Neues christliches Mädchen-Magazin gestartet

Auf der Reise in die Erwachsenenwelt werden Mädchen mit vielfältigen Fragen konfrontiert. Die neue Zeitschrift Sis möchte Mädels ab 12 Jahren wie eine große Schwester zur Seite stehen. Gleichaltrige berichten aus ihrem Leben –  nach dem Motto „sisters inspire sisters“.

Außerdem gibt es neben Interviews mit christlichen Musikern und Künstlern aktuelle Themen und Kreativ-Ideen.

Am 25. Oktober erscheint die erste Ausgabe mit einem Titel-Interview mit den Instagram-Stars Lisa und Lena.

Die Erstausgabe greift besonders die Themen Begabung und Freundschaft auf. Zu Wort kommen neben den bekannten Zwillingen Lisa und Lena und der Sängerin Jennifer Pepper weitere junge Frauen. Zum Beispiel schildert ein Mädchen, wie sie mit dem Thema Alkohol umgeht.

In der Rubrik „Let’s talk“ dürfen die Leserinnen ihre Lebens- und Glaubensfragen loswerden.

Das Anliegen von Sis ist, dass Mädchen ihren Wert entdecken, im Glauben wachsen und ihr Leben selbstbewusst gestalten.

Sis ist das erste christliche Mädchen-Magazin in Deutschland, Österreich und der Schweiz und es wird von der evangelikalen Lydia-Redaktion (Gerth Medien) herausgegeben. 

Gratis-Probehefte zum Kennenlernen gibts bei Clarissa Gröschen: groeschen@gerth.de
Telefon: 0 64 43 – 68 16 / Fax: 0 64 43 – 68 68 11


Sachsen: Ministerin Stange (SPD) gegen Ausladung eines AfD-nahen Künstlers

Sachsens Kulturministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat die Ausladung des Malers Axel Krause von der Leipziger Jahresausstellung kritisiert. „Es geht nicht, daß Menschen wegen ihrer politischen Haltung stigmatisiert und gesellschaftlich ausgeschlossen werden. Die AfD ist eine demokratisch gewählte Partei“, sagte Stange den Dresdner Neuesten Nachrichten.

Krause war nach Protesten anderer Künstler aufgrund seiner Sympathien für die AfD und seiner Mitgliedschaft im Vorstand der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung von der Ausstellung ausgeladen worden. Zwischenzeitlich drohte auch das Aus der gesamten Veranstaltung.

Sie könne verstehen, daß man die Positionen der AfD nicht teilt, sagte Stange: „Aber wir leben zum Glück in einer Demokratie und die fordert uns auf, uns mit Positionen auseinanderzusetzen. Ausgrenzung ist der falsche Weg, damit spaltet man die Gesellschaft.“

Die Kunst- und Meinungsfreiheit gelte auch für Verlage, verdeutlichte die SPD-Politikerin mit Blick auf die Diskussion über konservative und rechte Verlage auf der Frankfurter und Leipziger Buchmesse.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/saechsische-kulturministerin-kritisiert-ausladung-von-axel-krause/


Historiker Wolffsohn kritisiert Abhängung von Nolde-Gemälden als „Tugendhysterie“

Von Felizitas Küble

Zur Zeit wird in Medien viel über den führenden Maler des Expressionismus, Emil Nolde, diskutiert. Obwohl die Nazis seine Kunst als „entartet“ ablehnten, war Nolde ein überzeugter Antisemit und auch ansonsten ein Anhänger der NS-Ideologie.

Dies wird derzeit in einer Berliner Ausstellung breit dokumentiert, ist aber unter Fachleuten längst bekannt.

Bundeskanzlerin Merkel hat jetzt sogar Nolde-Bilder in ihrem amtlichen Büro abgehängt.

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn kritisiert die jüngste Debatte und Merkels Abhäng-Aktion als „ein bisschen viel Tugendhysterie“.

Für ausländische Gäste, die das Kanzleramt besuchen, seien Nolde-Bilder keine Zumutung gewesen, sondern ein Bekenntnis zur Gebrochenheit deutscher Geschichte:

„Geschichte ist nicht nur eindimensional. Mich stört ganz schrecklich, dass wir so etwas wie eine korrekte Einheitsmeinung Deutschlands haben. Das ist so antiintellektuell, wie es nur sein kann.“

Gegenüber dem Deutschlandradio stellt der Münchner Geschichtswissenschaftler und Bestseller-Autor gestern (12.4.) außerdem klar: „Auf jeden Fall sind Nolde-Bilder zeigbar“, https://www.deutschlandfunk.de/historiker-zu-antisemitischem-kuenstler-auf-jeden-fall-sind.694.de.html?dram:article_id=446139

Wolffsohn erklärt, die Erwartung sei weltfremd, große Persönlichkeiten müßten eine „vollkommen reine Weste“ haben.

BILD: In seinem Bestseller „Deutschjüdische Glückskinder“ schreibt Prof. Wolffsohn über das Schicksal seiner Familie

Sodann gäbe es zudem jene, „die ganz bewusst leugnen, ignorieren, den Kopf in den Sand stecken. Wir kennen das auch in Bezug auf Günter Grass, der für viele immer noch moralisch auf dem Denkmalsockel steht.“

Doch für den in Israel geborenen Historiker zählt die Kunst als solche – und dazu gehöre die Tatsache, „dass sie von Menschen gemacht wird“. Niemand entspreche aber „dem Idealbild vom perfekten Menschen.“

Wolffsohn erinnert hierbei an das Luther-Jahr: „Wir haben im Jahre 2017 das Luther-Jahr gefeiert. Luther war ein ganz schlimmer Antisemit, der bis hin zur Verbrennung von Juden plädiert hat. Soweit ist Herr Nolde nicht gegangen.“


Werte-Union gegen EU-Urheberrechtsreform

Die WerteUnion fordert CDU und CSU auf, sich für die Verschiebung der EU-Urheberrechtsreform einzusetzen. Die Europa-Abgeordneten der Union fordert sie auf, erforderlichenfalls der Reform ihre Zustimmung zu verweigern. Ihr Vorsitzender Alexander Mitsch erklärt dazu:

„Wiederum soll ein umstrittenes Gesetz möglichst ohne öffentliche Diskussion durchgepeitscht werden. Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass die handelnden Akteure offenbar aus dem DSGVO-Desaster nichts gelernt haben.

So richtig es ist, von Google und Facebook einen gerechten Beitrag ihrer Milliardengewinne für die Kreativindustrie einzufordern, so sehr schießt die jetzt angedachte Regelung über das Ziel hinaus: Es droht sowohl eine ausufernde Haftung von Blogbetreibern als auch eine erneute Zensurwelle im Internet. Dies muss unbedingt breit diskutiert werden.“

Die WerteUnion kritisiert vor allem Art. 13 des Entwurfs, der Betreiber von Internetplattformen verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass keine urheberrechtswidrigen Inhalte auf ihren Seiten verbreitet werden. Dies bedeute eine Haftung jedes Betreibers ab dem Moment des Uploads. Der Betreiber könne sich der Haftung nur entziehen, indem er ständig sämtliche Inhalte seiner Webseite scannt.

 Im Zweifel wird er hierbei auch rechtmäßige Inhalte löschen, um der Haftung zu entgehen. Ohne Uploadfilter wird dies aber größeren Plattformen nicht möglich sein.

Mitsch: „Werden dabei erwartungsgemäß massenhaft rechtmäßige Werke oder Meinungsäußerungen unerkannt gelöscht, bedeutet dies nichts als massenhafte Zensur. Schon jetzt blockieren Soziale Medien wie Facebook in bedenklicher Weise rechtmäßige Meinungsäußerungen als „Hassrede“, um das Haftungsrisiko, das das NetzDG ihnen jetzt schon auferlegt, zu minimieren. Kleine Blogbetreiber haben schlicht nicht die Ressourcen, ständig ihre Webseite zu kontrollieren.“ 

Die WerteUnion regt stattdessen an, gezielt die Branchengrößen ab einer noch zu definierenden Nutzergröße zum Abschluss von Lizenzvereinbarungen ggf. mit einer neu zu gründenden Verwertungsgesellschaft zu verpflichten:

„Kreative und Künstler sollen endlich ihren gerechten Lohn erhalten. Dieser Entwurf wird aber nur für einen Kahlschlag allererster Güte sorgen, der das Internet, wie wir es kennen, nachhaltig beschädigen wird. Kreativen Startups nimmt er die Lust, neue Kommunikationsplattformen mit nutzergenerierten Inhalten zu entwerfen.“

Die WerteUnion erinnert daran, dass CDU und SPD in ihrem gültigen Koalitionsvertrag den Einsatz von Uploadfiltern als unverhältnismäßig abgelehnt haben. Dies gilt es unverändert umzusetzen. 

Die WerteUnion ist der konservative Flügel der CDU/CSU. Er wurde 2017 als Zusammenschluss der konservativen Initiativen innerhalb der Union gegründet und ist in allen 16 Bundesländern mit Landesverbänden vertreten.

Homepage: www.werteunion.info


AfD-Justitiar: Datenschutz gilt für alle

Medien berichten, dass bereits vor mehreren Wochen eine enorme Menge teils sensibler Daten von Bundes- und Landtagsabgeordneten, Künstlern und Journalisten aber auch Personen, die sich in deren Umfeld aufhalten, illegal in das Internet gestellt wurden. Das Ausmaß des Datenklaus ist nicht bekannt – auch gibt es keinerlei Informationen zu den Tätern.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, auch Justiziar der Fraktion, macht deutlich, dass derartige kriminelle Handlungen vollkommen inakzeptabel sind:

„Die politische Auseinandersetzung, sei sie auch hart in der Sache, darf nicht auf einem solchen Niveau geführt werden. Der Schutz privater Daten gilt für alle, auch für Politiker und dabei kommt es nicht darauf an, welcher Partei sie angehören.

Allerdings müssen sich auch staatliche Institutionen und Medien kritisch hinterfragen: Wer geklaute Daten, beispielsweise sog. ‚Steuer-CDs’, ankauft oder mit solchen Daten Journalismus betreibt, macht sich mit schuldig und öffnet der Datenklaumentalität und damit der Kriminalität Tür und Tor.“

 


Münster: Jüdischer Künstler Dr. Moisei Boroda würdigt christliche Märtyrer der NS-Diktatur

Von Felizitas Küble

Am Sonntagabend, dem 25. November, gab es in der St.-Clemens-Kirche von Münster-Hiltrup eine außergewöhnliche Andacht: Der jüdische Komponist und Literat Dr. Moisei Boroda gestaltete eine Gedenkandacht für christliche Märtyrer – die meisten von ihnen katholische Priester – die wegen ihres Glaubens und ihrer Nächstenliebe in der NS-Diktatur ihr Leben lassen mußten.

Der Musikwissenschaftler und Schriftsteller aus Georgien, der seit Jahrzehnten in der westfälischen Stadt Herne lebt und ausgezeichnet deutsch spricht, kam mit seiner christlich-orthodoxen Frau Sofia Tchkonia zur Pfarrkirche, um einige mutige Geistliche aus der NS-Zeit und ihre heldenhafte Tapferkeit zu ehren.

BILD: Dr. Boroda gestaltete die Diashow mit Unterstützung seiner Frau Sofia – die ebenfalls Musikwissenschaftlerin ist  –  in der Clemens-Kirche von Münster-Hiltrup

Dem Künstler wurde 2016 der Ehrentitel „Botschafter georgischer Kultur“ verliehen; zudem erhielt er Literaturpreise und das Ehrendiplom der „Gesellschaft für die Renaissance jüdischer Kultur“.

Die bewegende Würdigung unter dem Leitwort „Denn Dein ist das Reich“ wurde mit einer eindrucksvollen Diashow und klassischer Musik (z.B. Bach, Schubert, Chopin) sowie einem altgeorgischem Choral begleitet.

