Hymne: Land des Glaubens, deutsches Land!

Glaube, Hoffnung und Liebe

1. Land des Glaubens, deutsches Land,
Land der Väter und der Erben,
uns im Leben und im Sterben
Haus und Herberg; Trost und Pfand,
sei den Toten zum Gedächtnis
den Lebend’gen zum Vermächtnis
freudig vor der Welt bekannt:
Land des Glaubens, deutsches Land.

2. Land der Hoffnung, Heimatland,
ob die Wetter, ob die Wogen
über dich hinweggezogen,
ob die Feuer dich verbrannt,
du hast Hände, die da bauen,
du hast Herzen, die vertrauen,
Lieb und Treue halten stand,
Land der Hoffnung, Heimatland!

3. Land der Liebe, Vaterland,
heil’ger Grund, auf den sich gründet,
was in Lieb‘ und Leid verbündet,
Herz mit Herzen. Hand mit Hand.
Frei, wie wir dir angehören
und uns dir zu eigen schwören,
schling um uns dein Friedensband,
Land der Liebe, Vaterland!

Rudolf Alexander Schröder (1878 – 1962)

Hinweis: Diese 1950 entstandene „Hymne an Deutschland“ des evangelischen Dichters Rudolf A. Schröder sollte nach dem Wunsch des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss die Nationalhymne der Deutschen werden. Doch Kanzler Adenauer entschied sich letztlich für das Deutschlandlied von Fallersleben.

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Eine Hymne zum Tag der Deutschen Einheit: „Land der Liebe, Vaterland!“

Von Rudolf A. Schröder

1. Land des Glaubens, deutsches Land, / Land der Väter und der Erben, / Uns im Leben und im Sterben / Haus und Herberg, Trost und Pfand, / Sei den Toten zum Gedächtnis, / Den Lebend’gen zum Vermächtnis, / Freudig vor der Welt bekannt, / Land des Glaubens, deutsches Land!

2. Land der Hoffnung, Heimatland, / Ob die Wetter, ob die Wogen über dich hinweggezogen, / Ob die Feuer dich verbrannt, / Du hast Hände, die da bauen, / Du hast Herzen, die vertrauen, / Lieb und Treue halten stand, / Land der Hoffnung, Heimatland!

3. Land der Liebe, Vaterland, heil’ger Grund, / Auf den sich gründet, / Was in Lieb und Leid verbündet / Herz mit Herzen, Hand mit Hand. / Frei, wie wir dir angehören / Und uns dir zu eigen schwören, / Schling um uns dein Friedensband, / Land der Liebe, Vaterland!

Rudolf Alexander Schröder (* 26. Januar 1878 in Bremen, † 22. August 1962 in Bad Wiessee). Der Dichter erneuerte das evangelische Kirchenlied; er gehörte zur Bekennenden Kirche, die dem Nationalsozialismus widerstand.

Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) hätte dieses Lied, das 1950 auf seine Anregung hin entstand, gerne als Nationalhymne unseres Landes eingeführt, konnte sich aber gegenüber Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) nicht durchsetzen, der das herkömmliche Deutschlandlied bevorzugte, das bereits in der Weimarer Republik Nationalhymne war.

Schröders „Hymne an Deutschland“ wird auch als „Bremer Hymne“ bezeichnet.

Melodie siehe hier: http://www.musictory.de/musik/Landeshymne/Bremer+Hymne
oder hier: http://www.youtube.com/watch?v=UQqKjZm1JgU