Hessen: Kinder erzielen Spitzenergebnisse nach Hausunterricht durch ihre Eltern

Ein christliches Ehepaar aus Osthessen, das seit 1993 seine Kinder zu Hause unterrichtet und damit gegen die Schulpflicht verstößt, hat die Schulbehörden aufgefordert, einzulenken:

„Die hessische Kultusbürokratie muss aufhören, Strafanträge gegen uns zu stellen“, sagte Thomas Schaum der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Er und seine Frau Marit haben neun Kinder.

Der aktuelle Anlass: Ihr siebtes Kind – Elisabeth – hat nach dem Hausunterricht ein Jahr lang die Abschlussklasse der Haupt- und Realschule Homberg besucht, um einen staatlich anerkannten Abschluss zu erwerben. Mit einem Notendurchschnitt von 1,1 habe sie das beste Ergebnis aller Realschüler erzielt, so Schaum. Nur in Sport habe sie ein „befriedigend“ bekommen. Ihre Schwester Jael schaffte 2014 sogar eine glatte 1 in allen Fächern.

In diesem Jahr müsste eigentlich die jüngste Tochter Anna eingeschult werden, die ebenfalls zu Hause unterrichtet werden soll. Sie könne schon jetzt „recht ordentlich lesen“ und komme mit den „Grundrechenarten einigermaßen gut zurecht“. Dennoch mache das Schulamt bereits „Jagd“ auf sie und habe neben einem schon laufenden Strafantrag einen weiteren angedroht.

Nach Schaums Worten hatten auch alle anderen Kinder „Spitzenergebnisse“ erreicht und erfolgreich ihre Ausbildungen absolviert. Mit dem aktuellen Zeugnis von Elisabeth sei das in Deutschland geltende Verbot des Hausunterrichts erneut „ad absurdum“ geführt worden.

Eine IDEA-Anfrage dazu beim Kultusministerium in Wiesbaden blieb unbeantwortet.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/hausschuelerin-schafft-abschlusszeugnis-mit-11-101696.html


Bayern: Kommt ein genderbewegter Lehrplan zur Sexualkunde an die Schulen?

Mathias von Gersdorff

Von der großen Öffentlichkeit unbemerkt ist man in Bayern dabei, einen Lehrplan einzuführen, der eine regelrechte Gender-Sexualerziehung vorsieht. Podium5

Die „Süddeutsche Zeitung“  –  sicher kein konservatives Blatt  –  ist hocherfreut und berichtet am 11. März 2016:

„Der Sexualkundeunterricht im Freistaat ist in der Moderne angekommen. . . . Das Thema Geschlechterrollen und Identitätssuche war bisher auf die klassische Familie und Homosexualität beschränkt. Im neuen Konzept wird diesem Themenkomplex ein eigenes Kapitel gewidmet und mit einem Imperativ an die Lehrer belegt: >Die Vielfalt der Lebensformen und die Themen Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität werden dabei vorurteilsfrei von der Lehrkraft angesprochen.<“

Über die neuen „Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayerischen Schulen“ berichtet die „Augsburger Allgemeine“ ebenfalls am 11. März 2016: „Die CSU-Staatsregierung will unterschiedliche Aspekte der sexuellen Orientierung und Identität ab der achten Klasse im Unterricht künftig stärker thematisieren. . . . Die Schüler lernen, die eigene sexuelle Orientierung zu achten und „Diversität“ zuzulassen.“

Die „Bayerische Staatszeitung“ weist darauf hin, dass alle Kinder zu dieser Indoktrination gezwungen werden sollen:

„Dass im Unterricht ausdrücklich Themen wie Homo-, Bi-, Trans- oder Intersexualität von den Lehrkräften „vorurteilsfrei angesprochen“ werden sollen, ist in der Tat neu an bayerischen Schulen. Davor drücken kann sich künftig keiner, weder Lehrer noch Schüler oder Eltern. Denn die Richtlinien sind verbindlich. „Der Unterricht im Klassenverband ist eine Pflichtveranstaltung, der sich keiner entziehen kann – egal aus welchem Elternhaus“, betonte Ellegast.“  – Wolfgang Ellegast ist Ministerialrat im Bildungsausschuss des Landtages.

Der „Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)“ begrüßte das Papier aus dem Kultusministerium: „Es ist positiv, dass darin vor allem auch der Vielfältigkeit menschlicher Sexualität wie Bi-, Trans- oder Intersexualität Raum gegeben wird bzw. diese verstärkt Berücksichtigung findet“, sagte Simone Fleischmann, Präsidentin des Verbandes.

Der Entwurf wurde am 10. März 2016 dem Landtag vorgelegt. Wir werden über den weiteren Verlauf berichten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“