KuMi-Konferenz: Schulstreiks sollen künftig bestraft werden – warum erst jetzt?

Das Schuleschwänzen von Anhängern der „Fridays for Future“-Bewegung soll künftig geahndet werden. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Alexander Lorz, hat gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit geäußert, er erwarte nach den Sommerferien Strafen für streikende Schüler.

„Wer zu einer Demo geht, die nicht Teil einer Lehrveranstaltung ist, fehlt unentschuldigt – mit allen Folgen“, betonte Lorz. Es gebe keine Garantie dafür, daß bei einem Regelbruch nichts passiere. Für zivilen Ungehorsam dürfe es keine „Vollkaskoversicherung“ geben. Als Strafe seien Bußgelder möglich.

Es sei zudem nicht die Aufgabe von Lehrern, den Schülern einen Ausgleich für unentschuldigtes Fehlen anzubieten. „Wer sich entscheidet, nicht zur Schule zu gehen, bezahlt dafür einen Preis, denn er muß nacharbeiten, aufholen und sich kümmern“, sagte Lorz.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Präsident des Dt. Lehrerverbands kritisiert Schulpolitik der drei Stadtstaaten

Angesichts des miserablen Abschneidens von Hamburg, Berlin und Bremen beim Grundschulvergleich haben Lehrerfunktionäre harsche Kritik an der Schulpolitik der Stadtstaaten geübt. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, bemängelte den Trend zur Absenkung von Anforderungen, um möglichst viele Schüler zum Abitur zu bringen.

„Der infiziert die ganze Republik„, so Kraus gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Und die Kultusministerkonferenz macht da auch noch mit.“

Er prangerte zudem „völlig anspruchslose Lehrpläne und eine lasche Unterrichtsdidaktik“ in den Stadtstaaten an. Die Kultusminister der Stadtstaaten müssten ihre Stundentafel in den Kernfächern Deutsch und Mathematik deutlich erhöhen und sich auf detailliertere Lehrpläne festlegen.

Zudem sei „Früh-Englisch“ überflüssig, „diese Stunden sollten dem Fach Deutsch zugute kommen„.

Auch der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, kritisierte: „Die Politik wünscht sich hohe Übertrittsquoten zum Gymnasium. Um diese zu erreichen, überbieten die Stadtstaaten sich mit immer neuen Innovationen.“  – Dies führe zu Qualitätsverlusten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur