Zum Fest der hl. Erzengel Gabriel, Michael und Raphael am 29. September

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann 

Glauben Sie an Engel? Sind Sie schon einem Engel begegnet?

Engel begegnen uns heutzutage in allen möglichen Situationen des Alltags: in der Werbung, in Filmen und auch in vielen Liedern. Sie werden immer wieder gerne besungen, manche Pop-Gruppen benennen sich sogar nach ihnen.

Auch in der Kunst begegnen uns die Engel. Wer kennt sie nicht – die beeindruckenden Engeldarstellungen eines Michelangelo oder Raffaelo.

Selbst Menschen werden als Engel bezeichnet. „Du bist ein Engel!“ ist ein häufig verwendetes Kompliment. Damit will man ausdrücken: „Du bist mir wichtig, du tust mir gut!“. Ich finde es schön, wenn man das von einem anderen Menschen sagen kann! Denken wir an den „Engel von Kalkutta“, die hl. Mutter Teresa.

Die Kirche feiert am 29. September das Fest der hl. Erzengel Gabriel, Michael und Rafael. Und am 2. Oktober begehen wir den Gedenktag der hl. Schutzengel.

Während Michael als Streiter Gottes gilt und Gabriel als biblischer Bote, drückt Rafael als Begleiter von Tobias im Alten Testament doch am ehesten das aus, was in unserer Gesellschaft mit einem Engel verbunden wird: „Da ist einer, der für mich da ist. Er steht mir zur Seite.“

Auf dem Friedhof wird der Gedanke ganz deutlich, wenn es auf manchem Grabstein heißt: „Mögen Engel dich begleiten.“ So gesehen ist der Gedanke an Engel nicht kitschig oder überholt, sondern allseits präsent. Gott schickt uns auch heute Engel als Begleiter, die mit uns gehen „bis ins Paradies hinein“, wie es in einem Lied heißt, also über den Tod hinaus. Ein tröstlicher Gedanke!

Als Priester wird man immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob es Engel überhaupt gibt und wenn ja, warum wir sie brauchen?

Der Katechismus der katholischen Kirche sagt unter Nummer 328: „Dass es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich „Engel“ genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der Überlieferung.“

Jeder hat einen Schutzengel, der ihn begleitet, beschützt und auf die guten Wege Gottes führen möchten. Unzählige Menschen, die auf wundersame Weise gefährliche Situationen heil und unversehrt überstanden haben, bezeugen die Wirklichkeit dieser himmlischen Beschützer.

Wir müssen unsere Schutzengel häufig anrufen, große Achtung vor ihnen haben und vor allem zusehen, dass wir sie nachahmen in allem, was wir tun.

Um das zu verdeutlichen, zitiere ich den Text vom einem Lied: „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ – besser bekannt als das Wolgalied – stammt aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Bela Jenbach und Heinz Reicher; die Musik wurde von Franz Lehár komponiert:

„Es steht ein Soldat am Wolgastrand,
Hält Wache für sein Vaterland.
In dunkler Nacht allein und fern,
Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.
Regungslos die Steppe schweigt,
Eine Träne ihm ins Auge steigt:
Und er fühlt, wie’s im Herzen frißt und nagt,
Wenn ein Mensch verlassen ist, und er klagt,
Und er fragt:

Hast du dort oben vergessen auf mich?
Es sehnt doch mein Herz auch nach Liebe sich.
Du hast im Himmel viel Engel bei dir!
Schick doch einen davon auch zu mir.“

Ja – Liebe Schwestern und Brüder! „Du hast im Himmel viel Engel bei dir! Schick doch einen davon auch zu mir.“  – Wir wissen, dass sich viele Menschen nicht gerne darüber Rechenschaft geben, dass es die Engel gibt.

So gehen die hl. Engel förmlich anonym mit ihnen durch diese Welt. Nicht dass sie deswegen weniger treu sein würden oder weniger eifrig. Aber nie beachtet oder verkannt zu werden (denken wir an die Esoterik), das ist natürlich für den hl. Engel „schwer“ und dadurch kann er auch dem Menschen weniger helfen, wenn dieser gar nicht auf ihn ausgerichtet ist, wenn er nicht an ihn denkt, um ihn weiß oder an ihn glaubt.

Viel leichter ist es für den hl. Engel, zu helfen, wenn ein Mensch ihn gläubig anruft und sich bemüht, mit dem hl. Schutzengel durchs Leben zu gehen. Bitten wir sie besonders an ihrem Festtag mit dem Gebet, das viele von uns aus ihrer Kindheit kennen:

„Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein.
Tag und Nacht, ich bitte dich, beschütze und bewahre mich.
Lass mich leben recht und fromm, dass ich in den Himmel komm!“ 

 

 


Die Münchner Kammerspiele bieten den Abtreibungsärzten Hänel und Stapf ein Podium

Pressemeldung der ALfA:

Deutschlands bekannteste Abtreibungsärzte Kristina Hänel und Andreas Stapf bekommen ein Podium in den Münchener Kammerspielen – am morgigen Freitag, den 7. Juni, reden sie über den § 219a StGB (Werbeverbot für Abtreibungen).

Im Ankündigungstext heißt es: „Gemeinsam sprechen sie mit der Autorin und Aktivistin Sarah Diehl über die reproduktiven Rechte von Frauen und Menschen mit Uterus.“ 

Andersdenkende sind in dieser Runde unerwünscht.

BILD: ALFA und CDL protestieren gegen eine SPD-Preisverleihung an den Abtreibungsarzt F. Stapf in München

Wie hoch der Unterhaltungswert der Beteiligten ist, mag dahingestellt sein, dem Bildungsauftrag eines Theaters kommt jedoch das Podiumsgespräch ganz sicher nicht nach: es ist nichts anderes zu erwarten als die Inszenierung von Positionen, die bereits sattsam bekannt sind.

Frau Hänel und Herr Stapf verdienen ihr Geld nach eigener Aussage mit dem Töten: „Auch wenn ich persönlich denke, dass der Begriff Töten zum Thema Abtreiben dazugehört. Ein Embryo, eine Leibesfrucht, ist für mich etwas Lebendiges, und nach der Abtreibung lebt es nicht mehr“, schreibt Kristina Hänel in ihrem Buch „Die Höhle der Löwin“.

Auf ihrer Homepage sagt sie dagegen, bei einer Abtreibung würde „Schwangerschaftsgewebe“ abgesaugt.

Wer sagt, er möchte Frauen sachlich informieren, sollte stets die wissenschaftlich korrekten Fachbegriffe wie „Embryo“ oder einfach „Mensch“ verwenden, keine sachlich falschen Formulierungen.

Er sollte Frauen darüber informieren, dass bei einer Abtreibung ein kleiner Mensch mit Herzschlag, voll ausgebildeten Gliedmaßen und Organen stirbt – und kein „Gewebe“. 

Wer Frauen wirklich helfen will, sagt ihnen die Wahrheit über Abtreibungen. Wer Frauen wirklich helfen will, tötet nicht ihre Kinder, sondern reicht ihnen die Hand.

Die Verantwortlichen der Münchener Kammerspiele haben soviel Respekt vor „Menschen mit Uterus“, dass sie ihnen sogar eine extra Anrede widmen, für den Fall, dass diese sich nicht als Frau fühlen.

Aber sie haben keinerlei Respekt, Achtung oder auch nur Mitleid mit den Menschen, die sich in einem Mutterleib befinden.

Warum ein aus Steuermitteln finanzierter Kulturbetrieb der verfassungs- und grundgesetzwidrigen Einstellung von Stapf und Hänel ein Podium bietet, bleibt das Geheimnis des Münchener Kulturreferats.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. ist eine der größten Lebensrechtsorganisationen in Europa und beteiligt sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise am politischen Meinungsbildungsprozess. Sie tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, mit oder ohne Krankheit und Behinderung, alt oder jung. Die ALfA hat rund 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL) e.V


Papst Benedikts Predigt in NOTRE DAME bei seiner Frankreichreise im September 2008

PREDIGT von BENEDIKT XVI. in Paris, Notre-Dame
Freitag, 12. September 2008

Gepriesen sei Gott, der uns diese Begegnung an einem Ort erlaubt, der dem Herzen der Pariser, aber auch aller Franzosen so teuer ist!

Gepriesen sei Gott, der uns die Gnade schenkt, daß wir Ihm unser abendliches Gebet widmen dürfen, um Ihm den gebührenden Lobpreis darzubringen mit den Worten, welche die Liturgie der Kirche vom Synagogen-Gottesdienst geerbt hat, an der Christus und seine ersten Jünger teilgenommen haben!

Ja, gepriesen sei Gott, daß ER uns so zu Hilfe kommt – in adiutorium nostrum –, um uns zu helfen, das Opfer unserer Lippen zu Ihm aufsteigen zu lassen!

Wir sind hier versammelt in der Mutterkirche der Diözese Paris, in der Kathedrale Notre-Dame, die sich im Herzen der Stadt erhebt als ein lebendiges Zeichen der Gegenwart Gottes mitten unter den Menschen.

Mein Vorgänger Papst Alexander III. hat ihren Grundstein gelegt, die Päpste Pius VII. und Johannes Paul II. haben sie mit ihrem Besuch beehrt, und ich freue mich, ihren Spuren zu folgen, nachdem ich vor einem Vierteljahrhundert hierhergekommen war, um einen Vortrag über die Katechese zu halten.

Wie sollte man nicht Ihm, der die Materie wie den Geist erschaffen hat, danken für die Schönheit des Gebäudes, das uns umgibt?

Die Christen von Lutetia hatten bereits eine dem heiligen Stephanus, dem ersten Märtyrer, geweihte Kathedrale errichtet, die zu klein geworden war – und im Laufe des 12. bis 14. Jahrhunderts durch die Kathedrale ersetzt worden ist, die wir heute bewundern können.

Der Glaube des Mittelalters hat die Kathedralen erbaut, und eure Vorfahren sind hierhergekommen, um Gott zu loben, ihm ihre Hoffnungen anzuvertrauen und ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen. Große kirchliche und weltliche Ereignisse haben in diesem Heiligtum stattgefunden, wo Architekten, Maler, Bildhauer und Musiker das Beste ihrer selbst gegeben haben…

Die Kunst als Weg zu Gott und das gemeinschaftliche Gebet als Lob der Kirche an den Schöpfer haben Paul Claudel geholfen, den Weg zu einer persönlichen Erfahrung mit Gott zu finden, als er 1886 hier am Weihnachtstag an der Vesper teilnahm. Es ist bezeichnend, daß Gott seine Seele gerade während des Gesangs des Magnifikat erleuchtet hat, in dem die Kirche den Gesang der Jungfrau Maria, der heiligen Patronin dieses Ortes, hört, der die Welt daran erinnert, daß der Allmächtige die Niedrigen erhöht hat (vgl. Lk 1,52)…

Unter den Gewölben dieser geschichtsträchtigen Kathedrale ist soeben als Zeuge des unablässigen Austauschs, den Gott zwischen den Menschen und Ihm selbst herstellen wollte, das Wort Gottes erklungen. Das Wort Gottes soll unser Abendopfer sein, wie es die Darbringung des Weihrauchs, der unser Lob an Gott sichtbar werden läßt, deutlich macht.

Es fügt sich, daß die Worte des Psalmisten die Stimmung unserer Seele auf eine so treffliche Weise beschreiben, wie wir es uns nicht vorzustellen gewagt hätten: „Ich freute mich, als man mir sagte: »Zum Haus des HERRN wollen wir pilgern«(Ps 122,1).

