sich einen Tannenbaum zuhause auf und beschenkt sich zum Neujahr.

Seit einigen Jahren regt sich Widerstand bei reaktionären Türken, die gegen die „weihnachtliche Stimmung“ öffentlich ihren Unmut ausdrücken. Aber dass sich von Jahr zu Jahr die Begeisterung gerade bei jungen Türken für Glühwein, Tannenbäume und Norwegerpullover steigert, zeigt doch, dass Weihnachten mehr Menschen als nur seine christlichen Gläubige anzieht.

Weihnachten ist nicht nur Religion, es wird auch zur Kultur all jener Nicht- und Andersgläubiger, die daran teilhaben wollen und können. Weihnachten bedeutet für mich Heimat.

Die Autorin ist eine junge Journalistin. Hier die Quelle dieses Beitrags: http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_12_21_dav_aktuelles_weihnachten.html


Die Jubiläumsreise von 180 jungen Deutschen nach Israel hat begonnen

Am Sonntag, den 29. November, begann die Jubiläumsreise nach Israel, zu der das Außenministerium des Staates Israel 180 junge deutsche Talente eingeladen hatte.
 
In Israel begrüßte Tzipi Hotovely, die stellv. israelische Außenministerin, die jungen Deutschen. Der israelische Schriftsteller David Grossman gab der Reisegruppe in Jerusalem eine Einführung in das Land Israel.  

BILD: Teilnehmer der Reisegruppe vor der Klagemauer in Jerusalem (Foto: Avi Dodi) 

Am Montag begaben sich die Reisenden in drei verschiedenen Themengruppen (Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft) auf Erkundungstouren durch Jerusalem.

Die Kulturgruppe lernte in der Sam Spiegel Film School junge Filmemacher kennen, die ihre Projekte vorstellten. Die Wirtschaftsgruppe traf im JVP Media Quarter mit Startup-Gründern zusammen. Die dritte Themengruppe besuchte die Hebräische Universität, wo sie über die israelische Gesellschaft informiert wurde und israelische Studenten kennenlernte.

Noch bis Donnerstag werden die jungen Deutschen Israel entdecken. Alle Texte und Bilder zur Reise finden Sie auf dem Blog oder in den Sozialen Medien unter dem Hashtag
#‎iltrip15‬.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Kristina Schröder (CDU) plädiert auch frauenpolitisch für „Freiheit statt Gleichheit“

Ehem. Familienministerin kritisiert Gender-Theorien

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Familienministerin Dr. Kristina Schröder (siehe Foto) hat sich in einem heute veröffentlichten Beitrag skeptisch mit dem vor allem von rotgrüner Seite verbreiteten Genderismus befaßt und sich in frauenpolitischer Hinsicht für Gleichberechtigung bzw. Chancengleichheit, aber gegen eine ideologisch motivierte „Gleichstellung“ bzw. Ergebnisgleichheit ausgesprochen: 2015_11_02_freiheit-gleichheit_475x100

„Es gibt in unserem Land eine tiefe Sehnsucht nach Gleichheit. Und zwar nicht nur nach Chancengleichheit, sondern auch nach Ergebnisgleichheit. Und wenn es nicht klappt, die Schwächeren auf das Niveau der Stärkeren zu heben, dann wird um der Gleichheit willen eben auch mal eine Nivellierung nach unten, also Trockenbrot für alle, in Kauf genommen. (…)

Der theoretische Bezugspunkt hierfür ist meist die sogenannte Genderthorie. Viele ihrer Anhänger halten Geschlecht für ein soziales Konstrukt, das mit der Biologie des Menschen nichts oder nicht viel zu tun hat. Wenn das so wäre, also alle Charaktereigenschaften, Vorlieben, Talente usw. tatsächlich biologisch vollkommen gleich unter Männer und Frauen verteilt wären, würde tatsächlich jede Abweichung von einer 50:50-Verteilung zwischen Frauen und Männern einen Anhaltspunkt für Diskriminierung geben. (…)Edith-Breburda

Aber vielleicht stimmt dieses Axiom ja gar nicht. Vielleicht sind die Ungleichverteiligungen zwischen den Geschlechtern, die wir in sehr vielen Lebensbereichen feststellen können und die sich hartnäckig halten, ja auch auf unterschiedliche geschlechtsspezifische Präferenzen zurückzuführen. Das heiß natürlich nicht, daß alle Männer Maschinenbau studieren und alle Frauen mit Kindern Teilzeit arbeiten wollen.

BILD: Mann und Frau ergänzen sich und sind aufeinander bezogen (Foto: Dr. Edith Breburda)

Aber das heißt, daß die Wahrscheinlichkeit bei einem zufällig ausgewählten Mann, daß er eine Neigung zum Maschinenbau hat, höher ist als bei einer zufällig ausgewählten Frau. Und daß diese Pfäferenz nicht nur auf die in diesem Zusammenhang immer gern genommenen „veralteten Rollenbilder“, „strukturellen Barrieren“ und „gläsernen Decken“ zurückzuführen sind, sondern tatsächlich die Natur doch eine kleine Rolle spielt.

Ich bin selbst Soziologin und ich zweifle an der für den Feminismus grundlegenden Position Simone de Beauvoirs, die da lautet: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“  – Ich glaube, dass die Einflüsse von Natur und Kultur 50:50 sind, vielleicht auch 60:40 oder 40:60. Dass es auf jeden Fall eine Rolle spielt, ob ein Mensch biologisch ein Mann oder eine Frau ist. (…)

Ich bin für einen Staat, ich bin für einen frauenpolitischen Ansatz, der nicht Gleichstellung, sondern Gleichberechtigung im Blick hat. Meinem Staatsverständnis und meinem Menschenbild entspricht es nicht, wenn der Staat versucht, möglichst Gleichverteilung im Ziel zu erreichen (auch wenn dieses Verständnis von Frauenpolitik den unabweisbaren Vorteil hat, diese Gleichverteilung nie zu erreichen, erst recht nie dauerhaft, und damit niemals überflüssig zu werden).

Ich möchte, dass der Staat versucht, möglichst große Freiheit auf dem Weg zu erreichen. Welche Verteilung zwischen den Geschlechtern dann am Ende dabei raus kommt, das geht den Staat dann nichts mehr an.“

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel der CDU-Politikerin hier: http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_11_02_dav_aktuelles_freiheit-statt-gleichheit.html


Versinkt der Nahe Osten in einem Chaos inner-islamischer Machtkämpfe?

Von Frederick Kühne

Europa erlebt einen seit Jahrhunderten nie dagewesenen Zustrom von Menschen aus dem islamischen Kulturraum. Dies muss Europa als Herausforderung begreifen: entweder Europa verändert die Welt – oder Europa wird von den angrenzenden Kulturen verändert.  flyerstralsund2

Erdogan schaut jahrelang tatenlos dem Morden der islamofaschistischen Terrormiliz ISis zu. Jetzt beerdigt Erdogan als erstes den Friedensprozeß mit den Kurden, welche die engagiertesten Kämpfer gegen die terroristischen Schergen stellen…

Assad verschläft vor vier Jahren die Chance seines Lebens: statt einem Nachfolger den Weg zu bereiten, stürzt er sein ganzes Land in den Krieg.

Die islamistischen Palästinenser von der Hamas feuern weiter Raketen auf Israel , ohne dass wir davon in unseren Zeitungen und Fernsehstationen informiert werden.

Assad wird von der schiitischen Hisbollah-Miliz im Kampf gegen den IS unterstützt – und natürlich vom Iran. Der Iran feierte gerade noch sein Atomdeal mit den USA, Deutschland, Frankreich und Russland… und doch dürfen wir frisch lesen, dass der geistliche Ver-Führer Irans die Vernichtung Israels in spätestens 25 Jahren kommen sieht.