Der Komponist setzt sich unermüdlich für das Andenken an christliche Blutzeugen ein, wobei er sein besonderes Augenmerk auf katholische Geistliche legt. Sein diesbezügliches Engagement begann bereits im Jahr 2001, als er sich näher mit dem Lebenszeugnis des seliggesprochenen Priesters Karl Leisners befaßte, der als Opfer der NS-Tyrannei im KZ Dachau starb.

Monika Kaiser-Haas (siehe 2. Foto) sprach am Ambo über Leben und Glaubenszeugnis ihres Onkels, des Geistlichen Karl Leisner aus dem Bistum Münster. Die Hiltruperin ist Vize-Präsidentin des Internationalen Karl-Leisner-Kreises. (Unser Porträt des Seligen hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/06/17/der-selige-karl-leisner-priester-bekenner-und-maertyrer-in-schwer-bedraengter-zeit/)

Der konkrete Anlaß dieser kirchlichen Gedenkveranstaltung ist das zehnjährige Bestehen des Arbeitskreises Bernhard Poether, der von Pfarrer Ewald Spieker  – ebenfalls aus Hiltrup – geleitet wird.

Der Ruhestands-Geistliche (siehe drittes Bild) setzt sich für die Seligsprechung von Kaplan Poether ein, der wie Leisner (und hunderte weiterer Priester) im KZ Dachau starb. Elisabeth Georges erläutere die Stationen seines Lebens. (Näheres zu Poether hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/26/pfarrfest-in-muenster-hiltrup-zeigte-kelch-des-priesters-und-kz-opfers-bernhard-poether/)

Der Hiltruper Pfarrer Nike Netzler begrüßte die versammelten Gläubigen in der Clemens-Kirche. Die Lesungen und Dia-Fotos widmeten sich sodann neben Leisner und Poether weiteren Märtyrern, darunter dem Jesuitenpater Alfred Delp, der wegen seiner aufrechten Haltung gegen die NS-Tyrannei von Freislers Schreckensgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, wie Stefan Winter berichtete.

Zudem wurde an den Ordensmann Elpidius Markötter erinnert, der erst ins KZ Sachsenhausen kam und danach im KZ Dachau von NS-Schergen ermordet wurde. Magdalena Dreike verdeutlichte seinen tapferen Werdegang.

Das Gedenken galt sodann den bekannten vier Lübecker Märtyrern (siehe Foto), darunter drei katholischen Geistlichen (Johannes Prassek, Hermann Lange, Eduard Müller) und einem evangelischen Pastor (Karl F. Stellbrink).

Auch diese Männer mußten ihr konsequentes Glaubenszeugnis und ihren Einsatz für die Menschenrechte mit dem Leben bezahlen, was Gisela Korth eindrucksvoll schilderte.

Dabei wurde an das Wort Christi erinnert: „Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben läßt für seine Freunde.“ 

Abschließend sprach Marie-Luise Lammert über den orthodoxen Priester-Mönch Prof. Dr. Grigol Peradze, dessen glaubensstarkes Leben in Auschwitz endete. Er wurde von der orthodoxen Kirche in Polen und Georgien zum Heiligen erklärt.

BILD: Der orthodoxe Geistliche und Märtyrer Grigol Peradze aus Georgien (Porträt aus der Diaschau)

Bei der Schlußansprache betonte Dr. Moisei Boroda (siehe Foto), der die Gesamtkomposition des Gedenkabends gestaltete, noch einmal das Motto „Dein ist das Reich“ aus dem ökumenischen Zusatz des Vaterunser-Gebets.

Er erläuterte, daß totalitären Ideologien wie der Nationalsozialismus und der Kommunismus auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt seien. Gottlose Systeme, welche die Zehn Gebote und die Menschenwürde mit Füßen treten, hätten keinen Bestand, denn der Ewige sei der HERR der Geschichte. 

Der jüdische Literat erinnerte dabei auch an die millionenfachen Opfer der unmenschlichen Sowjet-Diktatur, wobei auch unter „Hammer und Sichel“ tausende von Priestern – meist orthodoxe Geistliche  – als Märtyrer starben; nicht erst unter Stalin, sondern bereits unter Lenins Herrschaft. Umso wichtiger sei das gemeinsame Einstehen für die christlich-jüdischen Werte und Ideale inmitten einer verweltlichten Zeit.

Dr. Boroda würdigte das Vaterunser als eines der „schönsten Gebete“. In der nachfolgenden Diskussionsveranstaltung im Pfarrheim betonte er erneut die „jüdischen Wurzeln“ dieses wichtigsten Gebets der Christenheit.

BILD: Dr. Boroda mit seiner Frau Sofia Tchkonia nach der Gedenkveranstaltung

Bei dem Empfang im Gemeindehaus konnten Dr. Boroda viele Fragen gestellt werden, die er eingehend beantwortete. Dabei ging es auch um die Haltung kirchlicher Institutionen und Würdenträger während der NS-Diktatur, die sehr unterschiedlich war.  Der deutsch-georgische Schriftsteller würdigte vor allem den damaligen Berliner Oberhirten Graf von Preysing und seinen Einsatz für die verfolgten Juden.

Pfarrer em. Ewald Spieker moderierte den Abend im Pfarrsaal. Danach wurde Dr. Boroda vom Reporter einer Tageszeitung aus Münster interviewt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Münster: Wozu ein arabischer Spruch über dem Eingangsportal des Doms?

Von Felizitas Küble

Seit Monaten befindet sich direkt über dem Portal des Sankt-Paulus-Doms von Münster ein arabischer Schriftzug in weißer und blauer Leuchtschrift zwischen zwei Glasplatten: „As-salamu ’alaikum“ – also der bekannte islamische Gruß: Friede sei mit euch.

Diese Aktion (siehe Foto) wird als originelle Idee zum Thema Frieden präsentiert; sie steht im Kontext einer Ausstellung unter dem Motto „Biete Frieden“, an der sich 14 Künstler beteiligt haben. Diese Installation soll bis 2. September dieses Jahres andauern.

Während man über manchen gewöhnungsbedürftigen Einfall, der bei diesen „Kreativ“-Projekten umgesetzt wurde, vielleicht noch trefflich streiten kann, erscheint vielen gläubigen Katholiken das Schriftband über dem Eingang des Hohen Doms zu Münster höchst befremdlich.

Warum wird das Kirchenvolk an einer ehrwürdigen Bischofskathedrale ausgerechnet mit einem islamischen Gruß „empfangen“?

Was werden die verfolgten Christen unter islamischer Herrschaft über diese Installation denken? Werden sie den Spruch angesichts ihrer Unterdrückung und Diskriminierung nicht sogar als zynisch empfinden?

Soll der Islam damit wieder einmal als großartige „Religion des Friedens“ schöngeredet werden? Soll ein wohlklingendes Grußwort etwa die Realität ersetzen, die unter dem Halbmond denkbar unfriedlich aussieht?

Manche Verteidiger dieser Initiative verweisen darauf, daß im Rahmen dieser Künstler-Ausstellung auch an der Synagoge der christliche Gruß „Friede sei mit dir“ zu lesen ist. Na und? Das ist nicht das geringste Problem, rechtfertigt aber keineswegs diese pro-islamische Installation am Dom.

Übrigens verweigerte die Zentral-Moschee „Ditip“ am Bahnhof von Münster das Aufbringen des jüdischen Friedensgrußes „Shalom aleichem“.  Auf Umwegen wurde dann erreicht, daß eine lokale „at-Tawba Moschee“ am Lütkenbecker Weg dazu bereit war.

Es kommt für Katholiken aber nicht darauf an, was andere Religionsvertreter tun oder nicht tun, sondern was sie selber aus ihrem christlichen Verständnis heraus für richtig halten  – und dazu gehört nicht das Anbringen islamischer Sprüche auf den Portalen von Gotteshäusern!