Laetatus sum in his quae dicta sunt mihi: Die Freude des Psalmisten, die in den Worten des Psalms enthalten ist, erfüllt unsere Herzen und findet dort tiefen Widerhall.

Unsere Freude ist es, zum Haus des HERRN zu wallfahren, denn  –  die Väter haben es uns gelehrt  –  dieses Haus ist nichts anderes als das konkrete Symbol für das himmlische Jerusalem, das zu uns herabkommt (vgl. Offb 21,2), um uns die schönste Wohnstatt anzubieten…

Wir schließen uns den Pilgern an, die nach Jerusalem und die Stufen des Tempels hinaufgestiegen sind, wir schließen uns den Tausenden Männern und Frauen an, die erkannt haben, daß ihre irdische Pilgerreise ihr Ziel im Himmel finden wird, im ewigen Jerusalem, und die auf Christus vertraut haben, daß er sie dorthin führe. In der Tat, welche Freude zu wissen, daß wir unsichtbar von einer solchen Fülle von Zeugen umgeben sind!

Unser Weg zur heiligen Stadt wäre nicht möglich, wenn wir ihn nicht in der Kirche gingen, die Keim und Vorausbild des himmlischen Jerusalem ist. „Wenn nicht der HERR das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut(Ps 127,1).

Wer ist dieser HERR, wenn nicht unser HERR Jesus Christus? ER ist es, der seine Kirche gegründet hat, der sie auf den Felsen gebaut hat, auf den Glauben des Apostels Petrus.

Wie es der bereits zitierte heilige Augustinus ausdrückt: „Es ist Jesus Christus, unser HERR, der selbst seinen Tempel errichtet. Viele mühen sich ab bei dem Bau, aber wenn es nicht der HERR ist, der den Tempel errichtet, mühen sich die Bauleute vergebens (Enarratio in Psalm 126,2).

Nun, liebe Freunde, stellt sich Augustinus die Frage, wer diese Bauleute sind. Und er selbst antwortet darauf: „Diejenigen, die in der Kirche das Wort Gottes verkünden, die die Sakramente spenden. Wir laufen jetzt alle, wir arbeiten alle, wir bauen alle“, aber Gott allein ist es, der in uns „baut, der ermahnt, der den Verstand weitet, der unseren Geist den Glaubenswahrheiten zuwendet“.

Wie wunderbar ist unser Wirken im Dienst am Wort Gottes!

Wir sind die Werkzeuge des Heiligen Geistes; Gott ist so demütig, daß er uns gebraucht, um sein Wort zu verbreiten. Wir werden seine Stimme, nachdem wir unser Ohr seinem Mund zugewandt haben. Wir legen sein Wort auf unsere Lippen, um es der Welt zu geben. Das Opfer unseres Gebetes ist ihm wohlgefällig und dient ihm dazu, sich all denen mitzuteilen, denen wir begegnen.

Quelle und Fortsetzung der Ansprache hier: http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/homilies/2008/documents/hf_ben-xvi_hom_20080912_parigi-vespri.html


Antikes Bild in der Wüste Negev entdeckt: Christusgesicht mit kurzem und lockigem Haar

„Plötzlich sah ich ein Auge. Und dann erschien Jesu Gesicht.“ –  Die Szene klingt wie eine wundersame Bekehrung zum Christentum. Doch handelt es sich um eine archäologische Entdeckung in Schivta, im Süden Israels, durch die Kunsthistorikerin Emma Ma’ajan-Fanar, als sie die Apsis einer der drei alten Kirchen genauer untersuchte.   

Schivta liegt im Herzen des Negev, etwa 40 km südwestlich von Be’er Scheva. Das Dorf wurde im 2. Jahrh. v. Chr.  gegründet und überlebte etwa 650 Jahre.