Saudi-Arabien unterstützt unterschwellig den sunnitischen Terror, während der Iran den schiitischen Terror sowie die Aleviten stützt. Erdogan versucht, die Türkei zum sunnitischen Sultanat zu machen, wobei die sozialistisch-atheistischen Kurden im Weg stehen…

Christlich-jüdisches Kulturerbe gefährdet

Während Millionen Araber nach Europa fliehen und dort das christlich-jüdisch kulturelle Erbe langfristig gefährden, sollte die niedrige Geburtenrate der Europäer weiterhin mit den hohen Zuwanderungsraten und den Geburtenüberschüssen der muslimischen Araber korrelieren, schauen die reichen arabisch-sunnitischen Golfstaaten wie Saudi-Arabien dem Morden der sunnitischen Terrormilizen nach außen hin tatenlos zu. foto-dcubillas-www_freimages_com_

In Wirklichkeit billigen oder unterstützen sie diesen Terror, schotten ihre Grenzen zugleich für muslimische Flüchtlinge hermetisch ab. In vielen muslimischen Staaten Afrikas wüten ebenfalls islamistische Terrorbanden, herrschen Diktatoren oder elitäre Zirkel, die die Rohstoffeinnahmen der Länder als Selbstbedienungsläden betrachten.

Die USA ziehen sich unter Obama aus der Weltpolitik mehr und mehr zurück, hinterlassen dieses machtpolitische Vakuum den Terroristen und Warlords und überlassen Europa seinem Flüchtlingssschicksal.

„Flüchtlings-Kanzlerin“ Merkel ist europaweit isoliert

Europäische Politiker in Dänemark, Großbritannien, Italien, Griechenland, Ungarn und Polen stehen der Masseneinwanderung aus fremden Kulturkreisen immer skeptischer gegenüber – mit Ausnahme der “Flüchtlings-Kanzlerin” Deutschlands…

Währenddessen droht die mühsam aufgebaute europäische Ordnung durch die Flüchtlingsmenge ins Chaos zu stürzen. 

Europa und insbesondere Deutschland muss aus ihrer  sicherheitspolitischen und geostrategischen Lethargie ausbrechen. Dazu braucht es kulturelles, sicherheitspolitisches und geostrategisches Selbstbewusstsein.

Europa und Deutschland müssen sich insbesondere ihres kulturellen christlich-jüdischen aufgeklärten Erbes bewusst sein, dieses pflegen und schützen zu wollen. Deutschen Politikern der jetzigen Spitzengeneration fehlt der Mut und die Weitsicht, dass die eigene christlich-jüdische abendländich-aufgeklärte Kultur vor dem Massenansturm aus Arabien offensiv zu schützen ist.

Offensiver Schutz des Abendlandes mit Israels Hilfe

Offensiver Schutz bestünde aus massiver Unterstützung der Flüchtlingscamps vor Ort in den Ländern Jordaniens, der Türkei und im Irak durch Geld, Medizin, Bildung. Offensiver Schutz bestünde aber auch in der Stärkung des eigenen Militärs, welches durch bessere Ausrüstung und Training zum Beispiel mit israelischen Streitkräften auf den Guerilla-Bodenkampf vorbereitet werden muss, um  Terrorgruppen das Handwerk zu legen.blog1-205x130

Offensiver Schutz bedeutet auch die gemeinsame Sicherung der Außengrenzen Europas. Anstelle gegenseitiger Schuldzuweisungen in den osteuropäischen Transitländern Ungarn, Slowenien, Kroatien und Serbien müssen sich die Visegrad Länder auf einen gemeinsamen Schutz der Außengrnzen zur Türkei einigen.

Offensiver Schutz bedeutete auch, europäische und deutsche Interessen zu formulieren und eine extraterritoriale Einflusszone in der europäischen Nachbarschaft zu schaffen.

Europa sitzt näher an Afrika und dem Nahen Osten als die USA und weite Teile Russlands. Europa – auch Deutschland –  muss gegenüber den USA und Russland seine Interessen viel stärker und nachdrücklicher vertreten und klar machen: der Nahe Osten und Nordafrika ist der geopolitische Vorhof Europas. “Ohne uns und gegen uns geht da  in Zukunft und ab sofort nichts mehr” muss die Aussage gegenüber den USA und Russland lauten.

Keinesfalls darf Europa in der Schockstarre verharren und die Flüchtlingswelle über sich hereinbrechen lassen, ohne seine eigenen Interessen zu schützen. Dabei kann Deutschland nicht erwarten, dass die anderen Europäer sich wie von selbst der deutschen Asylpolitik anschliessen werden.

Quelle und Fortsetzung des Artikels HIER: http://99thesen.com/2015/09/14/3417/


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