Das neu entdeckte Gesicht aus dem Schivta des 6. Jahrh. zeigt Jesus mit kurzem, lockigem Haar, langem Gesicht und einer verlängerten Nase, während er im Westen meist mit fließendem Langhaar und Bart dargestellt wurde. (BILD siehe HIER)

In den ersten Jahrhunderten wurde Jesus auf vielfältige Weise dargestellt: mit kurzen Haaren, langen Haaren, bärtig oder rasiert…

Z. B. zeigen Katakomben in Rom aus dem 4. Jahrh. Jesus mit kurzen Haaren. So auch die Bilder Jesu, wie sie koptische Christen in Ägypten und frühe Byzantiner in Syrien gezeichnet hatten. Im 6. Jahrh. wurde Jesus im Westen mit langen Haaren und Bart gezeichnet, während er im Osten noch einige Zeit kurze Haare trug.

Quelle und vollständiger Artikel von Ulrich W. Sahm hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2018/11/15/fruehe-jesus-abbildungen-in-wueste-negev-entdeckt/

Siehe hierzu ein ergänzender Artikel über die frühchristliche Jesus-Abbildung von Dura: https://www.feinschwarz.net/wie-sah-jesus-aus/


Petition gegen ehrfurchtslosen Wettbewerb „Ein Kleid für Maria“ im Dom von Aachen

Das Domkapitel Aachen lobte anlässlich der Feierlichkeiten zu „40 Jahre UNESCO Welterbe Aachener Dom“ den Gestaltungswettbewerb „Ein Kleid für Maria“ aus (bit.ly/2v22pQi). Dabei soll ein neues „Kleid“ für die Gottesmutter und freiwillig auch ein „Gewand“ oder „Schmuck“ für das Jesuskind entworfen werden. 

In der Pressemitteilung des Aachener Doms wurde dazu verlautbart, dass das Ziel des Wettbewerbs sei „die sinnliche Gestaltungsqualität von Liturgie und Kirchenraum zu steigern und die Verehrungsformen zu modernisieren – dies in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst.“

Weiter heißt es dort:

> „Anders als bei den bisherigen Gewändern soll es sich nicht um ein Festtagsgewand handeln. Gewünscht ist ein modernes Gewand für den Alltag.“ (www.aachener-domschatz.de/wp-content/uploads/2018/07/180703-Presseinformation-des-Domkapitels.pdf)

Denkbar ist also, dass Maria demnächst mit einer Jeans-Jacke oder Funktionskleidung aus recyceltem Plastik öffentlich dargestellt wird.

Am 3.7.2018 wurde in der WDR-Mediathek ein Video mit fragwürdigem Inhalt veröffentlicht (bit.ly/2uSQMMh). Leider gaben die Äußerungen der Initiatorin, Frau Dr. Birgitta Falk, Leiterin der Domschatzkammer Aachen, Anlass zu großer Sorge:

“Wir wollen gerne diese Tradition in die Moderne führen und haben deswegen ein neues Kleid ausgeschrieben. Und uns ist ganz wichtig, nicht wieder sowas Prächtiges für Maria als Himmelskönigin, sondern Maria als Frau aus dem Volke, Maria als Gegenüber zu der man betet […].“

Auf die Aussage einer Moderatorin, dass selbst Entwürfe „die etwas gegen den Strich gebürstet“ wären, erlaubt seien: “Wir sind für alles offen, ja“!  – Moderatorin: „Aber auch für luftige Bademoden oder Hosenanzüge a la Kanzlerin?“ –  Dr. Falk: „Wenn es ein künstlerischer Ausdruck ist oder eine künstlerische Botschaft hat, dann muss man darüber diskutieren.“

Im WDR-Bericht wurden nun zunächst Entwürfe vorgestellt, die alles andere als würdig für eine Darstellung der Mutter Gottes sind: Maria im Bikini, Maria im „Goa Style“….

Fortsetzung des Petitions-Artikels und Seite zum Online-Unterzeichnen (Daten in vier Stufen eingeben) HIER: https://www.openpetition.de/petition/online/unterschriften-sammlung-gegen-die-aktion-ein-neues-kleid-fuer-maria/unterschreiben/adresse

 


Stillose „Kunst“: Fotocollage in Konstanz

Von Felizitas Küble

In Konstanz am Bodensee gab es in Erinnerung an das spätmittelalterliche Konzil von Konstanz (1414 – 1418), das nach dem Durcheinander diverser Gegenpäpste ein neues Kirchenoberhaupt wählte, eine Reihe von Veranstaltungen und städtische Aktivitäten.

Anfang Mai 2018 begannen dort einige Kunstausstellungen, darunter eine Art Mega-Fotocollage an der Hauswand auf der Eingangsseite des Konzilsgebäudes (siehe Foto).

Nun ist man bei „modernen“ Künstler-Einfällen manch Sonderbares gewohnt, wobei gerade in religiöser Hinsicht die Grenzen des guten Geschmacks des öfteren überschritten werden.

So wirkt das auch bei dieser riesigen Installation: Dort werden fast allen Personen auf einem alten Gruppenbild verschiedene Christus- und Madonnen-Bilder aufgesetzt, teils antike Darstellungen, teils mittelalterliche oder neuzeitliche. 

Das „Klassenbild“ von Benjamin Bergmann gehört zu einer Initiative „Kunst im öffentlichen Raum“, wie man sie ähnlich auch in anderen Großstädten  – z.B. auch bei den Skulpturen in Münster – findet.

Allerdings erscheint es stillos und grenzwertig, die Köpfe x-beliebiger Personen durch ein Christus- oder Marienbild zu ersetzen (vielfach wird Jesus mit einer Dornenkrone gezeigt). 

Wie ein Leser uns mitteilt, taucht in der unteren Reihe (Dritter von rechts) überraschend das Gesicht von Klaus Kinski auf. Falls ja, so war das jedenfalls ein ausgesprochen „schräg“ agierender Schauspieler, der mit dem Christentum und seinen Werten gewiß nichts am Hut hatte – und dessen älteste Tochter sich in ihrem Buch „Kindermund“ über den sexuellen Mißbrauch Kinskis beklagte.  (Näheres hier: https://www.deutschlandfunkkultur.de/abgeschleckt-und-abgeschoben.950.de.html?dram:article_id=234714)

 

 


Hamburg: Jüdischer Salon referiert über Poesie und Kunst nach Hannah Arendt

Der Jüdische Salon im Café Leonar in Hamburg veranstaltet im Juni Gespräche mit Natan Dvir und dem Literatur-Professor Amir Eshel.

Am Montag, dem 25. Juni, folgt um 20 Uhr ein Gespräch mit Amir Eshel zum Thema „Mit Hannah Arendt Zukünftigkeit denken“. 
 
Nach Auffassung der deutsch-jüdischen Philosophin Arendt kann „poetisches Denken“ neue Wirklichkeiten herstellen. An Vergangenes und zugleich Gegenwärtiges anknüpfend, eröffnet es die Möglichkeit, „Zukünftigkeit“ zu entwerfen. Die Aufgabe des Kunstwerks sei die ständige Neuschöpfung der Welt. Es kann dadurch Denkprozesse anstoßen über unsere Fähigkeit zur Gestaltung der Wirklichkeit.

BILD: Sonderausgabe der Zeitschrift „Philosophie“ über die jüdische Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt

Dieser Vorstellung poetischen Denkens soll im Gespräch mit Amir Eshel anhand von Werken der Literatur, der Poesie und der Bildenden Kunst nachgegangen werden.

Im Fokus der Auseinandersetzung stehen sowohl deutsch-jüdische Dichtungen – darunter von Franz Kafka und Paul Celan – als auch hebräische und israelische Kunstwerke, wie von dem Bildhauer Dani Karavan oder dem Schriftsteller Samuel Joseph Agnon, aber auch von Amir Eshel selbst.

Ort: Jüdischer Salon im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg